Pressemitteilung des Aktionsbündnisses: „Stresstest: Intransparent wie eh und je Bahn und Land verlassen Geist der Schlichtung“

Zu den Äußerungen von Bahn-Vorstand Kefer, die Bahn werde den Stresstest in eigener Regie durchführen und "abwickeln", erklären die Faktenschlichter des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21:

"Die Bahn unterhöhlt den Geist der Schlichtung, wenn sie jetzt den Stresstest nicht transparent durchführt und eine kritische Begleitung durch externe Experten nicht von Anfang an zulässt. Ein wie auch immer geartetes Ergebnis wird auf diese Weise keine Akzeptanz finden – alle Anstrengungen auf Befriedung des Konflikts werden konterkariert. Die Bahn stiehlt sich auf diese Weise aus der ihr von Schlichter Geißler auferlegten Verpflichtung, die Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 offen, transparent und ohne Tricks nachzuweisen."

Statt dessen müsse die neue Transparenz und Offenheit der Faktenschlichtung beim Stresstest fortgeführt werden. Die Faktenschlichter wiederholten ihre Forderung nach Einsetzung eines Kreises aus Experten von Projektträgern und Projektgegnern, die den Test von der
Aufgabenstellung über die Durchführung bis hin zur Ergebnisbewertung gemeinsam vornehmen. Durch klare Kriterien vorweg könne es hinterher nicht zu einem Streit über die Aussagekraft der Ergebnisse kommen.

Den Stresstest ernst nehmen bedeute nach Ansicht der Faktenschlichter des Aktionsbündnisses zudem die Anordnung eines sofortigen Bau- und Vergabestopps. Schließlich habe selbst Bahnchef Grube erklärt, keine Fakten schaffen zu wollen, die den Schlichtungsempfehlungen
zuwieder liefen.

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5 Kommentare zu Pressemitteilung des Aktionsbündnisses: „Stresstest: Intransparent wie eh und je Bahn und Land verlassen Geist der Schlichtung“

  1. frieden sagt:

    Wie heißt es doch auf jeder Kundgebung und Demonstration:
    L Ü G E N P A C K!!!

  2. michael mey sagt:

    Das Aktionsbündnis sollte sich nicht damit begnügen eine Pressemitteilung
    zu einem transparenten Stresstest zu verfassen. Diese versickert unter „Verschiedenes“. Vielmehr wäre es sinnvoll sofort eine breit angelegte Pressekonferenz einzuberufen und dort das Statement abzugeben.

  3. Pingback: dª]V[ªX » Novellierung des JMStV vorerst vom Tisch. Und? [update]

  4. Hans-Martin sagt:

    “ Unterhöhlt den Geist der Schlichtung“…….dieser Geist ist ein Phantom des Aktionsbündnisses–vom selben Kaliber wie die gerade zuende gegangenen Weltethos-Tage in Tübingen,wo ein Banker und Schöngeist meinte,der Kapitalismus müsse allen zugute kommen,nicht nur den Reichen.
    Träumt weiter!

  5. Uwe Mannke sagt:

    Liebes Aktionsbündnis,
    wenn das Ergebnis der sogen. Schlichtung nicht klar genug ist, um es einzuklagen, dann helfen auch Versuche zur Nachverhandlung nicht.
    Werdet jetzt endlich eurem Namen als „Aktions“-Bündnis gerecht.
    Redenhalten alleine reicht nicht und irgendwelche Pressemitteilungen herausgeben. Wir brauchen jetzt ein „aktives“ Aktionsbündnis, das Hand in Hand mit den „sogenannten“ Parkschützern, seinen Verlautbarungen durch gut angekündigte und passende Aktionen Gewicht verleiht. Man hat uns zu Gesprächen eingeladen, um uns zu zähmen. Wir haben uns darauf eingelassen um der Vernunft aufzuhelfen.
    Diese Zeit war eine Erfahrung, die sich gelohnt hat. Jetzt machen wir da weiter, wo wir vor der Schlichtung aufgehört haben, nur mit zusätzlichen Argumenten und der Einsicht, dass man mit diesen Projektbetreibern nicht verhandeln kann. Parallel dazu werben wir für Landtagskandidaten, die sich ohne wenn und aber gegen S21 einsetzen.

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