Über 1.000 offene Briefe an SSB-Aufsichtsrat Föll

Für unsere Stadtbahn!Am vergangenen Freitag, 28.3., übergaben Vertreter der Stadtbahn-Kampagne über 1.000 unterschriebene offene Briefe an den Ersten Bürgermeister und SSB-Aufsichtsrat Michael Föll. Herrn Föll hatten wir zwei Tage von dem Übergabetermin davon informiert, wir erhielten jedoch keine Absage und trotzdem war er nicht anwesend. Die Übergabe fand trotzdem statt, hier ein paar Fotos davon.

Der Brief war im Büro Föll schon bekannt, viele hatten ihn schon direkt an den SSB-Aufsichtsrat geschickt.

Den offenen Brief finden Sie unter den Fotos.

Fotos: Ulli Fetzer

Erster Bürgermeister
Michael Föll
Rathaus
Marktplatz 1
70173 Stuttgart

Tel. 0711 / 216-60623
Fax 0711 / 216-60624
michael.foell@stuttgart.de

Offener Brief: Retten Sie unsere Stadtbahn vor S21, Herr Föll!

Sehr geehrter Herr Föll,

mit dem sogenannten Nesenbachdüker für Stuttgart 21 ist die Bahn seit vier Jahren im Verzug – die geologischen Probleme sind offenbar noch größer als selbst von Kritikern befürchtet.

Stuttgart 21 kann aber nicht gebaut werden, solange der größte Stuttgarter Abwasserkanal mitten durch den geplanten Tunnelbahnhof verläuft. Daher hat die Bahn jetzt eine Lösung auf Kosten unserer Stadtbahn beantragt: Statt unter den Stadtbahntunneln hindurch, will die Bahn ihren Düker nun durch den Stadtbahntunnel zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof hindurch graben!

Der komplizierte und riskante Bau soll mehr als zwei Jahre dauern; nach Aussage von SSB-Technikvorstand Arnold wäre über die gesamte Bauzeit hinweg kein Stadtbahnverkehr zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof möglich. Obendrein würde auch der Bus- und Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt, die Fußgängerwege würden abgeschnitten.

Die Folge wäre über Jahre hinweg ein unvorstellbares Verkehrschaos. In der bisherigen Planfest-stellung war eine Beeinträchtigung des Stadtbahn-Verkehrs kategorisch ausgeschlossen worden.

Was unternimmt die Stadt, was unternehmen Sie als Erster Bürgermeister und SSB-Aufsichtsrat gegen diese Zumutungen seitens der Bahn? Was tun Sie, um Schaden von der Stadtbahn und ihren Fahrgästen abzuwenden?

Die Einwendungen der Stadt gegen die beantragte 14. Planänderung sind öffentlich – die verhee-renden Folgen für die Stadtbahn sind darin aber praktisch nicht thematisiert, obwohl sie täglich zigtausende Stuttgarter BürgerInnen betreffen würden!

Was hat die SSB eingewendet? Bitte sorgen Sie spätestens bei der SSB-Aufsichtsrats-sitzung am 1. April 2014 dafür, dass auch die Einwendungen der SSB allen Fahrgästen und betroffenen BürgerInnen jetzt bekannt gemacht werden.

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Ein Kommentar zu Über 1.000 offene Briefe an SSB-Aufsichtsrat Föll

  1. Johannes K. sagt:

    Ist es nicht eigentlich eine enorme Papierverschwendung, diesen gleichlautenden Brief in dieser Menge abzugeben?

    Die Pakete gehen doch sowieso, wie sie sind, in die blaue Tonne.

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