Polizei setzt nach Demo Pfefferspray ein

Nach der Demo am Samstag, 4.12., hat die Polizei vor dem Neuen Schloss Pfefferspray  gegen S21-Demonstranten eingesetzt und eine Frau schwer verletzt.

Im Neuen Schloss fand ein Empfang mit MP Mappus statt. Augenzeugen berichten, dass sich die demonstrierende Menge vor dem Neuen Schloss bereits zerstreute und Richtung Schlossplatz davonzog, als zunächst ein Video-Team der Polizei vorgeschickt wurde und dann etwa 10-15 Polizisten in eine Gruppe von etwa 30 Demonstranten hineinrannten. Dabei wurde eine ältere Frau von der Polizei regelrecht überrannt; sie erlitt einen Oberschenkelhalsbruch und liegt nun im Krankenhaus verschiedene Quetschungen, Zerrungen, Prellungen von Kopf bis Fuß (insbesondere Brustkorb und Hüfte). Die Polizei setzte Pfefferspray ein, siehe Foto eines Opfers. Zwei Menschen wurden in Gewahrsam genommen, darunter ein 17-Jähriger, dem vorgeworfen wird, einen Anti-S21-Aufkleber an die Parteizentrale der CDU geklebt zu haben. Dieser Polizeieinsatz ist erneut unverhältnismäßig und brutal.

Weitere Fotos hat Berufsdemonstrant. Die BaumPoeten haben einen Bericht zum unangemeldeten Demozug ins Netz gestellt.

Auch camS21 war vor Ort:
Tondokument der überrannten, schwer verletzten Frau (leider zu wenig Licht)
Videodokument zum Geschehen: ab 2:08:30 h

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95 Antworten zu Polizei setzt nach Demo Pfefferspray ein

  1. Eva sagt:

    Ich habe noch paar Fotos die ihr verwenden könnt.
    Die überrante Frau, da zuwenig Licht zum filmen, deshalb habe ich noch Fotos gemacht.
    http://twitpic.com/3cwf2e
    Im Rettungwagen mit Polizei.
    http://twitpic.com/3cwia4
    http://twitpic.com/3cwinn
    Der Mann der mit dem Pfefferspray besprüht wurde:
    http://twitpic.com/3cwhbr

    Die verletzten wünsche ich gute Besserung.
    Eva

  2. Hans-Martin sagt:

    Wo ist mein kommentar,den ich heute morgen ca,6,35 Uhr dazu geschrieben habe??
    ist der dem technischen Umbau zum Opfer gefallen?

  3. Drk-hans sagt:

    So, jetzt mal langsam – ich war als Rettungssani vor Ort – und ich sags glich, es wird wohl ne Anzeige geben wegen Notrufmissbrauchs!
    Zu der Frau kann ich leider nichts sagen aber laut unseren Protokoll gab es lediglich 1 Pfeffersprayopfer und dafür aber knapp 25 Notrufe mit Angaben bis zu 50 Verletzte…
    Und als ich dann noch erfahren hab das es wohl ne Art Gefangenenbefreiung gab war mit schon klar das es inszeniert war zumal Mappus laut DRK-Info bereits seit längerer Zeit weg war.
    Gibt wohl leider auf beiden Seiten Lügenpack und leider wird dann auch noch so ein Mist veröffentlicht…

    • Klaus Beyer sagt:

      Schon klar, wenn die Beachtung der Demos langsam abflacht, weil ein Großteil der früheren Gegner dem Projekt mittlerweile positiv gegenüber eingestellt sind. Da braucht man wieder Schlagzeilen und die gibt’s eben leichter mit Blaulicht. Traurig, wirklich traurig.

    • LegionST sagt:

      Lieber Hans vom Deutschen Roten Kreuz,
      ich war ebenfalls vor Ort und habe sofort nach der grundlosen Pfefferspray-Attacke zwei Menschen mit Wasser ausgeholfen und die Augen ausgespült. Ein weiterer Jugendlicher wurde weiter hinten bereits von anderen Demonstranten behandelt. Auf einer Parkbank saß dann noch ein Demonstrant, der viel Pfefferspray abbekommen hatte, bei dem sich die Reizung allerdings nicht durch Wasser hat lindern lassen. Und das werden bestimmt nicht die einzigen Opfer von Polizeigewalt gewesen sein. Die Menschen vor Ort waren ziemlich verstört und da der Zugriff der Polizei erst in der Dunkelheit stattfand, konnte man die genaue Situation nur schwer beurteilen. Das DRK war allerdings erst gefühlte 15-20 Minuten später vor Ort, da wird sich wohl nicht mehr jeder bei euch angestellt haben. Soll natürlich kein Vorwurf sein, ihr könnt auch nicht fliegen. Höchstens mit einem Heli. 😉

      Zum Thema Inszenierung: Der Übergriff der Polizei fand genau im Einbruch der Dunkelheit statt. Die Demonstranten waren bereits in Aufbruchstimmung, und viele hatte dem Schloss bereits den Rücken zugedreht. Wehrhaft ist man dann plötzlich in die Menge gestürmt. Wutschreie, Angstschreie und Pfefferspray lag in der Luft.

      Dem Inhaftierten wirft man im übrigen Sachbeschädigung und Beleidigung vor. Beide Delikte sind gut eine Stunde vorher passiert und äusserten sich in Form von einem Aufkleber an der CDU-Zweigsstelle und Fingerzeige auf Polizeibeamte. Der Angriff geschah also ohne Vorwarnung und auch zu keiner Zeit haben die Polizisten die Demonstranten vor dem Schloss aufgefordert den Platz zu verlassen. Sieht man mal von denen ab, die nicht mehr auf das Gelände gelassen wurden.

      • Montagsdemo1989 sagt:

        Der liebe Hans vom DRK sollte sich mal mit der Geschichte der Montagsdemos in der DDR vor ihrem Zusammenbruch beschäftigen. Da tun sich seltsame Prallelen auf, denn auch hier bediente sich die Stasi der Schlägertruppen der Bereitschaftspolizei und sogar in Zivil. Aber einem blinden Huhn ist nicht zu helfen, daher ein Prost auf die westliche, freiheitliche Demokratie. Nach dem Zusammenbruch des sog. sozialistischen Staatenbundes habe ich nichts anderes erwartet.

    • Minko sagt:

      ich war der andere der den einen versorgt hat, wichtig wäre die (3-6) jungen weiblichen menschen zu finden und sie sollen ihre beobachtungen zu papier und wort bringen. es gibt auch ein bildaufzeichnung darüber, aber bitte die zeugen aufpassen, am besten vorher mit einem anwalt reden,

      von den beiden die du versorgt hast und der frau hab ich nichts mitbekommen, da es da gerade noch an einer anderen stelle brannte.

      die betroffenen und die zeugen sollten aber umgehend anwälte konsultieren. es gibt bildaufzeichnungen über den vorgang.. das unterstelle ich weil ich ausschnitte gesehen hab, weiß aber nicht wer sie hat.

      jedenfalls die sache öffentlich machen, war klar ein versuch die bewegung zu kriminalisieren und nicht schlecht eingefädelt. es gab übrigens wahrscheinlich noch versuche an anderer stelle. die verletzte frau hat unser aller mitgefühl, wer kann angaben dazu machen?

      macht das öffentlich, damit die frau auch drüber reden kann was da los war

    • Armin sagt:

      Also ob eine Anzeige wegen Notrufmißbrauch gerechtfertigt ist stelle ich in Frage da es nicht klar war wieviele Personen betroffen waren
      Fakt ist das durch das Vorgehen der Polizei mit vielen verletzten zu rechnen war.
      Und wen man die Vorlaufzeit die die rettungskräfte benötigen ( Anfahrt zur Unterkunft, Anfahrt zur Einsatzstelle, Aufbau des Behandlungsplatzes ) war es vom Rettungsdienst richtig gehandelt so zu Alarmieren.

    • Piti sagt:

      Drk-hans ist möglicherweise dieser (Polizei?)DRK-Fahrer.
      http://yfrog.com/go2ej0j

      Die ersten DRK-Fahrzeuge kamen erst nach gefühlten 6 Grad Minus und 20 Minuten. Dann hatten sie angeblich nichts gegen Pfefferspray dabei und fuhren einen Jungen ziemlich rüde an, weil er mit einer Freundin in den Sanitätswagen wollte. Das Mädchen (14 Jahre) wollte nicht alleine zu dem Sanitäter ins Fahrzeug. Sie stand unter Schock nachdem man ihr zunächst auf den Kopf geschlagen hatte, wurde sie zu Boden gedrückt und als sie weinte, von der Polizei ausgelacht.
      Meiner Beobachtung nach blickte der Sanitäter dem Mädchen nur kurz auf den Kopf um per Funk od Tel. die Nachricht, dass äusserlich nichts sichtbar sei, weiter zu geben.
      Da ihr Freund, der genötigt vor dem Sanitätsfahrzeug auf seine Freundin warten musste, auch Pfefferspray in die Augen bekommen hatte, suchte ich nach einem anderen Sanitäter.
      Einer unserer Demo-Sanitäter hatte seinen Koffer um die Ecke stehen und meinte ich solle den Jungen zu ihm schicken. Doch der Junge hatte Angst um seine Freundin, die war zwischenzeitlich alleine im Fahrzeug eingesperrt und klopfte schreiend gegen die Fensterscheiben, dass sie hier raus will. Sofort sprach ich den Sanitäter an und sagte er solle unverzüglich das Mädchen aus dem Fzg lassen. Inzwischen kam ein Grosseinsatzkomando vom Bevölkerungsschutz der Feuerwehr zu Hilfe, wobei viele Verletzte bei den zudem frostigen Temperaturen inzwischen nicht mehr vor Ort waren.

