Presseerklärung: Kein Großeinsatz der Polizei für ein gescheitertes Projekt!

Bahn setzt bei Stuttgart 21 weiter auf Konfrontation

Stuttgart, 7. August 2011: Polizei und Bahn haben Baumaßnahmen und einen Polizeieinsatz für Stuttgart 21 angekündigt, obwohl dieses Projekt als gescheitert betrachtet werden muss. Nach Informationen der Parkschützer ist ein Großeinsatz geplant, vergleichbar mit dem vom 30.9.2010, als die Polizei mit bis zu 3.000 Beamten und Wasserwerfern vollkommen unverhältnismäßig gegen S21-Gegner vorging. Ab Sonntagabend werden wieder zahlreiche Parkschützer im Park sein, vor allem rund um den sogenannten 'Feldherrenhügel' neben dem Biergarten. Dort sollen Rohre für die Grundwasserabsenkung unterirdisch durch den Schlossgarten verlegt werden. Die Parkschützer wenden sich entschieden gegen jeden weiteren Polizeieinsatz und gegen jede weitere Eskalation für das Projekt Stuttgart 21.

„Es wird immer offensichtlicher, dass dem Tunnelprojekt Stuttgart 21 jede demokratische, moralische und technische Legitimation fehlt“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Der Bundestag wurde von der Bahn vorsätzlich belogen. Es ist der Bahn nicht gelungen, auch nur einen Bruchteil der doppelten Leistungsfähigkeit nachzuweisen, die den Parlamenten zugesichert wurde. Der Stresstest ist gescheitert. Für das Grundwassermanagement werden Rohre verbaut, die nicht grundwasserverträglich sind. Es ist an der Zeit, dass die Projektbetreiber ihren rücksichtslos-destruktiven Konfrontationskurs aufgeben. Schlimm genug, dass die Bundeskanzlerin die bundeseigenen Bahn nicht zur Ordnung ruft. Aber gerade deshalb müssen Winfried Kretschmann und sein Stellvertreter Nils Schmid jetzt entschieden für das Wohl von Baden-Württemberg eintreten. Sie dürfen nicht akzeptieren, dass unsere Landespolizei dem unlauteren Treiben der Bahn auch noch Amtshilfe leistet!“

Die Parkschützer gehen davon aus, dass zwischen Sonntag und Dienstagnacht neben der Rohrverlegung entlang der Straße am Schlossgarten auch größere Bauarbeiten im Park geplant sind. Nähere Infos finden Sie unter Lageeinschätzung.

Die im Grundwassermanagement verbauten Rohre sind nicht grundwasserverträglich, denn sie sind innen nicht gegen Korrosion geschützt. Deshalb dürfen sie laut Planfeststellungsbeschluss nicht eingesetzt werden. Siehe Presseerklärung vom 4.8.2011 und  und vom 26.6.2011.

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39 Kommentare zu Presseerklärung: Kein Großeinsatz der Polizei für ein gescheitertes Projekt!

  1. Dazu sag ich nur eins: Baustopp selber machen! Und gerichtet an die Polizei: Wir sind friedlich! Was seid ihr? Bin mal gespannt ob Wasserwerfer, Knüppel und Pfefferspray unter einer grün-roten Regierung genauso schmerzen wie unter einer schwarz-gelben…

  2. Dan Cortez sagt:

    Wenn die Rohre angeblich nicht grundwasserverträglich sind und gegen die Planfeststellung verstossen, warum wartet man dann nicht einfach die Klage ab oder noch besser: Man informiert sich erst einmal, bevor man als blutiger Laie solche Unterstellungen in die Welt setzt, die nur ein einziges Ziel besitzen, die Bevölkerung aufzuhetzen? Stichwort: Opferanode, fragen Sie einfach mal einen Experten.

    • Hans Hase sagt:

      „Man informiert sich erst einmal, bevor man als blutiger Laie solche Unterstellungen in die Welt setzt, die nur ein einziges Ziel besitzen, die Bevölkerung aufzuhetzen?“

      Apropos „aufhetzen“: Warum stellen Sie öffentlich solche Behauptungen auf? Oder sind Sie selbst gar keine ‚blutiger Laie‘ in Sachen aufhetzen, sondern ein Profi-Aufhetzer? Böses Eigentor ….

