Die 426. Montagsdemo am 30. Juli 2018

Die 426. Montagsdemo findet am 30. Juli 2018 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Königstraße (rechte Seite der Baumallee) zur Mahnwache; dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.

Am 30. 7. 2018 erleben wir eine Montagsdemo der ganz anderen Art. Das 'Musikalische Störfeuer' präsentiert uns einen politischen kulturell geprägten Abend, mit Texten von Berthold Brecht; mit Sandra Hartmann (Gesang), Gabriele Degenhardt (E-Piano und Harmonium) und Eberhard Boeck (Rezitation). Wir wünschen Ihnen einen aufregenden und spannungsvollen Abend.

Motto: "Wie recht hatte Brecht - mit all seinen Vorahnungen..."
Musik: „Musikalisches Störfeuer“
Moderation: Dr. Norbert Bongartz, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21

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Karikatur: Historikerstreit im Jahr 2200

"Absolut lächerlich ist die These, das gigantische Loch unter Stuttgart wäre damals gebuddelt worden, um einen Bahnhof darin zu versenken. Wer hätte so einen Blödsinn schon gewollt?!"

Karikatur: Tobias Mey

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Was der Feudalismus mit der IHK Region Stuttgart zu tun hat und mit Stuttgart 21

Rede von Jürgen Klaffke, Kaktus-Gruppe der IHK Stuttgart, auf der 425. Montagsdemo am 23.7.2018

Danke, dass ich heute wiederum zu Euch sprechen darf!

(Wem das „Euch“ zu persönlich ist, ersetze es bitte durch Sie oder Entsprechendes, bei dieser Regelung redet es sich dann leichter. Und noch ein Hinweis: Es gilt das geschriebene Wort – falls wiederum mal jemand glaubt, etwas missverstehen zu müssen!)

Nun zum Thema: Feudalismus! Ihr werdet fragen: Ist das nicht etwas, was ins Mittelalter gehört? Da war doch was mit Lehen und Vasallen und hörigen Bauern? Genau! Und jetzt mag manch einer oder eine von Euch denken: Soll das ein Geschichtsseminar werden? Nein, denn das kurze Verweilen bei diesem Thema bringt interessante Erkenntnisse über die, die meinen, ihnen gehöre die Welt.

Denn in der Vergangenheit war genau das das Gebaren im Feudalismus: Ein Landesherr verleiht bzw. überlässt seinen Gefolgsleuten Teile seines Landes zur Bewirtschaftung, damit sie gut versorgt sind, wenn es denn in den Krieg geht. Dass zur Überlassung des Landes auch die dort ansässige Bevölkerung gehörte, störte weder die Landesherren samt Gefolgsleuten noch die Kirche.

Und es klingt in diesem Zusammenhang vollkommen logisch, dass diese Menschen (nämlich die Bauern) das Land, das sie bestellten, nicht verlassen durften – sie waren Bestandteil des Eigentums der Herren und mussten zudem Frondienste und Abgaben leisten.

Eine Ordnung, die als gottgegeben angesehen wurde, schließlich ging diese Besitzkette bis zum König, und der war letztendlich auch nur Vasall – der Vasall Gottes. Irgendwie ganz praktisch für die Herren, denn damit war festgezurrt: einmal Herr – immer Herr, und einmal Bauer – immer Bauer, ein undurchlässiges System mit Gottes Segen. weiterlesen

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Live von der 425. Montagsdemo am 23.7.2018

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https://www.youtube.com/watch?v=PI_SUEwYBIM&feature=youtu.be

 

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Weitere Zerstörung im Rosensteinpark

Wolfgang Rüter » berichtet auf parkschuetzer.de:

Weiterer Angriff auf den FFH-Rosensteinpark

Die Angriffe auf das FFH-Schutzgebiet Rosensteinpark im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 gehen weiter. Allen voran sind mal wieder die grobschlächtigen Schotterwerker Gfrörer dabei, die Anfang Dezember letzten Jahres am Rosensteinhang unterhalb von Schloss Rosenstein eine 10 bar Hauptwasserleitung mit einem Bagger beschädigt haben, rd. eine Stunde lang den Absperrschieber nicht finden konnten (siehe auch http://www.parkschuetzer.de/statements/198785 ) und auch sonst schon viel im Rosensteinpark und am Rosensteinhang zerstört haben.

https://reporterderstrasse.de/fotogalerie/index.php?/category/174
„Neuerliche S21-Markierungen im FFH Rosensteinpark“ http://www.parkschuetzer.de/statements/199497

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Die 425. Montagsdemo am 23. Juli 2018

Die 425. Montagsdemo findet am 23. Juli 2018 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Königstraße (rechte Seite der Baumallee) zur Mahnwache; dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.

Redner:

  • Jürgen Klaffke, Kaktus-Gruppe IHK Stuttgart; "Was der Feudalismus mit der IHK Region Stuttgart zu tun hat und mit Stuttgart 21"

Motto: Wir lassen nicht locker!
Musik:
Moderation: Susanne Bödecker, "Bündnis Recht auf Wohnen" und
"Mieterinitiative Zuffenhausen"

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Video zur 424. Montagsdemo am 16.7.2018

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https://www.youtube.com/watch?v=pbXGzO18qTE&feature=youtu.be

 

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Klimawandel, Verkehrswende – und wer geht in den Knast?

Rede von Manfred Niess, KUS Klima- und Umweltbündnis Stuttgart, auf der 424. Montagsdemo am 16.7.2018

Liebe Mitstreiter, liebe Oben-Bleiber,

Sie fragen sich sicher: „Was hat der Klimawandel und die Verkehrswende mit dem Knast zu tun? Muss die Verkehrswende jetzt in den Knast oder wie oder was? Ich versuche mal, ein klein wenig Licht in diese logische Nebelwand zu bringen.

Fangen wir mit dem Klimawandel an: Klimawandel wird in erster Linie durch Emissionen verursacht, den Treibhausgasen. Das wichtigste Treibhausgas ist CO2, das z.B. auch von Autos ausgestoßen wird. Diese Treibhausgase führen zu einer Erwärmung des Klimas. In Baden-Württemberg ist die Durchschnittstemperatur um mehr als 1 °C auf über 9 °C gestiegen, weltweit gab es einen Anstieg um 1,3 °C.

Der Pariser Klimagipfel hat beschlossen, dass die Temperaturerwärmung auf ca. 1,5 °C begrenzt werden soll. Bis zur Jahrhundertmitte dürfen nur noch ca. 750 Mrd. CO2 ausgestoßen werden. Bei einer weiter-so Politik reicht das für höchstens 20 Jahre; Deutschland hat sein ihm zustehendes Budget schon aufgebraucht. Bis 2020 hat die Bundesregierung mit den Meseberger Beschlüssen versprochen, die Emissionen um 40% zu senken. Im Jahr 2018 stehen wir bei einer Reduzierung von ca. 27%. Die Klimakanzlerin Merkel hat die Erreichung dieses Ziels inzwischen still und leise gestrichen. weiterlesen

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8 Jahre rund um die Uhr Mahnwache gegen Stuttgart 21

8 Jahre rund um die Uhr Mahnwache gegen Stuttgart 21

Umstieg 21 statt Tunnel-Show!

Stuttgart, 17. Juli 2018: Die Mahnwache gegen Stuttgart 21 feiert heute ihren 8. Geburtstag mit einem Pressetermin und einem Stehempfang.

Fast gleichzeitig feiern nur wenige Meter entfernt die S21-Verantwortlichen ihr Skandalprojekt anlässlich des Durchbruchs des Feuerbach-Tunnels – trotz Unwirtschaftlichkeit und fehlender Finanzierung, Verkehrsuntauglichkeit, Risiken durch Anhydrit, nicht genehmigungsfähigem Brandschutz etc. etc.

