Gewerkschaft: Mappus verantwortlich für S21-Wasserwerfereinsatz

Die Gewerkschaft der Polizei hat nach den Strafbefehlen gegen Polizeibeamte auf die Verantwortung des damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) für den Wasserwerfereinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner hingewiesen.
Mappus ©weiberg
Die Gewerkschaft der Polizei hat nach den Strafbefehlen gegen Polizeibeamte auf die Verantwortung des damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) für den Wasserwerfereinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner hingewiesen. Mappus habe „Öl ins Feuer gegossen“, indem er den Polizeieinsatz für das Fällen der Bäume im Zuge des Bahnprojektes zum frühstmöglichen Zeitpunkt am 30. September 2010 durchgesetzt habe, sagte Gewerkschafts-Landesvize Hans-Jürgen Kirstein.

Zudem habe der CDU-Mann schon allein durch seine Präsenz bei einer Einsatzbesprechung der Stuttgarter Polizeiführung Einfluss ausgeübt. „Mappus' strikte Linie bei Stuttgart 21 war klar.“ Die Urteile gegen drei Beamte wegen fahrlässiger Körperverletzung empfindet Kirstein vor diesem Hintergrund als hoch.

Quelle: dpa

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2 Kommentare zu Gewerkschaft: Mappus verantwortlich für S21-Wasserwerfereinsatz

  1. martin mueller sagt:

    Also doch politische Einflußnahme. Bisher wurde doch immer behauptet , das Mappus nichts mit dem Einsatz zu tun hatte !! Mappus , Rech und die anderen waren doch extrem geil auf Wasserwerfer und wollten den Bürger bluten sehen. Und auch wenn Andere behaupten das er nicht dabei war , wo die Wasser aufgedreht wurden , er ,der Polizeipräsi und der Einsatzleiter waren vor Ort.

  2. K. Neumann sagt:

    Herrn Mappus und Frau Gönner ging es nach Franz Semling um einen „robusten Einsatz“. So Herr Semling im PUA zum 30.9.. Beide sind unmittelbar vor dem Einsatz im Landespolizeipräsidium aus diesem Grund vorstellig geworden.

    Zu dem eigentlichen Gespräch gibt es kein Protokoll. Ich sage einmal, es wurde ganz bewusst keines gefertigt und das Gespräch war mit Gönner im Gepäck und zwei verlässlichen Leuten auf der anderen Seite praktisch ein vier Augengespräch. Das Protokoll zu dieser Geheimsitzung im höchsten Interesse des Mappus-Landes wurde mutmasslich durch den juristischen Rat von Frau Gönner mit Vorsatz nicht gefertigt. Der erste Hinweis auf eine mutmasslich geplante Straftat der beiden bzw. Aufforderung an Abhängige dazu.

    Dass sich Herr Mappus in dieser Situation Herrn Rech als eigentlich zuständigen Minister nicht für diesen „Besuch“ im Landespolizeipräsidium geklemmt hat, spricht weiterhin für einen mutmasslich mit gezieltem Vorsatz geplante Straftat, bzw. Aufforderung von Abhängigen dazu, denn Herr Rech ist wahrlich nicht der Mann, der unter Druck standhalten kann und sich auch mal schnell verplappert, wenn man ihn so richtig gezielt wichtig tun lässt.

    Leute vom Schlage Gönner und Mappus machen sich nie selber schmutzig sondern suchen und benutzen immer Menschen, die sich durch ergebene Verlässlichkeit hochdienen wollen.