    • pslight sagt:

      dasselbe gilt auch für dich, warum widersprichst du, wenn du´s selbst nicht weisst ! Fakt ist wenn das blanke Material (Fe) rausguckt und nicht mindestens sowas wie Zink zu sehen ist dann ensteht durch das stark mineralisierte Wasser ein Ionenfluss der dazu führt, dass sich der unedle Stahl zügig auflöst – der Zerfall läßt sich sogar mit Formel errechnen, Prognose erste Löcher in den Rohren nach 1,5 Jahren. Gruß von einem der schon mal was von Korrosionsschutz gehört hat !

  3. Tremmer sagt:

    „Ab Sonntag Abend werden wieder zahlreiche Parkschützer im Park sein, vor allem rund um den sogenannten ‚Feldherrenhügel‘ neben dem Biergarten.“

    LIeber Herrr Herr Herrmann, wäre da nicht eine Demoaufruf für So. – A-I, Mo. -J-Q und Di. – R-Z Von Nöten…?!

    Einig im Widerstand! Oben bleiben – Park schützen!

  4. Mitdenker sagt:

    „Es wird immer offensichtlicher, dass dem Tunnelprojekt Stuttgart 21 jede demokratische, moralische und technische Legitimation fehlt“, sagt Matthias von Herrmann […]“

    Demokratisch: Das Projekt wurde und wird von demokratisch gewählten Regierungen mitgetragen. Eine Mehrheit der Bevölkerung (auch in Stuttgart!) ist für das Projekt. Gerade vor dem Hintergrund der neuen Umfrage der FU Berlin ist das Thema Demokratie doch eigentlich endlich mal erledigt? Studie wurde nicht von Politik oder Wirtschaft beauftragt und ist unter Mitwirkung des im Widerstand hoch angesehenen Prof. Grottian entstanden. Die üblichen Verschwörungstheorien zur Diskreditierung von Umfragen taugen also nicht.

    Moralisch: Hm, siehe oben? Moral kann man natürlich bis zum Umfallen in alle Richtungen diskutieren, aber eine Mehrheit der Bevölkerung schafft meiner Meinung nach durchaus eine hohe moralische Legitimation.

    Technisch: Ich denke weder ich noch MvH können das kompetent beurteilen, aber niemand hat ein Interesse daran das das ganze am Ende an technischen Hürden scheitert und es gibt genügend Experten die das Projekt für durchführbar halten.

    Die Behauptungen in der Presseerklärung sind also offensichtlich falsch. Stattdessen wird es vielleicht Zeit sich mal über demokratische und moralische Legitimation des Protestes Gedanken zu machen. Um es mal überspitzt zu formulieren:

    Seit über einem Jahr „terrorisiert“ eine Minderheit den Rest der Gesellschaft.

    Wo ist da noch die moralische Legitimation? Und nein, es wird nicht besser wenn man der Mehrheit für das Projekt unterstellt sie wäre dumm, gekauft, von den Massenmedien verblödet, usw.
    Vielleicht macht drüber nachdenken – oder bei den nächsten Demos Pipi Langstrumpf singen „… mach mir die Welt wie sie mir gefällt…“

    • Glotzbebbele sagt:

      Das Problem von bloßen Mitdenkern ist, dass sie eben nur mit der herrschenden Meinung mit-denken. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, hieß es früher und sage ich jetzt-

      • Kara ben Nemsi sagt:

        „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“. Wenn die Gegner sich permanent in der Mehrheit sehen, dann schwimmt man ja eigentlich dann mit dem Strom, wenn man sich ihnen anschließt…

      • ich sagt:

        Die herrschende Meinung ist auch, dass unsere Demokratie viel besser ist als eine Diktatur wie z.B. in Syrien. Welcher Meinung bist du, du quitschfiedeler Fisch?

  5. dan cortez sagt:

    Es wäre wünschenswert, wenn bei der ganzen Friedfertigkeit nicht wieder Sachschaden in Millionenhöhe entsteht und Menschen, die nur ihre Arbeit machen aus der anonymen Masse heraus mit übelsten Beschimpfungen belegt werden.

  6. Stuttgarter Ureinwohner sagt:

    Demokratisch, Moralisch, Technisch ?
    Behauptungen waren noch nie Argumente.

    Es wäre wünschenswert, wenn nicht wieder angebliche Millionenschäden behauptet würden.

