Rede von Klaus Gietinger, Tatort- und Kinoregisseur, Sozialwissenschaftler, Sachbuch- und Romanautor, auf der 796. Montagsdemo am 2.3.2026
Hallo zusammen,
schön, dass ich mal wieder zu Euch sprechen darf.
Ich hab’s ja nicht geglaubt, dass ich heute noch nach Stuttgart komme, denn ich bin mit der Deutschen Bahn angereist. Praktisch drei Stunden Verspätung! Die Regionalbahn nach Göttingen war pünktlich auf die Minute, doch der ICE in Göttingen hatte schon eine Stunde Verspätung. Die erhöhte sich im Lauf der Zeit dann immer mehr. Am meisten Zeit verlor der Zug auf der letztes Jahr für 1,5 Milliarden generalsanierten Riedbahn. Angeblich ein nicht funktionierender schienengleicher Bahnübergang. Den haben die bei der Generalsanierung wohl vergessen zu beseitigen. Ein solcher Bahnübergang hat nämlich auf einer ICE-Strecke nichts verloren. Ach ja, und dann hieß es, der ICE fährt nicht mehr bis Stuttgart, sondern nur bis Mannheim, meinem Lieblingshassbahnhof. Immerhin, ich bin mit 3 Stunden Verspätung hier angekommen.
Einige von Euch sind ja so alt wie ich. Dann kennt ihr noch den Song von 1969: „In the Year 2525“ von Zager und Evans. Die haben damals schon die Frage gestellt, ob dann die Menschheit noch besteht. Sollte es im Jahr Zweitausendfünfhundertfünfundzwanzig den SWR noch geben, wird er bestimmt eines verkünden: Dass sich Stuttgart 21 weiter verschiebt. Es sei denn, die hören endlich auf uns:
- Erhaltet den Kopfbahnhof und modernisiert ihn!
- Stoppt den völlig unnötigen Pfaffen(steig)tunnel!
- Hört auf die Gäubahn zu zerstören!







