Rede von Iris Dressler, Direktorin des Württembergischen Kunstvereins, auf der 799. Montagsdemo am 23.3.2026
Ich fühle mich sehr geehrt, auf dieser 799. Montagsdemo sprechen zu dürfen. Vielen Dank!
Hintergrund meines Beitrags ist ein Symposium, das am vorletzten Wochenende im Württembergischen Kunstverein, den ich gemeinsam mit Hans D. Christ leite, stattfand[1]. Anlass des Symposiums war unsere tiefe Sorge über die wachsende politische Einflussnahme auf die Kunst-, Wissenschafts- und Meinungsfreiheit in Deutschland und anderen liberalen Demokratien.
Dabei grenzen wir uns klar und deutlich von jenen rechtspopulistischen und anti-woken Stimmen ab, die Diskriminierung – sei es in Form von Rassismus, Sexismus oder Antisemitismus – als ein vermeintlich natürliches Freiheitsrecht für sich beanspruchen. Es gibt kein Recht auf Diskriminierung. Und Sexismus zu kritisieren ist keine Schmutzkampagne!
Was uns beschäftigt, ist eine Entwicklung, bei der im Namen der Bekämpfung von Extremismus und Antisemitismus nicht Extremismus und Antisemitismus bekämpft werden, sondern die Kritik an bestehenden Missständen: seien es der Klimawandel, die Avancen der sogenannten politischen Mitte gegenüber dem rechten Rand oder die Politik der derzeitigen israelischen Regierung. weiterlesen →