Zum Umgang mit Flyern

Liebe Aktive,

in letzter Zeit bekommen wir immer wieder Mails wie diese:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum wiederholten Mal habe ich einen Flyer gegen S21 in unserem Briefkasten
gefunden, obwohl deutlich „Keine Werbung“ darauf steht. Bitte veranlassen
Sie, dass dies nicht mehr vorkommt.
Vielen Dank!

Wir sind euch sehr dankbar für euren ehrenamtlichen und unermüdlichen Einsatz. Trotzdem möchten Euch bitten, die "Keine Werbung" Aufkleber an den Briefkästen der Leute zu respektieren. Wenn Ihr kein Interesse an Werbung habt, wollt ihr diese Einstellung doch auch respektiert wissen.

Vielen Dank sagt euer
BAA-Team

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35 Antworten zu Zum Umgang mit Flyern

  1. keinewerbung sagt:

    mich nerven die flyer in meinem briefkasten auch. ich nehm die flyer immer am wochenende oder montags mit und bin der meinung, daß ich keine zusätzlichen mehr brauche 😉

    zudem würde man die reichweite erweitern, wenn man meinen briefkasten auslassen würde, weil ich ein klassischer streuverlust bin 🙂

  2. S21-Nein-Danke sagt:

    Eigentlich beinhaltet Werbung aber etwas das Geld kostet oder eine Leistung anbietet. Die Flyer sind Infomaterialien und keine Werbung – genau genommen

    • Freddy sagt:

      So sehe ich das auch. Aber eigentlich gibts doch auch Anwälte unter uns. Diese Fachleute könnten hierzu Stellung nehmen, oder?

    • M.E. Brauer sagt:

      Ich sehe das genauso. Wir verkaufen nichts sondern informieren – was sowieso Bürgepflicht ist- , zudem arbeiten wir ehrenamtlich und werden auch nichts für die Briefwurdsendungen bezahlt.

  3. Martin Sp. sagt:

    Die Aufforderung wurde auch Zeit. Ich habe mich schon vor Monaten am damaligen Infostand am Nordflügel beschwert. Ergebnis: ich habe Platzverbot bekommen und die Polizei wurde geholt 🙂 Noch ein Ergebnis: von mir gab’s dann auch keine materielle Unterstützung. Da hätte ich ja gegen das Platzverbot verstossen müssen.

    Übrigens, auch der BUND verstößt gegen die Aufkleber.

  4. Fischkopf sagt:

    Eigentlich verstehe ich unsere Aktionspläne und anderes Material nicht als Werbung in dem Sinne, wie ich es selbst auf unserem Briefkastenschild meine. Wir wollen den Leuten ja nicht den besseren Staubsauger und die neueste Versicherung andrehen oder einen anderen Handy-Vertrag, um an ihr Geld zu kommen.
    Es gibt auch „Keine Werbung“-Aufkleber vom BUND. Das ist dann eine echt schwierige Entscheidung für denjenigen, der vor dem Briefkasten steht.

    • Max sagt:

      Eigentlich ist es ganz einfach: viele Leute verstehen ihre „Keine Werbung“ Aufkleber selber als Aufforderung, sämtliche Briefwurfsendungen zu unterlassen. Wer Flyer verteilt, sollte einfach die „Keine Werbung“ Briefkästen auslassen. Damit verlieren wir nicht sonderlich viele Menschen, ärgern aber wesentlich weniger.

  5. Martin Sp. sagt:

    Werbung muss nicht monetären Interessen dienen. Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Werbung.

    Auch ist es keine schwere Entscheidung, ob man „Keine Werbung“-Kleber berücksichtigt. Da gibt es nicht zu deuteln, wer solche Aufkleber auf seinem Briefkasten hat, will nur persönlich adressierte Post. Und sonst nichts.

  6. platypus sagt:

    Auch ich hab im Frühjahr Anti-S21-Flyer bekommen und mich darüber geärgert – insbesondere nachdem mein Briefkasten-Hinweis: „Nur für persönlich adressierte Briefpost – keine Werbung einwerfen“ lautet. Natürlich hat der Anti-S21-Flyer-Verteiler sich einen Dreck drum geschert – hätte er meine Adresse drauf geschrieben, hätte ich geschmunzelt und gedacht: „Da umgeht mal einer mein Werbeverbot auf die intelligente Tour“.

    Üblicherweise gehe ich mit eingeworfenen Werbeflyern so um:
    a) Anzeige bei der Wettbewerbszentrale (die mahnt dann gebührenpflichtig ab)
    b) Meidung der Produkte der Firmen bzw. Nicht-Wahl der Parteien, die mein Verbot missachten.

