Offene Fragen am „Tag der offenen Baustelle S21“

Betreten 3 Tage erlaubt und keiner haftet

Betreten drei Tage erlaubt und keiner haftet. (Foto: Petra B.)

Vom 4. bis 6. Januar 2016 fühlt sich die DB AG stark genug, um  der Öffentlichkeit an „Drei Tagen der offenen Baustelle“ den bisherigen Baufortschritt von S21 zu präsentieren.

Fragen sind dabei ausdrücklich erwünscht, denn wie es im Faltblatt der DB AG (PDF-Datei, 1 MB) heißt "... es steht Ihnen Fachpersonal zur Verfügung, welches Ihnen alle Fragen beantwortet."

Nun, eigentlich besteht das Projekt S21 ja aus Hunderten von Fragen, die bislang noch unbeantwortet sind. Es ist zwar nicht jedermanns Sache, sich hautnah auf die Baustelle zu begeben, doch wer es sich zumuten mag, hat nun die hervorragende Gelegenheit, Fragen beantwortet zu bekommen. Bei dem „bestgeplanten Projekt“ sollte man davon ausgehen, dass das Baustellen-Führungspersonal gut vorbereitet ist, alle Unklarheiten zu beseitigen.

Um nicht den in sich logischen Erklärungen zu S21 zum Opfer zu fallen bzw. sich verbal weichspülen zu lassen, wird es sinnvoll sein, im Voraus Fragen zu formulieren. Hierbei könnte auch der Fragenkatalog des langjährigen Mitarbeiters an der Mahnwache, Peter Müller, eine Leitlinie sein. Peter Müller kommentiert  dazu: „Dies sind 42 Fragen, aber es könnten noch viel mehr sein. Es soll eine Hilfe und Anregung sein, wenn man auf die Schnelle keine Fragen formulieren kann“. Müller hat den Fragenkatalog auf einer Doppelseite an der Mahnwache ausgelegt, schnell waren die ersten 100 Exemplare vergriffen. (Es soll aber Nachschub geben.)

Zum Selbstausdrucken steht im Folgenden der Fragenkatalog. Es wäre schön, wenn wir am Ende der dreitägigen Aktion dann die Antworten der DB-Führenden veröffentlichen könnten, damit wir nicht immer dasselbe fragen müssen.
Hier die Fragen:

