TV-Tipp: SWR – „Stuttgart 21 – Zermürbender Baustellenlärm“

S21 ehem. Park 2014 ©weiberg 033
Das Politikmagazin fürs Land mit Clemens Bratzler hat am Donnerstag in seiner Sendung unter anderem das Thema Stuttgart 21 im Visier, diesmal den zermürbenden Baustellenlärm, den es doch laut Stuttgarter-Zeitung gar nicht geben dürfte, die schrieb 2007 noch; Abgesehen vom Rohbau für den neuen Bahnhof wird überwiegend unterirdisch gebaut. Das wird die erste Großstadt-Baustelle, von der die Bürger kaum etwas mitbekommen. Das ist wie bei einem Eisberg: Neun Zehntel sieht man gar nicht. Der neue Verkehrsknoten verschwindet weitgehend unter der Erde. Stuttgart 21 ist also nicht nur ein grünes Projekt, weil es Flächen und bestehende Häuser schont. Es gibt den Bürgern darüber hinaus viel wertvolles Grün zurück und ist zudem ein Lärmschutzprogramm... mehr dazu HIER.

Programmhinweis des SWR für Donnerstag, den 11.12.14 um 20:15 Uhr zur Sache Baden-Württemberg!
Wo gebaut wird, ist es auch laut. Im Fall von Stuttgart 21 gibt es viele Lärmgeplagte und alle haben eins gemeinsam: Sie fühlen sich von Bahn und Behörden allein gelassen. Familie Himmelsbach glaubte, das große Los gezogen zu haben: Sie ergatterte eines der Architektenhäuser, die 1993 zur Internationalen Gartenbauausstellung in Stuttgart gebaut wurden. Doch seit hier für Stuttgart 21 gebaut wird, leiden die Himmelbachs und ihre Nachbarn unter einem Höllenlärm – Tag und Nacht. Von ihrem Balkon aus blickt die vierköpfige Familie auf die zentrale Logistikfläche, auf der der Bauaushub zwischengelagert und nachts auf Güterwagons verladen wird. Direkt dahinter wird ein Zugangsstollen zum Feuerbacher Tunnel gegraben. "Manchmal ist es mitten in der Nacht so laut, dass die ganze Familie aufwacht", erzählt Martin Himmelsbach, genervt vom Quietschen der Stahlräder und Hupen der Lokomotiven. Auch Claudia Jechow von der Bürgerinitiative Nordlichter kann nicht schlafen: "Wenn nachts die Lastwagen mit Bauschutt vorbeidonnern, stehe ich im Bett." Auf einen Beschwerdebrief hin schrieb ihr die Stadtverwaltung, keine Handhabe zu haben, "baunotwendige Lkw-Transporte zu untersagen." Quelle: HIER

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1 Antwort zu TV-Tipp: SWR – „Stuttgart 21 – Zermürbender Baustellenlärm“

  1. K. Neumann sagt:

    Lärm ist schwere Körperverletzung mit körperlichen Schäden in Folge. Aber auf dem Gebiet hat die Medizin auch aus anderen Gründen keinen Forschungsbedarf, obgleich das Hauss et. al. in ihrer Arbeit „Die unspezifische Mesenchymreaktion“ eigentlich von der Grundlagenforschung her im Ansatz geklärt haben. Bezeichnenderweise gibt es zu dieser Arbeit keine Rezessionen irgendeiner Medizinalperson, hier
    http://www.amazon.de/unspezifische-Mesenchymreaktion-Werner-Heinrich-Hauss/dp/B0000BRI5S

    Aber mir ist bekannt, dass ein Nachfolger auf diesem Pfad aktuell mit einem Zwangsgeld von 100.000 Euro belegt worden ist.

    Die bewusst angerichtete Verwirrung zur Bedienung der Geldinteressen sind auf allen Gebieten so gross und übermächtig, dass man es nur noch laufen lassen kann, um zu sehen, dass das kommt, was kommen muss. Daher gilt auch hier: es ist in diesem Moment der allgemeinen Zerstörung der Lebensgrundlagen unmöglich, vor Gericht den Opfern ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit durchzusetzen. Und es bleibt nur der Wegzug für die Zeit der Arbeiten, sonst wird als erstes durch den Dauerstress das Immunsystem überrannt. Unmerklich. Organschäden wie Herzprobleme in Flughafennähe sind dann als sekundär zu betrachten, sieht aber der auf Krankheitsbilder und passende Medikamente abgerichtete Weisskittel nicht so.

    Irgendwann muss die Politik das Leben schützen und nicht das Geld. Weil es nicht mehr anders geht. Da wären wir eigentlich aktuell angekommen. Aber es ist wohl allgemein so, dass man so in der Sackgasse steht, dass man an deren Ende nur ein Ziel sehen kann: Geld. Nur, mit dem kann sich keiner der Verursacher den Abstand kaufen, den er am Ende selber brauchen wird.

    Die Schicksale „gehen“ heute schnell. Meine Beobachtung. Das gehört zu dieser Zeit, in der sich alles verdichtet. Wie immer das zu verstehen ist.

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