    Sorry, aber überzeugend sind die gemachten Äußerungen für mich nicht. Daher wäre eine Reaktion darauf überflüssig, aber das mußte mal gesagt werden.

    • dan cortez sagt:

      Die Millionenschäden sind nicht angeblich, sondern werden selbstverständlich bei den kommenden Gerichtsverhandlungen en Detail nachgewiesen.

      Das Behauptungen keine Argumente sind, würde man etlichen der „Parkschützer“ gerne einmal sehr hinter die Ohren schreiben…

  7. Mervan Creole sagt:

    Volle Unterstützung für die friedlichen Protestaktionen – MvH trifft den Nagel auf den Kopf.

    Der Rücksack ist gepackt!

  8. Hanna sagt:

    Wenn doch aber Fakt ist, dass die Mehrheit gegen das Projekt ist und der Stresstest nicht bestanden wurde, kann man doch nicht einfach das Gegenteil behaupten.

    Was sollen solche Provokationen eigentlich hier auf dieser Seite?

    Wir wollen so etwas nicht hören oder lesen, da wird gegen das Projekt sind!

    OBEN BLEIBEN

    • Beobachter sagt:

      Wenn doch aber Fakt ist, dass die Mehrheit gegen das Projekt ist

      Fakt ist, daß nach allen repräsentativen Umfragen die Mehrheit für das Projekt S21 ist. Ob einem das nun gefällt oder nicht ist irrelevant.

      Wir wollen so etwas nicht hören oder lesen, da wird gegen das Projekt sind!

      Das ist natürlich auch eine Einstellung. Das erklärt dann auch das Verhalten vieler Leute auf beiden Seuiten.

  9. So ebbes sagt:

    Die Mehrheit der Bahnfahrer ist für solche Projekte bei denen sie von Modeerscheinungen wie „Integraler Taktfahrplan“ verschont bleiben.
    Die Mehrheit ist auch glücklich, wenn andere das Denken für sie übernehmen und sie nicht hinterfragen müssen, ob die Spaßgesellschaft das Maß aller Dinge ist.
    Die Mehrheit ist so zufrieden, daß sie gar nicht mehr wählen geht.
    Die Mehrheit ist dafür, daß Ihre Steuergelder möglichst sinnlos verbraucht werden.

  10. Ingo sagt:

    Ich bin gespannt wie viel Millionenschaden diesmal zusammenkommt. Alle sind ja so friedlich und so. Niemand würde einfach einen Bauzaun einreisen um aufs Grundstück zu kommen (was man auch Hausfriedensbruch nennt). Niemand würde einfach Gegenstände kaputt machen.

    Ihr macht euch selber lächerlich! Ihr wollt anscheint wirklich Krieg haben, da hatte der Geißler absolut recht!

    Armes Deutschland!

    • Hans Hase sagt:

      „Ich bin gespannt wie viel Millionenschaden diesmal zusammenkommt. Alle sind ja so friedlich und so.“

      Und wie viele von der Polizei verletzte, oder? Wie viele Erblindete, wie viele mit Reizgas besprühte, wie viele zusammengeknüppelte?

      „Armes Deutschland!“

      In einem Staat wie du ihn dir wünschst, dürftest du deinen Hass gar nicht anonym im Internet absondern …

      • Beobachter sagt:

        Und wie viele von der Polizei verletzte, oder? Wie viele Erblindete, wie viele mit Reizgas besprühte, wie viele zusammengeknüppelte?

        Genau wie die Bahn könnten auch diese Menschen ihre Forderungen gerichtlich geltend machen. Haben sie das? Was war das Ergebnis?

        Oder lag es vielleicht doch daran, daß die Erstürmung und Beschädigung von fremden Eigentum etwas anderes ist als wenn jemand widerrechtlich andere an der Ausübung ihrer Rechte hindert und trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei diesen unrechtmäßigen Zustand zu beseitigen, glaubt, selbst bestimmen zu dürfen, was Recht und Gesetz ist? Vielleicht mag sie ja auch irgend jemand nicht und blockiert ihnen den Zugang zu ihrem Haus oder ihrer Wohnung. Sie dürfen sich dann gern ein Hotelzimmer nehmen oder eine andere Wohnung suchen. Denn sie wollen ja sicher nicht, daß die Polizei Gewalt anwendet, oder?