  • Welche Wirtschaftlichkeit hat Stuttgart 21? Laut Bahnchef Grube war das Projekt bei 4,8 Milliarden € gerade noch wirtschaftlich, irgendwo bei einem Faktor von 1,1. Heute behauptet die Bahn Kosten von 6.8 Milliarden € und andere Fachleute sprechen längst von 10 Milliarden und mehr. Welchen Wert hat dann der Wirtschaftlichkeitsfaktor und dürfen Projekte mit einem Faktor von unter 1,0 überhaupt staatlich gefördert werden?
  • Welche Wirtschaftlichkeit hat die Neubaustrecke? Schließlich wird man zusätzlich zur Neubaustrecke die jetzige Strecke für Güter- und Regionalverkehr weiter betreiben müssen.
  • Was wird gebaut - Bahnhof oder Haltestelle?
  • Wieviel Züge kann S 21 in der Spitzenstunde bewältigen (Laut Planfeststellung 32)?
  • Warum fahren beim Brandschutz weniger Züge als bei der Leistungsberechnung?
  • Welche Züge mit wieviel Waggons schaffen 35 °/oo Steigung (Geislinger Steige 25 °/oo)?
  • Warum baut man Tunnel, um höher auf den Berg zu kommen (jetzt 520 m – S 21 746 m)?
  • Wer und wieviel Mitarbeiter haben 120 Eidechsen „aufgesammelt“ und wie ging das vor sich? Wo sind Beweise für die Umsiedelung (Fotos, Videos)?
  • Wie werden Juchtenkäfer umgesiedelt?
  • Feuerbacher Bahnhof: Kranbetrieb über stromführenden Fahrleitungen ist strengstens verboten! Was plant die Bahn?
  • Worauf ist der Bonatzbau gegründet – Stahl oder Holzpfähle?
  • Wer unterhält die Tunnel nach der Fertigstellung und wer trägt die Kosten dafür?
  • Wie hoch werden die Kosten für den Unterhalt der Tunnel sein?
  • Werden sich die durch die Tunnelhöheren Trassengebühren auf die Fahrpreise auswirken?
  • Wer zahlt die vielen Leerfahrten zwischen Hauptbahnhof und dem Abstellbahnhof Untertürkheim?
  • Wie oft wurden die Pläne für den Flughafenbahnhof bereits abgelehnt? Warum sollten die gleichen Pläne jetzt vom EBA genehmigt werden (Brandschutz)?
  • Frei Otto hat sich von den Plänen für Stuttgart 21 distanziert und erklärt, es sei technisch so nicht machbar. Hat diese Aussage zu Änderungen bei der Planung geführt?
  • Laut „Bezug“ (Ausgabe 15 sollen sich die Kelchstützen gegenseitig stützen. Wie vereinbart sich das mit der gesetzlich vorgeschriebenen Erdbebensicherheit? Für mich klingt das nach einem Kartenhaus, das zusammenfällt, wenn man eine Karte (Stütze) bewegt.
  • Wieso hat man als Lieferanten für den Spezialbeton ausgerechnet die Firma Godel gewählt, die schon mehrfach wegen Qualitätsproblemen in der Kritik stand (z.B. Stadtbibliothek, diverse Brücken)?
  • Wieso kontrolliert sich die bauausführende Firma Züblin selbst bei der Qualität der Kelchstützen? Besteht da nicht die Gefahr, dass Mängel verschwiegen werden?
  • Der Beton soll nach Trocknung schneeweiß werden – wie lange wird das so bleiben (Siehe S-Bahn)?
  • Der Beton für die Kelchstützen muss laut „Bezug“, Ausgabe 15 bei der Verarbeitung eine Temperatur von 20°C haben. Wie kühlt bzw. erwärmt man den Beton und hält dann die Temperatur?
