Wichtige Termine und Infos

Mo, 16.10., 18 Uhr: Die 389. Montagsdemo auf dem Schlossplatz in Stuttgart

Mo, 23.10., 18 Uhr: Die 390. Montagsdemo auf dem Schlossplatz in Stuttgart

Mo, 30.10., 18 Uhr: Die 391. Montagsdemo auf dem Schlossplatz in Stuttgart


Campact: Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch "Umstieg 21"!

Kommentare deaktiviert für Wichtige Termine und Infos

Gefahr für die Mineralquellen – Einspruchtermin verschoben!

In einem offenen Brief hatte das Stuttgarter Wasserforum vor den Gefahren für die Mineralquellen durch die Errichtung eines Recyclingparks im ehemaligen Lauster-Gelände gewarnt und dazu aufgerufen, entsprechende Einwände bis zum  6. Oktober vorzunehmen. Wie nun Barbara Kern vom Wasserforum mitteilt, wurde die Frist hierzu neu festgesetzt. Nachstehend die Information von Barbara Kern:

"Hallo Alle, Ich hatte schon einmal wegen dem Travertinpark geschrieben, die Frist für die Auslegung der Unterlagen und Einwendungen der Bürger ist am 6. Okt. abgelaufen. Aber das Verfahren war fehlerhaft und muss wiederholt werden. Deshalb besteht jetzt bis zum 6. Dez. die Möglichkeit Einwendungen gegen den geplanten Recyclingpark einzureichen. In dem alten Steinbruch ist zur Zeit eine Firma tätig, die dort Altpapier und Gelbe Säcke in große Blöcke presst und wieder auf LKW verlädt. Das ist für das Grundwasser harmlos. Aber das ganze Gelände gehört auch einem Abrissunternehmen und die wollen dort wohl Bauschutt und ähnliches lagern. Dabei besteht die Gefahr, dass mit Schadstoffen belastete Böden dort abgeladen werden und dann durch Regen ausgewaschen werden.

Bild des öffentlichen Teils des alten Steinbruchs. Der besagte Recyclingpark würde hinter den Bäumen rechts entstehen.

In der Halle wurden früher die Steinblöcke zersägt. Jetzt steht da die Abfallpresse, die das Altpapier in die rechts und links sichtbaren Blöcke presst.

Und das wäre besagter Recyclingpark (das erste Foto ist hinter den Bäumen im Hintergrund aufgenommen worden). Das mit Planen abgedeckte Loch soll verfüllt werden, damit auf der Fläche Bauschutt gesiebt werden kann. Die Fraktionen würden dann über die Straße (auf der die orangefarbenen LKW stehen) zu einem Schüttplatz gefahren, der rechts außerhalb vom Bild liegt.

Die Geschichte des 'Travertinparks - Fenster in die Urzeit'  - bis heute.  Eine interessante Informationsschrift der Stadt Stuttgart - Link - Der Travertinstein ist ein Produkt des Mineralwassers. Mineralwasserbrunnen-Führungen in Stgt.-Cannstatt mit Dr. Ralf Laternser  - Video -   Weitere Informationen - Link -

Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die 389. Montagsdemo am 16. Oktober 2017

Die 389. Montagsdemo findet am 16. Oktober  2017 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Planie, nach rechts vorbei am Schillerplatz, weiter in die Kirchstraße, vorbei am Marktplatz in die Hirschstraße, nach links in die Nadlerstraße, nach rechts in die Geißstraße, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.

