Hambacher Forst zur Rodung freigegeben!


Für alle Umweltschützer ein schwerer Schlag: Der Hambacher Forst wird seit heute morgen geräumt und damit die Bedingungen geschaffen, alsbald mit der weiteren Zerstörung des Hambacher Forsts zu beginnen.
Das Waldgebiet zwischen Köln und Aachen ist ein Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle und den Tagebau im Hambacher Forst geworden. Nachdem die für den Bergbau in Nordrhein-Westfalen zuständige Bezirksregierung Arnsberg den Hauptbetriebsplan 2018 bis 2020 genehmigt und eine Klage abgewiesen hat, macht nun die RWE Ernst mit der angekündigten Rodung – unter tatkräftigen Hilfe und Mitarbeit der Polizei: Die verbliebenen 200 Hektar Wald sollen nun auf weniger als 100 Hektar abgeholzt werden! Zwar ist dies aus Gründen des Naturschutzes erst ab 1. Oktober möglich, jedoch die Räumung dieses Gebiets hat schon heute morgen begonnen: Sitzblockaden von AktivistInnen wurden aufgelöst und die AktivistInnen weggetragen, errichtete Barrikaden aus Holzstämmen weggeräumt sowie erste Plattformen abgebaut.

Elsbeth Sureau vom Arbeitskreis „Stuttgart 21 ist überall!“ sagt dazu Folgendes:
„Ich bin empört über die Räumung der Waldbesetzer im Hambacher Forst. Und ich unterstütze die Aktion und die Ziele der vor Ort aktiven Menschen. Sofortiger Stopp der Räumung des Hambacher Forsts!

Die Braunkohle-Lobby setzt sich weiterhin durch, entgegen aller regierungsoffiziellen Schönrednerei. Nicht der Einsatz für die Menschen und eine lebenswerte Umwelt, sondern der Profit bestimmt die Politik, dafür werden Klima- und Umweltziele immer weiter hinausgeschoben. Der Umgang mit den dort wohnenden und arbeitenden Menschen, mit unserer Erde, unseren Äckern und Wäldern, dem Wasser, unserem Klima und unserer Atemluft trifft nun auch uns in Deutschland immer härter. Was sind das für Politiker, die diese Räumung durchsetzen!“

Elsbeth Sureau fordert in ihrer Erklärung die sofortige Beendigung des zerstörerischen Braunkohletagebaus zugunsten von weniger schädlicher Energiegewinnung und Energiesparpolitik. Dem kann man sich nur anschließen und auf den Widerstand der Menschen hoffen. Der Polizeieinsatz im Hambacher Forst geht unterdessen aber immer weiter ...

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5 Kommentare zu Hambacher Forst zur Rodung freigegeben!

  1. rübezahl sagt:

    Wem gehört der Wald ? – dem Land NWR ? – den Energiebonzen? Für wen zahlen wir eigentlich so viele Steuern, wenn wir nichts mehr mitbestimmen dürfen? Und warum werden Energiebonzen mit so viel Steuermitteln zusätzlich noch subventioniert?? Und wem dient die „Polizei“ ??

  2. Regina Luthardt-Fremd sagt:

    Bei dem Klimawandel ,den wir jetzt haben, sollten wir mehr auf den Rest unserer Natur achten und pflegen und nicht ausnutzen bis auf das letzte grün, besonders einen gesunden Wald,der soviel Besonderheiten hat. Das ist reine Ausbeutung von unserem Lebensraum .

  3. Dagmar Skwara sagt:

    Stuttgart 21 ist überall: vor 8 Jahren der 30.September und 1.Oktober – der Schwarze Donnerstag und Beginn der Zerstörung des Schlossparks! Vor 40 Jahren Beginn massiver Naturzerstörung des Hambacher Forstes und seit dem 13.September 2018 die Vorbereitung zur völligen Zerstörung!!!
    OBEN BLEIBEN! – HAMBI BLEIBT! – Stuggidaggi

  4. Ingrid von Staden sagt:

    Auch die Gruppe der SeniorInnen gegen Stuttgart21/für K21 solidarisiert sich mit den BesetzerInnen und fordert einen sofortigen Stopp der Vorbereitungen zur völligen Zerstörung des Hambacher Forsts!
    https://deraeltestenrat.wordpress.com/2018/09/13/der-hambacher-forst-wird-weiter-zerstoert/

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