    Meine vorläufige Konsequenz war daher im Falle des Anti-S21-Flyers:
    1.) Nicht-mehr-Teilnahme an den Montagsdemonstrationen (obwohl ich S21 ablehne – hatte mich gerade den wöchentlichen Demonstrationen angeschlossen, aber daraufhin sofort wieder aufgehört)
    2.) Einstellung meiner gelegentlichen Spenden an den BUND
    3.) Streichung meines beabsichtigten Eintritts bei PRO-BAHN
    4.) Vorsatz, in den nächsten fünf Jahren bei Wahlen nicht mehr Grüne oder SÖS zu wählen (aber keine Sorge – die Pro-Fraktion ist bei mir ebenfalls größtenteils schon auf der „nicht-wählen“-Liste – zumindest haben sich CDU, SPD und Freie Wähler ebenfalls einen Dreck um meinen Hinweis geschert. Ausnahme ist lediglich die FDP – aber diesen Krämer-Laden für politische Entscheidungen gegen Bezahlung wähl ich sowieso nicht mehr).
    Abmahnen-lassen durch die Wettbewerbszentrale geht tatsächlich nicht, dennoch verletzt der Einwurf meine Persönlichkeitsrechte sowie meine negative Informationsfreiheit, so dass ich selbst einen Unterlassungsanspruch geltend machen könnte – aber zumindest kann ich die „Produkte meiden“ bzw. eben die beteiligten Bündnis-Organisationen nicht mehr unterstützen.

    Punkt 1 hab ich inzwischen aufgegeben; ich bin mittlerweile wieder Demo-Teilnehmer, denn ich denke, dass dieses Wahnsinnsprojekt verhindert werden muss. In dieser Hinsicht werde ich möglicherweise auch Punkt 4 bei Wahlen auf kommunaler und Landes-Ebene nochmals überdenken, da z.B. eine Regierungsbeteiligung der Grünen tatsächlich eine Möglichkeit sein könnte, S21 zu verhindern (außerdem wirds sonst langsam schwierig, was ich überhaupt noch wählen kann – vielleicht die Grauen? Oder die Piratenpartei?).

    Ich hab mich nach dem Flyer-Einwurf auch beim BUND in dieser Hinsicht beschwert und darauf hingewiesen, man sollte doch bitte im Anti-S21-Newsletter (wo man zum Verteilen der Zettel aufforderte) doch den Hinweis anbringen, dass man sich bei Übertretung der Werbeverbote keine Freunde macht und diese daher doch bitte beachtet werden sollen. Antwort war eine lapidare Entschuldigung und natürlich KEINE Aufnahme dieses Hinweises im nächsten Newsletter…

    Daher auch von mir an dieser Stelle der Appell: Liebe Flyer-Verteiler, auch wenn ihr der Meinung seid, dass der Inhalt des Flyers die einzig-heilsbringende Information ist – lasst das bei „Werbeverweigerern“ bitte bleiben! Werbeverweigerer wissen i.d.R. sehr genau, warum sie einen entsprechenden Hinweis auf ihrem Briefkasten anbringen und reagieren daher äußerst gereizt. Im Falle einer Mißachtung des Hinweises hat man einen Anspruch auf Unterlassung (Verletzung des Persönlichkeitsrechts, Verletzung der negativen Informationsfreiheit), den man durch einen Anwalt gegenüber dem Herausgeber des Flyers geltend machen kann – dies kann diesen dann sogar Geld kosten! Auf jeden Fall macht man sich durch die Mißachtung entsprechender Hinweise i.d.R. KEINE Freunde – vielmehr wird man angreifbar. Wir wollen der Gegenseite doch keine Argumente liefern im Sinne von: „Guck mal, die K21er verletzen jetzt sogar Persönlichkeitsrechte und respektieren nicht den Willen der Briefkastenbesitzer“. Ein dennoch eingeworfener Flyer wird dagegen i.d.R.:
    * bei einem S21-Ablehner zur Verärgerung über das „Bündnis“ führen (wie bei mir…)
    * einem PROler weitere Munition gegen das Bündnis liefern
    * einer neutralen Person, die sich über den Einwurf ärgert, möglicherweise dazu führen, dass dieser sich ebenfalls über das Bündnis ärgert und daher möglicherweise sogar seine Haltung in Sachen S21 entsprechend beeinflusst.

    Ich bin aber immerhin sehr froh, dass man offenbar auch beim „Bündnis“ mittlerweile gelernt hat und diesen Hinweis hier veröffentlicht – auch wenn ich den BUND schon vor einem halben Jahr darauf hingewiesen habe…

  7. Heidrun Ritter sagt:

    Als wir die Flyer zum Protestival am 10.7.10 verteilen sollten, wurde von Gangolf ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie in alle Briefkästen sollten, da sie ja keine Werbung seien, was ja auch so ist.

