Bahnmitarbeiter bestätigt: S21-Bahnsteige zu eng

Engstellen sind ein Sicherheitsrisiko und stören den Betriebsablauf.

Das zumindest hat heute ein Bahnmitarbeiter zugegeben, als Mitglieder der Initiative Barrierefrei und der Parkschützer mit einem Banner die breiten Bahnsteige im Stuttgarter Hauptbahnhof beidseitig auf 2,05 Meter Breite verringerten. (siehe Presseerklärung "EngpasS21 – Stau auf dem Bahnsteig" und Fotos der Aktion).

Ein Teil der Kommunikation mit dem Bahnmitarbeiter konnte CamS21 mitschneiden, ab Min. 7:00 (sorry für die schlechte Tonqualität):

Zu Beginn (im Video nicht zu hören) sagte der Bahnmitarbeiter: "Sie sind hier im Fluchtweg" und beschwert sich dann, dass der Betriebsablauf durch die Aktion gestört würde. Diese Aktion simulierte jedoch lediglich die bei S21 geplante Bahnsteigbreite im Bereich der Treppen, die dann Dauerzustand wäre.

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16 Kommentare zu Bahnmitarbeiter bestätigt: S21-Bahnsteige zu eng

  1. Leverkusener sagt:

    Die überschrift ist sehr verwirrend und sagt eigentlich was falsches aus. Nicht die Bahn bestätigt das sondern ein Mitarbeiter…das sind zwei paar Schuhe oder zählt das auch bei euch, wenn ein Parkschützer was sagt, das am nächsten Tag die Pros sagen die Parkschützer haben bestätigt??? Ne da würdet ihr euch natürlich sofort drüber aufregen und euch von Distanzieren….

    • Herr Bergmann sagt:

      Ich muss den Leverkusener ob seiner Gründlichkeit loben, brav gemacht!!
      ( Ich frage mich, ob er bei Presseerklärungen und sonstigen Verlautbarungen großer Parteien auch so akribisch vorgeht….)

  2. lyddane sagt:

    „Bahn bestätigt…“

    „Das zumindest hat heute ein Bahnmitarbeiter zugegeben…“

    und wieder gilt: herzlich willkommen bei journalistischen sternstunden mit matthias von herrmann.

    • Herr Bergmann sagt:

      Wenn jemand sagt: Berlin ist auf das morgige Wahlergebnis gespannt, weiß doch auch jeder kluge Kopf, dass damit nicht der Dom und der Wannsee und auch nicht der Funkturm gemeint ist, der da gespannt ist. Was soll’s also.

      • lyddane sagt:

        ja da haben sie natürlich recht.
        aber sie wissen doch genauso wie ich, dass der herr von und zu die bahnverantwortlichen menschen bez. s21 meint, wenn er von der bahn redet.
        ansonsten wäre der herr von herrmann noch untragbarer als er, aufgrund anderer schlecht/nicht recherchierten (beispiel gefällig?) schreckensvisionen, es – mE – jetzt schon ist.

  3. peterp sagt:

    ich denke da kommt es mal wieder auf die sichtweise des betrachters an. das wir parkschützer formulieren die „bahn“ und nicht ein mitarbeiter ist doch nachvollziehbar und ändert nichts an der tatsache, dass es ein mitarbeiter (höherer weisungsbefugter) der bahn war, der uns darauf aufmerksam machte, dass die aktion (bahnsteigverängung auf 2,05m je seite) den „betriebsablauf störe/einschränke“, d.h. in diesem augenblick vor ort war es für uns die bahn die diese aktion aus sicherheitsgründen beendete.

    • lyddane sagt:

      „das wir parkschützer formulieren die “bahn” und nicht ein mitarbeiter ist doch nachvollziehbar und ändert nichts an der tatsache, dass es ein mitarbeiter (höherer weisungsbefugter) der bahn war“

      ja, klar ist das nachvollziehbar.
      in diesem (mittlerweile) glaubenskrieg sind alle mittel bzw. argumente recht. wahrheitsgehalt oder realitätsbezug kann da auch ruhig hinten anstehen. das stehen sie, liebe parkschützer, denen, die sie mit feuereifer ein lügenpack nennen, in überhaupt nichts nach.

      und ja, es macht einen gealtigen unterschied, ob irgenein bahnmitarbeiter (höchster weisungsbefugter? bitte belegen, wenn sie das schon behaupten) etwas sagt, oder es eine offizielle stellungnahme der bahn ist. das können sie doch kaum leugnen.
      reinster populismus und meinungsmache hier.

      was ich dazu sagen muss: ich stehe der ganzen sache sehr neutral gegenüber, aber es ist kaum von der hand zu weisen, dass sie beide lager mit dreck bewerfen. sich das einzugestehen und dann aus der welt zu schaffen, würde der ganzen sache mal wirklich sehr gut tun.

