Auch die Bundesregierung erkennt die Nachteile von MurkS21

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30 Antworten zu Auch die Bundesregierung erkennt die Nachteile von MurkS21

  1. venceremos sagt:

    Oftmals ist der Grat zwischen Satire und Geschmacklosigkeit sehr schmal. Somit trennt Produktivität und Kontraproduktivität auch nur ein schmaler Grat. Nachdem Matthias das Bild unter seinem Namen eingestellt hat muß davon ausgegangen werden, daß er hinter der Veröffentlichung steht. Schade, daß der Widerstand auch solche Wege geht.

    • Schwarzwälder sagt:

      Genie und Wahnsinn liegen manchmal sehr nah beieinander…in dem Fall wohl mehr Wahnsinn als Genie.

    • Matthias sagt:

      OK: Herr Schäuble ist in einer unvorteilhaften Pose abgelichtet worden. Wobei… vielleicht schaut er sich auch nur das Steinmuster des Fußbodens ab. Aber auch nach einigem Nachdenken komme ich nicht drauf, was an einem Foto, dass einen Rollstuhlfahrer in einem Bahnhof zeigt, geschmacklos sein soll. Eine solche Situation ist tägliche Realität. Ein Feuer im Bahnhof zum Glück nicht.

      Das Schild zeigt, vor welchem Dilemma Gehbehinderte im Ernstfall eines Feuers stehen bzw. sitzen: Sie sollen nicht mit dem Fahrstuhl fahren (Lebensgefahr!) und Treppen hochsteigen können sie nicht (unten bleiben = ebenfalls Lebensgefahr!).

      Sehr gut an dieser Montage ist, dass hier nicht ein beliebiger ‚hilfloser‘ Behinderter dargestellt wurde, sondern mit Herrn Schäuble einer der mächtigsten Männer unseres Staates. Ich halte die Darstellung nicht für geschmacklos.

      • venceremos sagt:

        Vielleicht lag es an der Überschrift

        Auch die Bundesregierung erkennt die Nachteile von MurkS21

        in Verbindung mit dem Bild.

      • Schwarzwälder sagt:

        Was passiert eigentlich mit den vielen Rollstuhlfahrern, wenn es heute am Nordausgang brennt?

    • Walli sagt:

      soso, Rollstuhlfahrer sind geschmacklos. Sagen Sie das mal dem Herrn Schäuble direkt!

  2. Hans Hase sagt:

    Welcher Bahnhof issn das? Und warum issn der nich oben?

    • Tom Görner sagt:

      Weil es der ist wo das Rollstuhlproblem hat (nämlich S21) Das Bild soll auf das Problem aufmerksam machen und auf den ebenerdigen K20 undK21 Bahnhof verweisen

  3. Wolfgang Weiss sagt:

    Sicher ist es bedauerlich, daß Herr Schäuble seit einem Anschlag auf ihn auf den Rollstuhl angewiesen ist.
    Eine andere Frage ist, warum er sich nicht schon längst „zur Ruhe“ gesetzt hat, sondern sich geradezu fanatisch/verbissen in Arbeit stürzt. Die kann er wohl nur selbst beantworten.
    Für mich ist das Bild eher eine „Karikatur“, die manchen aus der Partei des Herrn Schäuble (z.B.seinen Schwiegersohn!) ,-der sich mindestens so fanatisch für die Milliardengrube mit vorprogrammiertem Engpaß21 einsetzt,- zum nach-denken anregen könnte…..

  4. Anni Berta Zeh sagt:

    Ich halte dieses Bild für legitim und geradezu zwingend notwendig.

    Herr Schäuble wird nicht diskriminiert und nicht der Lächerlichkeit preisgegeben. Aber gerade von ihm in seiner beruflichen Stellung und als auf den Rollstuhl verwiesener Mensch mit sehr großem Bekanntheitsgrad darf und muss gefordert werden, dass er sich vernünftigem Argument – auch in Sachen S21 – nicht verschließt und so viel Gruppensolidarität aufbringt, dass er sich für barriere-freie Rettungswege stark macht und ein Bauvorhaben öffentlich wahrnehmbar ablehnt, das Behinderte im Katastrophenfall in beispiellosem Zynismus hilflos zurücklässt.