    • Max sagt:

      Wie gesagt: wir bekommen ständig solche Mails und was Gangolf sagt ist mir in dem Fall egal. Ich möchte keine Leute nerven.

      • platypus sagt:

        Dann sollte sich Gangolf mal bei einem Anwalt darüber schlau machen, was in Deutschland geht, und was nicht. Steht „Keine Werbung einwerfen“ drauf, ist die Sache aus meiner Sicht umstritten (die Politiker haben sich da für ihre Parteien eine Art Sonderrecht ausbedungen…), dann mag es aber noch gehen (gibt unterschiedliche Urteile zu dem Thema). Steht aber „Keine Flyer“ oder „Nur persönlich adressierte Sendungen“ drauf (letzteres wird von Antispammern gerne benutzt, denn hier ist die Anweisung klar: Erstmal ist alles verboten – wenn aber aber die Adresse draufsteht, darf es eingeworfen werden), kann ein Einwurf gebührenpflichtig durch den Betroffenen abgemahnt werden. Für mich war GERADE der Protestival-Flyer das Ärgernis, das mich dazu brachte, für einige Monate nicht zu demonstrieren und die „Bündnis“-Organisationen in Zukunft zu boykottieren – siehe meine anderen Postings.

  8. Flyerverteiler sagt:

    Das ist die klassische Frage wenn man politisch motivierte Flyer in Briefkästen verteilt: Gilt das als Werbung? Ich sehs eher als Information, will ja nichts verkaufen. Ich beispielsweise hab auch eine „Bitte keine Werbung!“-Aufkleber auf dem Briefkasten, habe aber allerdings garnichts gegen Flyer in demselben.

    Ich handhab das so: Wenn auf dem Briefkasten Aufkleber sind die darauf hinweisen auch keine Postwurfsendungen oder Gratiszeitungen einzuwerfen (gibts ja durchaus auch oft) lass ich es bleiben, wenn allerdings nur Werbung unerwünscht ist wird was reingeworfen. So bleibt jedem Briefkasteneigentümer die Wahl zwischen: „Stopft mein Briefkasten mit allem voll!“, „Ich will bloß keine Werbung, sonstiges kann rein!“ oder „Ich will garnix außer meine Post!“

  9. nena sagt:

    tja, und was ist mit den Pro-Flyern? und denen die mir wie vor kurzem geschehen – den „gegen-bäbber“ mit viel Kratzern im Lack vom Auto nehmen wollten? und denen, die mich an einem Hochbahnsteig vom Automaten gestoßen haben „Als Gegner müßte ich warten“? und denen, die mich an der Ampel als blöde Hartz IV Tussi beschimpfen und Berufsdemonstrant? Ich arbeite seit 43 Jahren ohne Unterbrechung !!! und die, die gar nicht wissen warum sie dafür sind – sondern „isch doch ein alter Nazi-Bahnhof“ da müßte man viele Bauwerke einreißen. Vor kurzem wurde ich sogar in einem Laden diskriminiert und nicht bedient -es sind keine Einzelfälle mehr – ich trage keinen Button mehr. Und was die Flyer anbelangt – keine Firma hält sich an das Werbeverbot auf dem Briefkasten, macht ihr dann auch einen Aufstand?? Außerdem – ich habe unsere Rechtsabteilung gefragt – ist das keine Werbung und fällt NICHT unter das Verbot.
    Also es sind nicht immer nur die gegnerischen Aliens die man am Bauzaun missionieren muß – die Pros sind mindestens genauso undkreativ. Ich denke jeder kann sich – aber erst nachdem er wirklich umfassend sich mit der Materie auseinandergesetzt hat und nicht nur immer nachplappert von wegen Verträge und so – entscheiden, was er gut findet und wofür er auf die Straße geht und jeder hat das zu respektieren, fertig. Das macht die Welt doch bunt – aber davon sind wir momentan meilenweit entfernt. Ich bin Gegner, weil ich einfach der Meinung bin im Jahr 2100 und das kommt, brauchen wir die Möglichkeit von mehr als 8 Gleisen und vor allem die Möglichkeit einen Bahnhof zu vergrößern, das ist bei S21 nicht der Fall er wird immer so bleiben …. das macht mir Angst. in 100 Jahren bauen wir dann zweiten weil der nicht mehr ausreicht – warum dann nicht jetzt einen zweiten bauen? einen Durchgangsbahnhof in Cannstatt? oder gleich oben zum Flughafen? ohne den ganzen Tunnelfirlefanz von dem keiner weiß wie er endet? Der Bahnhof liegt an der tiefsten Stelle in Stuttgart und das Grundwasser wird immer dahin fließen, die Pumpen werden nie abgestellt werden können, und wir erfreuen uns viel länger an den oberirdischen Rohren als uns lieb ist – der Bahnhof liegt dann nämlich im Wasser. Das Grundwasser ist bei 4 – 6 Meter der Bahnhof ist 15 Meter tief – wie soll das gehen? Ich meine auf Dauer? und dann für sooo viel Geld? Den Nutzen bestreite ich und deswegen bin ich dagegen. Die Magistrale – nun ja die hat man ja nun auseinandergenommen und Herr Kefer sagte ja, daß es wirtschaftlich völlig irrelevant ist …. das heißt, das neue Herz Europas beginnt mit einer Lüge ….