  • Ingenhoven sieht Straßen, die zurückgebaut werden und durch den Park führen (Bezug, Ausgabe 15). Wie muss man sich das vorstellen in der Autostadt Stuttgart?
  • Wie erfolgt der Weiterbau des Fildertunnels? In letzter Zeit war noch die Rede von einer Kaverne unter dem Kernerviertel. Ist diese Kaverne genehmigt?
  • Wozu braucht man diese Kaverne, wenn die Tunnelbohrmaschine jetzt nach Fasanenhof zurückgezogen wird?
  • Gipskeuper unter dem Fernsehturm – Wer lügt, Prof. Wittke oder Hamann?
  • Stimmt es, dass die Tunnel unter dem Neckar bei Hochwasser wegen der Gefahr des Aufschwimmens geflutet werden sollen? Wenn ja, wie wirkt sich das auf den Betrieb aus?
  • Warum widerspricht die Bahn einem weiteren Monitoringverfahren beim Grundwassermanagement? Was hat man zu verbergen?
  • Was plant die DB, um die Pünktlichkeit der S-Bahn zu verbessern?
  • Wer trägt die Mehrkosten für „Stuttgart 21“?
  • Wie wirken sich die zusätzlichen Kosten für Emissionsschutz auf den Kostenrahmen aus?
  • „Stuttgart 21“ wird als ökologisches Projekt angepriesen. Gibt es Argumente für diese Behauptung?
  • Bei Stuttgart 21 werden etwa 7 Millionen Tonnen Beton verbaut. Eine Tonne Beton emittiert 870 kg CO². Bei Stuttgart 21 werden also ca. 6 Millionen Tonnen CO² freigesetzt. Was ist daran ökologisch?
  • Stadtplanung: Ist auf den frei werdenden Flächen der von OB Schuster versprochene soziale Wohnungsbau möglich und bezahlbar?
  • Wie werden die wahrscheinlich 8 zu erhaltenden Gleise für die Stuttgarter Netz AG in das Projekt und in das zukünftige Stadtbild integriert?
  • Wer trägt die Kosten für den Betrieb der Düker - Besitzer, Stadt oder Bahn?
  • Der schon wieder sanierungsbedürftige Engelbergtunnel wurde von der gleichen Firma gebaut, die jetzt die Tunnel für S 21 gräbt. Was will die Firma Porr jetzt anders machen, damit es kein ähnliches Desaster gibt?
  • Wie wird es sich auf die knapp bemessenen Haltezeiten der Züge auswirken, wenn z. B. ein ICE in umgekehrter Wagenreihung einfährt?
  • Bei Metallbränden entstehen giftige Gase. Womit will man Metallbrände in den Tunneln bzw. im Tiefhaltepunkt löschen?
  • In Offenbach dauerten die Löscharbeiten beim Brand eines ICE-Triebkopfes ca. 5 Stunden, obwohl der Brandherd relativ gut zugänglich war. Welche Auswirkungen hätte solch ein Brand bei „Stuttgart 21“ und um welche Zeit würden sich die Löscharbeiten durch die Verhältnisse im Tunnel verlängern?
  • Im Brandfall soll bei verschiedenen Szenarien Frischluft in die Tunnel geblasen werden. Frischluftzufuhr, das lernt jedes Kind in der Schule, facht aber ein Feuer weiter an. Auch das Absaugen von Rauch zieht automatisch weitere Frischluftzufuhr nach sich. Wie sind also die Pläne der Bahn zu bewerten?
  • Wie darf man sich Herrn Grubes „leichte Güterzüge“ vorstellen und wo liegen die Kosten im Vergleich zum herkömmlichen Güterverkehr?