Redner:

  • Peter Grohmann, Kabarettist, Autor und AnStifter; "Stadthaushalt 2018/2019 - Ihr spart uns kaputt und krank!"
  • Peter Erben, BI Neckartor; "Luftreinhaltung in der Warteschleife"

Motto: Wir lassen nicht locker!
Musik: Thomas Felder, Liedermacher; Gitarre und Gesang
Moderation: Stefan Notter, Parkschützer

1 Kommentar

Die Bahn plant, baut und ändert planlos, Medien und Politik bleiben wortlos

Rede von Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22, auf der 388. Montagsdemo am 9.10.2017

Liebe Freunde,

für Stuttgart 21 ohne die Neubaustrecke gibt es acht Planfeststellungsabschnitte – für zwei davon gibt es noch keinen Plan und für fünf gibt es insgesamt 75 Planänderungsverfahren (Stand II/2017). Ob da noch jemand genau weiß, was eigentlich gebaut werden soll? Bei so mancher Planänderung werden ganz erstaunliche Mängel des Projektes offensichtlich – doch Medien und Politik lassen die so oft genannte kritisch-konstruktive Haltung immer wieder völlig vermissen.

Ich möchte auf drei Probleme eingehen: Wolframstraße, S-Bahn-Rampe und „Rastatt 2“ in Stuttgart: Dass der neue S-Bahn-Tunnel vom Hauptbahnhof zur Mittnachtstraße an der Wolframstraße eine 2,5 Meter hohe Sperrmauer errichtet, wurde ja schon mehrfach dargestellt. In der Planfeststellung sind dafür in beiden Richtungen jeweils zweispurige Straßenschleifen zur Überquerung beschrieben, aber Fuß- und Radwege fehlten. Seit Ende Juli gibt es nun eine Planänderung (die 25. in diesem Abschnitt 1.5). Dort sind die Umfahrungsschleifen nur noch einspurig, aber es gibt einen gemeinsamen Fuß- und Radweg. Leider ist dieser aber auf der Südseite angeordnet, dort wo heute kaum jemand läuft oder fährt. Auf der Nordseite gibt es keinen. Dass diese einspurige Lösung sogar leistungsfähiger als die zweispurige ist, wird in einem Gutachten ausführlich begründet.

Bei der Planänderung ist doch den Experten der Bahn tatsächlich aufgefallen, dass sich hinter diesem S-Bahn-Tunnel bei Starkregen das Wasser stauen kann. Was man vorher vergessen hatte (so wie die Fluchttreppenhäuser im Bahnhof), hat man jetzt eingeplant – einen Düker, der das Wasser unter dem Tunnel hindurch leitet. Dafür werden zwei Kanäle mit je 2 x 1 Meter Querschnitt für erforderlich gehalten! weiterlesen

Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Die Bahn plant, baut und ändert planlos, Medien und Politik bleiben wortlos

Überflutungsgefahr durch S21

Rede von Dipl.-Ing. Hans Heydemann, Ingenieure22, auf der 388. Montagsdemo am 9.10.2017

Liebe Freunde und Mitstreiter!

Vor einer Woche – am Tag der Deutschen Einheit – schockte die online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung mit der Überschrift „S21-Baustelle bei Unwetter geflutet“ und zeigte Bilder von der unter Wasser stehenden Baustelle und der Feuerwehr beim Abpumpen. Merkwürdig nur, dass tags darauf die Druckausgabe der StZ diese Überflutung der S21-Baustelle mit keinem einzigen Wort mehr erwähnte – hat da die Chefredaktion mal wieder einen Maulkorb verhängt? Da wurde denn auch nur von einem umgestürzten Baum berichtet und dass die Straße vor der Wilhelma unter Wasser stand und der Stadtbahnverkehr stundenlang gestört war als Folge des Unwetters, das in den frühen Morgenstunden des 3. Oktober 2017 über Stuttgart niederging.

Dabei war dieses Unwetter mit gerade mal 10 Liter Regen je m² hier in Stuttgart eher bescheiden –andernorts fiel ein Mehrfaches dieser Regenmenge und führte dort zu erheblichen Überschwemmungen. Dennoch war die S21-Baugrube hinter dem Nordausgang des Bahnhofs meterhoch unter Wasser, das wohl die Heilbronner Straße heruntergeschossen kam und in die Baugrube geströmt ist.