    • Erik sagt:

      Wenn andere so arrogant sind, dass sie meinen, sich über alles hinwegsetzen zu können, dann ist das trotzdem keine Legitimierung für uns Gegner, das auch zu tun. Stattdessen sollten wir weiterhin die Privatsphäre unserer Mitbürger respektieren. Es geht hier NICHT um Bürger gegen Bürger – auch wenn solche Gurken wie der Bräuchle genau so nen Mist anzetteln und leider auch manche bereit sind, seinem Aufruf zu folgen.

    • Max sagt:

      Erik spricht mir aus der Seele: die Idiotie und Asozialität anderer ist keine rechtfertigung für idotisches und asoziales Verhalten.

    • platypus sagt:

      Hallo nena,

      ich hatte noch nie einen PRO-Flyer bei mir im Briefkasten – entweder wurde in meiner Gegend nichts verteilt (wobei ich gehört habe dass Drexler damals wohl ganz Stuttgart mit seiner lächerlichen Gazette eindecken ließ…), oder die Pro-Seite hält sich im Gegensatz zur Gegner-Seite wenigstens an meinen Briefkasten-Hinweis.

      S21-Flyer (ob pro oder kontra) mögen nicht unter die Werbung fallen – daher mag die Sache nicht abmahnbar sein. Aus diesem Grund habe ich aber auf meinem Briefkasten „Nur für persönlich adressierte Briefpost“ stehen und nur zusätzlich noch „Keine Werbung“. Damit wäre die Sache abmahnbar, da der Einwurf einen Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte und eine Verletzung meiner negativen Informationsfreiheit darstellt. Den Anti-S21-Verteiler hat dies nicht davon abgehalten, seinen Zettel-Spam in meinem Briefkasten abzuladen! Wir Anti-Spammer nennen solche Leute „merkbefreit“…

      Es ist richtig, dass es einige Firmen (insbesondere: Gastronomie, Immobilien und Umzugsfirmen) gibt, die sich ebenfalls nicht dran halten. Aber da mache ich erst recht Aufstand, indem ich solche Firmen nicht mehr beauftrage/nichts mehr kaufe (selbst meinen bis-vor-kurzem Stamm-Dönerladen besuche ich wegen seines Werbeeinwurfs nicht mehr). Außerdem verpetze ich sie bei der Wettbewerbszentrale – die erhalten dann von deren Anwälten eine nette Abmahnung nebst zu begleichender Kostennote; im Wiederholungsfall (und das bedeutet: jeglicher Widerholungsfall, der irgendwo geschieht, nicht nur bei mir!) wird sogar eine Konventionalstrafe fällig. Und ich kann sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt; der Werbemüll ist weniger geworden – habe ich vor einem Jahr noch alle zwei Wochen ein riesiges Paket Werbeflyer zur Wettbewerbszentrale gekarrt, beschränken sich meine Meldungen jetzt auf 1-2 pro Monat. Man muss eben die Spammer dort packen, wo es am meisten weh tut – am Geldbeutel!

      Nochmals zur Klarstellung: Ich lehne S21 ab. Allerdings lehne ich mindestens in genau dem selben Maße Spam in jeglicher Form ab (E-Mail, Fax, aber eben auch Briefkasten-Zettel). Ich hab aus dem Einwurf meine Konsequenzen gezogen, indem ich die „Bündnis-Produkte nicht mehr kaufe“, d.h. nicht bei Pro-Bahn eintreten, dem BUND keine Spenden mehr zukommen lassen und möglicherweise auch nicht mehr Grüne oder SÖS wählen werde (genauso, wie ich meinen Stamm-Dönerladen nicht mehr besuche). Und ich habe einige Monate nicht mehr demonstriert. Inzwischen bin ich um der Sache wegen bereit, wieder gegen S21 auf die Straße zu gehen und eventuell (da muss ich aber nochmals in mich gehen) bei den nächsten Landtags- und OB-Wahlen den Grünen oder SÖS meine Stimme zu geben, wenn dadurch S21 verhindert werden kann. Es ist NUR der Sache wegen – ein Spammer hat meine Wähler-Stimme eigentlich nicht verdient.

