aus aktuellem Anlass: Montagsdemo vom Hbf ins Kernerviertel

Aus aktuellem Anlass wird die 206. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 am kommenden Montag, 20.1.2014, neue Wege beschreiten:

18:00 Uhr: Demozug vom Stuttgarter Hauptbahnhof zum beschädigten Haus der Landeswasserversorgung im Kernerviertel (siehe Google maps)

18:30 Uhr: Kundgebung am Urbansplatz mit Peter Conradi und [der Redebeitrag von Peter Conradi wurde auf den 27.01. verschoben] Dieter Reicherter, Musik aus Südamerika: Che Sudaka
Der Urbansplatz liegt oberhalb des Wagenburgtunnels und ist (wie in Stuttgart üblich) eigentlich eine Straßenkreuzung (Urbanstr. / Moserstr. / Schützenstr.).

Bitte verbreiten Sie diese kurzfristige, anlassbezogene Änderung des Kundgebungsorts über alle Ihnen bekannten Kanäle!

Wie von den Stuttgarter Nachrichten berichtet, senkte sich das betreffende Haus an der Schützenstr. 4 durch den darunter gegrabenen S21-Rettungsstollen bereits um mehr als 9 mm ab. Die im Haus aufgetretenen Risse werden von der Landeswasserversorgung inzwischen auch offiziell zugegeben (siehe dazu auch den ersten Bericht in den StN).

"Die Befürchtung der Bewohner des Kernerviertels wird gerade Realität: Schon nach den ersten wenigen Metern Tunnel ist das erste Haus durch die S21-Tunnelarbeiten beschädigt, vermutlich sogar schlimmer als von den langjährigen Kritikern befürchtet", sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. "Die Bahn gefährdet offensichtlich die Sicherheit der Häuser und Menschen in Stuttgart und die Stadt Stuttgart tut nichts, um ihre Bewohner und deren Zuhause zu schützen. Dies nehmen wir zum Anlass, mit der nächsten Montagsdemo ins Kernerviertel zu ziehen und dort die Kundgebung abzuhalten. Die Montagsdemo ist kein Selbstzweck, sondern legt Montag für Montag den Finger in die S21-Wunde. Baubürgermeister Hahn muss für die Sicherheit der Menschen im Kernerviertel sorgen! Und die Stadt darf sich nicht länger an diesem gefährlichen Unterfangen namens S21 beteiligen, darf dem verantwortungslosen Treiben der Bahn nicht länger als ‚Projektpartner‘ stillschweigend zusehen: Da die Stadt offensichtlich nicht durchsetzen kann, dass die Bahn ihren Pflichten verantwortlich und vertragsgemäß nachkommt, muss sie die bestehenden Kündigungsrechte nutzen und die S21-Verträge kündigen."

Die geologischen Verhältnisse im Stuttgarter Talkessel sind sehr kompliziert, das ist seit Langem bekannt, das wurde in vielen Fachartikeln veröffentlicht, in der Schlichtung diskutiert, bei der Montagsdemo oft vorgetragen – nur Stadt und Land haben letztlich doch auf das oft geforderte geotechnische Gutachten für das Kernerviertel verzichtet. Nun wird es ernst, die Voraussagen der Experten treffen ein, sowohl, was die geologischen Probleme beim Nesenbach-Düker angeht, als auch die geologischen Probleme im Kernerviertel.

Zusätzlicher aktueller Terminhinweis zum gleichen Thema: große Informationsveranstaltung der Anwohner-Netzwerke und der Grünen-Fraktion im Gemeinderat.
S21: Tunnel unter meinem Haus! Grundbucheintrag? Entschädigung? Haftung?
Freitag, 17.01.2014, 19:00 Uhr

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10 Kommentare zu aus aktuellem Anlass: Montagsdemo vom Hbf ins Kernerviertel

  1. Pingback: Die 206. Montagsdemo am 20.01. | Bei Abriss Aufstand

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  3. Esky Bail sagt:

    Gratuliere – eine sehr gute Entscheidung. Hoffentlich bleibt es nicht nur bei diesem einen Mal, denn Brennpunkte gibt es viele, z.B. die weitere aktuell-kommende Zerstörung des Rosensteinparks ab dem 20. Januar.Und wie ich feststelle, ist doch immer ein kurzes Umplanen möglich. Anstatt sich dem zugewiesenen Ort von Kuhn und Schairer zu fügen, sollten in Zukunft weiter andere Orte angesteuert werden. Natürlich müssen wir da alle mithelfen, dies gründlich und weit zu verbreiten mit den vorhandenen Mitteln – Mundpropaganda und Infomaterial.

  4. demoschlampe sagt:

    wir haben es immer voraus gesagt nun ist es ans tageslicht gekommen die senkung und die risse. ein sprichwort sagt wer nicht höhren will muss fühlen auch die bahn fühlt derzeit ruht ja die baustelle wo die röhre war. wir sind nicht schuld daran hätte man auf uns gehöhrt wäre diese sache bestimmt nicht passiert.
    demoschlampe

  5. Gisela sagt:

    Sehr gute Entscheidung!
    Wir brauchen uns nicht den Kopf zu zerbrechen, wo der richtige Demo-Ort ist, denn die Bau”fortschritte” zeigen uns den Weg.
    Das können wir auch in Zukunft so machen. Immer da sein, wo es brennt. Diese Orte kann uns niemand absprechen, sie sprechen für sich und wir leisten dadurch auch noch besser und konkreter Aufklärung.

    • Gisela sagt:

      Na sowas – da taucht ja auf einmal eine zweite Gisela auf… Die erste schreibt ab sofort nicht mehr hier – tschüss und oben bleiben!

    • Gisela sagt:

      Ich finde es schade, dass das hier benutzte System es zulässt, dass nun eine zweite Person unter dem gleichen Namen schreiben kann (siehe Punkt 5.), obwohl die Email-Adresse angegeben werden muss. Man muss das hinnehmen – es ist nun einmal so. Aber ich werde ja wohl noch öffentlich klarstellen dürfen, dass dieser Kommentar nicht von mir ist. – Deshalb möchte ich, dass dieser Kommentar freigeschaltet wird – es ist der dritte Versuch. Danach werde ich nicht mehr hier schreiben. Oben bleiben!

  6. Pingback: Montagsdemos gegen Stuttgart 21: Stadt hält Zusage aus Kooperationsgespräch nicht ein! | Radio Utopie

  7. Gisela sagt:

    Hiermit verabschiede ich mich aus der Diskussion auf BAA, da es mittlerweile noch eine zweite Gisela gibt, die gerne unter dem gleichen Namen auch mitdiskutieren möchte (siehe Punkt 5.) Oben bleiben!

  8. Harald Seiz sagt:

    Als Ersatz für die Rede von Conradi sollten die Veranstalter der kommenden Montagsdemo Herrn Poguntke als Redner einladen.
    Einen geeigneten Text braucht Poguntke nicht zu schreiben. Er hat ihn schon.
    http://www.parkschuetzer.de/statements/167490

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