Der Schwabenkönig

Wer reitet so spät durch Kraut und Rüben
es ist der Schuster
der will nach drüben
erreicht den Zaun mit Müh und Not
Strom war drauf
und er fast tot

Mein treuer Schuster hörst du nicht
es ist dein Volk das zu dir spricht

Ach geh mein Kind was hörst du nur
singt bloß der Wind in Moll und Dur
durchs gute alte Blätterdach
doch keine Angst ich leg`s bald flach

Ach Schuster du mein treuer Narr
dass was du sprichst es ist nicht wahr
die alten Weiber treibt es aus den Betten
an Bäume sich zu ketten
Handwerker, Ärzte, Lehrer und alle anderen Chaoten
heben verzweifelt ihre Pfoten
selbst die Kleinen fein in Reif und Rock
zählen schon zum schwarzen Block

Oh mein Kind vergiss die Idioten
mein Entscheid hat klare Quoten
und weiß doch wirklich jedes Vieh
wie es ist mit Demokratie
halt den Mund und nimm es hin
kost´s auch viel und macht kein Sinn
sind die nicht willig brauch ich Gewalt
gewählt ham die
so ist es halt

Mein Schuster jetzt erkenne ich
dein freundlich Sein es ist es nicht
ein alter Scherge du wohl bist
kein Pferd kann scheißen soviel Mist
nimm deinen Hut mit Bahn und Bändle
ich nehm dich fort aus diesem Ländle
bist nicht mehr sicher wohl und warm
da hilft auch nicht Gesetzes Arm
den Bahnhof baun sie wieder auf
des bissel Geld auch oben drauf

Wo soll ich hin mein liebes Kind
gibt’s Orte wo kei Schwaben sind
zum Baumhaus geht nicht das ist klar
war vorher schon mein SEK
geh ich nach Brüssel schick und fein
mein Englisch soll auch besser sein
so sprich doch du mein kluges Kind
wo ist der Ort wo die nicht sind

Mein Schuster trockne deinen Tränen
in Timbucktu wird man´s nie erwähnen
Hunderttausend gegen drei
so mach nun Schluss
und bleib dabei

Ein Kommentar zu Der Schwabenkönig

  1. Mandy sagt:

    Gibt es auch einen Sachsenkönnig>? 😀 Da ich aus Sachsen komme.

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