  4. Ralf Bauer sagt:

    Im Fakt ist es schlichtweg so, dass die geplanten Bahnsteige beim Tiefbahnhof zu eng und damit ein weiteres Beispiel für den Dilletantismus der Planung dieses Projektes aufzeigt. Ob es ein Mitarbeiter der Bahn, deren Pressesprecher, der DB-Ober-Bahnsteigplaner oder ein anderer der Öffentlichkeit unterbreitet ändert ja wohl am eigentlichen Thema nichts.

  5. ebse sagt:

    Der Mitarbeiter der Bahn hat seine Aussage nicht als Privatmensch gemacht. Damit ist für mich die Sache juristisch klar.

    Bekommt der Mann nun \Schwierigkeiten\? Weil er sich \nicht abgestimmt hat, intern\?

    Das wäre spannend zu verfolgen.

    Denn die Aussage \an sich\ ist ja m.E. sehr brenzlig für \die Bahn\ – insgesamt als Unternehmen und als Partei beim \Projektle\. Nicht wahr?

  6. Matthias sagt:

    Mit dieser Art von Berichterstattung, insbesondere der verfälschenden Überschrift, tut der Verfasser der Widerstandsbewegung keinen Gefallen.

    Was hätte es geschadet, gleich zu sagen, um was es geht? In der Aktion wurde der Bahnsteig künstlich verengt und im Kontext Kopfbahnhof 2011 stellt der Bahnmitarbeiter, ob weisungsbefugt oder nicht, fest, dass die Aktivisten sich im Fluchtweg aufhalten. Und zu Recht sorgt er dafür, dass die Veranstaltung abgebrochen wird, da sie nicht angemeldet war und da dies seine Aufgabe war. Er hat sachlich artikuliert und ist nicht handgreiflich geworden. Ihm seine Worte hier als offizielle Bahnaussage im Mund zu verdrehen, ist keine gute Tour.

    Und verschlimmernd kommt hinzu, dass seine Sätze einfach nicht zu verstehen sind oder z. T. ja noch nicht einmal dokumentiert wurden.

    Schade, echt.

    Auch wenn Matthias von Herrmann engagiertes Mitglied im Widerstand und ehrenamtlicher Pressesprecher ist – und sicher nicht dem Anspruch gerecht werden braucht, professionell handeln zu müssen – für diesen Artikel gibt es keinen Dank von mir.

  7. Ing21 sagt:

    Wenn man bei Überschriften so pinelig sein will, dann muß man mit der kompletten Zeitschriftenlandschaft in`s Gericht gehen.
    Eine Headline soll Aufmerksamkeit erregen. Und als „ganzer Artikelleser“ bin ich bin inzwischen froh, wenn im Artikel nicht das Gegenteil dessen steht, was die Überschrift suggeriert.
    Nein, ich meine nicht Bild-zeitung, sondern das was sich uns als „Qualitäts-Journalismus“ andient.

  8. Hans Heiser sagt:

    Bei der BILD hätte die Überschrift so asgesehen:

    Jetzt wissen wir es: werden S21 Bahnsteige zur Todesfalle?

    Also beschwert euch mal nicht

  9. S21-Nein-Danke sagt:

    Diese Aktion zeigt sehr deutlich, wie die Realität aussehen wird. Halt – da soll ja noch eine 30% Steigerung dazu – wo sollen sich diese Menschen bitte alle SICHER bewegen? Darum geht es – aber worüber wird wieder lamentiert? Das die Überschrift nicht genau ist *kopfschütteln*

    • Y2O3 sagt:

      30% steigung?
      ich nehme an, diese information entstammt einem BAA artikel, der ähnlich gut rcherchiert bzw aufgemacht wurde wie dieser hier…

      ja, und darüber wird lamentiert, weil das wichtig ist! diese indoktrinierung mit falschen zahlen und behauptungen ist ein handwerk, dass die autoren hier, MvH in allererster front, ausgezeichnet beherrschen

  10. BMZ sagt:

    Die Engstellensimulation, die hier gezeigt wird, ist stark verfälschend. Denn in dem Video werden Personen, die den Bahnsteig entlang gehen, auf 4,10 m beschränkt. Bei S21 werden die 2 x 2.05 m aber nur als Ein- und Aussteigezone für wenige Fahrgäste benötigt sowie für Leute, die den Aufzug benutzen wollen.
    Die eigentlichen Personenströme werden bei S21 die Treppen von Steg B benutzen, nicht aber am Steg B vorbeigehen wollen. Dagegen durch die Kopfbahnhof-Engstelle in dem Video müssen alle Fußgänger zwischen Zug und Querbahnsteig.

  11. Max sagt:

    War mal irgendeiner der hier rumtönenden Befürworter in letzter Zeit auf dem Berliner Hauptbahnhof? Die haben auch so super schmale Passagierplattformen. Wenn da mal richtig was los ist, ist KEIN Durchkommen mehr und ich wünsche euch viel Spaß beim Durchdrängeln, wenn ihr ans andere Ende des Zuges müsst (wegen Platzreservierung).

    In den Fantasien der Planer existieren so lästige Dinge wie viele Passagiere, Koffer, Kinderwägen, Snowboards und Gitarrenkoffer anscheindend NIE.

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