Wo sind die Gegner und Befürworter von Stuttgart 21

Wo sind die Gegner und Befürworter von Stuttgart 21 und vor allem, wen hatten sie bei der Landtagswahl gewählt?

Eine Infografik des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg untersucht den Zusammenhang zwischen dem Abstimmungsverhalten beim Volksbegehren zu Stuttgart 21 und der Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg.

In dem Kartogramm sind alle 1112 Gemeinden von Baden-Württemberg als Kreise dargestellt. Die Größe der Kreise ist proportional zur Einwohnerzahl, d.h. je größer ein Kreis ist, desto mehr Einwohner hat die Stadt/Gemeinde. Die räumliche Anordnung der Kreise entspricht dabei in etwa der realen geografischen Lage. Mehr dazu per Mausklick HIER

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16 Kommentare zu Wo sind die Gegner und Befürworter von Stuttgart 21

  1. Spontan-Demonstrierer sagt:

    Die besten Werte erziehlten wir in Uni-Städten; da wo die Leute zu objektiver Analyse fähig und willens sind.

  2. Gregor sagt:

    Nur ein kleiner Hinweis: die Infografik benutzt zwar die Daten vom Statistischen Landesamt, hat aber ansonsten nichts mit dem Amt am Hut. 🙂

  3. Gregor sagt:

    Und danke für den Hinweis mit der Wahlberechtigung von ausländischen Einwohnern. Werde das mit in den Text aufnehmen..

  4. sannef sagt:

    Die Propaganda behauptet jetzt unisono, die Mehrheit hätte für den Bahnhof gestimmt, also muss er auch umgesetzt werden. Das ist Taktik!
    Wir wissen nicht, wieviele Leute wirklich für diesen Bahnhof sind, ist auch uninteressant, denn nur Stuttgart ist betroffen.
    Die Nein-Stimmer sind gegen einen Ausstieg aus den Finanzierungsverträgen, das ist alles. Vielleicht wegen der Ausstiegskostenlüge.

    • Arne sagt:

      Mich überzeugt die Gleichsetzung „Nein zum Ausstieg = Ja zu S21″ auch nicht. Abgestimmt wurde über den Ausstieg des Landes aus der Finanzierung, der wurde abgelehnt. Dies als Zustimmung zu S21 zu werten, ist eine nicht belegte Interpretation, auf die wir uns nicht einlassen und die wir erst recht nicht „akzeptieren“ sollten. Die Proler haben ihre Propaganda gegen den Ausstieg hauptsächlich darauf gestützt, dass die Ausstiegskosten höher seien als die (geplante) Landesbeteiligung. Wer diese Ausstiegskosten nicht riskieren wollte, ist damit kein Befürworter von S21. Die Frage, wie die Leute zu S21 stehen, wenn man einigermaßen glimpflich herauskommen kann, ist noch nicht beantwortet.

  5. donaldduck sagt:

    Es ist ganz enfach:

    Je kaffiger, desto S21er (Ausnahme: S selbst)

    • Eindeutige Sache sagt:

      Hallo,
      leider bildet S selbst doch keine Ausnahme. Betrachtet man die Grafik “CDU-GRÜNE” von der Landtagswahl so sieht man, dass zwischen den beiden Parteien eigentlich keiner so wirklich die Nase vorne hat sondern beide gleich auf liegen. Da die SPD’ler sich sowieso nicht entscheiden können (Siehe die Korrelationsgrafiken) ist es also kein Wunder, dass es in Stuttgart selbst 50/50 ausgegangen ist. Ich finde anhand der Grafiken

      “Pro-Kontra” zum Voksbegehren
      und
      “CDU-GRÜNE” von der Landtagswahl

      sieht man am aller besten wie die Sachlage ist. Da die SPD sowieso 50/50 gespalten ist was das Thema anbelangt muss man hier nur Grüne/CDU vergleichen um eine gute Aussage zu bekommen.

      Oben bleiben!