  11. Bazi sagt:

    Wieviel kostet denn ein LKW-Reifen? 2000 €?
    Wieviele waren ohne Luft oder zerstochen? Mehr als 10 nicht, ok?

    Wieviel kostet so ein schönes blaues Rohr? 2000 €?
    Wieviele waren kaputt? Sagen wir mal 50, ok?

    Wieviel kostet so ein Bauzaun-Element? 500 €?
    Wieviele waren kaputt? Sagen wir mal 50, ok?

    Also:
    2000 x 10 = 20.000
    2000 x 50 = 100.000
    500 x 50 = 25.000
    Sonstiges = 100.000 (und da muss eine Subsub-Putzkolonne lange für schrubben)
    —————————-
    245.000 €
    ========

    Liege ich mit meiner Schätzung wirklich um Faktor 6 zu niedrig ???
    Summe

    • Dan Cortez sagt:

      Ich maße mir solche idiotischen Schätzungen nicht an. Keine Ahnung was die zerstörten Rohre kosten, keine Ahnung was die zerstörten Hydraulikschläuche kosten, keine Ahnung was die sabotierten Motoren und die mit Sand gefüllten Tanks kosten, keine Ahnung, was sonst noch für Schäden angerichet wurden.

      Fakt ist: Die genannte Summe wurde zur Anzeige gebracht, muss en Detail bei den kommenden Gerichtsverhandlungen nachgewiesen werden und ist daher eher in der Nähe der Wahrheit. Was irgendein Laie schätzt ist in diesem Zusammenhang vollkommen irrelevant.

      • Hans Hase sagt:

        „Ich maße mir solche idiotischen Schätzungen nicht an.“

        Stimmt – Sie plappern lieber idiotische Schätzungen von anderen nach. Idiotisch.

        „Fakt ist: Die genannte Summe wurde zur Anzeige gebracht,“

        Fakt ist auch, dass Dutzende gewalttätiger Polizisten nach den Polizeiausschreitungen vom 30.9. zur Anzeige gebracht wurden. Seltsam, dass Sie da so gar nichts dazu zu sagen haben und keine mahnenden Worte an die Polizei richten. Wieso nur?

  12. Wutbürger sagt:

    Hey Ebbes,

    warum wird eigentlich ständig unterstellt, dass die Mehrheit der Bevölkerung dumm sei? Darf man keine andere Meinung haben? Ich denke, dass in der ganzen Diskussion der Respekt vor dem Einzelnen nicht auf der Strecke bleiben darf. Ich habe manchmal das Gefühl, das gerne Totschlagargumente benutzt werden. Kommentare á la „mit dem Strom schwimmen ist doof“ bringen nichts.

    „Die Mehrheit ist dafür, daß Ihre Steuergelder möglichst sinnlos verbraucht werden.“
    Nur weil ich nicht deiner Meinung bin, heißt das nicht, dass ich das denke. Es gibt übrigens auch S21-Befürworter, die mal eine Schule von innen gesehen haben und sich durchaus selber Meinungen bilden können.

    Vorsicht vor Verallgemeinerungen, denn gerade das zeugt nicht von hoher Bildung.

    • Mark sagt:

      Wenn etwas stinkt, dann ist es das Ignorieren von Fakten! Und S21 stinkt natürlich auch. Zum Himmel nämlich. Das kann man nicht Opfern der Springer-Presse anvertrauen solch ein Thema.

      OBEN BLEIBEN!!!

  13. LGNPCK sagt:

    Immer diese undurchsichtigen Umfragen ohne jede Hintergrundinfo und vor irgendwelchen Schlcihtungs- oder Bauaktivitäten.

    Das einzige was demokratisch zählen könnte wäre eien abstimmung in der Stadt ((vieleicht auchregion) die betroffen ist).

    Das wäre doch ein leichtes bei der angeblichen Mehrheit !

    Vieleicht sollten wir mal über ein repräsentative Umfragedemokratie nachdenken !

    Diese Umfragen genügen in kleinster weise wahrhaftigen oder demokratischen Ansprüchen !

    Also auf zur echten Bürgerbefragung !

  14. Zack sagt:

    Hallo,
    Kann mir mal jemand mit einfachen Worten erklären, weshalb Rost eigentlich grundwasserunverträglich ist?