      Dass die Polizei mit ihrer „Anklage wegen Sachbeschädigung“ – darunter verstehen die das anbringen eines Stuttgart 21 Klebers am CDU Gebäude – gegen einen Jungen wartete bis möglichst viele Demonstranten gegangen waren um dann eine Inszenierung mit Verhaftung vorzuführen, man zudem abwartete bis keine Pressevertreter mehr vor Ort waren, war erneut eine gezielte Provokation (vermutlich eigens von Mappus angeordnet).

    • Peter Steinbrück sagt:

      Danke DRK Hans,
      die Frau ist tatsächlich überrannt worden, aber sie hat es ohne Knochenbrüche überstanden und ist jetzt zu Hause. Viele Prellungen, eventuell Lunge gequetscht.
      Der Ablauf, so weit ich es bisher rekonstruieren konnte:
      BFE stürmt los und nimmt will einen Jugendlichen festnehmen. Die Frau steht im Weg, ein Polizist fällt über sie, die anderen Polizisten latschen über die am Boden liegende Frau und lassen sie dann einfach liegen.

    • Factorx sagt:

      Klar Hansi vomDRK! Schon allein die Bilder dieser Zeite zeigen zwei Opfer von Pfefferspray. Bist wohl nicht richtig im Bilde!

  4. Gesine Hofmayer sagt:

    An DRK -Hans
    Na,das ist aber schon komisch,dass du als Sani nichts vonder Frau
    mitbekommen hast.Es stimmt auch ganz einfach n i c h t ,dass e nur 1 Pfefferspray-Opfer gab,das waren mehrere -plus die schwer verletzte Frau.Ich war Augenzeuge.

    • Heimer sagt:

      zum glück gab es augenzeugen.
      sogar solche, die ganz genau hinsahen, wie der piti

      „Drk-hans ist möglicherweise dieser (Polizei?)DRK-Fahrer“

  5. Tilo sagt:

    Lieber Dirk,
    ich selbst und einige weiter MEnschen die ich gut kennen waren auch vor Ort. Es gab KEINE Gefengenenbefreiung! Die Polizei hat sich, nachdem sich die Menge am auflösen war, in einem Trupp auf einen Demonstranten gestürzt und wollten diesen festnehmen, da er angeblich an der CDU Zentrale einen erhobenen Mittelfinger der Polizei entgegengestreckt hat und weil er einen Anti S21 Aufkleber an die CDU Zentrale geklebt hat.

    Der Zugriff erfolgte also erst Stunden nach der Aktion bei der CDU.

    Die umstehenden Demonstranten haben versucht die Verhaftung zu verhindern und dabei wurde Pfefferspray eingesetzt. Gleichzeitig wurde bei dem Polizeisturm eine Frau überrannt die dabei anscheinend einen Oberschenkelhalsbruch erlitten hat.

    Ob und wer angerufen hat und von 50 Verletzten gesprochen hat weiss ich nicht. Vielleicht ein betrunkener aus dem Weihnachtsmarkt?

    Deine Vermutung das hier etwas inszeniert war muss ich absolut wiedersprechen. Es gibt genug Zeugen die anderes Berichten! Mich selbst eingeschlossen!!

    Deine Mutmassung ist unüberlegt oder Du versuchst hier zu verunglimpfen was passiert ist! Arbeitest du als DRK Mitglied für die Tunnelfraktion?

    Wenn du Sani vor Ort warst warum hast Du dann von der Frau nichts mitbekommen? Die hat laut genug vor Schmerzen geschrien?

    Und noch was an Herr Bayer:

    Wir brauchen keine Negativ Publicity. Wieso sollten wir sowas inszenieren? Das die früheren Gegner plötzlich positiv dem Projekt gegenübertsehen ist doch eine reine Mutmassung oder hast Du Belege? Ich glaube Du kennst keinen einzigen Gegner sonst würdest Du anders reden.

    Ich denke Sie beide sollten lieber auf Ihren einschlägigen PRO Webseiten dokumentieren anstatt unwahrheiten zu verbreiten!

    • Bei_der_Wahrheit_bleiben sagt:

      Zitat:
      „Es gab KEINE Gefangenenbefreiung“

      „Die umstehenden Demonstranten haben versucht die Verhaftung zu verhindern und dabei wurde Pfefferspray eingesetzt. “

      ja was jetzt ?

      Es gibt auch einige Bilder, ich hab leider net den technischen Sachverstand diese hier zu verlinken/hochzuladen, die zeigen wie ein Polizeibeamter von hinten durch zwei Demonstranten umklammert und zu Boden gezogen wird ….

      Die überrannte Frau hat einen Oberschenkelhalsbruch? Sorry, aber dann lügt einer, Tilo oder Eva, deren Bilder zeigen nämlich nix von nem Oberschenkelhalsbruch bei der Frau, die dann nicht so stehen könnte wie sie es auf dem Bild tut.

      Wo wird die Behauptung belegt, dass die Frau durch Polizisten überrannt wurde ??? Mutmaßung als Fakten dargestellt … schämt euch.

      • Piti sagt:

        Seltsam, auf meinen Bildern wird ein Polizist nicht von Demonstranten, sondern von einem Kollegen zurückgehalten… die Demonstranten halten keinen Polizisten fest, sondern werden teils von hinten umgerannt.

      • Eva sagt:

        Ich habe nie behauptet was die Frau hat. Ich habe lediglich die Videoaufnahmen und Fotos gemacht. http://bambuser.com/channel/peterpstuttgart/broadcast/1229768

        Ausserdem sieht man deutlich, dass die Frau gestützt wird und die Beine schief sind.
        Ausserdem wurde sicher im KH geröntgt oder kann man einfach so ein Bruch diagnostiziert. Es gibt ja nicht nur offene Brüche, sonder auch geschlossene.
        Ab Min. 1:48 kann man sehr gut sehen wie „aggressiv“ die Demonstranten sind. Sie tanzen, sind dabei, aber laut.
        Erst als diese Spezialeinheit wie am 30.09. sich hinstellt kann man „Mappus weg“ Rufe vernehmen.
        Ab Min. 1:57 setzt sich die Polizei ins Bewegung
        Ab Min. 2:03 wieder Bewegung, die Demonstranten sind zwar laut, aber friedlich (sie stehen rum). Wir kommen wieder Rufe, d.h. die Menge löst sich auf u.o. zieht weiter.
        Ab Min. 2:07 sieht man wo die Frau überrant wurde.
        Ab Min. 2:10 schlägt die Polizei wieder zu,
        Bei Min.2:11 sagt ein Junge zu den Polizisten: Hör auf rumzuschubsen, der Polizist sagt hör auf zu provozieren????

      • infogranny sagt:

        Bilder zeigen ist einfach: z.B. twitteraccount anlegen und über twitpics bilder vom Rechner hochladen.

        anmelden bei twitpics auch einfach. Einfach machen, geht schon.

  6. Aktivist sagt:

    Und so sieht dann der Polizeibericht aus:

    Polizeibericht
    Auszug: „Eine Frau wurde von Rettungssanitätern versorgt,
    nachdem sie im Tumult gestürzt war und mehrere Personen auf sie getreten waren.“

    Und die StZ übernimmt das natürlich wieder ungeprüft und stellt es als Tatsache dar. Im Artikel Widerstand wieder auf der Straße.
    Auszug, praktisch wörtlich aus dem Polizeibericht übernommen: „Eine Frau musste zudem von einer Rettungssanitäterin versorgt werden – sie war in den Tumulten gestürzt, und mehrere Menschen waren auf sie getreten.“ Und das nennt man Journalismus?

    Schreit eigentlich nach Demonstrationen und kreativen Aktionen a) gegen Polizeigewalt und b) gegen unkritische Hofberichterstattung und beschönigende Polizeiberichte.

  7. Ing21 sagt:

    Ich hoffe die Beteiligten fertigen möglichst früh ein Gedächtnisprotokoll an. Damit Sie die Vorgänge später möglichst präzise wiedergeben können.

  8. Eva sagt:

    Schade, mein Kommentar von heute ist noch nicht veröffentlicht.
    Dafür zig Andere.

    • Bildermacher sagt:

      Da haste entweder was falsch gemacht oder bist der Zensur zum Opfer gefallen

    • LegionST sagt:

      War ein Link dabei? Ansonsten würde ich Deine Nachricht mal nach Wörter überprüfen, die möglicherweise geblockt werden könnten.