Dieses Ereignis müsste den Verantwortlichen einmal mehr klarmachen, dass der Bau der S21-Tief­bahn­steighalle nicht zu verantworten ist, und zwar auch, weil dadurch die Überflutungsgefahr für die Stuttgarter Innenstadt deutlich vergrößert wird. weiterlesen

Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Musik: Nick Brown, American Roots Music

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für 388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Musik: Nick Brown, American Roots Music

388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Dr. Jäkel: Die Bahn plant und ändert planlos – Medien und Politik bleiben wortlos

Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für 388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Dr. Jäkel: Die Bahn plant und ändert planlos – Medien und Politik bleiben wortlos

388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Musik: Nick Brown, American Roots Music

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für 388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Musik: Nick Brown, American Roots Music

388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Hans Heydemann: Überflutungsgefahr durch S21

Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für 388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Hans Heydemann: Überflutungsgefahr durch S21

388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Musik: Nick Brown, American Roots Music

Verschlagwortet mit , | Kommentare deaktiviert für 388. Montags-Demo gegen Stuttgart 21, 09.10.2017, Musik: Nick Brown, American Roots Music

Die 388. Montagsdemo am 09. Oktober 2017

Die 388. Montagsdemo findet am 09. Oktober  2017 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Königstraße (rechte Seite der Baumallee) zur Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.

Redner:

  • Dipl.-Ing. Hans Heydemann, Ingenieure22; "Überflutungsgefahr durch S21"
  • Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22; "Die Bahn plant und ändert planlos - Medien und Politik bleiben wortlos"

Motto: Wir lassen nicht locker!;
Musik: Nick Brown & Maja Brown, American Roots Music
Moderation: Jürgen Horan, Kernen 21

1 Kommentar

Gefahr für die Cannstatter Mineralquellen

Schon seit Jahren warnen Stuttgarter S21-Gegner vor den Gefahren, die durch den Bau des unterirdischen Tunnelbahnhofs drohen. Es geht dabei immer auch um den Schutz der Mineralquellen, die sie durch Stuttgart21 gefährdet sehen. Nun wurde leider erst jetzt bekannt, dass im ehemaligen Lausterareal ein Müll-Recyclingpark entstehen soll, welcher, wie Barbara Kern vom Wasserforum Stuttgart betont, ebenfalls die als Schutzgebiet ausgewiesene Heilquellen gefährden könnten. Barbara Kern warnt in ihrer Mitteilung ausdrücklich auch vor einer oberirdischen Lagerung von gefährlichen Abfällen und bittet dringend um Einsprüche der Bevölkerung gegen den geplanten Recyclingpark (Vorschlag hierzu ebenfalls nachfolgend). Diese können bis zum 6. Oktober erhoben werden

STUTTGARTER WASSERFORUM

Hallo Alle,
In aller Eile, weil uns erst jetzt bekannt geworden:

In der Neckartalstrasse 225, in und oberhalb der Tavertinhalle gegenüber der Müllverbrennung der EnBW, im ehemaligen Lausterareal,  soll ein 35.000 qm großer Müll-Recyclingpark auf wasserdurchlässigem Travertingestein entstehen, in dem aller möglicher Müll auch unter freiem Himmel gelagert, behandelt und recycelt werden soll. Hierbei würden auch wassergefährdende Stoffe frei, die das Heilquellen-Schutzgebiet gefährden.
Aus der öffentlichen Bekanntmachung des Regierungspräsidiums: Einwendungen, die sich gegen die Anlage zur Lagerung von gefährlichen Abfällen (Betriebseinheiten 3,5 und 6) oder gegen die Anlage zur Behandlung von gefährlichen Abfällen (Betriebseinheit 5) richten, können bis 06.10.2017 erhoben werden.

Der Ursprung aller Mineralquellen in der Umgebung liegt im Muschelkalkvorkommen Bad Cannstatt, wo auch die Travertinquelle im Gebiet des Recyclingpark entspringt. Dieses Gebiet ist seit dem Jahre 2002 ausgewiesenes Schutzgebiet für Heilquellen  (Prospekt der Kur- und Bäderbetriebe 05/2008 der Stadt Stuttgart). Bei dem Gelände des Recyclingparks Neckartal handelt es sich um stark zerklüftetes Gestein mit zahlreichen vertikalen Spalten, so dass von oben einsickerndes Wasser bis zur untersten Schicht durchdringen kann. weiterlesen

Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gestellt

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen S21 vom 1.10.2017

Aus Rastatter Erfahrung in Stuttgart klug werden!

Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gestellt

Das Trostpflaster einer vorzeitigen Wiedereröffnung der Strecke und die zugesagte Renovierung des Rastatter Bahnhofs dürfen weder von der unglaublichen Fahrlässigkeit der Verantwortlichen ablenken noch vor Konsequenzen für die Bahnpolitik generell und für Stuttgart 21 speziell schützen. Um dem Nachdruck zu verleihen, hat der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen S21, Rechtsanwalt Dr. Eisenhart von Loeper, zusammen mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht a.D. Dieter Reicherter sowie dem Journalisten und Verkehrsexperten Dr. Winfried Wolf Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der DB AG, allen voran Infrastruktur-Vorstand Roland Pofalla, und die Mitverantwortlichen der beteiligten Baufirmen gestellt.

Nur um Haaresbreite hätte die Rastatter Tunnelhavarie über die gigantischen Sachschäden hinaus zu einer großen Eisenbahnkatastrophe mit dramatischen Folgen für Leib und Leben Hunderter Fahrgäste und Anwohner führen können. Denn entgegen anfänglichem Leugnen und Herunterspielen der DB AG haben am 12. August zwischen 10.47 Uhr, dem Zeitpunkt, an dem die Gleisabsenkung registriert wurde, und 11.03 Uhr, als die Strecke gesperrt wurde, sehr wohl noch Züge die Unfallstelle passiert – nach dem späten Eingeständnis der DB (siehe die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Matthias Gastel, MdB Grüne, vom 20. September 2017) eine Regionalbahn und ein Güterzug und nach der Rekonstruktion der Anzeigeerstatter auch der ICE 200 Richtung Karlsruhe, der um oder nach 10.47 Uhr die Unfallstelle passiert haben dürfte. Auch wird der Darstellung widersprochen, der Tunneleinbruch sei ein plötzliches Ereignis gewesen. Vielmehr gab es bereits Tage und Stunden zuvor Hinweise auf das drohende Unheil, die allerdings keine Konsequenzen auslösten.

All das erfüllt, so von Loeper, den Straftatbestand des fahrlässig verursachten, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr nach § 315 StGB. Als „gefährlich“ gilt nach BGH-Rechtsprechung ein Eingriff, der den Bahnverkehr über die normale „Betriebsgefahr“ hinaus beeinträchtigt und Leib und Leben eines anderen oder Sachen von bedeutendem Wert konkret gefährdet. Nicht erst der Eintritt des Schadens ist dabei maßgeblich, sondern eine Situation, bei der der Nicht-Eintritt des Schadens nur noch ein Zufall ist. Ebendies ist hier der Fall, so von Loeper.

„Das bisherige Verhalten der DB und der politisch Verantwortlichen lässt in keiner Weise erkennen, dass man aus Erfahrung klug geworden ist“, so von Loeper. Unverkennbar seien die Bemühungen, Fragen zu Stuttgart 21 auszuweichen und Konsequenzen zu vermeiden. Wer wie der DB-Aufsichtsrats-Chef Utz-Hellmuth Felcht, „innovatorisches Scheitern“ als unternehmerische Maxime verkündet (am 4. Mai 2017 bei einem Vortrag an der Universität Stuttgart), könne nach Rastatt nicht die Augen davor verschließen, dass mit Stuttgart 21 ungleich größere Risiken mit ungleich dramatischeren Folgen eingegangen werden. So sollen unter anderem etwa 20 Kilometer Tunnelstrecke durch quellfähigen Gipskeuper gebohrt werden mit einem völlig unerprobten Verfahren, das nur ein von der Bahn bezahlter Experte für sicher hält und das von der DB ähnlich über den grünen Klee gelobt wird wie das in Rastatt gescheiterte Vereisungsverfahren.

1 Kommentar