815. Montagsdemo am 27.7.26 auf dem Schlossplatz
815. Montagsdemo am 27.7. auf dem Schlossplatz
Die 815. Montagsdemo findet am 27. Juli 2026 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.
Rednerin:
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- Johanna Tiarks, Fraktionsvorsitzende ‚Linke SÖS Tierschutz; "Der Abriss der Schleyerhalle und die ökologischen Auswirkungen"
Musik: Gerd Schinkel, Liedermacher, Autor und Sänger aus Köln
Moderation: Margaret Bühler, Mahnwache
Da lacht der Spanier
Peter Grohmanns Wettern der Woche am 20.7.2026
So mancher Ball geht vielen Fußballern – sorry! – buchstäblich am Arsch vorbei – „mir auch“, soll der Balljungen- und FIFA-Präsident Donald Trump behauptet haben. Wer sich über rote Linien und teure gelbe Karten, Schwalben, Schlägereien, Platzverweise und zu viel Zucker in Coca-Cola sorgt, kommt immer zu spät – und den bestraft das Leben, wie Michael Gorbatschow ahnte. Die DDR kann ein Lied darauf singen, Defensivpapst Nagelsmann auch.
Freilich – auch jenseits großer Events kommt vieles zu spät. Ein Fehltritt, ein Fußtritt im Endspiel, die Klimakatastrophe, das Verbot des schnellen Wäschewechselns oder gar die Menschenrechte. Die haben, wie die Praxis zeigt, bei Weltmeisterschaften aller Art nun echt nix verloren und einen Fallrückzieher gemacht, wie meine Omi Glimbzsch in Zittau 1 zu 1 gesehen hat. weiterlesen
Revisionsbericht zu Stuttgart 21: Informationsfreiheit oder Evelyns und Nicoles Märchenstunde?
Rede von Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, auf der 814. Montagsdemo am 20.7.2026
Liebe Freundinnen und Freunde,
ursprünglich sollte es bei meiner heutigen Rede um die Einsichtnahme in den Revisionsbericht zu Stuttgart 21 gehen. Inzwischen ist so viel passiert, dass ich stattdessen gleich einen bunten Strauß von aktuellen Themen überreichen möchte. Wir konnten in den letzten Wochen das Interesse der Medien wecken wie schon lange nicht mehr. Die Anfragen überstürzen sich geradezu. Besonders erfreulich ist, dass es plötzlich nicht nur um unsere Meinung, sondern auch um unser Fachwissen geht. Lange Zeit hatten die Medien und auch die Politik einfach der Bahn geglaubt, wenn diese behauptete, sie habe alle Probleme im Griff und die Kritiker verbreiteten Panik. Seit das Dilemma der Bahn bei Stuttgart 21 wie überhaupt bei der Bewältigung eines guten Schienenverkehrs nicht nur offenkundig, sondern ausdrücklich eingestanden ist, ist das Vertrauen in diese Behauptungen weg.
In dieser neuen Situation ist die Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren unerlässlich. Dies gilt nicht nur innerhalb unserer Bewegung, sondern weit darüber hinaus mit Umweltverbänden, Bahnverbänden, Verkehrsverbänden, Gäubahninitiativen und vielen anderen mehr. Hier ist das Aktionsbündnis besonders gefordert und wir bereiten einiges vor. Heute hat die Rekord-Stammstreckensperrung mit vielen Beschwernissen vor allem für Pendlerinnen und Pendler begonnen. Wir müssen zeigen, dass wir die Nase davon voll haben.
Doch nun zum ersten Thema. Wir hatten eine Demo am Flughafen bei der Pressekonferenz zum Lenkungskreis organisiert, die viel Beachtung gefunden hat. weiterlesen
Die Bahn weigert sich grundsätzlich, mit der Schutzgemeinschaft Filder zu sprechen
Rede von Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder e.V., auf der 814. Montagsdemo am 20.7.2026
1994, vor 32 Jahren, also vor einem halben Rentnerleben, kamen Politiker auf die Idee, das unterirdische Leuchtturmprojekt „Stuttgart 21“ aus der Taufe zu heben. Frage: Kann ein Leuchtturm unterirdisch überhaupt leuchten? Man machte aus dem pünktlichsten Bahnhof Deutschlands das unsinnigste Projekt aller Zeiten. In jedem Jahr kam neuer Irrsinn dazu. Der Berliner Flughafen BER ist ein Klacks dagegen. Ein Höhepunkt in den letzten Jahren ist der Pfaffensteigtunnel (PT).
Hier nur ganz wenige Fakten. …
- Der PT ist bahntechnischer Unsinn, er ist viel zu teuer, schadet dem Klima, der Bau dauert weit über das Jahr 2033 hinaus.
- Es erging für den längsten Eisenbahntunnel Deutschlands ein Planfeststellungsbeschluss ohne vorherige öffentliche Erörterung. Auf unsere fundierten Einwendungen gab es keinerlei Reaktion.
- Beim Kostennutzenfaktor KNF wurde schamlos betrogen. Der Tunnel allein hat einen KNF von weit unter 1. Also darf man ihn nicht bauen! Man rechnete deshalb den KNF nicht allein für den Tunnel, sondern mitsamt der Gäubahn von Singen (teilweise eingleisig und für Güterzüge geeignet) dazu. Warum eigentlich nicht die gesamte Schweiz?