  9. Eva sagt:

    Ich habe noch paar Fotos die ihr verwenden könnt.
    Die überrante Frau, da zuwenig Licht zum filmen, deshalb habe ich noch Fotos gemacht.
    http://twitpic.com/3cwf2e
    Im Rettungwagen mit Polizei.
    http://twitpic.com/3cwia4
    http://twitpic.com/3cwinn
    Der Mann der mit dem Pfefferspray besprüht wurde:
    http://twitpic.com/3cwhbr

    Die verletzten wünsche ich gute Besserung.
    Eva

    ps. vielleicht klappt jetzt.

  10. Gegen S21 sagt:

    Wir hätten gern ein paar Aufnahmen von der demo gemacht aber die war leider erst abgesagt (wurde ja auch bei der Kundgebung so mitgeteilt) und dann waren wir leider schon weg als sie spontan und ohne Führung losging.

    Könntet ihr ein paar Pics von der Demo einstellen und beim nächsten Mal wenigstens mal was twittern!

  11. Hanauer sagt:

    was wollt ihr denn, sie war unangemeldet. vielleicht informiert ihr euch mal davor, das ist mehr als normal.

    • Michael Mootz sagt:

      Jeder Mensch hat das recht sich friedlich und ohne waffen zu versammeln. Das muss kein Mensch in einem Büro genehmigen!!

      • Alles Quatsch sagt:

        Wer sich als Demonstrant zwischen die Polizei wirft, um eine Festnahme zu verhindern und sich somit mit den Straftätern solidarisiert, macht sich gleichfalls wg. Widerstand, Störung einer Amtshandlung oder, je nachdem wie der Fall gestrickt ist, der Gefangenenbefreiung strafbar. Da ist der Pfeffersprayeinsatz das richtige Einsatzmittel, um dies zu verhindern. Das sollten die ach so friedlichen Demonstranten hier nicht vergessen!

        • zom kotza sagt:

          Hallo alles Quatsch – genau richtig erkannt und deshalb Quatsch einfach lassen und OBEN BLEIBEN

        • Seppi sagt:

          Noch können sich willfährige Prügel-Beamte mit solchen Sprüchen aus der Verantwortung stehlen und vor sich selbst ihr Handeln rechtfertigen, ergo schön reden. Man braucht ja ein gutes Ruhekissen für sein ebensolches Gewissen. Bevor ich solchen Sermon von mir geben würde, mein Tipp: den Kopf benutzen und überlegen wer eure Gehälter bezahlt. Polizisten sind nichts weiter als Knechte ihrer Dienst-Herren oder besser gesagt, Sklaventreiber, die die anderen Systemsklaven zur Konformität prügeln und/oder züchtigen wollen. Da sage ich nur Pfui-Teufel!

        • Jan sagt:

          „gefällt mir“ 😉

      • infogranny sagt:

        Genau, das ist es . Und wer Infos möchte, was geplant ist, informiert sich bei den anderen Demonstranten direkt oder ? Heisst ja auch direkte Demokratie .

    • Bernd Carle sagt:

      Angemeldet oder nicht: es gibt rechtlich auch spontane Aktionen (über das Zurückziehen angemeldeter Demos durch die Veranstalter äußere ich mich woanders). Und die Polizei ging am Samstag auf dem Schloßplatz völlig hirnlos vor. Barrikade an der Planie, aber der Weihnachtsmarkt völlig ungesichert. Und die Kinderlein (es waren auch Erwachsene dabei) kamen dann halt zwischen Lebkuchenständen in den Schloßplatz. Eine hilflos unterbesetzte Polizeiabsperrung 50 Meter vor dem Neuen Schloß wurde von den Passanten schlichtweg ignoriert. So muß es sein. Die Polizei ruft ‚Stop‘, aber das interessiert niemanden. Es gibt immerhin noch das Grundgesetz, und darin steht was überr Freizügigkeit drin.
      Ich bin dann nach ‚wir kommen wieder‘ abgezogen. Wenn die Staatsmacht danach wieder Pfefferspray eingesetzt hat, dann war das wieder politisch absolut daneben. Oder fürchten die sich vor uns und schlagen bloß noch auf die sowieso abziehenden Bürger ein?

      Daß es nach

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  13. Aufpassen ! sagt:

    Leute – dass die Polizei schräge dinge tut und getan hat, ist zweifelsohne richtig. ABER: Dennoch will ich mal alle bitten, mit dem „Mappus weg“ gejaule usw. ein bisschen sparsamer umzugehen. Ganz einfach – nicht, weil ich ihn toll finde, aber weil es nix bringt ! Wählen gehen bringt was ! mit Leuten freundlich reden, diskutieren – und dabei am besten nicht über Politik, sondern über Sachfragen. Spart Eure Energie und setzt sie lieber dafür ein, für jeweils die nächste Demo ein paar Freunde mitzubringen und den Rest des Tages (d.h. vor und nach der Demo) schön zu verbringen !!!!!

    Protestiert so, dass Unbeteiligte eher mit Euch sympatisieren als genervt emotional zu Prolern werden. Wir haben die besseren Argumente !
    Zu der verletzten Frau: Wenn sie tatsächlich verletzt ist, dann tut mir das sehr Leid und dann muss das aufgearbeitet werden + wünsche baldige Genesung. Aber: noch vom 30.09. ist sie mir bekannt – sie war sehr auffällig (wer sie da auch gesehen hat, weiss, was ich meine). Daher bitte ich Euch: erst mal alles prüfen und nur Dinge schreiben, die Ihr 1000%ig wisst. Bitte – Ruhig Blut ! Leute am 11.12. mitbringen !!!!

  14. Pingback: S21 Polizei mit Pfefferspray « xinos

  15. Claudi sagt:

    Ich am Samstag nicht mehr dabei, als „unsere Polizei“ mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt hat. Was auch immer wirklich und warum passiert ist, eins ist ganzganzganz wichtig: wir dürfen dein PROlern und ihren Politikerfreunden keinesfalls den Gefallen tun und uns durch gezielte Provokation auseinanderdividieren und noch weiter dezimieren lassen! Das Ziel solcher Aktionen ist doch, dass wir zum einen in der Öffentlichkeit schlecht da stehen und zum anderen immer weniger Leute an den Demos teilnehmen. Sei es aus Angst, dass was passiert oder einfach , weil sie mit uns nicht in einen Topf geschmissen werden wollen. Dies müssen wir unbedingt verhindern! Die Verletzten und durch die Gewalt Traumatisierten haben mein vollstes Mitgefühl! Allein schon ihnen zu liebe müssen wir friedlich bleiben, oben bleiben und heute und am Samstag zahlreich zu gewohnt bunten, lauten, kreativen und fröhlichen Demos kommen.

  16. Hans-Martin sagt:

    MeinKommentar von gestern früh scheint dem technischen Umbau zum Opfer gefallen zu sein.
    Ich werde jetzt nochmals was zum Verhalten bei Spontandemos schreiben.
    Zugleich will ich einige Einschätzungen der Vorfälle kritisieren.
    Leider gibt es noch immer nicht Strukturen oder ein Plenum in unserer Bewegung,wo man das nacharbeiten kann….somit muss ich es hier öffentlich diskutieren (was immer eine zwieschneidige Sache ist)
    Unsere Bewegung zeichnet sich durch Ablehnung von Gewalt(sei es aus Prinzip,sei es,weil sie hier das falsche Mittel ist) aus und das wurde durchgehalten .
    Das führt auch dazu,das sehr viele von uns davon ausgehen,solange wir nichts gesetzwidriges machen,dürfen die auch nicht eingreifen.
    Das ist ein Irrtum!!!
    Das kann buchstäblich ins Auge gehen,wie am Samstag.
    Es gab einzelne Stimmen (bspw. parkschützer-forum) die rechtzeitig darauf hingewiesen haben dass die Gegenseite in den Startlöchern steht.
    Dass dann derart viele Menschen ganz selbstverständlich sich der Spontandemo angeschlossen haben hat dann ein wenig so ein „Die können uns garnichts“-Gefühl aufkommen lassen.
    Jetztkommen zig Stimmen die sagen,das war wieder von oben angeordnet,das kam von Mappus selbst,sie haben die Dunkelheit abgewartet und erst dann losgeschlagen.
    Liebe Leute,sie haben das gemacht,was sonst bei entsprechenden Spontandemos üblich ist in anderen Städten.
    Uns sie haben dafür gesetzliche Legitimation.
    Jeder hat den dokuwagen vor der Demo gesehen,jeder konnte,wenn er wollte,die zig anderen Dokupolizisten bei der Arbeit sehen entlang des Demozuges.
    Vor der CDU-Zentrale war eine brenzlige Situation entstanden,schnell herbeigerufene Polizisten (jung und unsicher )wussten nicht was nun kommen würde und hatten sichtlich die Anweisung,Ruhe zu bewahren,sich nicht provozieren zu lassen.
    Wer wollte konnte auch die beiden herbeieilenden Polizisten sehen,die
    Lageeinschätzung gemacht und weitergegeben haben (Ankleben von Bebbern etc) und die wahrscheinlich eine Personenbeschreibung durchgegeben haben.
    Spätestens ab hier hätte klar sein müssen,dass man jetzt in Reihe bleibt.
    (insbesondere wenn man als Gruppe von Verhalten und outfit ohnehin von
    Anfang an auf dem Schirm ist)
    Ebenso sollte klar sein,dass man dann eine Demo zusammen(!) gut zu Ende bringt.
    Ich kann hier leider nicht Klartext reden aber:
    Wenn sich Leute kennen oder einschätzen können,wenn bestinmmte vorstellungen Konsens sind kann man auch frech auftreten.
    Wenn man ein bunter Haufen ist,nicht weiss,wer sonst neben einem steht und wer wie reagiert,sollte man den Kräfteverhältnissen nach angemessen agieren.
    Jemand hat auf parkschützer-seite dazu geschrieben,hinter dem Transparent bleiben,kein Absondern von kleinen Grüppchen etc.
    So ist es!!!
    Eine von der Gegenseite inszenierte Geschichte hätte völlig anders ausgesehen und hätte die Bewegung ratlos zurückgelassen….
    also bitte jetzt nicht wieder diese Komplott und Ultrabrutalstories…
    Sie mussten diesen kleinen Vorwand benutzen weil es sonst keinen gab…und sie mussten und angesichts unseres Auftretens vor der CDU-Zentrale zeigen,dass sowas Folgen hat.
    Sie sind ein eingespieltes Team—-wir sind in Lernprozess, aber wir lernen hoffentlich schnell.