  10. Alice sagt:

    Schließe mich Max an:
    Bitte nicht einwerfen, wenn „Keine Werbung“- Kleber dran sind.
    Die Meisten mit diesen Klebern wollen wohl tatsächlich einfach NICHTS im Briefkasten (außer der normalen Briefe).
    Denke auch, dass man damit eher die Leute verärgert als „auf unsere Seite“ bringt. Die „Erleuchtung“ folgt auf anderen Wegen….

  11. Sybille sagt:

    Die Welt hat Probleme und es wird wegen Kinkerlitzchen ein Fass aufgemacht, wo es doch ganz einfach geht:
    Tonne auf, Müll rein, Tonne zu.

    Ich kann kein Verständnis für diese kleinkarierte Prinzipienreiterei aufbringen. Der einzige Zweck, der damit erfüllt wird, ist uns zu beschäftigen und abzulenken von den wichtigen Dingen. Es wird Zeit sich zu verabschieden von dieser Denke und zwar endgültig: Denn was hat den Protest so groß und stark gemacht? Eine neue Sichtweise auf die Dinge und Überwindung von dem kleinen Ego, dass einem immer ins Ohr flüstert: „Du bist im Recht, steht im BGB, in der NJW und gestern in der Zeitung, also beharre und breche einen Streit nach dem anderen vom Zaun, weil Du hast Recht und nur Du, egal, was es kostet: Du hast Recht“

    Tonne auf, weg mit dem, was man nicht will und gut ist das.

  12. Karlotta sagt:

    Ich möchte gerne zu dem 2. Teil von Max wegen Umgang mit Flyern etwas sagen, und zwar besonders zu den Sätzen: „Wer meint, die aktuelle Situation nutzen zu können um Sachbeschädigungen an Privateigentum zu begehen, hat in unserer Bewegung nichts verloren. So ein Mist wird zur Anzeige gebracht, das hat mit kreativem Protest rein gar nichts zu tun. Ende der Durchsage.“
    Das klingt nicht nur autoritär, das ist auch autoritär und mit dem letzten Satz, verschließt man sich jeder weiteren Diskussion und anderen Gedanken. Die Bürgerbewegung Lüchow Dannenberg wurde heute in der Zeitung zu den Schotterern und anderen „gewalttätigen“ Aktionen zitiert: „Der Protest war und ist überwiegend friedlich, deshalb bestehe kein Grund sich von ihnen zu distanzieren“. Ich glaube, daran können wir uns eine Scheibe abschneiden, auch wenn einem manches nicht gefallen mag. Eine Protestbewegung die sich gegenseitig anzeigt, hat verloren. Ich halte das für sehr naiv und wünsche mir, dass man hier auf dieser Seite nicht öffentlich dazu aufruft, sich gegenseitig anzuzeigen. Man kann auch mit Worten sehr brachial und gewalttätig sein, vor allem wenn man mit „Ende der Durchsage“ seinen eigenen Standpunkt einfach nur durchsetzen möchte, egal was andere denken.
    Zum Thema Werbung oder nicht, ich selbst werfe K21-Flyer in die Briefkästen, weil das für mich keine Werbung ist, sondern eine Aktionsform ist, die zu unserem Widerstand gehört, nämlich Menschen zu informieren. Sicherlich gibt es immer Menschen, denen das nicht gefällt und ich bin auch der Meinung, dass man bei jeder Aktion das mitdenken muss. Widerstand heißt auch, sich dem Normalablauf zu widersetzen und das stört immer. Würde es nicht stören, wäre es kein Widerstand. Deswegen nehme ich die Störung, die die Leute durch Flyer in Briefkästen mit Aufdruck“ Keine Werbung“ empfinden in Kauf. Ich nehme auch den Ärger von AutofahrerInnen in Kauf, die durch unsere Demos im Stau stehen. Aber natürlich ist das immer ein Abwägen und bin der Meinung, dass wir das immer wieder neu bei jeder Aktion mitdenken müssen.

    • Alice sagt:

      @ Karlotta

      Ich finde man muss unterscheiden, ob es durch Demos zu „allgemeinen“ Unannehmlichkeiten kommt oder ob sich jemand in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlt, weil der Aufkleber „Bitte keine Werbung“ an seinem Briefkasten missachtet wurde.
      Man sollte hierbei auch nicht vergessen, dass auf Flyern immer ein „Verantwortlicher im Sinne des Presserechts“ mit seinem Namen und Adresse draufsteht, er im Notfall „seinen Kopf hinhalten muss“ und im Zweifelsfall ne Stange Geld abdrücken muss, weil jemand nicht die „Keine Werbung-Kleber“ beachtet hat. Oder seh ich das falsch??

