Knasttraining: Strafe/Bußgeld absitzen

Das Knasttraining des AK Jura dient der intensiven, praxisorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema Knast.
Das Knasttraining richtet sich an alle, die ihre Strafe absitzen wollen oder überlegen, ob sie dies tun. Es richtet sich aber auch an alle Unterstützer/-innen, Freunde und Angehörige. Auch für sie ist der Knastaufenthalt eine schwere und ungewohnte Zeit.

Natürlich gibt es auch eine Menge Informationen – über Rechte und Pflichten der Gefangenen, über den Tagesablauf etc. pp. Vor allem werden wir uns aber in Gesprächen, Übungen und Rollenspielen den Problemen im Zusammenhang mit einem Knastaufenthalt nähern, und mögliche Umgangsweisen mit diesen Problemen erarbeiten.

Termine: Samstag, den 30. Juli von 9  bis 18 Uhr;
Sonntag, den 31. Juli 2011 von 9  bis ca. 14  Uhr
Bitte meldet euch an unter: jura@unser-park.de
Teilnehmer(innen)beitrag: 20 Euro

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Knasttraining: Strafe/Bußgeld absitzen

  1. Daniel sagt:

    verstehe ich das richtig, dass die Leute lieber 20 € „Teilnehmerbeitrag“ zahlen sollen als damit 2 Tage der Reststrafe abzuzahlen ?!?!?!?! naja darf jeder für sich selbst entscheiden 🙂

    • Walli sagt:

      Sorry, Daniel, da geht’s um mehr. Und das muss tatsächlich jeder für sich selbst entscheiden.

  2. baumschützer sagt:

    Schwarze schrift auf schwarzem grund komm nicht gut. Kurz um ich finde das neue design mit überall „ein jahr aufstand“ scheiße. sehr schweer zu lesen

  3. Peter Illert sagt:

    Vor dem Gefängnis kommt die Berufung und vor allem ein solidarischer Umgang mit Kriminalisierung, der die Folgen für Einzelne abmildert. Es ist höchste Zeit für eine öffentliche Kampagne, sonst werden weitere Aufrufe zu massenhaften zivilen Ungehorsam wirkungslos.

  4. Peter Illert sagt:

    Ein Knasttraining finde ich gut, aber vorher kommen die Berufungsprozesse und davor Bemühungen um eine breite öffentliche Solidarisierung. Ich finde ,es ist an der Zeit eine breit angelegte Anti-Kriminalisierungskampagne zu beginnen . Sonst wird es noch schwerer werden, erfolgreich für einen massenhaften zivilen Ungehorsam zu werben

  5. Pingback: Wichtige Infos | Bei Abriss Aufstand

  6. Rocdonzo sagt:

    Auf vielfachen Wunsch nochmals die Antwort der normalen Bürger in Stuttgart auf den Hass, der von hier ausgeht:

    bei Abriss Aufstand – bei Aufstand Knast!

    So einfach isses.
    Admin lösch diesen Kommentar erneut und versinnbildliche dir dein Demokratieverständnis. Welche Unzulänglichkeiten magst du dabei entdecken?…

  7. Info sagt:

    Kann nicht versucht werden, mit Justizminister Stickelberger eine Amnestie auszuhandeln? Vor allem für Besetzungen, Blockierungen u.ä., wo nichts kaputtgegangen ist?
    Ein Wort vom Justizminister und die Staatsanwaltschaft lässt die Ordner verschwinden. Schließlich sind Staatsanwälte weisungsabhängig in Deutschland.

  8. Rocdonzo sagt:

    Haha, dann verschwindet der Justizminister gleich mit, wegen Rechtsbeugung.

    Bananenrepublik oder was?

  9. Hans Hase sagt:

    Haben wir hier nicht eine Spendenkasse aus der die Bußgelder gezahlt werden???

  10. Peter Illert sagt:

    Eine Amnestie kann ein Justizminister nicht eigenständig beschliessen. Zum Glück, denn wir haben keine Ministerialdemokratie. Anfang der 70er Jahre gab es einmal eine grosse Amnestie durch die SPD/FDP Koalition um Rechtsfrieden nach den Studentenprotesten zu schaffen und möglichst viele junge Leute wieder ins Boot zu holen. Nun, die meisten von uns sind schon ein bischen älter….Es ist auch nicht der Zeitpunkt für eine Amnestiekampagne, da jetzt unmittelbar wieder eine Bauphase mit hoffentlich vielen guten öffentlichkeitswirksamen Aktionen ansteht. Natürlich will die Staatsanwaltschaft einschüchertern und vom Blockieren abhalten – das zeigt, dass sie uns ernst nimmt.
    Wichtig finde ich erstmal eine breite Unterstützung aller Angeklagten. Eine Kasse, aus der die Bussgelder bezahlt werden finde ich nicht sinnvoll- es gibt kein Vollkasko.Eine Amnestie ist natürlich ein Thema, nämlich dann wenn S 21 verhindert ist. Also, erst mal Berufung einlegen -und weiter gewaltfrei gewaltig aktiv sein!

  11. glaubdir sagt:

    hi zusammen,

    ich denke, ihr solltet die teilnahmegebühr nochmal dahingehend überdenken und korrigieren, daß es auch geringverdienern oder hartz4empfängern für weniger als 20 euro, vielleicht nur für einen symbolischen betrag oder sogar nix möglich ist, daran teilzunehmen. denn ansonsten spaltet ihr anstatt zusammenzuführen.

    sonnige grüße
    glaubdir 😉

  12. Benjamin sagt:

    Stellt Euch einfach mal vor, wenn jeder Blockierer statt gefügig die Strafe zu zahlen einfach noch mehr Kosten und Arbeit verursacht, indem er einfach für einen Tag einen „Erlebnis-Urlaub“ im Knast macht.

    a) Die Stuttgarter Gefängnisse wären ruck-zuck voll, vor allem wenn man noch sein Recht auf eine Einzelzelle in Anspruch nimmt. Daher wird die Wahrscheinlichkeit für einen Amnestie steigen.
    Wikipedia: „867 Gefangene waren im Durchschnitt im Jahr 2006 in Stuttgart inhaftiert. Bei einer Normalbelegung kann die Anstalt 877 Gefangene aufnehmen.“
    b) Die Kosten für eine Unterbringung in der JVA übersteigen bei weitem die Abtransportgebühr der Polizei. Man verursach als noch mehr Kosten für Stuttgart21, was hoffentlich zu einem Umdenken führt.

  13. Hans König sagt:

    Hoffentlich wird den Seminarteilnehmern auch vermittelt, dass vor dem „Absitzen“ von Ordnungsstrafen gem. §§ 96 ff OwiG die Erzwingungshaft kommt.

    Die Dauer der Erzwingungshaft wegen einer Geldbuße darf sechs Wochen, wegen mehrerer in einer Bußgeldentscheidung festgesetzter Geldbußen drei Monate nicht übersteigen.

Kommentare sind geschlossen.