    • Berufsdemonstrant sagt:

      Dem kann ich absolut zustimmen. Dieses Vorgehen seitens der Polizei ist bei Spontandemos ist ganz normal, nicht nur in anderen Städten sondern auch in Stuttgart. Bei S21-Protesten haben sie sich in der Vergangenheit recht zurückgehalten, eben weil es ein „Bürgerprotest“ ist und keine Aktion einer kleinen, linken Splittergruppe ist. Diese Zurückhaltung scheint mehr und mehr vorbei zu sein.

      Das heißt für uns: Wir müssen uns bei Spontandemos professioneller verhalten. Das bedeutet natürlich nicht dass sich jeder vermummen oder in einheitlichem schwarz kommen soll, es bedeutet aber dass man möglichst geschlossen und solidarisch agiert. Also: Spontandemos nicht spalten, zusammenbleiben bis die Demo vorbei ist, möglichst dicht beisammen sein, keine Absonderungen von Kleingruppen etc.

      • Eva sagt:

        Es ist halt schwierig, wenn die Polizei ab dem Weihnachtsmarkt absperrt und da man nur einzeln durchkommt.
        Und oft sind die Leute einzeln auf die Demos, ich auch und ich hoffe jedes Mal, dass mir und anderen nichts passiert.

        • Berufsdemonstrant sagt:

          Da hast du natürlich recht, aber auch wenn man nur einzeln durchkommt sollte man danach nicht weiterlaufen sondern auf der anderen Seite der Polizeikette stehenbleiben.

  17. Amadablam sagt:

    Ich möchte auf die Diskussionsseite zum Thema „spontane Demozüge“ (auf Facebook: Kein Stuttgart 21) hinweisen mit der Frage: worauf müssen wir im weiteren Vorgehen achten. Alles Trachten von Mappus zielt auf eine Widerwahl. Seine Taktik scheint im Moment zu sein: Gütigen aber strengen Landesvater raushängen, Kreide fressen und den Gegnern die Legitimation absprechen. Dazu wird es alles tun, um weiterhin Protestierende in die Radikale Ecke zu drängen. Die Mittel, die eingesetzt werden, haben wir am 30.9. gesehen: Lügen, diffanmieren und provozieren – aber von Seiten der Polizei oder willfähriger Helfer. Der Artikel im Stern stützt die These. D.h. wir müssen noch viel grundlegender überlegen, wie wir unserem Protest witzige, bürgernahe Züge geben.
    http://www.stern.de/politik/deutschland/stuttgart-21-mappus-und-kauder-knoepfen-sich-gegner-vor-1631108.html

  18. Wolfgang sagt:

    Ich war bei der Aktion am neuen Schloss nicht dabei. Habe den Spontanzug kurz nach dem Landtag verlassen. Ich kenne nur die Berichte, Bilder und Videos.

    Es scheint aber sicher, dass die Koalition aus schwarz-grünem Trachtenverein jetzt nach der Schlichtung eine härtere Gangart wählen soll/wird. Mappus erhofft sich hierfür wohl Verständnis und Rückhalt aus der Bevölkerung, da die Prognosen für die CDU momentan etwas steigen.

    Ich schätze, dass unsere Freunde und Helfer am Samstag etwas unterbesetzt waren, sonst hätte man den Spontanzug möglicherweise schon früher gestoppt oder abgedrängt und man wäre garnicht zur CDU-Zentrale und zu Neuen Schloss gekommen. Das Gros der Einsatzkräfte war wohl zur Absicherung von Landtag und Schloss abgestellt.

    Zu dem oben angesprochenen Verhalten bei Demos von Hans Martin und Berufsdemonstrant hätte ich einen Vorschlag oder eine Bitte, da ich in der Hinsicht auch nicht so erfahren bin:
    Es gibt Aktions- und Blockadetrainings. Könnte man nicht auch eine Art Demoseminar anbieten?

    Und wegen Samstag nochmals:
    ***Herr Stumpf wird die Verantwortung schon übernehmen***

    • Hans-Martin sagt:

      Demoseminar? ich denke,im Unterschied zu Blockade gibt es bei Demos zuviele Situationen,auf die man eingehen müsste.
      Wichtig ist eine Art Instinct herauszubilden,das bekommt man,wenn man entsprechend viele Erfahrungen sammelt.
      Und natürlich ist der Anlass und die Zusammensetzung entscheidend.
      Vorallem aber gilt grundsätzlich:je intensiver in einer Bewegung kritische Auseinandersetzungen stattgefunden haben,je mehr man gestritten hat um ein mögliches gemeinsames Vorgehen (was auch Spaltung beinhalten kann) desto höher die Wahrscheinlichkeit,dass sich die Leute klug verhalten.
      Soweit sind wir noch lange nicht und ich kann nicht umhin zu sagen,das Aktionsbündnis tut auch alles,um nicht soweit zu kommen.
      Um es nochmal klar zu sagen:die Geschichte am Samstag ist glimpflich abgelaufen!Und sie kam nicht aus heiterem Himmel!
      Situationen wie die vor dem CDU-Haus sind absolut brisant.
      Es entsteht Gedränge,Schubsen,verbale Attacken…..und immer mehr Leute rennen zu dem Pulk,in einer Erwartungshaltung.Für die Nachkommenden entsteht der Eindruck,da gehts bereits ab,Polizei schlägt bereits zu,entsprechend schreit man“Aufhören“ und „Haut ab“ und sonstwas.
      Man ist das Gegenteil von aufmerksam.
      Wer in sowas reingerät hat ein völlig rechtschaffenes Gefühl:die haben angefangen und die durften das nicht.
      Wenn er Pech hat muss ihm Tage später die Rechtshilfe erklären,welcher Handlungen oder Unterlassungen er beschuldigt wird….nun wird er sagen alles ist dokumentiert,es gibt zig Videos die zeigen,ich hab nix gemacht.
      Leute,schaut euch doch mal die Videos an.Alles „Ansichtssache“,ob da gerade jemand einen Polizeibeamten in Ausübung einer Massnahme hindert etc.
      Ich hab auch noch nie eine Situation erlebt,wo das sich in den Weg stellen oder das Rufen „Lasst den los,der hat garnichts gemacht“ irgendeinen aus dem Zugriffstrupp beeindruckt hätte-im Gegenteil.
      Wichtiger ist Namen zurufen,Rechtshilfe verständigen,Umstehende fragen,was sie gesehen haben und ob sie das auch bezeugen würden etc.
      Ob man in was reingerät,wo man garnicht reinwollte (das soll es ja auch geben) liegt nicht nur bei einem selbst.
      Klar ist aber,dass der Ausgang aus sowas schwerer fallen wird,wenn man sich mit Klebern und buttoms ausstaffiert hat
      oder der Lieblingsdemonstrant des Polizeidokutrupps war oder
      sich bspw.Wegrennenden anschliesst.
      Vorallem aber: Demo gemeinsam zu Ende bringen…sich an dem kleinen Erfolg freuen.Das hätte nach dem Abstecher zur CDU allen klar sein müssen.

  19. Silke Geida sagt:

    Ich möchte alle Zeugen des Vorfalls dringend bitten ein Gedächnisprotokoll anzufertigen!
    Bitte sendet die Protokolle so schnell es geht an folgende E-Mailadresse:
    protokolle(at)unser-park.de

  20. Wolfgang sagt:

    Habe noch etwas vergessen.

    Kennzeichnungspflicht für die Polizei !!!

    http://www.amnestypolizei.de/mitmachen/mailen.html

  21. Demo-Teilnehmerin sagt:

    Wenn die Polizei die Bolzstraße mit nur 10 Polizisten abgesperrt hätte, wäre der Demozug nicht zum Schlossplatz gekommen, sondern zum Bahnhof weitergelaufen, und NICHTS wäre passiert.