    Beispielsweise sind ja Molen in Häfen, Schleusen u.a. Spundwände häufig aus Stahl. Muss man dagegen etwas unternehmen)
    Erde ist ja häufig auch eisenhaltig, so die Erde im sogenannten „roten Istrien“ . Kann man das Gemüse dort eigentlich ungefährdet essen und das Wasser dort trinken?

    Ich würde dann gern dazu aufrufen, auch gegen die Verwendung von Stahl in anderen Bereichen zu protestieren, um noch weitere Bevölkerungskreise für unseren Kampf zu begeistern.

    • wolfgang nolting sagt:

      seit wann brauchts denn nachweisbare fakten? reichts denn nicht mehr, einfach zu behaupten, der rost sei schädlich?
      (ich weiß es übrigens selber nicht, wie es sich hiermit verhält, deshalb kann ich auch nichts dazu sagen. genau das würde ich auch den allermeisten hier auch empfehlen, solange sie keine ahnung von der problematik haben)

      • Hans Hase sagt:

        „deshalb kann ich auch nichts dazu sagen.“

        Und das tust du gleich in 5 Zeilen, statt dich einfach schlau zu machen? Zu viel verlangt?

        „Sauerstoffhaltiges Wasser greift ungeschützte Eisenwerkstoffe an und zerstört sie in kurzer Zeit durch Eisen-Sauerstoff-Korrosion (Rostbildung). Durch die Durchströmung mit sauerstoffgesättigtem Grundwasser würden aus dem geplanten 17 km langen Rohrleitungsnetz jährlich etwa 33 t Eisen ausgespült.
        Das durch den Rost in seiner Zusammensetzung stark veränderte Grundwasser dürfte so nicht wieder in den Untergrund eingeleitet werden! Ein lang andauernder Eisenoxid-Eintrag in den Untergrund hätte unabsehbare Folgen für den Bio-Chemismus des Bodens und verstößt gegen grundlegende wasserrechtliche Vorschriften. Auch das Mineralwasser wäre in seiner Zusammensetzung gefährdet, denn es bestehen Verbindungen zwischen Grund- und Mineralwasser. Das musste inzwischen auch die Bahn anerkennen.
        Durch die ständige Innenkorrosion wäre die Wanddicke der Rohre nach schätzungsweise 3 bis 4 Jahren so weit abgebaut, dass die Rohre ihre Tragfähigkeit verlieren würden. In den selbsttragenden Abschnitten mit teilweise mehr als 6 Meter Spannweite könnten die Rohre dann unter ihrem Gewicht mit Wasserfüllung zusammenbrechen. Dadurch könnten Personen gefährdet werden!“

        http://parkschuetzer.org/presse/Presseerklaerung_2011_06_26_Ingenieure_Rostrohre.pdf

        Lesen bildet!

        • Zack sagt:

          Hans Hase, ich habe jetzt mal nachgelesen:

          “Sauerstoffhaltiges Wasser greift ungeschützte Eisenwerkstoffe an und zerstört sie in kurzer Zeit durch Eisen-Sauerstoff-Korrosion (Rostbildung). Durch die Durchströmung mit sauerstoffgesättigtem Grundwasser würden aus dem geplanten 17 km langen Rohrleitungsnetz jährlich etwa 33 t Eisen ausgespült.”

          OK, nun ist das Grundwasser aber doch gar nicht sauerstoffhaltig, sondern gerade sauerstoffarm (unter 2 mg/l)

          Durch eine Oxidation würde dem Wasser dann sogar noch weiterer Sauerstoff entzogen werden, so dass dieses letztlich noch sauerstoffärmer würde, was ja eher eine Verbesserung darstellen würde. Der Rost gelangt ja, wie oben dargelegt wurde, gar nicht bis in die Grundwasserschicht, da er ja als fester Bestandteil spätestens durch die Sedimentschichten ausgefiltert würde.
          Das sollten wir aber sicher den S21 -Befürwortern nicht verraten!

    • Ganz ehrlich: Weiß ich nicht. Bin weder Ingenieur noch Ökologe oder Chemiker. Meine laienhafte Vermutung: Die Menge machts, evtl. auch in Kombination mit dem Umstand dass es eben Grundwasser ist, also direkt wieder in die Tiefe gepumpt wird. Aber das sollten Sie auch lieber die Vertreter der DB AG fragen, denn diese hatte zugesagt das die Rohre selbstverständlich korrissionsfrei sein würden. Hätte Sie mit Sicherheit nicht gesagt wenns keine Rolle spielt.

