Gewalt

Gewalt als Methode, um Interessen durchzusetzen, ist abzulehnen.

Abzulehnen ist körperliche Gewalt gegen Menschen, die deren Leib und Leben in Gefahr bringt und ihre Gesundheit aufs Spiel setzt.

Abzulehnen ist Gewalt gegen die Umwelt, gegen Landschaften mit ihren Lebewesen, gegen Bäume, Pflanzen, Gewässer, die unseren Lebensraum und die Grundlage unserer Gesundheit und Lebensqualität bilden.

Abzulehnen ist Gewalt gegen Dinge. Hierunter fällt die Sachbeschädigung von Baumaterialien ebenso wie die Zerstörung denkmalgeschützter Gebäude.

Abzulehnen ist verbale Gewalt, die Sachverhalte und Wahrheiten verdreht, verschweigt, aufbauscht, frisiert, klein oder groß redet und damit die Realität manipuliert und Menschen wie Verbrecher an den Pranger stellt.

Abzulehnen ist mediale Gewalt, die einseitig unüberprüfte Behauptungen streut, vervielfältigt und dadurch Hetzkampagnen anzettelt, die Schäden an der Psyche einer Allgemeinheit anrichtet und ihr Klima vergiftet.

Abzulehnen ist strukturelle Gewalt, die Menschen ver-ge-waltigt, indem sie mit der Ignoranz und Arroganz der Macht über berechtigte Anliegen hinweggeht, die täuscht, trickst, lügt, betrügt und Menschen in unverschämter Dreistigkeit an der Nase herumführt und für dumm verkauft.

Gewalt provoziert neue Gewalt.

GEWALT IST ABZULEHNEN.

Pfarrerin Guntrun Müller-Enßlin

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14 Kommentare zu Gewalt

  1. Pingback: Zum Stand der Dinge… | Baden unterstützt: Oben bleiben! Kein Stuttgart 21!

  2. EbnerM sagt:

    Zuschauer schämten sich sehr , über eure Aufgabe mit eurem Verantwortung mit Gewalt verantwörtlichen zu tragen, weil die Gewalt ist sicher stände und euren Aufgaben räumten sich auf, Bei „Oben Bleiben“ ist auch keine Losung mehr. Oben bleiben zu wollen, auch mit Durchgangsbahnhof zu bauen oder ?

  3. Max Fastus sagt:

    Es darf kein zweites Mal der Bauzaunaktion geben. Auch Gewalt gegen Sachen ist nun mal ein Rechtsbruch. Da helfen auch keine nachträglichen Rechtfertigungen. Verheerend war die Äußerung von der „friedlichen Feierabendstimmung“. Das Gegenteil ist gefordert: Bei unüberlegten Spontanaktionen müßte unbedingt ein Exponent wie Matthias von Herrmann per Megaphon auf alle Mitstreiter einwirken , von solch schädigenden Wutausbrüchen sofort abzulassen. Sonst wird das Aktionsbündnis genußvoll zum Bürgerschreck totgeschrieben.

  4. James sagt:

    Und ich bin mir sicher es wird weitere Aktionen dieser Art geben… es gab bereits bei der Baumverpflanzung einen „gestürzten“ Bauzaun… Sachbeschädigung, Gewalt gegen Dinge…. wie war das mit dem Aktionskonsenz Herr von Herrmann?

    • Max sagt:

      Lieber James,

      ich erlaube mir mal, in Matthias‘ Namen zu antworten. Matthias hat klipp und klar gesagt, dass Gewalt nicht zum Aktionskonsens gehört. Im Umkehrschluss (jaja, kompliziert das alles) bedeutet das, dass jeder, der Gewalt anwendet, nicht „zu uns“ gehört in dem Sinne, dass er eben gegen den Konsens vestößt.

      Matthias‘ kann aber niemanden davon abhalten, gegen den Konsens zu verstoßen. Ist das halbwegs nachvollziehbar für dich? Oder soll ich es noch einfacher ausdrücken?

      Matthias nix Diktator. Jeder selbst verantwortlich für eigenes Handeln.

      Kapiert?

      • isospin sagt:

        „Im Umkehrschluss (jaja, kompliziert das alles) bedeutet das, dass jeder, der Gewalt anwendet, nicht “zu uns” gehört in dem Sinne, dass er eben gegen den Konsens vestößt.“

        wieso dann das knapp einwöchige dementi? DASS gewalt – gegen mensch und material – angewendet wurde, liegt auf der hand.

        wenn man noch tagelang von fröhlicher feierabendstimmung redet und erst nach massiver kritik sich gewaltfreiheit auf die fahne schreibt, dann ist das mitnichten eine unmissverständliche stellungnahme, sondern eine flucht nach vorne.

        finden sie, herr max, das alles etwa glaubhaft und souverän?

  5. isospin sagt:

    knapp eine woche um die fröhliche feierabenstimmung zurückzunehmen.
    hut ab, herr von herrmann, hut ab vor so viel schneid…

    • Max sagt:

      Und du bist ein großer Held. Es dauert eben bei halbwegs normalen Menschen seine Zeit, eine Pressekonferenz einzuberufen und zu planen und so. Weißt du, wir haben auch noch ein Leben nebenher zu leben. Aber das rafft ihr ganzen Nörgelheimer wahrscheinlich nie.

      • isospin sagt:

        na die pressemitteilungen sind ja immer innerhalb weniger stunden draußen… und eine richtigstellung bedarf einer tagelang einzuberufenden pressekonferenz. ahja.

        • Kara ben Nemsi sagt:

          Es dauert wohl manmal etwas länger, unangenehme Dinge zu erledigen.

        • isospin sagt:

          und im idealfall interessiert sich nach ein paar tagen eh niemand mehr für das geschwätz von vorvorgestern.

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  7. Ungezaehlt sagt:

    Leser verantwortlich sich rätseln, gewalt wessen Bedeutung EbnerMs Text oben bleibt oder auch nur verständlich wird.
    EbnerM, ich glaube wir sind beide noch weit von der Sprachkunst Heideggers und Jandls entfernt.

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