  22. vvm22 sagt:

    Teile dieser Gewalt-Beamten sollten sich künftig umbenennen in:
    – Prügelzei
    – Schlägerzei
    – CDUlerzei
    – Pfeffersprayzei

  23. blauematrix sagt:

    Hallo, ich war dabei und habe viel gesehen und gefilmt und fotografiert, sowie Jugendliche versorgt. Wer Zeugen sucht, bitte melden, ich weiß nicht wo man sich hinwenden soll.

    Viele Grüße

  24. Heimer sagt:

    wie naiv muss man eigentlich sein, dass man die schuld an den auseinandersetzungen IMMER und AUSSCHLIESSLICH bei den polizisten sucht?
    schallt es etwa nicht mehr so zurück, wie man in den wald hineinrief?

    sehts doch mal so rum: glaubt ihr es macht den polizisten spass und freude sich mit euch anzulegen? glaubt ihr wirklich, das ist reine schikane und freude an der eskalation? glaubt ihr wirklich, es käme zu solchen szenen, wenn die demonstatrten so schäfchengleich wären, wie es hier immer heisst?

    ich kann mir das schwerlich vorstellen.

    sehr schade, wenn bei einer solchen riesengroßen angelegenheit, was S21 nunmal ist, am ende nur schwarzweissdenkender, blinder, wütender aktionismus übrig bleibt.

    wer von euch erinnert sich eigentlich noch daran, dass es um einen bahnhof geht und nicht um irgendein prinzip?

    • vvm22 sagt:

      Naive Antwort an Heimer.

      Ach ja, die armen Machos von der Prügeleizei, die wollen das doch gar nicht, Leute zusammenschlagen, niederknüppeln und mit Pfefferspray therapieren. Die anonymen und vermummten Terrorzisten sind nun mal darauf abgerichtet so zu agieren. Sie sind doch nur die Marionetten des fetten Moppels aus PF und dessen C-Brüdern, die allesamt nur ihre Pflicht tun.

      Ich weiß noch genau wie es lief am Schwarzen Donnerstag, auch wie abends im CDUler Propagandasender SWR, die drei Hardcorepolitiker Mappus, Rech und Hauck, vor die Mikrofone traten und die übliche Leier mit den gewalttätigen Demonstranten herunter spulten. Alle drei gaben an, dass mit Pflastersteinen gegen die vermummt auftretenden Wasserwerferzisten geworfen worden sei und die sich daraufhin zur Wehr gesetzt haben. Wie sie gewütet haben konnte jeder mitverfolgen, man hatte den Eindruck als würde der Stuttgarter Schlosspark irgendwo in Honduras liegen.

      Die drei erzkonservativen C-Politiker wussten offenbar nicht, dass etwas schief gelaufen war, bei den wie immer bei Großdemonstationen eingesetzten Provokateuren, die diese Gewaltorgie rechtfertigen sollten. Es waren keine Pflasterstein vor den bereit gestellten Kameras, bzw. wurde das Werfen von Pflastersteinen von den friedlichen Demonstranten vereitelt. Einem Agent Provocateur gelang es zwar noch vor laufenden Prügelzeikameras mit Pfefferspray in Richtung Kollegen zu sprühen, die restliche Taktik ging jedenfalls nicht auf und so standen die drei Hardcores von der C-Partei letztendlich mit leeren Händen da und aus Pflastersteinen wurden Kastanien. Seither werden in Stuttgart nicht nur hinter vorgehaltener Hand Kastanien als CDU-Pflastersteine bezeichnet. Die Gewalt ging auch in Stuttgart nicht vom demonstrierenden Volke aus, sondern einmal mehr vom Schwarzen Block und aus welchem Lager dort die Hauptakteure kommen, das wurde uns in Stuttgart einmal mehr deutlich vor und in die Augen geführt.

      Wer in dem Beitrag Polemik findet, darf sie behalten.

      • Heimer sagt:

        ausser polemik findet sich leider gar nichts.
        nur wütendes gerede und kein funken an reflexion oder gar selbstkritik.
        somit stellst du das musterexemplar des schwarzweissdenkenden, wütenden, blinden aktionistischen demonstranten dar, den ich oben skizziert habe. vielen dank für die probe aufs exempel.

        • Hans Hase sagt:

          „ausser polemik findet sich leider gar nichts. nur wütendes gerede und kein funken an reflexion oder gar selbstkritik.“

          Davon ist bei dir auch nichts zu sehen, dafür jede Menge Aggression und Beleidigungen:

          „somit stellst du das musterexemplar des schwarzweissdenkenden, wütenden, (pöbelpöbel)“.

          Polizist? Oder einfach nur bigott?

      • Heimer sagt:

        … allein schon die wortwahl…
        -„Machos von der Prügeleizei“
        -„zusammenschlagen, niederknüppeln“
        -„vermummten Terrorzisten“
        -„Gewaltorgie“
        -…
        und die an den haaren herbeigezogene these vom verkleideten polizisten…

        sag mal willst du eigentlich dass man dich ausserhalb deiner gleichgesichten kreise ernst nimmt?? kann ich mir kaum vorstellen.

        • Hans Hase sagt:

          „sag mal willst du eigentlich dass man dich ausserhalb deiner gleichgesichten kreise ernst nimmt??“

          Glaubst du denn, dass dich hier jemand ernst nimmt?

        • Heimer sagt:

          in diesen bornierten sphären?
          wohl eher nicht. aber ich lass zumindest die pro seite durch mein verhalten nicht schlechter aussehen..

        • infogranny sagt:

          Ick gloob ja der Heimer zählt zu den Maulwürfen. Er outet sich …Wilst Du, dass man Dich in Kreisen DEINER..“

          Ok, Heimer, wer zahlt Dein Gehalt ?
          Obenbleiben!

        • Heimer sagt:

          wer mich bezahlt?
          derzeit das 5. physikalische institut der uni stuttgart.

          wie kommen sie auf die an den haaren herbei gezogene idee, mich bezahle jemand dafür, dass ich für s21 bin? dafür brauch ich keine bezahlung, dafür musste ich nur einmal gründlich nachdenken.

        • Aufpassen ! sagt:

          Na super ! Da haben sich wieder 2 gefunden ;). Einer schrebt was, der andere pickt sich den Teil raus, der nicht ganz pc ist und hackt drauf rum + kontert mit gleichwertiger Polemi und die Spirale nimmt seinen Gang :). Heimer – Du findest so natürlich wieder 5 mehr Gründe zumindest emotional für S21 zu sein. Und ich unterstelle dir jetzt mal einfach, dass Du mit dem Ziel, Bestätigung zu finden, hier postest ;). Nun – vielleicht hast ja auch wirklich einfach nur nachgedacht und kennst gute Argumente pro S21, die bislang nicht bekannt sind ? wenn das so ist, dann teile doch Deine Erkentnisse mit uns und trete in eine Sachdiskussion ein. viele Grüße
          Matthias

        • vvm22 sagt:

          Ja Herr Heimer ich denke schwarz-/weiß aus gutem Grunde. CDUler und CDU-artige sind für mich so schwarz wie die Tiefen des Enddarms und was bei denen kommunikativ rüber kommt, das riecht irgendwie auch so. Da ich auf diesen üblen Geruch allergisch reagiere, lege ich auch keinen Wert auf Verständigung mit denen, bzw. wie auch immer ernst genommen zu werden. Bösmenschenphobie nennt man dieses Leiden.

    • Stuttgarter sagt:

      Vielleicht geht es dir nur um einen Bahnhof, mir geht es durchaus um Prinzipien, demokratische Prinzipien um genau zu sein.

      Wenn es aus dem Wald genauso herausschallen sollte wie man hineinruft müssten die Demonstranten mit den gleichen Rechten, der gleichen Bewaffnung und Ausrüstung und der gleichen Ausbildung gewappnet sein wie die Polizisten. Sind sie aber nicht. Die Demonstranten nehmen ihr demokratisches Recht war, die Polizisten sind da um das staatliche Gewaltmonopol durchzusetzen. Jetzt macht niemand der Polizei einen Vorwurf wenn sie Steinewerfer verhaften will oder sich gegen Angriffe mit Knüppel und Pfefferspray wehrt. Wenn sie das Verhältnissmäßigkeitsgebot (hat Verfassungsrang!) nicht beachtet kann man ihr da allerdings durchaus einen gewichtigen Vorwurf machen. Es ist eben nicht so dass sich wie im Sport zwei gleichberechtigte Seiten gegenüberstehen. Es ist auch nicht so das die Polizisten auch „nur“ Menschen sind. Sie sind ganz bestimmte Menschen, sie haben das staatliche Gewaltmonopol, sind bewaffnet, gut gepanzert und ausgebildet und haben damit eine besondere Verantwortung. Eine höhere Verantwortung als ein x-belibiger Bürger. Nicht jeder x-belibige Bürger darf das staatliche Gewaltmonopol ausüben, aber jeder Bürger darf demonstrieren. Von daher hat die Polizei natürlich eine viel höhere Verantwortung zu tragen, diese Verantwortung ernst zu nehmen, davon merkt man in Stuttgart leider recht wenig. Es ist nicht „immer“ und „ausschließlich“ (wieso eigentlich so pauschalisierend und dazu noch beleidigend??) die Polizei schuld, aber die Polizei ist leider durchaus häufig schuld (vielleicht weil die Macht und Autorität des Polizeibeamten eben insbesondere Leute anzieht die gerne Macht und Autorität ausüben? vielleicht weil ein Beruf der es mit sich bringt ab und an Gewalt anwenden zu dürfen/müssen Leute anzieht die gerne mal Gewalt anwenden?!), und ihre Schuld wiegt als staatlicher Repräsentant natürlich schwerer als die eines x-belibigen, unbewaffneten Bürgers.