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Kommentare zu Offene Fragen am „Tag der offenen Baustelle S21“

  1. WOLFgang sagt:

    Auf dieses „Fachpersonal“ bzw. „Experten“ bin ich ja jetzt schon gespannt. Hoffentlich streamt das jemand oder zeichnet es auf. Das heißt, wenn das im Zuge der Transpiranz a´la Frau Kaiser („Hier wird nicht gefilmt und fotografiert!“) überhaupt machbar ist…
    Aber die Fragen sind echt gut, das verspricht u.U. „Bombenstimmung“ :-))
    Ich genieße gerade die Vorstellung, das „Fachpersonal“ sind so Studenten im Semesterferienjob…oder vielleicht sogar „Prominenz“ wie Bitzer,Lüger oder Hamann…die kommen sicher ins schwimmen…hihi…
    Voraussetzung wäre natürlich, es beteiligen sich genügend Leute am Frage-und Antwortspiel 😉

  2. Jue.So Jürgen Sojka sagt:

    Einen großen Dank an Petra B. für das Einstellen dieses Beitrags, und einen überaus großen Dank an die/den ‚Fragen-zusammen-steller‘ 🙂

    Lassen wir doch unseren Ex-OB Wolfgang Schuster Fragen beisteuern, die sich ihm selbst gestellt haben, die er, als OB (in seiner Funktion), beantwortet haben wollte 😉 😉
    Dazu schrieb ‚Der Oberbürgermeister‘ Wolfgang Schuster einen Brief am 6. Sept. 2011 an SMA Dipl. Ing. ETH/SIA/SVI Werner Stohler.
    Auszug Seite 1, erster Absatz:
    Sehr geehrter Herr Stohler,
    zusammen mit Dr. Heiner Geißler haben Sie nach der Stresstest-Präsentation am
    29. Juli 2011 eine Kombi-Lösung vorgeschlagen. Damit haben Sie eine öffentliche
    Debatte ausgelöst, die auch die Landeshauptstadt Stuttgart und ihren Gemeinderat
    direkt betrifft.
    Dritter Absatz:
    Sowohl Ihr Konzept, wie auch Ihr Faktencheck haben eine ganze Reihe von Fragen
    aufgeworfen. Um entsprechend dem Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
    eine weitergehende und vertiefte Prüfung vornehmen zu können, bitten wir Sie, Ihre
    Annahmen und Einschätzungen im Einzelnen zu erläutern und zu belegen. Dazu hat
    die Verwaltung einen ersten Fragenkatalog erarbeitet, den wir Ihnen in der Anlage
    beigefügt haben.
    Ab der Seite 3 folgen insgesamt 89 Fragen an SMA, der letzte Absatz auf Seite 10/11 lautet:
    Dieser Fakten-Check soll dazu dienen, Ihre Behauptungen und Annahmen nachprüf-
    bar zu machen. Uns liegt sehr daran, dass die von Ihnen geforderte Transparenz in