      Natürlich würde auch ich mir wünschen, dass die Leute unerwünschte Flyer einfach in die Tonne hauen und gut is (so wie ich es auch mache, wenn trotz Kleber was im Briefkasten landet) aber dem ist eben nicht so.
      Ich denke, im privaten Bereich sollten wir uns an diese Vorgaben halten und diese Aufkleber und die Einstellung der Leute respektieren.

      Ach ja: Und für Sachbeschädigung an Privateigentum gibt es m.M. nach auch keinerlei Entschuldigung, egal wie sehr und wofür wir protestieren. Das geht GAR NICHT!

  13. Nick sagt:

    Flyer mit informationen sind natürlich Werbung. Nämlich Werbung für eine Sache. Hab zwar noch keinen Flyer im Briefkasten gehabt aber ich gehe davon aus, dass es sich nicht um Flyer mit neutralen Informationen handelt sondern um die Leute auf die Gegner Seite zu bringen. Somit ist es Werbung für eine Sache und zwar sich den Gegnern anzuschließen.

  14. Michaela sagt:

    Die Kommentare zeigen mir eines ganz deutlich: keiner der Kommentierenden hat jemals mitgeholfen, für unser Protestival im Sommer Flyer zu verteilen!
    Denn nur, wer sich damals an der in der Gluthitze ziemlich anstrengenden Info-Kampagne beteiligt hat, der weiß, dass ca. 80% aller Briefkästen, sowohl in der Stadt, als auch in den Vororten die Hinweise tragen, man wolle keine Werbung.
    Da bleibt dann wahrlich nicht mehr viel übrig, an Menschen, die man noch einladen konnte zum Protestival am 10.07.
    Ich habe mir, wie viele andere auch, die Hacken abgelaufen, viele Menschen eingeladen. Und ja, ich bin auch Menschen begegnet, denen ich soeben einen Flyer eingeworfen hatte, trotz Hinweis des Einwurf-Verbots. Kommentar ALLER: Das hier ist ja keine Werbung, also kein Problem!
    Auf meinem Weg (ich habe ca. 2000 Flyer eingeworfen) bin ich niemandem begegnet, der ungehalten, böse oder agressiv reagiert hätte, weil man ihm unseren Einladungsflyer eingeworfen hätte.
    Und deshalb: unsere Flyer sind in keinster Weise Werbung. Wofür denn auch? Aber wie immer: man kann aus allem einen Weltuntergang kreieren. Wenn ich manche dieser Kommentare hier lese, wird mir übel und ich frage mich dann, was diese Leute antreibt, offenbar Parkschützer zu sein.
    Für mich gibt es eine ganz einfache Faustregel:

    Wenn ich dazu stehe, Parkschützer zu sein, unsere Demokratie, den Park, die Bäume, den Bahnhof, unser Wohl, erhalten und sichern zu wollen, dann habe ich kein Problem damit, dass auch laut und deutlich kund zu tun. Ich bin stolz, dass ich Teil der Parkschützer sein darf!
    Die anderen, die sich schon schämen, weil ein Parkschützer-Flyer versehentlich den Weg in den Briefkasten anderer gefunden hat, die sollten vielleicht mal generell Ihre Einstellung zu uns überdenken. Man sollte sich schon mit seiner Anmeldung bei den Parkschützern auch zu diesen identifizieren können.

    • platypus sagt:

      Hallo Michaela,

      aus meinen obigen Beiträgen kennst Du meinen Standpunkt zum Thema.

      Wie gesagt: Mir ist an der Sache gelegen, ich bin von Herzen gegen diesen Bahnhof. Genauso bin ich aber auch von Herzen gegen jede Form von Spam, insbesondere dann, wenn ich ihn verboten habe, was mein Recht ist! Ich brauche nicht die Mißachtung meines Persönlichkeitsrechtes tolierieren, nur weil die Flyer-Verteilung einer „guten Sache“ dient – der Zweck heiligt eben nicht die Mittel, insbesondere nicht den Eingriff in Persönlichkeitsrechte, die wohlgemerkt Grundrechte sind, auf deren Einhaltung wir ja selbst pochen!

