Wichtige Termine und Infos

Mo., 12.10., 18 Uhr: Die 826. Montagsdemo auf dem Schlossplatz

Mo., 19.10., 18 Uhr: Die 827. Montagsdemo auf dem Schlossplatz

Mo., 26.10., 18 Uhr: Die 828. Montagsdemo auf dem Schlossplatz

MEHR BAHNHOF = MEHR ZUKUNFT! Ein Video von Klaus Gietinger: https://youtu.be/Ca0yCi9T4vY

'Die Anstalt' zu S21 und zum Zustand der Bahn:
Beitrag speziell zu S21

Campact-Petition: Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch "Umstieg 21"!

Kommentare deaktiviert für Wichtige Termine und Infos

Die Freunde irrsinniger Tunnel feiern sich und ihren neusten Anschlag

Rede von Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder, auf der 826. Montagsdemo am 12.10.2026

Heute Morgen traf sich auf den Fildern eine eigenartige Gruppe, um den „Tunnelanschlag Pfaffensteigtunnel“ zu feiern, nämlich Evelyn Palla (Vorsitzende des Vorstands Deutsche Bahn AG), Steffen Bilger (Bundesverkehrsminister), Nicole Razavi (Landesverkehrsministerin BW) und Frank Nopper (Stuttgarts Oberbürgermeister). Man munkelt, den Bundeskanzler Merz hatten sie vergessen einzuladen, und Donald Trump hatte wohl keine Zeit, denn er plante weltweit noch viel schrecklichere Zerstörungen als die hiesigen Verbrecher.

Doch zunächst einige historische Bemerkungen zum Projekt Stuttgart 21, das seit Jahrzehnten jedes Jahr teurer wurde und unübersehbar viel länger dauern sollte: Projektidee 1994; erste Bautätigkeiten 2010; Kosten immer irrer, heute bis auf 14,5 Milliarden (das sind 14.000 Millionen) angewachsen, und ein Ende ist überhaupt nicht abzusehen.

Wie sagte doch der damalige Bahnchef Heinz Dürr in dem großartigen Film von Klaus Gietinger „Die 7 Todsünden von S21“ sinngemäß: „Das Problem war, dass es bei der Tieferlegung des Bahnhofs plötzlich nur noch um einen Bahnhof ging und nicht mehr darum, dass wenn der ‚Sackbahnhof‘ wegkommt, dass dann Stuttgart im Zentrum 150 ha bestes Bauland bekommt!“

Das sagte er im Jahr 2022, also kurz vor seinem Tod. Als Bahnchef in den 90er Jahren war ihm offensichtlich die Bahn weniger wichtig als das Bauen eines neuen Stadtteils. Verrückt, oder? weiterlesen →

Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Die Freunde irrsinniger Tunnel feiern sich und ihren neusten Anschlag

826. Montagsdemo am 12.10.26 auf dem Schlossplatz

Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für 826. Montagsdemo am 12.10.26 auf dem Schlossplatz

Windeln wechseln!  

Peter Grohmanns Wettern der Woche am 12.10.2026

Frag dich jetzt mal öfters, ob die Welt verrückt geworden ist (oder nur Du) oder ob nur die Verantwortlichen ihre letzten Hemmungen verloren haben. Donald Trump lässt Selensky fallen – nu und? Die Ukraine war doch eh' für den Ami ein Gebrauchtwagen mit zu vielen Kilometern. Die USA, trotz ihrer 100 Angriffskriege, Militär-OPs oder getarnter Abwehrkämpfe, waren ja einstens der geachtete Hüter von Freiheit und Democracy (CIA hin oder Sklaverei her). Heute sehen sie eher oll und verbraucht aus, mit einem Daddy, der den Weltfrieden gefährdet und offenbar nicht recht bei Troste ist. Ja, die anderen auch. Doch Trumps klerikale Wiederkäuer, Vorredner oder Hintermänner halten als Strippenzieher weltweit wichtige Fäden in der Hand. weiterlesen →

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Windeln wechseln!  

