Presseerklärung der Senioren gegen Stuttgart 21

Stuttgart 21: Nur Nachteile für uns und unsere Enkel!
Sitzblockade der Senioren gegen Stuttgart 21

Stuttgart, 5. Juli 2011: Die Senioren gegen Stuttgart 21 unterstützen heute die traditionelle Frühstücksblockade am Tor zum Grundwassermanagement. Sie setzen sich damit für eine Zukunft ihrer Enkel ohne Stuttgart 21 ein – für eine Zukunft mit erhaltenem Mittleren Schlossgarten, mit intakten Mineralbädern und mit barrierefreien Fluchtwegen für Mütter mit Kinderwägen ebenso wie für ältere Menschen. Und für eine Zukunft mit funktionierendem, preiswerten und pünktlichen Bahnverkehr.

„Stuttgart 21 wäre eine echte Katastrophe für unsere Enkel, denn niemand würde die Tunnel und den Tiefbahnhof jemals wieder zuschütten, wenn er die Probleme aufweist, die wir heute schon befürchten“, sagt Renate Rüter von den Senioren gegen Stuttgart 21. „Wir Alten haben ebenso wenig etwas von Stuttgart 21 wie unsere Kinder oder unsere Enkel im Kinderwagen. Stuttgart 21 steht für die Zerstörung funktionierender Verkehrsinfrastruktur und für ein drohendes Verkehrsnadelöhr sondergleichen, gebaut mit vielen Steuermilliarden. Daher fordern wir Bundesverkehrsminister Ramsauer und Kanzlerin Merkel auf, Bahnchef Grube endlich zur Vernunft zu bringen und Stuttgart 21 abzublasen. Es gibt so viele Bahnstrecken in ganz Deutschland, die zweigleisig ausgebaut oder elektrifiziert werden müssten, da wären die Gelder sinnvoll und zukunftsorientiert angelegt – für mehr Schienenverkehr.“

Die Senioren wenden sich auch gegen Stuttgart 21, weil die Planung für den Tiefbahnhof keine barrierefreien Fluchtwege aufweist. Damit erfüllt die Planung der Bahn nicht einmal die Forderung von Heiner Geißler aus dem Faktencheck. Der demografischen Wandel macht auch vor Bahnfahrern nicht halt: Etwa 30% bis 35% der Bevölkerung ist mobilitäts- und aktivitätseingeschränkt. Dies betrifft nicht  nur Rollstuhlfahrer, sonder einen Großteil der Menschen: Eltern und Großeltern mit kleine Kindern, Blinde, Sehbehinderte, Schwerhörige, Menschen mit Gehhilfen wie Rollator, Krücken oder Stock.

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1 Antwort zu Presseerklärung der Senioren gegen Stuttgart 21

  1. L.S. sagt:

    Nach dem dummen Gschwätz von Heiner Geißler, „der Bahnhof wird so oder so gebaut“, habe ich eine richtige Wut auf diesen Menschen bekommen. wofür das ganze Affentheater? Das ganze ist doch nur eine reine Verarschungstaktik. Die Verantwortlichen die den Wahnsinn angezettelt haben gehören alle in den Steinbruch bei Wasser und Brot. Vielleicht würden sie dann mal aufwachen, daß wir und nicht für blöd hinstellen lassen. Aber für die sind wir ja nur eine dumme Hammelherde (sprich; man muß es den Menschen nur richtig erklären), aber auch uns Alten und Behinderten braucht man nichts zu erklären, wir wissen nur zu genau, daß nur Geld- und Machtgier für Wenige wichtig ist. Die (MENSCHEN- Hammelherde) haben sich gefällist zu bedanken, daß sie noch eine Daseinsberechtigung haben, hauptsache wir haben unsere Millionen in der Schweiz oder Luxemburg.

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