Bäume am Neckarhang zum Fällen freigegeben!

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Nachstehend ein Bericht von Wolfgang Rüter. Wie er schreibt, werden demnächst weitere Bäume  für das Projekt Stuttgart 21/Rosenstein-Tunnel gefällt:

Im Stuttgarter Amtsblatt vom 20.10.2016 wird das Fällen von Bäumen am Neckarhang (Neckarstraße – müsste eigentlich Neckartalstraße heißen) bekannt gegeben. In den öffentlichen Schaukästen ist diese Meldung allerdings nicht zu sehen!?
Aktuell wurden heute, Donnerstag 27.10.2016, etliche Bäume mit roten Punkten am Neckarhang markiert, nachdem vor einigen Tagen auch schon grüne Markierungen angebracht worden waren. In den Neckarhang am Fuße des FFH Rosensteinparks sollen die Tunnelröhren für den S21-Rosenstein-Bahntunnel getrieben werden. Hierfür benötigt die Bahn auch wieder Baustelleneinrichtungsflächen, wofür einmal mehr der FFH Rosensteinpark herhalten muss und so immer mehr Fläche verliert. Am Dienstag (25.10.2016) inspizierten rund 20 DB-Mitarbeiter schon mal das Gelände sowie verschiedene Baustellen. Unterhalb des Neckarhangs hat Max Bögl seine Baustellen für die Brückenpfeiler der geplanten neuen Neckarbrücke und auf der Bad Cannstatter Seite an der Schönestraße stehen ebenfalls Drehbohrgeräte und andere Baumaschinen. Der Baustellenlärm wälzt sich den Neckarhang hinauf bist hoch zum Schloss Rosenstein, ebenso wie die Diesel-Auspuffabgase der Baumaschinen und des Lkw- und Autoverkehrs von der Neckartalstraße dort hochsteigen. Die Luft ist dort zum Schneiden. Dass heute Feinstaubalarm ausgerufen war, davon hat man auf der Neckartalstraße nichts gemerkt. Im Gegenteil, man hatte den Eindruck, dass der Stau überhaupt nicht enden wollte.

http://reporterderstrasse.de/fotogalerie/index.php?/category/25

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3 Kommentare zu Bäume am Neckarhang zum Fällen freigegeben!

  1. Petra B. sagt:

    Danke für den Artikel und für die eindrucksvolle, aber schockierende Fotostrecke vom „Reporter der Straße“! Es ist bewundernswert, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich das antun, nämlich sich immer wieder mit den Grausamkeiten dieser Stadt beschäftigen. Es bedeutet, sich an die Orte des Geschehens zu begeben und sie zu dokumentieren; es bedeutet, sich auf Situationen einzulassen, die emotional aufwühlen. Die meisten muten sich das nicht mehr zu, sie können es einfach nicht mehr. Auch im Rosensteinpark geht die Stadt Stuttgart brutal auf Kollisionskurs mit der Natur. Diese Fotoreportage zeigt: Wir vergessen nicht! Das Unrecht wird dokumentiert für alle Zeit.

  2. Pingback: Morgen, Sonntag: Zeichen setzen im Rosensteinpark! | Bei Abriss Aufstand

  3. Steffen Hans sagt:

    dafür, daß ihr immer die Transparenz wie eine Monstranz vor euch hertragt, betreibt ihr trotzdem ziemlich Zensur, wenn der Kommentar euch nicht passt.

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