Die 545. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 am 04.01.2021 online

Auch 2021: OBEN bleiben!

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https://www.youtube.com/watch?v=iuxHfHWdqVo&feature=youtu.be

Dank an Eberhard Linckh und das ganze Demoteam - bleibt xond!

s.a. https://www.parkschuetzer.de/statements/209612

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1 Antwort zu Die 545. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 am 04.01.2021 online

  1. Alexander Abel sagt:

    Interessant an der Rede von Herrn Resch waren die Darstellungen, wie der Staat in Hinterzimmern mit der Autoindustrie kungelt.
    Nach der Lektüre des Buches „Der gekaufte Staat von Adamek/Otto habe ich nichts Anders erwartet.
    Im übrigen fand ich die Ausführungen von Herrn Resch nur ärgerlich.
    Das war wieder einmal – wie schon von Herrn Rockenbauch gewöhnt – ein unsachlicher, undifferenzierter, gehässiger Rundumschlag gegen das Auto.
    Natürlich ist es Unfug, sich mit Autos egal welcher Grösse + welchen Gewichts in Städten
    mühsam durch Staus zu quälen, und mit laufendem Motor vor rotzeigenden Ampeln herumzustehen. Aber an beidem sind nicht die Autobenutzer schuld sondern der Staat.
    Herr Resch hat wohl – im Gegensatz zu mir – nicht das Bedürfnis, sich öfter mal in entlegenen Naturräumen zu erholen. Sonst wüsste er, dass dafür ein Auto unverzichtbar ist.
    Soll Herr Resch mir doch mal erklären, wie ich mit öff. Verkehrsmitteln von Stuttgart nach Oberscheffach (Kreis SHA, am Fluss Bühler) komme + vor allen spät abends wieder
    nachhause. Und wie geht Camping ohne Auto?
    Herr Resch wohnt seinem Bekunden zufolge im Bodenseeraum.
    Er kritisierte zu Recht Zustand + Vernachlässigung der Bodensee-Gürtelbahn.
    (Die fährt aber nur an einem überlaufenen Uferstreifen entlang + nutzt mir auch in ausgebautem Zustand nichts, wenn ich an den Mindelsee + in die Marienschlucht will).
    Ein Ausbau einer Strecke in so beengten Verhältnissen ist nicht von heute auf morgen
    zu verwirklichen. Der erforderte eine sehr sorgfältige Planung + würde vsl. auf den
    Widerstand SUV-vernarrter Anlieger treffen.
    Bei der miserablen Bahnbedienung muss man den Leuten ja auch zugestehen, dass sie das Auto bevorzugen, und solche + noch weitaus schlimmere Beispiele gibt es in ganz D zuhauf. Es gibt da ja weite Landstriche, die völlig gleislos sind. –
    Dann gleich zu Anfang das religiös anmutende Plädoyer für Tempolimits.
    Das lässt einige objektive Aspekte ausseracht.
    Fast ganz S ist inzwischen als Umweltschutz-Alibi auf 40km/h limitiert.
    Das hat zur Folge, dass ich ständig 2 Gänge zu niedrig fahren muss + dabei eine unnötig
    hohe Drehzahl im Verhältnis zur Geschwindigkeit habe.
    Der Verbrauch + damit auch der Schadstoffausstoss einer Wärmekraftmaschine ist aber proportional der Drehzahl, nicht der Geschwindigkeit, mit der sich die Maschine bewegt. Sonst hätten ja stationäre Maschinen -0- Verbrauch.
    Zwei andere Aspekte, die gegen Tempolimits aller Art sprechen, sind:
    1. Die Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers gehört dem Verlauf + dem Zustand der
    Fahrbahn und dem ihn umgebenden Verkehr und nicht dem Geschwindigkeitsmesser.
    Wer zu Einrichtung seiner Fahrgeschwindigkeit die Anzeige eines Wertes benötigt,
    ist unfähig zur sicheren Beherrschung seines Fahrzeugs.
    Die Einrichtung der Fahrgeschwindigkeit hat intuitiv zu erfolgen.
    Der Anhalteweg ist auch abhängig von der Entfernung, auf die ich die Notwendigkeit zum
    anhalten erkenne, und von meiner Reaktionsbereitschaft.
    2. Es ist empirisch bewiesen, dass langsames fahren unterhalb der individuellen Auslastungsschwelle die Aufmerksamkeit senkt + zu Nebenbeschäftigungen verleitet, die vom Verkehrsgeschehen ablenken.
    Nach Tempolimits zu schreien ist billige Propaganda von Denkverweigerern + frechen
    Politikern. –

