Weindorf – Eröffnungsveranstaltung

Democracy is sometimes a little bit difficult.

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1 Response to Weindorf – Eröffnungsveranstaltung

  1. Hans-Christian Ackermann sagt:

    Liebe Freude, ich möchte Euch, auch im Namen meiner Frau, unserer Solidarität mit allen Gegnern des Hauptbahnhofabrisses versichern!!! Einer der wichtigsten und größten Bahnhöfe Deutschlands im Stile der klassischen Moderne darf nicht für lokalen Größenwahn und – sicherlich überregionale – Geldgier (geht es nicht im Wesentlichen um die „Vermarktung“ der so „frei werdenden“ Flächen im Bahnhofsvorfeld in einer der teuersten Städte Deutschlands?) geopfert werden!
    Ich selbst bin sehr an Denkmalschutz interessiert und kann nicht verstehen, wieso in einer Stadt, die durch Kriegs-, Nachkriegs- und Wirtschaftswundervernichtung schon so viele Denkmäler verloren hat, eines ihrer markantesten Wahrzeichen zerstört werden kann. Als gebürtiger Ostdeutscher fühle ich mich beim Anblick der Bilder von der Zerstörung des Nordflügels sehr an die Sprengung der Leipziger Universitätskirche im Mai 1968 erinnert. Was damals, unter dem Genossen Ulbricht, geschah, nannte man „Fortschritt“, meinte aber „Kommunismus“. Heute reden die Genos-, ich meine: die Herren von „S 21“ wieder von „Fortschritt“, meinen aber „Kommerz“. Im Deutschlandfunk hat gestern Vormittag die Vuvuzela der Projektantreiber, Herr Drexler, das neue Bahnprojekt auch ökologischerweise in höchsten Tönen gelobt. Soweit ich aber mitbekommen habe, wird der bisher geplante neue „Hauptbahnhof“ ein reiner Durchgangsbahnhof mit (wenn ich es recht verstanden habe) 8 Gleisen, eigentlich also nur ein Haltepunkt größerer Dimension! Wenn keine Möglichkeit einer Zugrangierung, des Einsetzens und Aussetzens von Zügen besteht, wird eine große Menge von Leerfahrten der Züge vor bzw. nach ihrer Nutzung erforderlich. Dies kann man in Berlin am sog. „Hauptbahnhof“ sehen, wo die Züge entweder in Grunewald oder Rummelsburg (jeweils ca. 7 bis 10 km entfernt) zusammengestellt und leer durch die Stadt kutschiert werden. Sehr ökologisch also – denn auch das umweltfreundlichste Verkehrsmittel verbraucht zum Fahren reichlich Energie.

    Haltet durch – und achtet darauf, wohin die Abbruchfirmen-Lkws die Steine schaffen. Vielleicht sind einige doch für den notwendigen Wiederaufbau des Nordflügels zu retten?!

    Herzliche Grüße an alle, die dies – warum auch immer – lesen
    von H.-Ch. Ackermann

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