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  16. Hans Hase sagt:

    „Die Millionenschäden sind nicht angeblich, sondern werden selbstverständlich bei den kommenden Gerichtsverhandlungen en Detail nachgewiesen.“

    Und genau so lange sind sie – selbstverständlich – angeblich. Nicht einfach rausplappern, was man nicht belegen kann, ja Herr Cortez?

  17. Hans Hase sagt:

    Auweia – können Sie mal bitte aufzeigen, wo Molen im Grundwasser stehen? Vielleicht erst mal nachdenken, bevor man sich lächerlich macht? Im Übrigen würde ein Blick in die Baugenehmigung nicht schaden – da sind nun mal rostfreie Leitungen genehmigt, die Verwendung rostender ist also ein Verstoß gegen das Baurecht.

    • Zack sagt:

      Der Rost kann auf dem gleichen Weg ins Grundwasser gelangen, wie über die Rohre des GWM!!!
      Die pumpen das Wasser ja teilweise auch in den Neckar. Auch Schienen rosten ja und dann kann da auch rostiges Regenwasser versickern.
      Da sollte die Bahn also erst mal die Schienen mit Rostschutz behandeln und natürlich müssen auch Bremsscheiben mit Rostschutz behandelt werden.
      Wir Parkschützer haben ja die gesamte Umwelt mit im Blick.

      Also friedlich oben bleiben – oder noch besser: oben leben.

  18. Hanna sagt:

    Hallo Hans Hase,
    würde gern mal die Baugenehmigung nachlesen, kannst du mal schreiben, wo das möglich ist?

    Danke

  19. Zack sagt:

    Hallo Freunde,
    man müsste auch mal anfragen, warum die Polizei der Presseerklärung von Matthias nicht nachgekommen ist.

    Es war doch deutlich formuliert, dass wir gegen jeden weiteren Polizeieinsatz sind. Weshalb sind dann nun, wie man im Internet nachlesen kann, derart viele Polizisten angereist?

    OBEN BLEIBEN

  20. Zack sagt:

    „Sauerstoffhaltiges Wasser greift ungeschützte Eisenwerkstoffe an und zerstört sie in kurzer Zeit durch Eisen-Sauerstoff-Korrosion (Rostbildung). Durch die Durchströmung mit sauerstoffgesättigtem Grundwasser würden aus dem geplanten 17 km langen Rohrleitungsnetz jährlich etwa 33 t Eisen ausgespült.“

    OK, nun ist das Grundwasser aber doch gar nicht sauerstoffhaltig, sondern gerade sauerstoffarm (unter 2 mg/l)

    Durch eine Oxidation würde dem Wasser dann sogar noch weiterer Sauerstoff entzogen werden, so dass dieses letztlich noch sauerstoffärmer würde, was ja eher eine Verbesserung darstellen würde. Der Rost gelangt ja, wie oben dargelegt wurde, gar nicht bis in die Grundwasserschicht, da er ja als fester Bestandteil spätestens durch die Sedimentschichten ausgefiltert würde.

  21. Zack sagt:

    P.S.
    Die Rohre sollen sogar, sobald diese mit Wasser gefüllt sind, noch weniger rosten, da dann eben der nötige (Luft-) Sauerstoff gar nicht mehr an diese herankommt. Das kann man ja auch bei Schiffshebungen beobachten, sobald alte Schiffswracks gehoben werden, welche z.T. meherere 100 Jahre auf dem Meeresgrund lagen, fangen diese an, zu verrotten und alte Eisenteile fangen an, zu verrosten.
    Wie kann man das denn möglichst anders formulieren, damit das nicht so deutlich zur Sprache kommt?

    Dennoch: OBEN BLEIBEN, denn dort ist Licht und Luft.

  22. Zack sagt:

    Ach, ehe ich es vergesse, mir ist einmal ein Zange in die Regentonne gefallen. Die sah nach ein paar Jahren, als ich die Tonne auskippte, sogar noch deutlich besser aus, als eine andere Zange, welche ich im Garten liegen hatte, obwohl Regenwasser ja nicht gerade sauerstoffarm ist.

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