    der Öffentlichkeit gegeben ist. Deshalb behalten wir uns vor, weitere für die Beurtei-
    lung der Kombi-Lösung erforderlichen Fragen zu stellen.

  3. Jue.So Jürgen Sojka sagt:

    Was sagt uns der Satz „Damit haben Sie eine öffentliche … direkt betrifft.“
    Es ist ganz einfach.
    OB Wolfgang Schuster bringt damit zum Ausdruck, dass es in Stuttgart keine öffentliche Debatte geben darf, in der Vergleiche angestellt werden, die _seine_ Sicht der Dinge, also sein WELTBILD, mit der nachprüfbaren, plausiblen und leicht verständlichen Sicht der Dinge anderer, zum Gegenstand hat!!
    Nun bringt OB Wolfgang Schuster damit weitergehendes zum Ausdruck!
    Nämlich, dass von _ihm_, und den _Seinen_, zu keinem Zeitpunkt die Bereitschaft bestanden hat, die Öffentlichkeit über das Tatsächliche in Kenntnis zu setzten; sondern hinter verschlossenen Türen Absprachen zu treffen, wie die Öffentlichkeit _vorsätzlich_ getäuscht werden kann!!!!
    +++
    Heiner Geißler
    ich begrüße Sie auf den Informationsseiten der
    Schlichtung Stuttgart 21, die am 30. November
    2010 abgeschlossen wurde.
    http://www.schlichtung-s21.de/
    Eine Kompromiss-Lösung zur Befriedung der
    Auseinandersetzung um Stuttgart 21 – PDF-Datei 2,05 MB http://www.schlichtung-s21.de/fileadmin/schlichtungs21/Redaktion/pdf/110729/frieden_in_stuttgart.pdf
    sowie weitere Dokumente und TV-Mitschnitte
    +++
    Kommentar zu Stuttgart 21 „Unterschätzt“ Von Jörg Nauke 14. September 2011
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kommentar-zu-stuttgart-21-unterschaetzt.90af60ae-8af6-46be-ae23-b38903a4fc0d.html Auszug:
    Dabei ist die Taktik, die Stuttgarts Oberbürgermeister
    Wolfgang Schuster (CDU) in seinen jüngsten
    Veröffentlichungen offenbart, leicht zu
    durchschauen: Er will nicht noch mehr Unruhe in
    Stuttgart und deshalb diesen Mann mit seiner
    aufrührerischen Idee auch nicht in seinem Rathaus
    haben. Dem Experten aus der Schweiz öffentlich
    anzubieten, ihm großzügig das Fahrgeld zu
    spendieren, falls es ihm doch einfiele, in die
    Landeshauptstadt zu kommen, ist allerdings vor
    allem eines: respektlos.
    +++
    Abschließend noch dieses:
    Edzard Reuter im Gespräch mit Stefan Siller, SWR1 Leute vom Di. 17.11.2015
    Er nimmt auch deutlich zu „Stuttgart 21“ Stellung. http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/reuter-edzard-ex-daimler-vorstandsvorsitzender-mischt-sich-ins-tagesaktuelle-geschehen-ein/-/id=1895042/did=16404716/nid=1895042/d78hfr/index.html
    In Audio-Datei:
    Min. 5:00 „…dass sie auch in dieser Frage, bei der Stange geblieben ist, bisher. Sie hat natürlich Fehler gemacht; wer von uns macht in politischer Verantwortung, in wirtschaftlicher Verantwortung, in kirchlicher, wo auch immer, wer macht nicht Fehler? … Aber, das ändert nichts daran, dass sie seitdem mit großer Beharrlichkeit und mit Mut, Mut auch gegenüber ihren eigenen Partei-Freunden, bei ihrer Linie bleibt, dass wir ein Land sind, dass das Recht … hoch hält und aufrecht erhalten wird, auch gegen Widerstände, gegen schlimmste Widerstände.“ bis Min. 6:00
    Min. 19:57 fragt Stefan Siller zu Stuttgart 21 – ab Min. 20:13 antwortet Edzard Reuter
    Min. 20:29 „Erst im Laufe der Jahre habe ich dann gelernt und gesehen, mit welchem Aufwand das verbunden ist, und wie sehr man (der ‚SdZ‘ Mann) wesentlich bessere Ergebnisse hätte erzielen können, wenn man (der ‚SdZ‘ Mann) den existenten Kopfbahnhof wirklich modernisiert hätte; und mit wesentlich weniger Geld und mit wesentlich kleineren Risiken! Geldmäßigen, materiellen Risiken aber auch umweltbezogenen Risiken hätte machen können. Das habe ich später erst gemerkt, und ich habe auch später erst gemerkt, mit welchen Tricks dort gearbeitet wird – zum Bsp. im Vorfeld der Volksbefragung, die dann schließlich stattgefunden hat in Baden-Württemberg. Mit welchen vorgetäuschten Aufwands-Zahlen dort gearbeitet! Das hab ich später erst gemerkt, und zwar in einem Zeitpunkt, als ich, jetzt sorum gesprochen, etwas klüger geworden bin zu diesem Thema, als die Partei der ich nun seit, ja, seit fast 70 Jahren angehöre … Da habe ich mir damals gesagt: Jetzt halt mal den Mund! … Das war, wenn Sie so wollen, ein persönlicher Fehler. Aber vorwerfbar ist dieser Fehler für mich nicht. Nein! Ich habe nur jetzt, nachdem die Sache gelaufen ist, und sie ist gelaufen für meine Begriffe“ … bis Min. 22:46