    Dieses Bild macht in vorzüglicher Weise klar, dass es nicht anonyme Mächte – die Bahn – das Land – der Bund – sind, sondern konkrete Personen – Herr Grube – Herr Kefer – Herr Schuster – Dr. Nils Schmid – und weitere, die wider besseres Wissen einen nicht funktionsfähigen, viel zu teuren und gefährlichen Bahnhof zu bauen beabsichtigen. Herr Schäuble ist kraft Amtes unmittelbar daran beteiligt, denn er gibt das Geld des Bundes dazu.

    • OlgaB sagt:

      Das Bild ist gut und sagt viel aus. Und das ist keine Satire und auch keine Geschmacklosigkeit!
      Warum meine Bekannte in ihrem Rollstuhl oder auch ich, mit meinen Schwierigkeiten Treppen zu bewältigen, auf so einem Bild geschmackvoller (@venceremos) aussehen sollen, kann ich irgendwie nicht kapieren. Und in Natura, bei einem Feuer im Tunnel, wird diese Bekannte wohl unten bleiben müssen, weil sie, im Unterschied zu Schäuble, ohne Personenschützer, die sie raus holen können, unterwegs ist.

      • venceremos sagt:

        Es tut mir leid, solte ich mich mißverständlich ausgedrückt haben.
        Sollte auf dem Bild Deine Bekannte im Rollstuhl oder Du abgebildet sein machte die Überschrift
        „Auch die Bundesregierung erkennt die Nachteile von MurkS21“
        wenig Sinn.
        Ob diese Art des Protestes von den S21-Befürwortern als Provokation hingestellt werden kann bleibt abzuwarten.
        Deeskalation sieht für mich jedenfalls etwas anders aus.

      • venceremos sagt:

        Meine Antwort wurde wegmeditiert. Kritik unerwünscht?

        Der erste Teil lautete:

        Wenn Deine Bekannte oder Du auf dem Bild abgebildet wäre passte der Satz
        „Auch die Bundesregierung erkennt die Nachteile von MurkS21“
        nicht.

        • beFÜRworteS21 sagt:

          Kritik ist nur dann erwünscht und wird auch nicht entfernt wenn gegen S21. Kritik an eigenen tun und handeln hingegen wird von den Gegner nicht gedultet!

  5. DB sagt:

    Dass Problem ist, dass es keinen in der Regierung interessieren wird ob da Herr Schäuble drauf ist, da Herr Schäuble unter ständigen Personenschutz steht und immer mit dem Auto fährt, weiterhin wenn er doch mal Zug fahren sollte hat er die Personenschützer als Träger dabei. Deswegen wird das gute Bild keinen Anklang in der Bundesregierung finden und auch nicht bei Ihm da er die Hilfsbedürftigkeit nicht so kennt wie der normale Bürger im Rollstuhl.

  6. Privileg sagt:

    Herr Schäuble macht sich auf dem Bild andere Gedanken.Wo sind meine Leibwächter?Klar sie konnten bei den kurzen Haltezeiten das Gepäck nichtmehr rechtzeitig heraus bringen. Mal sehen wieviele Kinder so auf ihre Mütter warten müssen wenn Murks 21 gebaut werden sollte. Aber die Bahn kümmert sich ja um Kinder wie man sieht. Sie werden auch so in der Nacht aus den Zügen geworfen.Ich hätte für die Bahn noch einen Tipp. An jeden Aufgang ein Schild von der Bahnhofsmission. Aufschrift „HIER WERDEN SIE GEHOLFEN“ Mfg.Dr.Grube

  7. James sagt:

    „Was passiert eigentlich mit den vielen Rollstuhlfahrern, wenn es heute am Nordausgang brennt?“

    Dann gibt es noch genug andere Ausgänge… geht ja alles runter und nicht rauf wie bei S21….

    Das es nun ausgerechnet am Nordeingang brennt und alles aus dem bahnhof muss, halte ich für sehr…. theoretisch, wenn auch nicht unmöglich…. viel üble finde ich die Tatsache das der Nordeingang der einzige ebenerdige Zugang zum Hbf ist, ich höre zwar immer böses S21 und tolles K20 bzw K21, aber auf diese Thematik wird nicht einmal ansatzweise eingegangen….

    • beFÜRworteS21 sagt:

      Quatsch, hier wird alles solange hin- und hergedreht bis es in den Kram passt—-und im Zweifel eben auch mit nicht ganz korrekten Tatsachen gearbeitet. Hauptsache der Pöbel glaubt es 🙂

      • Walli sagt:

        Kleiner Tipp: Das hier ist die Seite für Menschen, die selber denken.

