Pressemitteilungspingpong

Die - wir - die. Das Spiel wird langsam langweilig.

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12 Antworten zu Pressemitteilungspingpong

  1. Beobachter sagt:

    Ich versuch mal anhand der neuen Polizei-Pressemitteilung das Geschehen zu rekonstruieren: Während BFE (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit, also die für brenzlige Großlagen vorgesehene Sondereinheit) und nicht etwa die normale Bereitschaftspolizei das GWM-Gebäude absperrt und sich „viele Personen in hochaggressiver Stimmung mit Zerstörungswut aktiv an den Sachbeschädigungen und der Erstürmung der Baustelle“ beteiligen während sie „von vielen Umstehenden in ihrem Tun (…) bestärkt und angefeuert werden“ geht ein Polizist in Zivil inmitten dieser (so liest es sich ja raus) Ausschreitungen miernichts, dirnichts auf einen dieser „hochagressiven“ Parkschützer zu und sagt soviel wie: „Guten Tag, Kriminalpolizei, Ihren Ausweis bitte!“ Kommt das nur mir etwas seltsam, unglaubwürdig vor?! Aber es wird ja noch skurriler: Obwohl BFE und „rund ein halbes Dutzend“ (wie kann man eigentlich auf ein halbes Dutzend runden? Mathematiker gefragt!) Polizisten in Zivil vor Ort sind soll der Beamte, welcher in Begleitung eines weiteren Zivilpolizisten und mit einer Schusswaffe bewaffnet war, von den Parkschützern schwerverletzt worden sein, ohne dass die angeblichen Täter bisher ermittelt worden konnten. Schon komisch, oder?

    Und zur Erinnerung: Auch nach dem schwarzen Donnerstag gabe es Vorwürfe bezüglich Agent provocateurs. Auch hier reagierte die Polizei mit Gegendarstellungen, beispielsweise die Pressemitteilung vom 16.2.: „Bei den zwei als „Fluchthelfern“ bezeichnetenPersonen handelt es sich zweifelsfrei um polizeilich bekannte Angehörige der linksautonomen Stuttgarter Szene. Weitere sechs Personen im direkten Umfeld des Geschehens sind beim Staatsschutzdezernat der Kriminalpolizei ebenfalls einschlägig bekannt. Alles spricht dafür, dass auch die Person, die den pyrotechnischen Gegenstand geworfen hat, dieser Szene zuzuordnen ist. Der Sachverhalt wurde der Staatsanwaltschaft Stuttgart zur Prüfung mitgeteilt. Keiner der im Video beschriebenen Handelnden ist Polizeibeamter oder Polizeibeamtin.“ Wenn das alles angeblich so eindeutig war, wiso hat man da bisher weder von einer Anklage geschweige denn von einer Verurteilung gehört?

    • Lemansky sagt:

      Zitat: “Bei den zwei als „Fluchthelfern“ bezeichnetenPersonen handelt es sich zweifelsfrei um polizeilich bekannte Angehörige der linksautonomen Stuttgarter Szene. Weitere sechs Personen im direkten Umfeld des Geschehens sind beim Staatsschutzdezernat der Kriminalpolizei ebenfalls einschlägig bekannt.“ – Ist bekannt ob diese bekannten Angehörigen der linksautonomen Szene (*hust*) Stuttgarts bereits verhaftet oder gar verurteilt wurden? Wenn sie bekannt sind, sollte man doch davon ausgehen das man auch weiß wie man ihnen habhaft wird. Irgendwie ist das für mich nicht nachvollziehbar. Da wird also eine Straftat begangen – laut Polizei – man weiß wers war, aber man tut nichts? Wie glaubwürdig ist das denn? Weiß da jemand mehr?

  2. S21-Nein-Danke sagt:

    Im TV kamen die Pressemitteilungen auch. Besonders interessant fand ich den Kommentar des – hm… Polizeiobermenschen – „bei dieser Demo waren keine Agents provocateurs dabei“

    ach… bei DIESER?….

    Der Glatzkopf mit der grünen Jacke gehörte garantiert dazu (der ihn raus gezogen hat)

    Ich verurteile die Gewalt, kann aber auch verstehen, dass diese widerwärtigen Provokationen seitens der Bahn, ihren Weg suchen. Das überhaupt nicht eingegriffen wurde (man muss dafür keine Gewalt anwenden…) hat für mich ein deutliches Geschmäckle. So kann man auch dafür sorgen, dass große Schäden entstehen. Dass der LKW derart malträtiert wurde, finde ich beschämend, sowas muss echt nicht sein. Vielleicht wäre es sinnvoll, dass Ordner an die Störer ran gehen und dafür sorgen, dass sie das bleiben lassen. Friedlicher Widerstand ist notwendig und richtig. Ich hoffe sehr, dass wir das am 9.7. wieder besser hin bekommen.

    Oben bleiben!

    • Claudia sagt:

      Der „Glatzkopf mit der grünen Jacke“ ist Normalbürger , bist nicht ganz auf dem Laufenden

    • Beobachter sagt:

      „Das überhaupt nicht eingegriffen wurde (man muss dafür keine Gewalt anwenden…) hat für mich ein deutliches Geschmäckle. So kann man auch dafür sorgen, dass große Schäden entstehen.“

      Seh ich auch so. Ok, vielleicht wollte die Polizei diesmal wirklich eine weitere Eskalation um jeden Preis (1,5 Millionen) vermeiden oder hat die Lage von vornherein so eingeschätzt dass ein Einschreiten ohne Gewaltanwendung sinnlos wäre. Aber dass nichtmal eine Polizeiliche Durchsage kam, nichtmal die Aufforderung den Platz zu verlassen oder sowas, ist schon sehr komisch.