    Wie sie, die großen Manager, unsere ‚Wirtschaftsbosse‘ doch sofort _ihre_ Hände in Unschuld waschen, und die Hände _ihres_ Gleichen gleich mit!!!!

    Am 18.11. Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft: Wieland Backes im Gespräch mit Edzard Reuter und Boris Palmer „Einmischen, Unbequemsein, Standhalten!“ – Video auf BAA http://www.bei-abriss-aufstand.de/2015/11/25/s21-podiumsgespraech-ezard-reuter-boris-palmer-wieland-backes/ und von fluegel.tv http://youtu.be/-Po2eI9kobU

    Also dann, auf ein Neues, im Jahr 2016 – Einmischen, Unbequemsein, Standhalten!

  4. parkfan21 sagt:

    (bereits im PS-Forum gepostet):
    – Welche Energiebilanz hat der laufende Betrieb des Tiefbahnhofs im Vergleich zum Kopfbahnhof? Wer trägt die laufenden Betriebskosten? (z.B. Beleuchtung, Belüftung, Rolltreppen, Aufzüge…)
    – Wie ist der extreme Energieaufwand für die Erstellung des Tiefbahnhofs mit Tunnels etc. mit dem Anspruch an ein „Green Building“ zu vereinbaren?
    – Thema Nachhaltigkeit: Welchen Vorteil bietet der Tiefbahnhof mit den langen Tunneln gegenüber oberirdischen Lösungen?
    – Wie beurteilen Behindertenverbände die Barrierefreiheit des Bahnhofs? Gibt es hierzu unabhängige Gutachten auf der Basis von Normen wie DIN 18040-1?
    – Wie ist der aktuelle Stand bei der Unterfahrung der Eisenbahndirektion?
    – Wie werden die hellen Oberflächen im Tiefbahnhof gegen Verschmutzung geschützt bzw. welche Methoden der Reinigung gibt es bei weißem Beton?
    – Wie sind die Anfahrten von Rettungsfahrzeugen und Feuerwehr im Brandfall zwischen den Fluchttreppenhäusern vorgesehen? Sind die Flächen auf dem „Straßburger Platz“ von solchen Fahrzeugen befahrbar?
    – Gibt es konkrete Aussagen zur Gestaltung der Fluchttreppenhäuser auf der Ebene der Glaskuppeln?
    – Welche Erweiterungsmöglichkeiten sieht die Bahn AG, falls die Kapazität des Tiefbahnhofs unter zukünftigen Bedingungen nicht ausreichen sollte? (v.a. Nahverkehr mit hohen Zugfrequenzen)
    – Welche Konsequenzen hat die bahnbetriebliche Steuerung des Tiefbahnhofs von Karlsruhe aus im Katastrophenfall?
    – Wie beurteilt die Bahn AG die Gefahr, dass der Tiefbahnhof Ziel eines Terroranschlags werden könnte? Gibt es hierfür Notpläne in Abstimmung mit Rettungsdiensten?
    – Welche Konsequenzen für den bundesdeutschen Bahnbetrieb hätte der Ausfall einzelner Tunnelröhren oder Teilen wie Weichen im Falle von Unfällen, Zugpannen, Sanierungen etc.?
    – Welche betrieblichen und sicherheitstechnischen Konsequenzen resultieren aus der sehr großen Neigung der Gleise für Bahnpersonal und Fahrgäste? Wie wird auf diese Besonderheiten zuverlässig hingewiesen?
    – Mit welchen Gewinnen durch die Vermietung von Gewerbeflächen rechnet die Bahn AG bei S21 im Vergleich zum heutigen Kopfbahnhof?

  5. Horst sagt:

    Lesen

    http://www.bgbau-medien.de/zh/bgi781/4.htm
    Abb. 4-8: Markierungen zur Kenntlichmachung des Schutzabstandes bei Kranarbeiten in Fahrleitungsnähe.

  6. Peter Richartz sagt:

    Als eingetragener Parkschützer aus Solingen (Nähe Köln) war ich mehrfach in Stuttgart auf Demonstrationen und erinnere an meine Leserbriefe, die ich seinerzeit warnend geschrieben habe. Damals war der Kardinalfehler der Parkschützer, sich auf die „Vermittlung“ eines CDU-Mannes und die daraus resultierende „Volksabstimmung“ mit dem klar vorhersehbaren Ergebnis einzulassen. Die Argumente waren längst ausgetauscht, als das „Schlichtungsverfahren“ begann*. Auch heute gilt: Jede Offenlegung der eigenen Vorgehensweise im Internet – hier: Fragenkatalog – erleichtert nur der Gegenseite, sich verschleiernde, volksverdummende Antworten zurechtzulegen.
    *Dazu ein Auszug aus meinem Leserbrief vom 1.8.2011: Durch die Diskussion der „Premiumqualität“ der drohenden Jahrhundertbaustelle waren alle EIGENTLICHEN Gründe für die kompromisslose Ablehnung des Projektes mit einem Schlag vom Tisch:
    S-21 fügt sich als herausragendes Beispiel ein in die verheerend bürgerfeindliche Politik der letzten 20 Jahre. Es geht ja längst nicht nur um den Abriss dieses tadellos funktionierenden Bahnhofs (nebst dem allseits geliebten Schlossgarten) und den Neubau eines Tunnelbahnhofs auf brandgefährlichem Untergrund; die Demokratie und unser aller Lebensqualität steht angesichts stetig steigender Ausbeutung der Steuerzahler zur Disposition:
    Entweder wir lehnen uns solidarisch und lautstark auf gegen die verhängnisvolle Kumpanei deutscher Politik mit den Finanz- und Wirtschaftsgiganten – oder aber S-21 wird zum Sinnbild der menschenfeindlichen, brutal auf PROFIT ausgerichteten Regierung der Wirtschaft („Wirtschaftsregierung“) über uns, die Bürger in diesem Staat, in Europa, auf der ganzen Welt.