Die von den Parkschützern am 17.7.2010 gegründete Mahnwache gegen Stuttgart 21 ist als angemeldete politische Versammlung die mit Abstand längste ununterbrochen besetzte Mahnwache in Deutschland. Tag und Nacht, sommers wie winters informiert sie über die Nachteile von Stuttgart 21 und sinnvolle Alternativkonzepte wie Umstieg 21. Umstieg 21 zeigt, dass es einen Weg zur Umnutzung der S21-Baustellen und eine gute, zukunftsfähige und preiswerte Alternative zu diesem Chaos-Projekt gibt; dadurch können die Verschwendung von Milliarden an öffentlichen Geldern sowie Dauerstau, Planungschaos und Stuttgarter Feinstaubrekorde verhindert werden.

„Im krassen Kontrast zu der aus öffentlichen Geldern finanzierten heutigen Tunnel-Show der S21-Unterstützer“, sagt Christoph Houtman, Mitglied des Presseteams der Parkschützer und seit 2010 regelmäßiger Mitarbeiter der Mahnwache, „stehen wir hier seit 8 Jahren für ein besseres Verkehrskonzept, für eine lebenswerte Stadt und für eine ernsthafte Bürgerbeteiligung – und wir werden nicht mit Staatsknete unterstützt, sondern arbeten auf der Basis eines soliden ehrenamtlichen Engagements!“

Das Mahnwachen-Zelt am 8. Geburtstag mit Gratulations-beachflag "8 Jahre Mahnwache! Stuttgart gratuliert.":

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S21 unterbricht Straße und Schiene um Jahre länger als geplant!

Rede von Dr.-Ing.Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22, auf der 423. Montagsdemo am 9.7.2018

Eigentlich scheuen die Projektbetreiber die Öffentlichkeit ja wie der Teufel das Weihwasser. Über Planungschaos, Kostensteigerungen und Terminverzögerungen berichtet man ja auch nicht gern. Aber ab und an sind sie dann doch gefordert, dem Gemeinderat oder den Bezirksbeiräten einige Informationen zum Bauablauf zu geben. Dabei werden fast immer neue Probleme offenbart. Ich möchte heute nur auf die dem Bezirksbeirat Nord vorgestellte Unterbrechung der Wolframstraße schon 2020 und auf die bei der Infoveranstaltung des Kernerviertels fast nur nebenbei erwähnte Unterbrechung der Stadtbahn bis mindestens 2022 eingehen.

Mit den baulichen Problemen der nach der 25. Planänderung nur noch einspurigen Schleifen an der Wolframstraße über den neuen S-Bahn-Tunnel habe ich mich schon in einer Rede im vergangenen Jahr beschäftigt. An der Mahnwache steht dazu ein großes Plakat. Aber jetzt wurde von der Bahn erklärt, dass die Unterbrechung der Wolframstraße schon Ende 2020 geplant ist – angeblich soll die S-Bahn möglichst zeitig auf der neuen Strecke verkehren, um dort ETCS zu erproben.

Aber der Bezirksbeirat Nord sieht das ganz anders. Er hat auf Antrag der SPD die Stadtverwaltung einstimmig aufgefordert, die Planungen für die Wolframstraße grundlegend zu verbessern und die Unterbrechung deutlich zu verkürzen. In der Diskussion hieß es, dass „die Bahn alles tut, damit sich auch noch die letzten Befürworter vom Projekt abwenden“. Da wir den Bezirksbeirat Mitte darüber informiert haben, hat sich auch dieser dem Antrag angeschlossen. Eine Antwort der Verwaltung steht nach unseren Informationen noch aus. weiterlesen

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S21-Brandschutz nicht genehmigungsfähig