Demo und Kundgebung gegen Anschlag des neuen Pfaffensteigtunnels auf den Fildern

Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Demo und Kundgebung gegen Anschlag des neuen Pfaffensteigtunnels auf den Fildern

Die 826. Montagsdemo auf dem Schlossplatz

Die 826. Montagsdemo findet am 12. Oktober 2026 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.

Redner:

  • Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder e.V.; "Die Freunde irrsinniger Tunnel feiern sich und ihren neuesten Anschlag"

Musik: Die ELF
Moderation: Michael Kaufmann, Badener gegen S21

Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Die 826. Montagsdemo auf dem Schlossplatz

Privatjets stoppen!

Rede von Merle Riebandt, ROBIN WOOD e.V., auf der 825. Montagsdemo am 5.10.2026

Vielen Dank, Angelika, für die Einladung!

Vor vier Jahren habe ich gemeinsam mit 500 anderen Aktivisten das Privatjetterminal des Amsterdamer Flughafens blockiert. Sechs Stunden lang konnten keine Privatjets mehr abheben, da Aktivisten auf dem Fahrrad fröhlich ihre Runden drehten und die Flieger besetzten.

Mit Erfolg: Der Flughafen verkündete kurz darauf ein Verbot von Privatjets. Leider wurde dies durch den damaligen Minister für Infrastruktur wieder zurückgenommen. Aber es zeigte mir, dass ein Ende der Luxusfliegerei möglich ist, und dass Protest wirksam sein kann.

In den Jahren danach zog ich wieder weiter weg von zu Hause, aber musste immer an meine Heimatstadt Hamburg denken. Dort haben sich die Bürger*innen vor nun einem Jahr bei einem Volksentscheid für mehr sozialen Klimaschutz ausgesprochen. Der Hamburger Zukunftsentscheid besagt, dass, wenn die Stadt ihre jährlichen Klimaziele verfehlt, Sofortmaßnahmen eingeleitet werden müssen.

Und ich begann zu recherchieren:

  • Ich las darüber, dass der Hamburg Airport einer der meistgenutzten Flughäfen Deutschlands für Privatjets ist.
  • Ich las, dass der Stadt 51 % des Flughafens gehören, der Senat und die Wirtschaftsbehörde also direkten Einfluss und Verantwortung haben.
  • Ich las, dass in Privatjets oft nur zwei oder drei Personen sitzen, die jedoch bis zu 20-mal mehr Emissionen verursachen als ein Linienflug.
  • Ich las, dass Privatjets von der Luftverkehrssteuer befreit sind.

weiterlesen →

Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Privatjets stoppen!

Die Eigentumsfrage – oder: Für eine Gesellschaft, die uns gehört!

Rede von Volker Lösch, Regisseur und Aktivist, auf der 824. Montagsdemo am 28.9.2026

Liebe Mitstreiter*innen!

Schon wieder ein 30. September. Zum 16ten Mal. Und die Erinnerungen sind nicht weg. Die Wasserwerfer, das Ausharren unter Plastikplanen, die Gewaltexzesse der Polizei, die Jugendlichen und Älteren, die aufs Maul kriegen und Tränengas ins Gesicht, die vielen weinenden Menschen, als nach Mitternacht die ersten Bäume gefällt werden, die Demo am Samstag danach, als ich vor mehr als einhunderttausend von euch stand und in Euren Gesichtern Wut, Enttäuschung, Schmerz und so etwas wie Widerstandsbereitschaft gesehen habe. Die bis heute gehalten hat! Das ist beeindruckend, das ist unglaublich, und das ist einmalig! Ich war ja bis 2014 noch in Stuttgart und habe mich dann nach Berlin verpisst. Aber Ihr habt die Stellung gehalten, die ganze Arbeit gemacht und niemals aufgegeben – und das ist großartig! Danke für die Möglichkeit, hier immer noch sprechen zu können!

Streit um Eigentum

Liebe Freund*innen – Erinnern allein reicht aber nicht. Was ist damals eigentlich passiert? Und warum kam es zu diesem Gewaltexzess? Von Anfang an war klar, dass die Hauptfrage bei dem Konflikt lautet: Wem gehört die Stadt? Wir wussten sehr schnell, bei „Stuttgart 21“ geht es nicht um einen Bahnhof. Es ist ein Streit um Eigentum. Um Boden. Um Infrastruktur. Um politische Macht. Es geht um die Frage, wer über die Entwicklung einer Stadt entscheidet, und wem sie gehört. weiterlesen →

Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert für Die Eigentumsfrage – oder: Für eine Gesellschaft, die uns gehört!

