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5.1. Mein Freund der Baum.

Mein Freund, der Baum 2012.

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Ein Kommentar zu 5.1. Mein Freund der Baum.

  1. Heidi-Rose sagt:

    Mein Baumgedicht gilt noch immer:

    Unsre Bäume

    Diese Bäume hab’n wir lange hoch verehrt,
    sie haben unsre Stadt mit Leben reich genährt.
    Sie haben für uns so manchen Dreck verwandelt,
    sonst hätten wir noch mehr Gift uns eingehandelt.
    Im Städtle unterwegs in Staub und in der Sonne Glut,
    gaben sie uns Schatten, und wir waren wieder ausgeruht.

    Der Schlossgarten war für die Stadt stets ein Heiligtum.
    Die Bauplanung musste machen immer eine Bogen drumrum.
    Was immer sie sich dazu haben ausgedacht,
    war schnell vom Tisch gewischt und kam nicht in Betracht.

    Vorbei soll dieser Segen für uns nun sein,
    denn unsre Oberen hauen jetzt alles kurz und klein.
    Da ist kein Fleckchen in der Stadt mehr sicher.
    Baumeister Schuster geht ran wie Blücher.
    Auch die Grünen denken nur an Macht,
    da kommt man so auf manchen Verdacht.
    Für die Regierung gibt es kein wenn und aber,
    was hier geschieht, ist nur noch makaber.

    Für viele geht es ja um sehr viel Geld.
    Das ist so üblich heut auf unsrer Welt.
    aller Zufriedenheit steht lang nicht mehr an erster Stelle,
    es zählt allein: mehr, mehr, und das ganz schnelle.
    Die Sucht nach Wachstum fordert der Opfer viele,
    und dafür werden gespielt die übelsten Spiele.

    Wenn all die Bäume werden fallen,
    wird sich mein Herz zusammenkrallen.
    Wir werden schluchzen, schreien, weinen,
    und unsre Tränen werden sich vereinen.
    Viele andern werden über uns lachen,
    unsre Trauer und Wut zum Gespött dann machen.
    Werden sie es irgendwann einmal verstehen?
    Doch unsre Bäume werden nicht mehr auferstehen.

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