Die Ingenieure22 haben mit der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) im Rahmen von Gesprächen zu den 1.700 Risiken beim Vorhaben Stuttgart 21 auch über den Brandschutz gesprochen. Als Anhang hierzu das Schreiben der Ingenieure22 vom 10.7.2018 an Herrn Sturm (kaufm. Geschäftsführer der DB PSU) mit der Feststellung samt ausführlicher Begründung, dass der vorgesehene S21-Brandschutz nicht genehmigungsfähig ist und der Weiterbau deshalb eingestellt werden muss, bis ein genehmigungsfähiges Brandschutzkonzept erstellt und die Bauplanung entsprechend überarbeitet ist. Dazu zwei Bilder, wie nach einer solchen Überarbeitung der S21-Tiefbahnhof aussehen müsste:

S21-Tiefbahnhof mit Brandschutzverglasung an Treppen und an Verteilerebene:

 

Straßburger Platz (= oberhalb S21-Tiefbahnhof) mit Entrauchungsschächten:

An dieser Erkenntnis kommen Bahn, Behörden und Politik jetzt nicht mehr vorbei. Niemand wird mehr sagen können, davon nichts gewusst zu haben. Aus Baustopp und Überarbeiten der Pläne folgen weitere erhebliche Bauzeitverzögerungen und Kostensteigerungen bei Stuttgart 21. Ein Weiterbau wie bisher aber wäre verantwortungslos, würde das doch am Ende weitreichende Abänderungen am fertiggestellten Bauwerk erfordern und damit noch viel länger dauern und noch weit höhere Kosten verursachen – siehe das Desaster beim Großflughafen BER Berlin.

Ein Umschwenken auf das Umstieg21-Konzept mit einem modernisierten Kopfbahnhof und bei bestmöglicher Umnutzung der bereits erstellten S21-Bauwerke würde alle diese Probleme vermeiden und 5 Mrd. EUR an Baukosten ersparen.

Schreiben der Ingenieure22 an die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) als PDF-Datei

Anhang zum Schreiben als PDF-Datei

Teilschnitt eines "S21-Lichtauges" als PDF-Datei

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Di, 17.7. „Wir sind geladen!“-Demo: von der Mahnwache zum Tunnelmund

Am Dienstag, 17. Juli ziehen wir unter dem Motto "Wir sind geladen!" von der Mahnwache zur Jägerstraße 2, wo die S21-Verantwortlichen ihr Skandalprojekt anlässlich des Durchbruchs Feuerbachtunnel groß feiern wollen - trotz Unwirtschaftlichkeit, extremer Verschwendung, Verkehruntauglichkeit und vielen bekannten Risiken.

DB-AG-Chef Lutz kommt aus Berlin, mit dabei sind die hiesige Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, Staatssekretär Steffen Bilger aus dem Bundesverkehrsministerium, OB Kuhn, ein Herr Jeutter von der Fa Baresel, Tunnelpatin Frau Kreutzer und 'natürlich' soll das Ganze wieder kirchlichen Segen kriegen.

Dafür treffen wir uns um 13:00 Uhr an der Mahnwache (die am selben Tag ihren 8. Geburtstag feiert!). Von dort geht’s um 13:30 durch die Bahnhofshalle zur echten kritischen Begleitung  der 'Tunneldurchbruchfeier': Ab ca. 14 Uhr empfangen wir die S21-Verantwortlichen gebührend - sprechen werden u.a. Eisenhart von Loeper und Hannes Rockenbauch.

Bringt reichlich Banner, Fahnen und alle Zeichen des Widerstands gegen das Murksprojekts mit! Wenn wir bei dieser Gelegenheit in der Öffentlichkeit Werbung für Umstieg 21 machen, z.B. mit dem Satz "Umstieg 21 statt S21-Tunnelshow", zeigen wir gleich, dass wir nicht nur gegen S21 sind, sondern dass wir ein gutes Alternativkonzept parat haben.

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