  6. Julian sagt:

    EU-Bürger ohne deutschen Pass können bei Landtagswahlen NICHT wählen. Das ist eine absolute Falschinformation in diesem Beitrag.

    siehe Landeszentrale für politische Bildung:
    „Ausländer (Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besitzen) sind nicht wahlberechtigt. Daher sind Staatsangehörige der anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Unionsbürger) – anders als bei den Europa- oder Kommunalwahlen – bei der Landtagswahl nicht wahlberechtigt, auch wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben.“

    Bitte nicht solch verwirrende Behauptungen aufstellen.

  7. Ingrid Merglen sagt:

    Danke fürs Einstellen—das ist interessant,das mal so zu sehen!

  8. Eindeutige Sache sagt:

    Hallo,
    und super vielen Dank für die Erstellung dieser SEHR EINDEUTIGEN Grafik. Genau so etwas haben wir gebraucht! Darf man die Grafiken frei verwenden (z.B. in Vorträgen?).

    Man muss lediglich zwei Grafiken einmal gegenüberstellen und schon sieht man, dass die Volksabstimmung eine reine Parteienwahl war. Man nehme:

    Grafik „Pro-Kontra“ zum Voksbegehren
    Grafik „CDU-GRÜNE“ oder wahlweise auch „Stärkste Partei“ von der Landtagswahl

    Na? Fällt was auf?
    Genau! Hier wurde wohl kaum für/gegen einen Bahnhof abgestimmt sondern eindeutig für die jeweilige Partei. Im tief schwarzen BW hat man wohl nichts besseres zu tun als sich blind-links in die Fänge der CDU zu werfen und ihnen ohne nachzudenken zu folgen.

    Das war ein Rache-Entscheid der CDU Wähler für die Schmach nach der Landtagswahl, aber nie im Leben eine Abstimmung pro/contra S21.

    Wir dürfen nicht aufhören zu demonstrieren. Wir MÜSSEN zeigen, dass dieser Bahnhof auch mit einer CDU/SPD beeinflussten Volksabstimmung noch genauso unsinnig ist wie zuvor.

    Ich kann dem Verfasser dieser Grafik garnicht genug danken für diese glasklare Gegenüberstellung, die sowas von deutlich zeigt was hier abgegangen ist.

    Oben Bleiben. Köpfchen zeigen (bei weiteren Demos)!

  9. Peter Illert sagt:

    Da sind wir genau bei der Problematik, die ein flächendeckender Volksentscheid um einen lokalen Hauptbahnhof aufwirft. Bitter ist, dass von S-21 Befürworterseite (und auch unterschwellig von manchen GegnerInnen) das Abstimmungsverhalten in Stuttgart qualitativ mit einem „echten“ kommunalen oder regionalen Bürgerinnenentscheid gleichgesetzt wird.
    Eine Wahlanalyse dürfte allerdings auch Fehler und Versäumnisse im eigenen Vorgehen aufzeigen. Nur wenn darüber offen – und solidarisch – diskutiert wird, werden wir im Januar einen Stand haben.

  10. Gregor sagt:

    Danke für die vielen Rückmeldungen. Inzwischen habe ich die Texte angepasst und meinen voreiligen Schluss Finanzierungsausstieg = Tiefbahnhofsgegner korrigiert. Jetzt sind zwar die Labels etwas länger und man muss um die Ecke denken, aber wenn es nicht den Tatsachen entspricht, machen Vereinfachungen wenig Sinn. Hoffe jetzt passt das soweit.

    Gruß,
    Gregor

  11. ich2 sagt:

    Genial, wie in den Kommentaren hier versucht wird sich das Ergebnis des Volksentscheides schönzureden. „Das war keine Abstimmung für und wider S21, es ging nur um den Ausstieg des Landes bei der Finanzierung“ oder „das war kein Wahl für oder wider S21 sondern eine zweite Landtagswahl, quasi die Rache der CDU-Wähler“.

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