  25. Hans-Martin sagt:

    Nochmal: ein wenig Selbstkritik kann nicht schaden.
    Nach dem Besuch der cdu-Zentrale hätte man sich über den Erfolg der Demo freuen und sie gemeinsam und halbwegs geschlossen
    zu ende führen können.
    Die Teilnehmer einer Demo verhalten sich dann angemessen (den Kräfteverhältnissen),wenn sie ausreichend vorher eine Auseinandersetzung über ein mögliches gemeinsames Vorgehen der Bewegung geführt haben,wenn sie intensiv gestritten haben (selbst wenn das zur Spaltung führen mag)
    Davon sind wir weit entfernt und das Aktionsbündnis tut auch alles,damit solche Diskussions-und Lernprozesse nicht stattfinden.
    So besteht die Gefahr,das alles mehr oder wenig einer Dynamik überlassen bleibt,die sich aus der Demo und dem Drummrumm entwickelt.
    Es ist glimpflich ausgegangen am Samstag!!!
    Die Situation vor der CDU war brisant…warum?
    Ein Pulk löst sich aus der Demo und rennt rüber.
    Andere schliessen sich zögernd an.
    Gedränge,Geschubse,verbale Attacken….die Nachrücker denken,das geht es schon ab,die Polizei schlägt wieder etc.
    Also stimmt man ein in „Haut ab“ und „Aufhören“…die einen wollen weiter laufen,die andern warten,ob nicht noch was Deftiges passiert,derweil man in der ersten Reihe schon recht intim ist.
    Aus Sicht der Polizei war das eins zuviel und das konnte man wissen.
    Verweilen am Schlossplatz hätte man sich sparen können.
    Demoseminar? Keine schlechte Idee,nur ist halt,anders als bei einer Blockade, die Zahl der möglichen situationen sehr hoch.
    Man sollte eine Art Instinkt ausbilden,bspw. wann es Zeit ist zu gehen oder was man wann am besten garnicht macht.
    Wer emotionalisiert seine Wut herausschreit schaut meistens nicht mal über die Schulter…sträflicher Leichtsinn.
    Die Haltung,ich übe hier mein Recht aus und die wollen mich drann hindern sollte auch immer hinterfragt werden.
    Mancher,der sagt,ich hab ja garnichts gemacht und da gibts genug fotostrecken und videos,die das belegen,wird sich eventuell von der Rechtshilfe eines Besseren belehren lassen müssen.
    Alles „Ansichtssache“,so ein video,ob du bspw. gerade weggehn wolltest oder ob du einen Polizeibeamten bei Ausübung einer Massnahme behindert hast.
    Apropos weggehen.Es gibt ja situationen,in die wollte man überhaupt nicht rein und man stellt sich die Frage,wie komm ich da wieder raus.
    Ich denke die Chancen sinken ,wenn man bspw, austaffiert ist mit aufklebern und buttoms,wenn man der Lieblingsdemonstrant des Polizeidokuteams war,wenn man sich Wegrennenden unbedacht anschliesst…
    Der Zugriff war übel,logo. jeder Zugriff ist übel.
    Mal im Ernst:sollten die auf den Betreffenden zugehen und sagen: wir möchten sie bitten mitzukommen…sie werden beschuldigt,dies und jenes und wir können ihnen gerne die entsprechenden fotos und aussagen unserer ebenso liebenswerten Kollegen dazu zeigen.
    Ein wenig Einfühlungsvermögen in deren Denken,in deren teilautomatisierte Handlungen schadet unserer Gesundheit sicher nicht.

    • Berufsdemonstrant sagt:

      „Nach dem Besuch der cdu-Zentrale hätte man sich über den Erfolg der Demo freuen und sie gemeinsam und halbwegs geschlossen zu ende führen können.“

      Hätte man sicher. Ich finds allerdings gut dass es noch zum neuen Schloss gegangen ist. Schlecht war da dann nur dass sich die Masse dort dann mit der Zeit langsam aufgelöst hat, auch da hätte man geschlossen weggehen bzw. nicht als relativ kleine Gruppe stehen bleiben sollen.

      „Der Zugriff war übel,logo. jeder Zugriff ist übel.
      Mal im Ernst:sollten die auf den Betreffenden zugehen und sagen: wir möchten sie bitten mitzukommen…“
      Es gibt aber durchaus noch andere Möglichkeiten als einerseits zu Bitten und andererseits eine gerade im Weg stehende Frau zu Boden zu trampeln. Wenn ein Zugriff nicht möglich ist ohne Umstehende zu verletzen muss er eben unterbleiben, das gebietet die Verhältnissmäßigkeit. Wir sprechen hier ja nicht von einem Bankräuber, Vergewaltiger oder Mörder sondern von einem Jugendlichen der einen Aufkleber auf die CDU-Zentrale geklebt hat. Das die Polizei regelmäßig unverhältnissmäßig agiert muss man natürlich bedenken, sich damit abfinden oder es gar rechtfertigen sollte man das meiner Meinung nach aber sicherlich nicht.

  26. Hans-Martin sagt:

    jetzt hab ich wieder zwei statements geschrieben,beide sind wie verschluckt.Was geht hier vor?

  27. Hans-Martin sagt:

    Wo ist mein Kommentar—wer frisst hier meine Kommentare???

  28. Hans-Martin sagt:

    Hurra,soeben ist mein Kommentar wieder aufgetaucht…vielen Dank!!!

  29. Eva sagt:

    Laut Flügel Tv hat die Frau Oberschenkelhalsbruch, weiss jetzt jemand ob das jetzt stimmt?

  30. Eva sagt:

    Laut Live Übertragung der heutigen Montagsdemo , hat die Frau Oberschenkelhalsbruch, weiss jetzt jemand ob das jetzt stimmt?

  31. Silke Geida sagt:

    Ich möchte alle Zeugen des Vorfalls dringend bitten ein Gedächnisprotokoll anzufertigen!
    Bitte sendet die Protokolle so schnell es geht an folgende E-Mailadresse:
    protokolle(at)unser-park.de

  32. Silke Geida sagt:

    Bitte nicht an verschiedene Ort die Gedächnisprotokolle senden!!!
    Der 30.09. hat uns gezeigt wie wichtig es ist die Protokolle und Dokumentationen an einem Ort zu sammeln.
    Die E-Mailadresse lautet: protokolle@unser-park.de

  33. stefan mühl sagt:

    auf der heutigen kundgebung hieß es:
    zeugenberichte an kopfbahnhof-21.de
    was jetzt?

  34. meinstuttgart sagt:

    WIE WAR/ IST ES DENN JETZT WIRKLICH? HAT DIE FRAU EINEN OBERSCHENKELHALSBRUCH ODER NICHT?

    Ich habe bei der Polizeidirektion angerufen und mich heftig darüber beschwert, aber wenn das gar nicht stimmt, finde ich das recht peinlich und ungut.

    Falsche Beschuldigungen möchte ich nicht erheben, das wirft ein schlechtes Licht auf unsere Glaubwürdigkeit. Ich kann mich nicht über Dinge beschweren, die gar nicht (so) stattgefunden haben, das muß schon Hand und Fuß haben.

    So war es auch bei dem auf der Demo am 1.10.2010 verkündeten Gerücht, eine Frau sei gestorben. Nachher stellt sich heraus im Polizeiblättle, daß sie reanimiert werden konnte und sich sehr dagegen verwahrt, tot sein zu sollen.

    Es ist schlimm genug, daß Menschen dabei schwer verletzt werden, und ich finde das Verhalten der Polizei am 30.9. und jetzt wieder brutal und verwerflich, aber man sollte doch bei der Wahrheit bleiben und nicht haltlose Gerüchte verbreiten.

    Wenn ich nicht bei einer Aktion selbst dabei und Augenzeuge war, muß ich mich auf das verlassen, was hier geschrieben wird.

    Ich bitte doch sehr um genauere Recherche bei der Veröffentlichung von solch heiklen emotionalen Themen.

    Auch um die Stimmung nicht unnötig aufzuheizen und am Ende auch noch völlig unnötige Zusammenstöße mit der Polizei zu provozieren. Wir wollen und sollen doch alle gesund bleiben!

    Oben bleiben!

    • Hans Hase sagt:

      „WIE WAR/ IST ES DENN JETZT WIRKLICH? HAT DIE FRAU EINEN OBERSCHENKELHALSBRUCH ODER NICHT?“

      Es hilft überhaupt nichts, hier hysterisch rumzubrüllen. Wer bitte soll dir antworten?