- Es wird behauptet, der Deutschlandtakt könne in Stuttgart nur mit dem PT umgesetzt werden. Das ist eine bewusste Lüge. Der Deutschlandtakt scheitert grundsätzlich am zu kleinen, schrägen Tiefbahnhof, unabhängig von all seinen Zufahrtstunneln, ja selbst wenn man alle Gleise aus purem Gold schmieden würde, was natürlich totaler Quatsch ist.
Da kommt Frau Palla und erweckt in uns eine leise Hoffnung – sie will alles neu durchdenken. Nun hat sie aber gerade erst all unsere Hoffnungen begraben. Der PT steht für sie inzwischen außer Frage. weiterlesen
814. Montagsdemo am 20.7.26 auf dem Schlossplatz
814. Montagsdemo am 20.7. auf dem Schlossplatz
Die 814. Montagsdemo findet am 20. Juli 2026 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.
Redner:
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- Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder e.V.; "Die Bahn weigert sich grundsätzlich mit der 'Schutzgemeinschaft Filder' zu sprechen"
- Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21; "Revisionsbericht zu Stuttgart 21: Informationsfreiheit oder Evelyns und Nicoles Märchenstunde?"
Musik: Anja Wiggenhauser, Gitarre und Gesang, entfällt krankheitsbedingt. Wilma Heuken, Akkordeon und Gesang springt kurzfristig ein - großes Dankeschön an Wilma!
Moderation: Andreas Schwab, Parkschützer
Kommunen am Limit
Rede von Johanna Tiarks, Fraktionsvorsitzende ‚Linke SÖS Tierschutz, auf der 813. Montagsdemo am 13.7.2026
Liebe Freund*innen,
unter diesem Motto rufen viele unterschiedliche Organisationen zu einer großen Demo hier in Stuttgart auf. Wir waren im letzten Herbst schon gemeinsam auf der Straße, und wir werden am 18.7. gemeinsam auf die Straße gehen, und wir werden so lange auf die Straße gehen, bis sich an den sozialen Verhältnissen etwas ändern wird.
Kleiner fun fact: Auch die SPD ist im Bündnis ‚Kommunen am Limit‘. Und das ist schon ein bissle heuchlerisch, ist die SPD doch Teil der Bundesregierung und mit verantwortlich für die sozial ungerechte Politik. Bleibt zu hoffen, dass sich in der SPD-Basis der Unmut regt, und diese ihre Großkopferten unter Druck setzt. Allerdings wird das vermutlich auch nicht so viel helfen. Bei der nächsten Wahl ist die SPD vermutlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.
Doch fangen wir mit den kommunalen Finanzen an: Ihr habt sicher alle mitbekommen, dass die Kommunen deutschlandweit letztes Jahr ein Defizit von nahezu 32 Milliarden Euro gemacht haben. Und damit ist die Gesamtverschuldung der Kommunen auf annähernd 200 Milliarden Euro angewachsen. Das sind wirklich sehr hohe Summen. weiterlesen
813. Montagsdemo am 13.7.26 auf dem Schlossplatz
814. Montagsdemo am 20.07.26 auf dem Schlossplatz
Die 814. Montagsdemo findet am 20. Juli 2026 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.
Redner:
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- Steffen Siegel, Schutzgemeinschaft Filder e.V.;
- Dieter Reicherter,Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21; "Hände weg vom Informationsfreiheitsgesetz (IFG)"
Musik: Anja Wiggenhauser, Gitarre und Gesang
Moderation: Andreas Schwab, Parkschützer
Stuttgart 31 und Denkmalschutz, jetzt schon? Gedanken zu Stuttgarts Kollateralkathedrale
Rede von Dr. Norbert Bongartz, Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, auf der 812. Montagsdemo am 6.7.2026
Im Satire-Magazin „Der Postillon“ war es vor Kurzem schwarz auf weiß zu lesen: S21 sei unter Denkmalschutz gestellt worden! Die mitgelieferte Begründung, formuliert in einer gut verständlichen Amtssprache, war in meinen Augen als erfahrener Denkmalpfleger durchaus plausibel. Und doch fand ich diese Nachricht unerhört: Wie kann man ein – zugegeben spektakuläres – Bauwerk noch vor seiner Eröffnung unter Schutz stellen? Und: Beträgt der üblicherweise respektierte zeitliche Abstand zwischen dem Bau und der Unterschutzstellung eines Kulturdenkmals nicht mindestens 30 Jahre?
Ich stürzte mich in eine tiefe Nachdenklichkeit… und fand bald ein prominentes Beispiel für eine vergleichsweise kurze Zeitspanne zwischen dem Bau und seiner Unterschutzstellung, hier in Stuttgart: Die 1927 (nach nur eineinhalb Jahren!) fertig gestellte Weißenhofsiedlung am Killesberg wurde 1958, nach nur 31 Jahren, unter Denkmalschutz gestellt! Also können wir uns fragen: Warum jetzt nicht auch S21? weiterlesen