    Aus dem Polizeieinsatz lässt sich in etwa ableiten, was Herr Mappus und Frau Gönner mutmasslich von Herrn Semling gefordert haben: die Polizei sollte durch die bei der aufgetragenen Räumung produzierten ungeheuren Härte an diesem Tag dafür sorgen, dass die Demonstranten sich zur Gegenwehr bewegen und Bilder der Gewalt liefern. Dazu wurden wie in einer Diktatur „Kräfte“ von aussen herangeführt, die keine Ahnung von der Situation und den mutmasslich eigentlichen Auftrag hatten, der hinter der Räumung stand. Bezeichnend: auch Häussler stand an diesem Tag auf dem „Feldherrnhügel“ und sass nicht an seinem Schreibtisch und ist somit eigentlich Zeuge unglaublicher Gewalt seitens der von aussen herangeführten Polizeikräfte, äussert sich aber nicht. Denn auch er war ja nur als gut Informierter nur zugegen, um Zeuge der für unausweichlich gehaltenen Gewaltreaktionen der Demonstranten, wie Mappus und Gönner dachten, zu sein. Soll er damit friedlich in Pension gehen. Es wird ihn auf die Weise verfolgen und erreichen wie das jeden erreicht, der so etwas tut. Lassen wir ihm seinen vordergründig miserablen Erfolg.

    Die Bilder der Gewalt aber, mit der man die ganze Bewegung einheitlich für die Masse markieren wollte, lieferte nur die Polizei, obgleich BILD verzweifelt versuchte, genau das zu belegen, nämlich dass hier Chaoten gegen ein vernünftiges Projekt protestieren (Bild mit dem Kastanien werfenden Herrn Wagner).

    Dass diese Bilder der Gewalt seitens der Demonstranten an diesem Tag nicht in den Kasten kamen war das üble „Missgeschick“ des Herrn Mappus am 30.9. Sonst wäre alles nach Plan gelaufen.

    Allerdings, der hatte sich gut abgesichert: Heribert Rech war der verantwortliche Minister und der Inhalt des Gespräches im Landespolizeipräsidium konnte nie publik werden. Doppelt nicht. Denn, so hatte sich Frau Gönner das mutmasslich richtig ausgerechnet, es gab nicht nur kein Protokoll zu diesem Gespräch, sondern alle intern Beteiligten müssten sich unmittelbar nach dieser Brutalo-Orgie der Polizei öffentlich äussern bzw. mit der verabredeten Darstellung verteidigen und konnten dann nicht mehr zur Wahrheit zurück, ohne sich selbst einer uneidliche Falschaussage zu bezichtigen. Besonders ärmliche Rolle dann seitens des Herr Stumpf, indem er das Stück „Das Bauernopfer“ perfekt inszenierte.

    Die Rechnung des Herrn Mappus mit Frau Gönner als Stütze und juristischen Beistand zu dem perfiden Plan ging voll auf. Und vielleicht hatten sie diesen Plan auch zusammen ausgeheckt. In jedem Fall, beide hatten sich volle Deckung geschaffen und Heribert Rech war der Verantwortliche. Und der etwas einfältige Sprühregen-Rech hat nie mitbekommen, dass er von beiden missbraucht worden war. Vielmehr plusterte er sich in seiner miserablen Rolle zwar etwas bedrückt aber dennoch stolz auf. Denn ein Rücktritt als Minister, was er eigentlich bei etwas Charakter in dieser Situation, wo ihn der Chef in übelster Weise nicht nur blossstellt sondern dazu noch als Schiessbudenfigur für etwas, was er nicht zu verantworten hat, aufbaut und missbraucht, um den Ball an Mappus zurückzuspielen, kam für diesen Wichtigfühler niemals infrage. Auch das hatten sich wohl Herr Mappus und Frau Gönner völlig richtig ausgerechnet: die Charakterlosigkeit dieses Sesselklebers.

    So muss alles gewesen sein, aber niemand kann den beiden Hauptverantwortlichen Gönner und Mappus das und damit ihren abgrundtief bösen Charakter belegen. Beide können mir aber auch nicht belegen, dass es nicht so war und dass sie Engel sind.

    Wie immer auch, sollen beide glücklich werden mit ihrem Geheimnis, das jedem der lesen kann immer offenbar ist.

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