      „Ich habe bei der Polizeidirektion angerufen und mich heftig darüber beschwert, aber wenn das gar nicht stimmt, finde ich das recht peinlich und ungut.“

      Ja meine Güte – dann reagiere doch nicht so impulsiv und mache auf der Basis von Gerüchten keine solchen Aktionen. Das wäre _mir_ auch peinlich … aber dafür bist du doch selbst verantwortlich.

      • Fritz sagt:

        Am Anfang hieß es Oberschenkelhalsbruch. Mich hat dann gestern die Verletzte angerufen und mich um die entsprechenden Korrekturen gebeten.

  35. Hans-Martin sagt:

    Berufsdemonstrant,wenn jemand bei einem Zugriff was abbekommt als Umstehender so liegt das im Rahmen solcher Handlungen.
    Mein Kommentar wollte genau darauf hinweisen,dass eine unangemeldete Demo und ganz speziell ihr Randgeschehen häufig eine Gratwanderung ist.
    Diese Tatsache habe ich kontrastiert zu dem häufig anzutreffenden naiven Glauben:wir dürfen das und wir haben nichts Strafbares gemacht…also dürfen die auch nichts als uns friedlich zu begleiten.
    Ein bischen schwanger gibts nicht!!!
    Man sieht das an der recht hilflosen Aufarbeitung auf der parkschützer-Seite.
    Ein wenig wollen halt immer mehr S21-Gegner auch „on the wild side“ mitlaufen,Spontandemos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit…..
    nur soll das alles im Sinne der Gesamtbewegung kreativ und friedlich bleiben.
    Was hier fehlt ist ein politisches Verständnis der Situation und der Kräfteverhältnisse.
    Ob etwas friedlich bleibt liegt auch an uns (bspw. inwieweit wir Situationen aufgreifen und in ein gemeinsames Statement münden lassen…kommunizieren,kommunizieren,daran fehlt es innerhalb wie auf der Strasse!!!
    Dazu braucht es kein Mega,man sollte auch nicht superauffällig gekleidet sein,wenn man bspw. ein kurzes statement abgibt:Beispiel
    „Wir haben jetzt ausreichend unseren Unmut vor der CDU kundgetan und ziehen gemeinsam weiter“
    Warum klappt das nicht?
    Da müssen wir halt mal selbstkritisch sein—weil eine gewisse Erwartungshaltung auf einen kleinen Zwischen fall halt auch da ist.
    Und weil unsere Strukturen beschissen sind.
    Es gibt weder Orte,wo man vor- noch wo man nachbesprechen kann.
    Es liegt aber ohnehin nicht nur bei uns,ob es friedlich bleibt.
    Wenn die Gegenseite einen Vorwand braucht,wird sie einen finden.
    Hilflos nenne ich die Aufarbeitung in der Bewegung deshalb,weil nicht hart am Problem debattiert wird sondern die üblichen Schablonen bedient werden.
    Es wird versucht Gemeinschaftsstimmungen herzustellen,die praktisch,wenns drauf ankommt ,nix taugen.
    Da gibts einerseits den penetranten Aktionsbündnis-„stammtisch“ mit dem immergleichen :Wir sollten garkeine Spontandemos machen,das schadet unserem Ansehen etc.,dazu kommen jetzt häufiger „Provokateuersentlarver“ (deren Beiträge haben immerhin einen hohen Unterhaltungswert) und auch schon erste Stimmen (leider aus dem Deeskalationsteam) die sich der Sprache der Gegner bedienen:“gewaltbereite Jugendliche“ „Chaoten“ etc.)
    Wenn es Junge gibt,die gern etwas auffälliger und nicht so latschmässig unterwegs sind bei den Demos,dann ist es unser Job,ausserhalb der Demos immer wieder Versuche zu machen,ins Gespräch zu kommen,Orte zu schaffen,an denen man über alle möglichen Fragen reden kann,sich kennenlernt.
    Auf so einer Basis kann man dann auch möglicherweise andere davon überzeugen,dass man nicht an der Polizeiabsperrung bleibt und wartet,ob noch was passiert.
    Es ist nicht mein Zynismus sondern der liegt in der Natur der Sache.
    Wer im Zuge einer Spontandemo und deren Randgeschehen direkt da steht,wo es brisant werden kann,der weiss das und nimmt es in Kauf oder er hat nicht ausreichend darüber nachgedacht oder wollte nicht so genau darüber nachdenken.Und das hat seinen Preis.
    Ein bischen schwanger gibt es nicht.

    • ScoTomas sagt:

      Berufsdemonstrant,wenn jemand bei einem Zugriff was abbekommt als Umstehender so liegt das im Rahmen solcher Handlungen.
      Mein Kommentar wollte genau darauf hinweisen,dass eine unangemeldete Demo und ganz speziell ihr Randgeschehen häufig eine Gratwanderung ist.
      Diese Tatsache habe ich kontrastiert zu dem häufig anzutreffenden naiven Glauben:wir dürfen das und wir haben nichts Strafbares gemacht…also dürfen die auch nichts als uns friedlich zu begleiten.
      Ein bischen schwanger gibts nicht!!!
      Man sieht das an der recht hilflosen Aufarbeitung auf der parkschützer-Seite.
      Ein wenig wollen halt immer mehr S21-Gegner auch “on the wild side” mitlaufen,Spontandemos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit…..
      nur soll das alles im Sinne der Gesamtbewegung kreativ und friedlich bleiben.
      Was hier fehlt ist ein politisches Verständnis der Situation und der Kräfteverhältnisse.
      Ob etwas friedlich bleibt liegt auch an uns (bspw. inwieweit wir Situationen aufgreifen und in ein gemeinsames Statement münden lassen…kommunizieren,kommunizieren,daran fehlt es innerhalb wie auf der Strasse!!!
      Dazu braucht es kein Mega,man sollte auch nicht superauffällig gekleidet sein,wenn man bspw. ein kurzes statement abgibt:Beispiel
      “Wir haben jetzt ausreichend unseren Unmut vor der CDU kundgetan und ziehen gemeinsam weiter”
      Warum klappt das nicht?
      Da müssen wir halt mal selbstkritisch sein—weil eine gewisse Erwartungshaltung auf einen kleinen Zwischen fall halt auch da ist.
      Und weil unsere Strukturen beschissen sind.
      Es gibt weder Orte,wo man vor- noch wo man nachbesprechen kann.
      Es liegt aber ohnehin nicht nur bei uns,ob es friedlich bleibt.
      Wenn die Gegenseite einen Vorwand braucht,wird sie einen finden.
      Hilflos nenne ich die Aufarbeitung in der Bewegung deshalb,weil nicht hart am Problem debattiert wird sondern die üblichen Schablonen bedient werden.
      Es wird versucht Gemeinschaftsstimmungen herzustellen,die praktisch,wenns drauf ankommt ,nix taugen.
      Da gibts einerseits den penetranten Aktionsbündnis-”stammtisch” mit dem immergleichen :Wir sollten garkeine Spontandemos machen,das schadet unserem Ansehen etc.,dazu kommen jetzt häufiger “Provokateuersentlarver” (deren Beiträge haben immerhin einen hohen Unterhaltungswert) und auch schon erste Stimmen (leider aus dem Deeskalationsteam) die sich der Sprache der Gegner bedienen:”gewaltbereite Jugendliche” “Chaoten” etc.)
      Wenn es Junge gibt,die gern etwas auffälliger und nicht so latschmässig unterwegs sind bei den Demos,dann ist es unser Job,ausserhalb der Demos immer wieder Versuche zu machen,ins Gespräch zu kommen,Orte zu schaffen,an denen man über alle möglichen Fragen reden kann,sich kennenlernt.
      Auf so einer Basis kann man dann auch möglicherweise andere davon überzeugen,dass man nicht an der Polizeiabsperrung bleibt und wartet,ob noch was passiert.
      Es ist nicht mein Zynismus sondern der liegt in der Natur der Sache.
      Wer im Zuge einer Spontandemo und deren Randgeschehen direkt da steht,wo es brisant werden kann,der weiss das und nimmt es in Kauf oder er hat nicht ausreichend darüber nachgedacht oder wollte nicht so genau darüber nachdenken.Und das hat seinen Preis.
      Ein bischen schwanger gibt es nicht.