  7. Peter Richartz sagt:

    Beim Stöbern in meinen Kommentaren bin ich gestoßen auf meinen
    Leserbrief zur „Stresstest“ – Inszenierung, 31.07.2011:
    Opium für das Volk
    Eine starke Interessengemeinschaft, bestehend aus
    1) lupenreinen Staatsschädigern aus Immobilienlobby, Banken, Tunnel-, Straßen-, Wohnungsbauindustrie und anderen Branchen der „Wirtschaftsregierung“,
    2) profilierungssüchtigen Politikern, die nicht bürger-, sondern schädlingsorientierte Arbeit leisten,
    sucht der Bevölkerung seit Jahren einen hervorragend funktionierenden, architektonisch wertvollen Bahnhof mies zu machen, um gegen alle menschliche Vernunft ein Projekt voller unkalkulierbarer Risiken durchzudrücken. Dies wurde uns am Freitag auf dem Stuttgarter Rathaus beim „Public viewing“ überdeutlich.
    Trotz der unzweifelhaften Gefahr, dass der stark anhydrithaltige Untergrund langfristig den (wörtlich zu nehmenden) Zusammenbruch der untertunnelten Stadtteile bedeutet, die Tunnels im Zuge von „Sparmaßnahmen“ das Ergebnis lebensgefährlicher Pfuscharbeit werden und die vom Steuerzahler aufzubringenden Kosten ins Unermessliche steigen, diskutierte man stundenlang über die „Belastbarkeit“ eines Tunnelbahnhofs „in Premiumqualität“.
    Auch für mich als Solinger in Stuttgart die unerträgliche Propaganda-Veranstaltung einer abgewirtschafteten Gänsefüßchen-Demokratie.
    —> UNSERE AUFGABE am „Tag der offenen Baustelle S21“: Den Hauptverdienern an S-21 ihr staatsschädigendes Verhalten in aller Klarheit vor Augen zu führen. Einen 42-Punkte-Katalog hier zu veröffentlichen, halte ich für kontraproduktiv, inhaltlich aber für sehr sinnvoll.

  8. Jue.So Jürgen Sojka sagt:

    Zum „Einmischen, Unbequemsein, Standhalten!“
    auf der Internetseite http://www.parkschuetzer.de/statements/187760 im 2ten Kommentar 03.01.2016 um 14:17 zu den Dokumenten
    http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/442619/69406.pdf
    http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/442619/69407.pdf
    das Schreiben und die 89 Fragen von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster an SMA Dipl. Ing. Werner Stohler

  9. Thomas Müller sagt:

    Hallo! Hat jetzt zwar nichts mit den“Fragen“ zu tun..wollte in den letzten Tagen online Fahrkarten nach England buchen, es hat nie geklappt…dachte, ich bin da einfach jetzt zu blöde..ging heute in Reutlingen an den Schalter..nach einem Telefonat erklärte mir die freundliche Dame am Schalter, es sei momentan nicht möglich, online nach England zu buchen. Vor allem ist es nicht möglich, den Spartarif nach London zu buchen. Die Bahn-website bewirbt aber permanent diesen Spartarif…Es sei „ein Systemfehler“, schon seit 15.12.15….Dafür gibt es „virtuelle Rundgänge“ am „Tag der offenen Baustelle“…Die Bahn kann sich alles erlauben, die Neigetechnik fällt seit Wochen aus, die Fahrtzeiten auf den bestimmten Strecken werden dadurch verlängert, jetzt der „Systemfehler“ bei dem London Spartarif….

    • Cindy sagt:

      Kann es sein, dass der online Spartarif ein Face ist? Man kann ja mal Werbung machen und wenn es dann nicht klappt, aber man will ja die Fahrt unbedingt antreten, dann nimmt der Kunde einfach den teuren Tarif in Kauf. Das nennt man dann Verarsche, die Bahn kann aj mal wieder wie immer nichts dafür, es liegt einfach am Online- System!?

Kommentare sind geschlossen.