    • James sagt:

      Der Glatzkopf mit der grünen Jacke (ein PS) ist der einzige der dort „Köpchen“ gezeigt und eingegriffen hat, während andere etwas anderes im Sinn hatten (Bullenschwein, nehmt ihm die Waffe ab etc….)

  3. Kesselträger sagt:

    Weiß man eigentlich zu welcher Polizei der „schwer“ verletzte Polizist gehört? Ist das ein Landespolizist oder einer der Bundespolizei? Im letzteren Fall hätte er nämlich gar nichts auf der Demo zu suchen gehabt – schon gar nicht in Zivil und mit Knarre.
    Und um noch ein wenig mehr Verschwörungstheorien an den Mann zu bringen:
    Laut Aussage eines meiner Kollegen war es wohl eine Gruppe (alle ähnlich gekleidet) die das Gelände stürmte und den Bauzaun einriss. Gehören diese Leute überhaupt zu „uns“? Der Großteil der Menschen am Montag war friedlich und hat nur zugeschaut. Und wie immer bei Straftaten stellt sich die Frage: Qui bono (Wem nützt es)? Ich denke es ist unbenommen, dass so eine Eskalation in erster Linie der Bahn nützt. Und denen trau ich inzwischen alles zu…
    In diesem Sinne: Friedlich bleiben – Oben bleiben

    • Herr Bergmann sagt:

      Genau das hatte ich vor ein paar Tagen auch schon mal gefragt.
      Außerdem: irre ich mich da, wenn ich meine, der Oberpolizist habe die Reihenfolge aufgestellt: 1. Böller, 2. Zaun umschmeißen? Wenn man das Video, auf dem die Ohren zugehalten werden, anschaut, ist doch klar erkennbar, dass ein Haufen Leute im Bild, also auf dem Gelände sind, bevor der Böller „Peng“ macht. Das ist für mich eine der größten Unstimmigkeit bei der Legendenbildung des 20.6. Warum ist der Fakt noch nicht problematisiert worden?

      • Max sagt:

        Das haben wir auf der Pressekonferenz exakt so dargestellt. Interessiert natürlich mal wieder kein Schwein…

  4. Andreas sagt:

    Müssen sie auch nicht, da es sich nicht um die Auflösung einer Blockade handelte.

  5. peter schifer sagt:

    …also aus meiner Sicht ist M.v.Hermann nicht als Sprecher in der Öffentlichkeit geeignet. Die Pressekonferenz gab vielfältige Gelegenheit, die ganze Angelegenheit ins rechte Licht zu rücken! Ich möchte hier nicht die Sachbeschädigungen in Frage stellen, aber in Hinsicht auf Gewalt und verletzte Polizisten waren die Aussagen aus meiner Sicht eindeutig zu wachsweich. Warum z.B. wurde auf die Frage der Journalistin, was denn den Unterschied ausmache, ob der Zivilpolizist nun leicht oder schwer verletzt sei herumlamentiert, anstatt klipp und klar zu sagen, dass es z.B. darum gehe, ob ein Tatbestand „versuchter Totschlag“ somit zutreffend ist, und in welches Licht dadurch die Demonstranten per se in der Öffentlichkeit gestellt werden. Finde Herr Hermann macht überhaupt keinen überzeugenden, sondern einen sehr amateurhaften Eindruck…durch die Art, wie er sich ausdrückt…..Finde eine große Chance wurde halbwegs vertan!

  6. Es ist eine SCHANDE für die gesamte Presse und deren Agenturen, daß sie der Polizei einen „Vertrauensvorschuss“ einräumen und deren Pressemitteilungen 1:1 übernehmen und abpinseln ohne diese ausreichend auf wahrheitsgehalt zu prüfen!
    Auch Reuters und DPA, welche kurz (ca. 10-15 min.) nach der Besetzung erste telefonishce Interviews mit Besetztern auf dem Dach führten, drucken diese Lügen und falsche Verdächtigungen und Beschuldiungen aus der PolizeiPresseErklärung 1:1 ab, obwohl sie direkten Kontakt zu den Besetzern und Ihnen Informationen aus „erster Hand“ zugänglich waren!
    An diesem Tag haben wohl die Polizei & die Presse ihren Job absolut ungenügend gemacht.
    Von der Polizei ist man das ja nach dem 30.9. gewohnt aber daß sich die Presse nun auch Sprachrohr von Grube und der Polizei mißbrauchen läßt, damit ist eine neue Quallitätsstufe erreicht worden.
    Selbst Gegendarstellungen, welche Redakteuren und Presseagenturen zugespielt und berichtet wurden, wurden in Frage gestellt und es wurde Unglaubwürdigkeit zu Grunde gelegt.
    Von wem wird die Presse denn Bezahlt?
    Hat da etwa die CDU und Mappus noch ihre Finger mit drin?
    Mich wundert seit Montag gar nichts mehr und ich engagiere mich, daß die tatsächlichen Vorfälle und die Wahrheit ans Licht kommen.
    Sollte mir das gelingen, kann die ganze Polizeiführung die diese Lügen verbreitet haben und unser Innenminister, welcher am frühen Abend des Montags ebenfalls keinerlei Zweifel an der Darstellung der Polizei hatte und im Interview diese auch wieder gab.
    Dies kann ich ihm unter Umständen verzeihen, da ihm zu diesem Zeitpunkt keine anderen oder neutrale Quellen zugänglich waren.

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