Schwarzer Donnerstag – Anschlag auf die Demokratie und kein Ende

Rede von Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, auf der 824. Montagsdemo am 28.9.2026

Liebe Freundinnen und Freunde,

„als ich vom Projektleiter der Bahn einen Anruf erhielt, schon am nächsten Tag solle ein neuer Abrissbagger ankommen, habe ich ihm sofort gesagt, da machen wir nicht mit, ich nicht. Das ist ungeschickt und unklug, es zu tun. Ich habe dann kurze Zeit später weitere Anrufe bekommen und zwar vom Landespolizeipräsidenten Hammann. Ich habe gesagt, ich will eine unnötige Eskalation vermeiden. Kurze Zeit später hat er dann wieder angerufen und er hat mir gegenüber gesagt, der Ministerpräsident hätte das angeordnet. So etwas habe ich als Polizeipräsident noch nie erlebt.“

Was ich euch gerade vorgetragen habe, ist ein Interview des Polizeipräsidenten Siegfried Stumpf in einer Dokumentation des Südwestrundfunks „Showdown am Bahnhof“. Dazu hat mich die Anfrage einer preisgekrönten Filmemacherin erreicht. Sie arbeitet an einer Dokumentation über Stuttgart 21. Überhaupt hat in letzter Zeit das Interesse der Medien an uns und an unseren Positionen sehr zugenommen. Das ist auch unserem unermüdlichen Bestreben zu verdanken, die Öffentlichkeit zu informieren und über Lügenmärchen aufzuklären. Das ist ein wahrer Kampf für die Demokratie.

Zurück zum zitierten Ministerpräsidenten. Über seine Rolle am 30.9.2010 muss ich heute nicht berichten. Und auch nicht über seinen Auftritt im Untersuchungsausschuss des Landtags, der den Verdacht auf eine leider verjährte uneidliche Falschaussage begründet. Denn ihr seid darüber bestens informiert. Wer – wie gerichtlich zum EnBW-Deal festgestellt wurde – ein Verfassungsbrecher ist, der hat sich abseits des Rechtsstaats gestellt. Fritze Merz würde ihn Rambo Zambo nennen. weiterlesen →

Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Schwarzer Donnerstag – Anschlag auf die Demokratie und kein Ende

824. Montagsdemo am 28.9.26 auf dem Schlossplatz

Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für 824. Montagsdemo am 28.9.26 auf dem Schlossplatz

Praktischer Antisemitismus

Peter Grohmanns Wettern der Woche am 28.9.2026

Von Heidenau über Hellersdorf, von Höcke über Eralp zu eurem Antisemitismus: „Wo hab' ich bloß meine Brille hingelegt?“ fragt meine Omi Glimbzsch aus Zittau. Sie weiß: Antisemitismus ist kein Phänomen bildungsferner oder arm gehaltener Schichten – er fühlt sich überall wohl. Die akademischen Eliten des Nationalsozialismus wurden nach 1945 in beiden deutschen Staaten weitgehend in weichen, warmen Federbettchen re-integriert – sie blockierten in Ämtern und Würden, als Abgeordnete, Wiedergänger und rechtsgestrickte Hautevolee jahrzehntelang eine kritische Aufarbeitung. Entgegen den Hiobsbotschaften der Schreihälse von heute belegen zwar die Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung, dass formale Bildung auch bissel vor Judenhass schützt, nicht aber vor einer Schuldabwehr oder Holocaust-Relativierung, die in den gutbürgerlichen und intellektuellen Milieus bis heute subtil, aber fest verankert ist. Nach '45 gab's eine tiefsitzende Schieflage: Offener Antisemitismus war tabu, stattdessen dominierte eine aggressive Abwehr der Erinnerung quer durch's Volk. weiterlesen →

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für Praktischer Antisemitismus