    Akkuelektrisch angetriebene Autos, wie Herr Resch sie fordert, sind keine Lösung:
    1. Autos bilden Staus unabhängig davon, wie sie angetrieben werden, und Autos haben
    einen immensen Flächenverbrauch. Hochkapazitive Strassen sind Wüsten.
    2. Wenn wir sämtliche Autos elektrisch antreiben wollen, erhebt sich die Frage,
    aus welchen primären Energieträgern wir genügend el. Energie gewinnen können.
    Die sog. „regenerativen“ Energieformen dürften dafür wohl kaum ausreichen.
    3. Für Akkumulatoren hoher Kapazität wird das Element Lithium benötigt.
    Dessen Abbau, schwerpunktmässig im weit entfernten Chile, wo wir nicht hingucken
    können, verursacht grossflächige Verwüstungen, und inwieweit dafür Zwangsarbeit von
    Kindern zum Einsatz kommt, entzieht sich unserer Kontrolle.
    4. Der Stand der Akku-Technik liegt bei einer Reichweite von 500km.
    Damit kommt man nichtmal an 1 Tag von S nach B.
    In L ist Schluss, und dann sind 24h Ladezwangspause angesagt.
    Schnellladen mit höherer Stromstärke ist zwar möglich, verkürzt die Lebensdauer des teuren Akkus aber beträchtlich.
    5. Lithiumakkus sind hochempfindliche Diven! Sie können in Brand geraten + sogar
    explodieren.
    Feuerwehren haben sich schon öffentlich in der Presse beklagt, sie hätten zunehmend
    mit brennenden E-Autos zu tun.
    6. Elektrische Antriebe weisen kein Schaltgetriebe auf. Ohne Schaltgetriebe kann man
    geradeaus und von einer rotzeigenden Ampel zur nächsten aber nicht sicher durch Kurven fahren.
    Wie es unter den besonderen Umständen im Auto mit der Bremswirkung von E-Motoren bestellt ist, entzieht sich meinen technischen Kenntnissen.
    E-Bremsen, wie sie in Schienenfahrzeugen installiert sind, erfordern eine hohen technischen Aufwand.
    In Schienenfahrzeugen sind automatische Steuerungen installiert, mit denen der Fahrer nur Befehle an einen Computer erteilt, wonach der Computer das Triebfahrzeug fährt.
    Bei spurgeführten Fahrzeugen ist das kein Problem, sogar eine Erleichterung für den Fahrer.
    Die Steuerung erfolgt mit einem Handhebel, mit dem nur +/0/- befohlen wird.
    Im Auto werden aber beide Hände am Lenkrad benötigt.
    Überhaupt wird im Auto immer zuerst heruntergeschaltet + nur dann gebremst, wenn die
    Motorbremswirkung nicht ausreicht.
    Ich jedenfalls bekäme in einem E-Auto vor jeder Kurve Angstzustände.

    Fazit: Der von Herrn Resch verdammte Verbrennungsmotor (für PKW grundsätzlich ein
    Ottomotor!) im Zusammenhang mit einem Schaltgetriebe ist die einzig sinnvolle
    Antriebsart für Strassenfahrzeuge.