      Es ist durchaus nicht ratsam, „an der Polizeiabsperrung zu bleiben und zu warten, ob noch was passiert“. Insbesondere ältere Menschen wurden immer wieder – auch sehr schwer – in Stuttgart bei Demonstrationen verletzt. Sie wurden Opfer von Gewalt, die von der Polizei ausging. Das kann man zwar bedauern, aber genau das ist immer wieder bei S21 Demos zu beobachten.
      Nachdem am Neuen Schloss „wir kommen wieder“ gerufen wurde, löste sich die Demo auf. Kleine Gruppen verließen den Platz, während andere noch zusammen standen. Faktisch war die Demo beendet, zumal die „Lautesten“ gegangen waren.
      Doch plötzlich lösten sich kleine Gruppen von Polizisten aus der Aufstellung und folgte verteilt und lautlos den abziehenden Demonstranten. Ein Grund für das Verhalten der Polizei war – auch zuvor – nicht erkenntlich, es wurden keine Durchsagen oder Warnungen von Polizei abgegeben.
      Einige Demonstranten bemerkten das, und fingen an zu rennen, weil sie Angst bekamen. Für Anwesende scheinbar wahllos, wurden zwei oder drei Jugendliche aufgegriffen. Es sah so aus, als ob die Polizei diejenigen herausgriff, die sie aus der Situation heraus gerade ergreifen konnte. Dabei gingen die Beamten routiniert und hart zur Sache, ohne Rücksicht auf schwache Personen in der Nähe. Noch anwesende Demonstranten sahen zu diesem Zeitpunkt den völlig überraschenden Angriff der Polizei als einen willkürlichen Akt an (eine Begründung wurde erst durch Pressemitteilung nachgeliefert), und versuchten sich mäßigend zwischen Polizei und Gejagte zu bringen. Ein älterer Herr mit Pelzmütze, wurde von einem hinter ihm stehenden Polizisten mit einer Hand umgedreht und mit der anderen Hand sofort mit Abwehrspray direkt ins Gesicht gesprüht.
      Hat dieser ältere Herr also einfach nur Pech gehabt, weil die Organisationen den Demo-Umzug absagten und er dies möglicherweise gar nicht mitbekommen hat? War er nur am falschen Ort zur falschen Zeit, weil Greiftrupps nach Ende von Demos stets versuchen Jagd zu machen? Musste er das willen und davon ausgehen, dass dies eine gewohnte und akzeptable Polizeipraxis ist? War er am Ende selbst Schuld, weil er couragiert mäßigend wirken wollte? Hat die Polizei wirklich das Recht, so auf abziehende Demonstranten zuzugreifen? Ist der Einsatz von Abwehrsprays als polizeiliches Angriffsmittel wirklich angemessen, insbesondere wenn er gegen Personen Anwendung findet, die nicht konfrontativ gegen die Polizei auftreten?
      Das Verhalten der Polizei, wie zuletzt am Neuen Schloss beobachtbar, ist leider kein bedauerlicher Einzelfall, sondern gut geübte Praxis. Man muss sich fragen, warum Polizeiausbildung solche Ergebnisse in der Praxis hervorbringt?
      Da immer wieder gerade ältere Menschen in Stuttgart sozusagen als „Kollateralschaden“ Opfer polizeilicher Gewalt werden, kann man Personen – die nicht mehr zu den Fittesten unter uns zählen – nur raten, einen recht großen Abstand zwischen sich und insbesondere jenen Polizisten zu bringen, die anders als die „Schutzpolizei“ aussehen.
      Die nachträgliche Begründung für den entgleisten Polizeieinsatz am Neuen Schloss, es handle sich um eine Festnahme im Zusammenhang mit einem Vergehen, begangen an der CDU-Parteizentrale, erscheint weder glaubhaft noch glücklich gewählt zu sein, denn ein „Aufbepper“ an einer Parteizentrale kann mehrfache Körperverletzung durch Polizisten nicht rechtfertigen. Nicht in dieser Republik!

      • Hans-Martin sagt:

        ScoThomas,“Ein Aufbepper“ an einer Parteizentrale kann mehrfache Körperverletzung durch Polizisten nicht rechtfertigen.Nicht in dieser Republik“
        Klingt gut,trifft die Sache aber nicht.
        Zunächstmal:es lag im Interesse der Polizei,die Personalien einer Person zu bekommen (möglicherweise hatten sie die eh schon) und diese Person „dingfest“ zu machen.
        Es ist nicht üblich,dafür eine Begründung an Umstehende durchzugeben,es ist auch nicht üblich,Umstehende vorab darauf hinzuweisen,es werde gleich ein Zugriff stattfinden und sie mögen doch bitte ausreichend Platz hierfür schaffen.
        Natürlich kann man sich „mässigend zwischen die Polizei und den Gejagten“bringen.
        Ist man also selbst schuld,wenn man couragiert mässigend wirken wollte??? und dabei Pfefferspray abbekommt oder umgerannt wird?
        Nun,mir ging es garnicht darum was runterzuspielen.
        Mir geht es darum,die ständig wiederkehrenden empörten statements zu hinterfragen,die sagen,
        das durften die garnicht,das war gesetzwidrig,zumindest unverhältnismässig und sowas darf nicht durchgehen in „dieser Republik“
        Hier sind schon ganz andere Sachen durchgegangen und gehen durch…
        Dass die S21-Gegner durchweg rechtschaffene friedliche Bürger sind interessiert eben bei einer Polizeimassnahme herzlich wenig.
        Und genau das passt zu dieser Republik.
        Juristisch ist auch nicht die Frage,ob ein Aufkleber Körperverletzung rechtfertigen kann sondern ob unter den gegebenen Umständen eine Sorgfaltspflichtverletzung vorliegt bzw.
        Ermessensabwägung stattgefunden hat etc.
        Alle Argumente,die hier immer vorgebracht werden als Beweis,dass die Polizei unrechtmässig gehandelt hat finden sich häufig vor Gericht als Belege dafür wieder,dass das polizeiliche Verhalten geboten und verhältnismässig war.
        Die Frage ist nicht ob mich das empört sondern dass man das zur Kenntnis nehmen sollte….und weiter sollte man es mal zum Anlass nehmen,darüber nachzudenken ,warum das so ist..und dass es so ist,nicht erst seit die Stuttgarter Bürger auf die Strasse gehen.
        Die Empörung steht immer am Anfang–danach sollte gründliches Nachdenken einsetzen.
        Es ist relativ einfach,das Lied von der brutalen Polizei und ihrem vermeintlichen Auftragsgeber
        anzustimmen…..es ist wesentlich schwerer, zu akzeptieren,dass es sich dabei nicht um Entgleisungen oder eine undemokratische Polizeiausbildung oder Regierungsausübung handelt sondern um genau die Formen,die notwendig sind,ein System wie das der freien Marktwirtschaft zu sichern.
        Wer die freie Marktwirtschaft sich sozialer und demokratischer wünscht hat diesen Zusammenhang nicht erkannt oder will das nicht erkennen.
        Er wird auch in Zukunft genug Anschauungsmaterial bekommen,um seine Haltung zu ändern.

  36. Eva sagt:

    Dann hatte ich wohl einfach Glück, dass mich bis jetzt keiner überrant oder mich mit dem Pfefferspray attackiert hat.
    Wenn man dabei war u.o. die ganze Stream von Cams21 ( nicht nur die wo die Frau Schmerzen hat), angeschaut hat, wird merken, dass dort sehr viele tanzenden Menschen und spazierende Menschen waren.

  37. Hans-Martin sagt:

    Wenn man dabei war und livescream ansieht,bemerkt man auch,dass die vielen Menschen vor einer Polizeikette und Greiftrupps singend und tanzend unterwegs waren.

  38. Pingback: S21 4.12.2010. Demo Stuttgart. Verletzte Frau vor dem neuen Schloss. - Claudia-Jalilas Blog

  39. blauematrix sagt:

    Also muß man jetzt davon ausgehen, daß schwarzgekleidete Polizei jederzeit losrennen kann und einen überrennt, weil sie es nicht verkraften, daß ein Jugendlicher ihre Parteizentrale mit Aufklebern versieht?

  40. Hans-Martin sagt:

    Ja ,davon muss man ausgehen und drüber nachdenken,wie das zusammenhängt mit unserer Gesellschaft als sozialer Marktwirtschaft.
    Auch sonst lieg ich (leider) mit meinen statements zum Ereignis (siehe weiter oben) voll richtig: ich hatte die naive Haltung kritisiert,mit der viele S21-Gegner sich über brutale Übergriffe empören (weil ja niemand was Unrechtes gemacht habe etc…) und in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen,dass häufig genau das,was anhand von Aussagen und Videos als Beweis der eigenen Friedlichkeit angeführt wird,sich in den Akten als Beschuldigungs/Ermittlungsgründe wiederfindet.
    Nun stehts auch in den Stuttgarter Nachrichten:Ermittelt wird u.a. auch wegen Landfriedensbruch.

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  42. Dani sagt:

    m.W. war der Demo-Zug vors Neue Schloss nicht angemeldet; das sollte man doch der ehrlichkeit und wahrhaftigkeit halber dazu sagen und nicht nur die unverhältnismässigkeit des polizeieinsatzes kritisieren und so tun, als wäre man im recht, wenn man es im vorliegenden fall ganz offensichtlich nicht war…

  43. Cornelia Richter sagt:

    Sehr gute Seite, leider erst jetzt gefunden. Ja wir und noch 5 andere waren damals auch voll „mittendrin statt nur dabei“ Falls es interessiert es gibt mittlerweile eine Petition der Linkspartei: http://www.pfefferspray-versand.de/news/allgemein/pfefferspray-selbstverteidigung-oder-korperverletzung-linksfraktion-fordert-verbot-fur-polizei-448.html : Das Pfefferspray als solches für die Polizei zu verbieten. Möchte höflichst bitten das diese Forderung entsprechend unterstützt wird. Danke! 🙂

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