Medienberichte 30.01.

Main Post: Sparpaket und EnBW-Deal: Landtag berät Mittwoch über Nachtragshaushalt
Saarbrücker Zeitung: "Wahltag ist Zahltag"
erstaunlich.at: Freund und Helfer
jungeWelt: »S21«-Gegner wieder da
Welt: Tausende demonstrieren wieder gegen Stuttgart 21
Stuttgarter Zeitung: Rheintalbahn: Schweiz fürchtet das "Nadelöhr"
Stuttgarter Zeitung: Stuttgart 21 Pro und Contra: Weitere Aktionen auf beiden Seiten
taz: Großdemo gegen "Stuttgart 21" - Schluss mit mau
DerStandard: Tausende protestierten erneut gegen "Stuttgart 21"
Stuttgarter Zeitung: Kampf gegen die "Tunnelparteien"
euronews: “Wahltag ist Zahltag” für Bahnprojekt “Stuttgart 21”
BR Rundschau: Aschaffenburg: Bahnhofsneubau Lernen, wie man's richtig macht
Schwäbisches Tagblatt: Wieder demosntrieren Tausende gegen S21

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3 Responses to Medienberichte 30.01.

  1. Soziologe sagt:

    Da ja wiedermal die heiße Zeit der Sonntagsfragen gekommen ist und dementsprechend auch immer wieder die Frage im Raum steht 1. wie genau die sind und 2. ob die manipuliert sind will ich hier mal etwas Licht ins Dunkle bringen:

    Umfragen zeigen Tendenzen an und sind nie auf wenige Prozent genau. Das hat nichts mit Beeinflussung zu tun, das sind schlicht unterschiedliche Faktoren welche man nie ganz ausschließen kann: Zum einen gibt es keine wirklich 100%ige Representativität, das ist generell schon ein Problem bei Umfragen, bei politischen Themen aber noch verschärft da politisch interessierte Menschen tendenziell eher bereit sind teilzunehmen als Desinteressierte. Außerdem gibts noch den Faktor der Konformität, deshalb bekommen Parteien welche in der öffentlichen Meinung als unerwünscht erscheinen bei Umfragen generell weniger Prozente als bei der Wahl, kann man am Beispiel NPD sehr gut sehen, trotz Anonymität wollen es viele dem Interviewer gegenüber nicht zugeben Faschisten zu wählen. Gerade in ländlichen Gegenden in den alten Bundesländern trifft das zum Teil auch auf die Linke zu die hier im Zweifelsfall auch eher unterbewertet wird. Und dann noch der Faktor Wahlbeteiligung: Die ist in Umfragen generell immer deutlich höher als in der Realität und hat natürlich auch Auswirkungen auf das Ergebniss. Das alles führt zu Ungenauigkeit und Verzerrungen, von daher bedeutet es ziemlich wenig bis garnichts wenn eine Partei 1-2 Prozent mehr oder weniger bekommt als bei der letzten Umfrage, interessant ist das nur für die Medien weil sie was zu berichten haben und für Politikwissenschaftler weil sie Kommentare in den Medien abgeben dürfen. Wirklich aussagekräftig sind diese Umfragen nur für längerfristige Trends oder bei einer deutlichen Veränderung.

    Zur Manipulation von Umfragen: Derartige Fälle gibt es leider tatsächlich, vorallem durch Tricks bei der Fragestellung. Das ist sozusagen die unrühmliche „Spezialität“ von Forsa, welche durch unwissenschaftliche Fragestellungen bzw. unwissenschaftlicher Auswertung Umfragen im Sinne der Auftraggeber manipuliert. Für das Centrum für Hochschulentwicklung Ergebnisse pro Studiengebühren; für die arbeitgebernahe Initiative neue soziale Marktwirtschaft pro Einführung einer privaten Pflegeversicherung und für die Bahn pro Bahnprivatisierung und contra Lokführerstreik. Die Sonntagsfrage ist allerdings standardisiert, da fällt diese Möglichkeit schonmal weg. Natürlich kann man auch schlicht die Ergebnisse fälschen, das hat das Institut Allensbach gut vorgemacht, ausgerechnet bei der Landtagswahl in BaWü 1996 hat sie einer unbeliebten Partei einfach ein paar Prozent gestrichen und sie so in der Umfrage unter die 5%-Hürde gedrückt. Man sollte also kritisch sein, aber natürlich nicht gleich bei jeder Umfrage welche einem nicht gefällt direkt von Manipulation ausgehen, gerade die Sonntagsfragen werden im Großen und Ganzen doch relativ seriös durchgeführt. Schaden kanns aber natürlich auch nicht wenn man sich über das Institut und den Auftraggeber einer Studie informiert, aber meistens ist nicht die Studie selbst das Problem sondern wie sie je nach belieben und zum eigenen Vorteil bewusst von Auftraggeber, Politikern etc. misinterpretiert- und veröffentlicht werden.

    Generell zu den diversen Instituten: Das bereits erwähnte Allensbach gilt als CDU-zugeneigt, Forsa galt bis inclusice Kanzler Schröder als SPD-zugeneigt und seitdem eher sogar als SPD-abgeneigt (die Allensbach-Gründerin mit Nazi-Vergangenheit stand Kanzler Kohl nahe und war mit einem CDU-Politiker verheiratet, der Forsa-Institutsleiter ist mit Schröder befreundet und ist selbst SPD-Mitglied). Die unlauteren Methoden dieser Institute hab ich ja bereits erwähnt. Infratest und Emnid (das einzige was ich bei denen kritsch sehen könnte: beides Tochtergesellschaften desselben Mutterkonzerns) gelten demgegenüber als neutral und seriöser.

    Hier kann man alle Umfragen für die Landtagswahl inclusive Institut und Auftraggeber sehen: Sonntagsfrage Baden-Württemberg Wie man sieht beauftragt das CDU-geführte Staatsministerium traditionsgemäß Allensbach (trotz der Fälschung 1996), die SPD Infratest.

    Nebenbei bemerkt noch zur speziellen Umfragepraxis der CDU in BaWü: Die SPD-Fraktion gibt Umfragen in Auftrag, die CDU-Fraktion nicht. Warum? Die CDU kann das ja über das Staatsministerium. Zahlt dann der Steuerzahler und schont die CDU-Fraktionskasse. Eigentlich skandalös, da bürdet die CDU dem Steuerzahler die Kosten auf wofür andere Parteien selbst zahlen müssten und finanziert dabei noch ein Institut das Umfrageergebnisse gefälscht hat…

  2. Beobachter sagt:

    Zu den Repressionen der Polizei auf den gestrigen Demos: Polizei provoziert Schüler gewaltsam und erzählt wieder Märchen über gewalttätige Demonstranten. Und ein recht offensichtlicher Fall von Polizeiwillkür: Die Polizei erstattet Anzeige obwohl es sich um ein reines Antragsdelikt handelt, eine Verfolgung rechtlich also allein durch eine Anzeige der Geschädigten (in diesem Fall Frau Merkel welche davon sicherlich garnichts mitbekommen hat da garnicht vor Ort) selbst ausgelöst werden kann. Leben wir eigentlich noch in einem Rechtsstaat oder dreht die Polizei langsam total durch?!

    Jetzt mal ehrlich II

    F(M)erkel zeigt an!

  3. S21-Nein-Danke sagt:

    Das mit dem Ulmer Oberbürgermeister Gönner ist ja echt ein dicker Hund *groll* Aber andererseits: wie notleidend müssen die Pro-ler sein, wenn sie so was nötig haben? Eben 😉

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