    Die auch von mir herbeigesehnte „Verkehrswende“ muss im wesentlichen auf elektrisch angetriebenen Schienenverkehr setzen.
    Die Bahnnetze im Eisenbahn- + Stadtverkehr müssen aber stark verdichtet und qualifiziert werden.
    Auch dabei stellt sich dann aber die Frage nach den einzusetzenden primären Energieträgern.
    Aber die Eisenbahn hat immerhin den höchsten Energiewirkungsgrad gemessen in
    Energie / Masse x Weg.
    S hat rund 55 Jahre gebraucht, um sein Strassenbahnnetz notdürftig zu modernisieren.
    Die Infrastruktur ist aus- bis überlastet, sie kann keinen Autoverkehr mehr aufsaugen.
    Auch die S-Bahn ist ein dilettantisches Flickwerk von Lehrlingen im ersten Lehrjahr.
    Ich kann diesese Probleme auf dem Papier in ein paar Tagen lösen.
    Aber ein Verkehrsnetz in der Realität zu konstruieren, das 50-90% des Autoverkehrs
    aufsaugen könnte, würde wohl nochmal 50 Jahre in Anspruch nehmen + natürlich die Aufgabe von S-21 erfordern.
    Stuttgart ist eine Schlüsselstelle im dt. + internationalen Fernverkehr.
    Wenn es dazu kommen sollte, dass der Kopfbahnhof aufgegeben wird, müssten wir die Vokabel „Verkehrswende“ aus dem deutschen Wortschatz streichen und sämtliche Verkehrsplanungen einstellen.
    Wir können uns dann zwar noch ein neues Auto kaufen (oder das alte behalten), aber fahren können wir dann nicht mehr damit. Der Autoindustrie ist das wurscht, Hauptsache das Auto ist verkauft + bezahlt.
    Aber bis es soweit ist, Herr Resch, bleibt das Auto unverzichtbar; es muss ja kein 2,5t-SUV sein. Aber Finger weg von den empfindlichen Lithiumakkus!
    Aber auch die H-Technik ist nicht problemlos.
    Ich habe schon die Behauptung gehört, auch der massenhafte Ausstoss von Wasserdampf wirke sich klimaerwärmend aus.
    Und auch H-Tanks sind Bomben.
    Hört mal die Verkehrsnachrichten! Auf deutsche Strassen werden überhaupt nur Unfälle
    zusammengebastelt. Wehe dabei würde ein H-Tank leckgeschlagen!
    Das ist eben alles nicht so einfach mit den alternativen (E-)Antrieben, wie religiöse
    Verbrennungsmotor-Hasser sich das gerne machen.
    Die Lösung liegt nun mal ausschliesslich in mühsam + zeitaufwendig herzustellenden Alternativen zum Auto.
    Und das Fahrrad gehört nicht dazu, schon garnicht in der süddeutschen Topographie.
    Herr Resch, ich empfehle Ihnen folgenden Test:
    Fahren Sie 2 x mit einem Fahrrad von S-Hofen(220m üNN) auf die Rohrer Höhe(550m üNN), einmal in sengender Hitze und, weil Sie ja wie ich auch Brillenträger sind, bei strömendem Regen! Danach reden wir wieder über die Zweckentfremdung des Sportgeräts Fahrrad als Verkehrsmittel. –

    Was mich aber am meisten geärgert hat, ist die gehässige Fixierung auf das Auto im Zusammenhang mit der Ignorierung von Umweltschweinereien ganz anderen Ausmasses.
    Ich meine damit
    – die Fliegerei,
    – die Müllverbrennung,
    – die Kreuzschifferei aus reinem Übermut.
    Ein Flugzeug verbraucht ~20’000l/100km, mein PKW bleibt bei überwiegend Landstrasse
    noch unter 8l/100km.
    Ein Kreuzfahrschiff macht so viel Dreck wie 4-500’000 Autos, lt. Süddt.Zeitung.
    Und für die Müllverbrennung (sie produziert nicht nur CO2 sondern auch Feinstaub + einen unkalkulierbaren Giftcocktail je nach verbrannten Materialien) hat ein Herr Prof.Rosin eine emissionsfreie Alternative (Kryorecycling) entwickelt, mit der auch noch die meisten Rohstoffe zurückgewonnen werden können.
    Wenn wir diese drei Rekord-Schweinereien abwürgen würden, könnten wir das vergleichsweise harmlose Problemkind Auto gelassen angehen.
    Umgekehrt gibt es keinen Klimaschutz mit Fliegerei!
    Und der Abbruch von S-21 ist auch ein Essential!

    Alle diese Überlegungen gehören halt auch zur Verkehrswende-, Klima- und Umweltschutzdiskussion.

    aabel-s@gmx.de

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