      Ich habe selbst vor etlichen Jahren Flyer für eine politische Partei verteilt (die ich heute allerdings nicht mehr wählen würde – sowohl wegen Werbe-Spam, als auch wegen ihrer Haltung zu S21). Selbstverständlich habe ich dabei sämtliche Hinweise auf „keine Werbung einwerfen“ beachtet, denn mir war klar, dass ich solche Leute mit meiner Mißachtung ihres Verbotes nur verärgern würde und ich sie damit bestimmt nicht dazu bringe, dieser Partei ihre Stimme zu geben. Aber genau das ist Problem, wenn Anti-S21-Flyer in solche Briefkästen verteilt werden: Viele Leute, die das Zeugs nicht wollen, werden dadurch verärgert. Und Leute mit diesem Briefkasten-Hinweis sind tendenziell gerade Leute, die einer S21-Kritik durchaus positiv gegenüberstehen, die sich oft gegen Papierverbrauch und für Umweltschutz einsetzen und deswegen auch eher offen für Argumente gegen S21 sind.

      Ich selbst bringe mein Flyer-Verbot an, da ich den Quatsch nicht in meine Altpapiertonne schmeißen will – wieso soll ICH mich um die Entsorgung von Sachen kümmern, die ich nie haben wollte? Das soll gefälligst der Verteiler machen! Außerdem trage ich damit zum Umweltschutz bei, da ich die Ressource Papier einsparen helfe (obwohl ich mir sicher bin, dass die Flyer auf Recycling-Papier gedruckt waren…) – die Vermeidung von Papier, auch von Recycling-Papier, schützt ebenfalls Bäume – wenn auch leider nicht die in unserem Schlossgarten… Soll ich mich jetzt als Parkschützer abmelden, weil ich Bäume schützen möchte? Meines Wissens habe ich beim Beitritt nicht unterschrieben, dass ich den Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte tolerieren muß. Abgesehen davon, bin ich erst nach dem Einwurf Mitglied bei den Parkschützern geworden – nämlich erst dann, als meine Wut verraucht war und ich mich entschlossen habe, wegen der Sache doch dabei zu bleiben. Ich habe sogar extra deswegen die Parkschützer gewählt, weil diese ja NICHT im Bündnis vertreten sind, auch wenn natürlich viele Personen sowohl bei einer der Bündnis-Organisationen, als auch bei den Parkschützern aktiv sind.

      Außerdem davon halte ich die Verteilung von solchen Flyern bei eindeutigem Verbot auch für gefährlich für die Bewegung: Ein Pro’ler, der einen solchen Flyer trotz eindeutigem Verbot (also „keine Flyer“, „nur für persönlich adressierte Post“) am Briefkasten bekommt, könnte die für den Flyer Verantwortlichen gebührenpflichtig durch seinen Anwalt abmahnen lassen. Das würde der Sache wohl eher schaden!

      Du kannst selbstverständlich auch gerne laut kund tun, wofür Du stehst – auf Plakaten, in Diskussionsrunden, in Leserbriefen, auf Demonstrationen oder auch durch eine Menge anderer Wege (und ich freue mich ja sogar, wenn Du das gegen S21 tust). Aber eben nicht in den Briefkästen von Leuten, die sich das deutlich verbeten haben. Ich gestehe Dir zu: „keine Werbung einwerfen“ mag da zu unbestimmt sein (wie gesagt: gibt unterschiedliche Urteile zur Problematik von „Gesinnungs-Werbung“ bei Werbeverboten) – aber mit dem selben Argument könnte dann auch der Pizzadienst kommen mit: „Das ist keine Werbung, sondern eine Speisekarte“ – ist mir in meinem Anti-Spam-Kampf alles schon passiert… Für den Pizza-Dienst gings aber nicht so glimpflich aus wie für das Bündnis – der durfte die Anwaltsrechnung der Wettbewerbszentrale bezahlen und darf im Wiederholungsfall einen vierstelligen Euro-Betrag an die WBZ löhnen…

      Man kann schlecht von Politikern fordern, dass sie den Willen der Bürger respektieren sollen, wenn man ihn selbst noch nicht mal im ganz kleinen (am Briefkasten) respektiert!

  15. Tilman sagt:

    Leute,
    bleibt mal auf dem Teppich. Ein Briefkasten ist etwas zum einwerfen!

    Und wie Michaela richtig sagt, sind etwa 80% aller Briefkästen mit „Keine Werbung“ gekennzeichnet.

    Meiner übrigens auch.

    Trotzdem bekomme ich Pizzaflyer, Kleidersammlungsflyer, Kirchenflyer, DRK Flyer, Immobilienflyer, Parteiwerbung (Ja auch CDU Wurfsendungen), Schuhsammlungsflyer, DIALOG21 Grütze.. etc.

    Wenn dann mal ein Anti S21 Flyer drin ist freu ich mich darüber!

    Hier wird nicht nach Adressen verteilt, sondern das sind ehrenamtliche wirkende Personen die das in Eigeninitiative machen. Wer soll da wem und wann davon abhalten??

