Container-Zellen bei Stuttgart 21(SWR)

Nein, die Überschrift bedeutet nicht, dass der SWR die wahre Wohnqualität der fürs Rosensteinviertel geplanten Bebauung endlich erkannt hat.

In diesem Bericht geht es darum, dass Polizeisprecher Stefan Keilbach ein "Container-Gefängnis auf dem Wasen " angekündigt hat. In diesem sollen wohl irgendwelche "Chaoten"  eingesperrt werden.  Ausdrücklich wird auch darauf hingewiesen, dass es auch  "Protestierende ..., die immer wieder Baumaßnahmen blockieren " treffen kann.

Wir verzichten an dieser Stelle auf Vergleiche, die sich dem einen oder anderen aufdrängen und lassen ausnahmsweise einen Stuttgart 21 Befürworter sprechen. Folgendes ist ein Zitat von heute auf Twitter:

"proS211 proS21

Containerlager für die radikalen und kriminellen #S21 Gegner? Arbeitslager wären da schon eher angebracht! #S21 kommt!"

PS: Es gibt wohl eine noch reißerischere Geschichte von BILD dazu. Dieser Autor fällt aber lieber tot um, als dass er einen Link zu Springer postet.

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17 Antworten zu Container-Zellen bei Stuttgart 21(SWR)

  1. Leo sagt:

    Dieser Autor fällt aber lieber tot um bevor er einen Link zu Springer postet.

    Danke dafür.

  2. Beobachter sagt:

    Ich gehe mal davon aus, daß Michael geschmacklose Ausfälle von S21-Gegnern hier zukünftig dann ebenso postet, oder?

    • Michael sagt:

      Wenn die „geschmacklosen Ausfälle“ von S21 Gegnern dann auch so gut zu meinen Befürchtungen Sorgen also Schlicht genau so gut zu meiner Wahrnehmung von Realität passen wie dieses Kleinod hier, lautet die Antwort: Ja, das werde ich tun.

  3. Stuttgarterin sagt:

    Ach, der Beobachter wieder, der die Rolle des Polizisten übernimmt? Beobachter, wenn dir langweilig ist, dann hilf uns doch das Geschehen am 30.09. aufzuklären, Polizisten dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Die Staatsanwaltschaft für Willkür zu belangen und selbige auszutauschen.
    Vielleicht ändert sich dann deine Sicht auf die Dinge, weil DU endlich mal mit Wahrheiten konfrontiert wärst, die dir als jemand, der wirklich neutral wäre, kaum gefallen könnten.
    Vorausgesetzt du bist ein Bürger mit Sinn und Verstand und Glauben an ein funktionierendes Rechtssystem.

  4. Dominik sagt:

    Du wohnst doch in einem Haus oder einer Wohnung, lieber Beobachter, oder? Nehmen wir mal an, du hättest den Bauplatz dieses Hauses illegal erworben indem du die Verkäufer betrogen hast; du hättest Bäume dafür illegal fällen lassen und würdest darin leben wollen. Würdest du dich wundern, wenn die ehemaligen Besitzer des Grundstückes sich jeden Tag friedlich vor deine Eingangstüre setzen, um dich am betreten zu hindern?
    Würdest du dann auch die Polizei holen, damit sie zu deinem Recht verhilft? Und welches Recht wiegt eigentlich mehr? Das Baurecht, das Urheberrecht, das Recht auf demokratische Beteiligung, das Versammlungsrecht oder das Recht eine Straftat zu verhindern?

  5. schuco sagt:

    Hallo Dominik,
    ich bin von dem Projekt auch nicht überzeugt und ich mag eigentlich solche Vergleiche und Analogien. Der Vergleich aus der rechtlichen (!) Sicht hier hinkt allerdings etwas: Ich habe das Grundstück oder Haus allerdings nicht illegal erworben. Ich war mir mit dem Verkäufer einig, was ich damit anfangen will. Das konnte mein Nachbar auch lange einsehen und daher habe ich auch ganz offiziell das Baurecht erhalten. Inzwischen hat mein Nachbar eine andere Meinung, da er nun auch reichlich Nachteile für sich erkennt.
    Wenn er sich dann vor meine Einfahrt setzt, um die Handwerker zu blockieren, scheint dies zwar inhaltlich legitim, rechtlich aber ist dies nicht zu halten. Daher würde ich , zwar nicht beim ersten Mal, bei Wiederholung aber konsequent, tatsächlich die Polizei rufen und die Polizei muss dann auch dem Recht ( in diesem Fall meinem Recht) Geltung verschaffen.
    Wie gesagt, das ist nur ein Vergleich aus rechtlicher Sicht, ohne jegliche Berücksichtigung der Sinnhaftigkeit dieses Projektes

    • Vergleichender sagt:

      „…Ich habe das Grundstück oder Haus allerdings nicht illegal erworben. … ganz offiziell das Baurecht….“
      Und wie schön, dass der Verkäufer mir einen Vertrag unterschrieben hat, mit dem ich ihn abzocken kann, wie es mir gefällt….
      Wie dumm nur, dass der Nachbar haargenau beobachtet, ob ich meine Baugenehmigungen auch einhalte. Ach was soll´s. Die Polizei hilft mir schon dabei.