    Wenn irgendjemand meint er müsse auf eigene Faust Zettel in Briefkästen werfen, wenn macht ihr denn dann dafür verantwortlich?

    Jeder Mensch kann sich Flyer am Infostand abholen und die Verteilen! Sowie jeder im Mediamarkt Werbeflyer holen und verteilen kann.

    In dem Fall zu S21 geht es um den Erhalt unserer Demokratie und wie die Bürger in Zukunft zusammenleben wollen (Und das auch noch in der gleichen Satdt).

    Bevor noch mehr Leute Autos von der Gegenseite beschädigen ist doch Aufklärung wichtiger als sich darüber aufzuregen, dass man im Zweifel einen DINA5 Zettel mehr in den Papiermüll zu schmeissen hat…

    • Erik sagt:

      nochmal mein Aufruf: nur weil andere Wünsche und Regeln missachten, ist das für uns kein Freifahrschein, genauso zu sein.
      So wichtig und dankenswert der Einsatz der Flyer-Verteiler ist, bitte respektiert den Wunsch einzelner Mitbürger nach Wahrung ihrer Privatsphäre.

  16. Martin Sp. sagt:

    Ja, ein Briefkasten ist da um etwas einzuwerfen. Aber wenn der Besitzer durch Aufkleber, Schild, oder sonstige Aufschrift deutlich macht, dass er keine Werbung will, dann hat der Einwerfende das zu beachten.

    Da muss auch nicht stehen daß nur persönlich adressierte Post gewünscht ist. \Keine Werbung\ langt.

    Daran haben sich auch Parteien zu halten übrigens. Vor einigen Jahren habe ich eine ähnliche Diskussion geführt, mit den Heilbronner CDU-Gemeinderäten Throm und (Kunstpause) Strobl. Kurz danach gab es das entsprechende BGH-Urteil, wonach auch Parteien in solche Briefkästen nichts einwerfen dürfen! Wollt ihr euch wirklich auf eine Stufe mit Strobl und Konsorten stellen?

    Keine Bange, wer Infos will kommt auch so an Infos. Dazu braucht es kein Altpapier im Briefkasten.

    Noch eine Sache: danke für die Info hier, das Gangolf Stocker das Ignorieren solcher Aufkleber propagiert. Damit ist er und die ganze SÖS auch nicht mehr wählbar für mich. Wer meine Persönlichkeitsrechte mit Füßen tritt braucht nicht meine Stimme.

    Wer immer noch glaubt, er hätte das Recht anderen Leuten die Briefkästen vollzumüllen darf sich gerne bei Antispam (www.antispam.de) informieren.

    • SW sagt:

      So ein Mist, ich wollte jetzt eigentlich nicht Werbung für eine andere Internetseite sehen, aber ich wurde damit belästigt.

  17. Hans Hase sagt:

    Leider kann ich keinen Kommentar unter der Sache mit dem vorgeblich beschädigten Auto hinterlassen, daher hier (bitte gg. verschieben): Ist diese Geschichte gegenrecherchiert oder beruht sie tatsächlich nur auf Hörensagen („Gestern erzählt mir ein Kollege: “Ein Freund von mir (…)“). Nach den zigfachen Lügen und Verleumdungen, die Proler inzwischen verbreiten, wäre hier sicher ein Hinweis angebracht, dass sich der Autor, also Du, Max, vom Wahrheitsgehalt überzeugt hat. Oder nicht?

    • Max sagt:

      Ich vertraue meinem Kollegen. Es war sein Freund und er selber hat das Auto gesehen. Da brauche ich nicht weiter zu recherchieren.

      • Hans Hase sagt:

        Bleibt also reines Hörensagen. Wenn das usus wäre, hiesse es heute noch, dass eine Frau gestorben sei, weil Demonstranten den RTW blockiert hätten … Und die Pro-Fraktion hat freilich überhaupt nichts mit den unteriridischen T-Shirts zu tun. Hat mir ein Nachbar erzählt. Usw. usf.

  18. planb sagt:

    Also irgendwie kommst Du mir etwas verschroben vor. Soviel Aufstand und Aufwand wegen ein paar Flyer?

  19. E.P sagt:

    Ich rege mich über Werbung in meinem Briefksten nicht auf. Was ich nicht lesen will landet postwendendund ungelesen in der Papiertonne und gut ist.

  20. Max sagt:

    Nochmal zum Mitmeißeln für alle:

    wir bekommen ständig solche Mails und würden euch inständig bitten, uns das zu ersparen.

    • Hans Hase sagt:

      Die Mails würdest du auch bekommen, wenn das nie vorkäme – nennt sich ‚Medienoffensive‘. Dazu zählen Nazivergleiche, Gewaltdrohungen, Lügengeschichten aller Art.

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