  6. Dieter sagt:

    Da kann einem schon Angst und Bange werden wenn man sieht was hier in Stuttgart abgezogen wird. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl das es Kräfte gibt die aus der düsteren Vergangenheit nichts gelernt haben. Das ist schon kein psychologisches Taktieren mehr sondern bitterer Ernst. Hier sollen also anders Denkende in Blechbuden eingesperrt werden ? Leute die Ihre Grundrechte wahrnehmen ? Blockieren ist keine Straftat und kann maximal eine Nötigung nach sich ziehen. Solche Leute jetzt eines Verbrechens zu beschuldigen lässt tief in die Psyche der Initiatoren blicken. Was noch fehlt ist die Verpflichtung eine Armbinde tragen zu müssen.
    Was mich persönlich daran wirklich wütend macht, ist die Tatsache, das Grüne und SPD tatenlos zusehen wie Stuttgart und damit Baden Württemberg das Recht, politisch stark in eine Richtung abdriftet.

    • Dieter sagt:

      Zustaz:
      Man könnte dieses auch als Verzweiflungshandlung ansehen. Politisches Versagen aller Parteien und sie stehen alle mit dem Rücken an der Wand. Verletzte Tiere sind die gefährlichsten und wehren sich mit allen Mitteln. Moral oder Recht bleibt auf der Strecke.

    • vileda sagt:

      Die Botschaft lautet, wenn man Gefängnis-Container für S21-Gegner hinstellt, dann müssen sie auch irgendwie gefährlich sein. Man muss einen zahmen Golden-Retriever nur einen Maulkorb umbinden, schon geht jeder dem „Kampfhund“ aus dem Weg. Das selbe Prinzip soll hier angewendet werden. Es ist politisches Kalkül und und die Polizei dabei dienstbar wie immer, sei es der „einzig wahren Baden-Württemberg-Partei“ gehorchend, oder dem Innenminister Gall, der eigentlich lieber ihr angehören würde.

    • meinstuttgart sagt:

      Ich bin so frei, hier deutlich das Wort „KZ = Konzentrationslager“ für diese Container auszusprechen.

      Ich hätte nicht gedacht, daß Deutschland und Baden-Württemberg schon so weit abgesunken sind, zu solchen äußerst undemokratischen Mitteln zu greifen, um Demokratie auszugehebeln und gegen Andersdenkende vorzugehen: Unrechtsstaat!

      Armes Deutschland.

      Wehret den Anfängen!
      Armes Deutschland.

  7. Berufsdemonstrant sagt:

    „Was mich persönlich daran wirklich wütend macht, ist die Tatsache, das Grüne und SPD tatenlos zusehen wie…“ Was hast du denn erwartet? Das Grüne und SPD auf einmal zu Bürgerrechtsparteien werden? Willkommen in der Realität wo eben diese Parteien den ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr beschließen, krassesten Sozialabbau betreiben, nichts gegen die Verschleppung und Folterung deutscher Bürger durch die USA tun usw. usf… Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Wer war mit dabei? Die grüne Partei!

    Wohlgemerkt: Auch die Stuttgarter Staatsanwaltschaft, auch Häußler, Biehl, Fuchs und wie sie alle heißen, sind Weisungsgebunden. Also nicht bei den einfachen Staatsanwälten beschweren sondern bei ihren Chefs, dem SPD-Innenminister und dem grünen Ministerpräsidenten!

  8. Uwe Mannke sagt:

    Das Containergefängnis kann erst mal als Maßnahme gesehen werden, ohne Verprügeln die Aufgabe zu lösen. Versprochen hat uns das allerdings keiner. Als Erhard Eppler im September letzten Jahres der SPD in einem Gastbeitrag der fr-online den Volksentscheid vorschlug (in Abstimmung mit Nils Schmid), äußerte er 3 Punkte: Mehrheitsentscheid (ohne Quorum), Entscheidung über das Projekt (nicht Finanzierung) und Kritik an Stuttgarter SPD, die OB Schusters Verhinderung des Stuttgarter Bürgerentscheids legitimierte. Hauptanliegen war aber die Befriedung des Konflikts. Das kann man diesem ehrenwerten SPD-Mitglied auch abnehmen. Wir wissen, was SPD und Grüne aus dieser wohlgemeinten Initiative im Begriff sind zu machen. Die Bestellung der Container, die Planung eines Großeinsatzes sind der letzte Offenbarungseid. Grüne und SPD sind fest entschlossen, sich eine andere Stuttgarter Bevölkerung zu suchen. DDR läßt grüßen.

    Der Aufschrei in Stuttgart hält sich in Grenzen, aber am Montag wußten es noch nicht alle. Und diese Webseite wird wohl nie von vielen Stuttgartern gelesen werden.

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