      • Hans Hase sagt:

        „Hauptsache der Pöbel glaubt es“

        Du bist hier doch gar nicht die Zielgruppe. Du wirst im Turmforum angesprochen.

        • beFÜRworteS21 sagt:

          Eben, ich glaub den Mist ja auch nicht—-im Gegensatz zu vielen anderen hier!

      • OlgaB sagt:

        Wow! Willkommen lieber be..S21, wir haben so auf Sie gewartet! Endlich einer, der nur mit korrekten Tatsachen arbeitet und besonders gute Umgangsformen hat. Sind da, in Ihrem Gruben-Turmforum alle so nette und kompetente Schreiber?

    • rvb sagt:

      den punkt finde ich ebenfalls ganz interessant.
      was macht herr schäuble bei k21/k20, wenn der nordausgang brennt?
      vieleicht können die ‚ingenieure für k21‘ oder sonstwer sich berufen fühende ein statement hierzu machen.

      • ratzfatz sagt:

        Wenn es am Nordausgang brennt und alle Aufzüge ausfallen:
        dann können sich die Rollstuhlfahrer immer noch auf den Bahnsteigen ebenerdig in Richtung Gleisvorfeld in Sicherheit bringen.

        • James sagt:

          Wie ich schon sagte, halte ich dieses Szenario für ziemlich abwegig… im Falle eines Brandes sind in irgendeiner Weise eingeschränkte Personen eh die gelackmeierten. Je nach Brand kommt es u..U. auch noch zu einer Panik und dann ist vieles von der Anzahl der Reisenden bzw dann Flüchtenden abhängig und dann kann ein Rollstuhl oder Rollator auch schnell im Gleis landen, unabhängig ob Kopf- oder Tiefbahnhof….

          Mich ärgert eher diese Penetranz das der K20 das absolut beste ist das nur noch etwas renoviert werden muss…. sicher, er hat viele Vorteile, aber defintiv nicht für mobilitätseingeschränkte Personen. Der Vorteil ebenerdig von Gleis zu Gleis zu gelangen („Rollzeiten mal aussen vor) hebt sich durch die zwingende Verwendung des Nordeingangs auf.

          Ich hab auch noch nirgendwo (ich lese aber auch nicht alles) gelesen das K21 daran irgendwas ändert….

          Für Reisende haben beide Varianten Vor- und Nachteile. Die Königslösung gibt es nicht. Finanziell sieht die Geschichte zwar anders aus, aber eben auch nicht glasklar… Eindeutig sind nur bestimmte Faktoren (Park, Quellen…)

  8. Für mich als Rollstuhlfahrer ist ein Kopfbahnhof wesentlich lieber als ein Durchgangsbahnhof (egal ob mit Unterführung wie in KA oder mit Brücke wie in HD), weil im Kopfbahnhof sind die Bahnsteige ebenerdig erreichbar ohne technische Hilfsmittel (Aufzug, Rolltreppe). Wenn die kaputt gehen dann muss man umwege in kauf nehmen die Zeit kosten. Ausserdem dauert es ziemlich lange bis die Aufzüge repariert werde. Wenn man nicht selbstständig auf die Bahnsteige gehen kann (Aufzug defekt), dann benötigt man Hilfe von Bahnangestellten/Bahnhofsmission. Aber die meisten Beihinderten (wie ich) nehmen sehr ungern Hilfe in anspruch. Wir wollen selbstständig, also ohne Hilfe, wie alle Fussgänger auch, unsere Ziere erreichen. Auch wollen wir im Notfall selbstständig fliehen können wie Fussgänger auch. Seit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vom 2002 haben wir rechtlichen Anspruch darauf. Die Bahn verletzt diesen rechtlichen Anspruch mit der Bau von S21.

    Mit Aufzügen erreicht man keine wirkliche Barrierefreiheit aus vielen Gründen (defekt, im Notfall abgestellt, oft wird es von gesunden und somit Nichtberechtigten benutzt etc).
    Ausserdem: Viele denken nur an den Tiefbahnof wenn sie S21 hören. Der Flughafen-Bahnhof wird für uns Mobilitätseingeschränkten noch wesentlich schlimmer. Dieser ist über 26m tief in der Erde, nur 2 Aufzüge, Rolltreppen und 1 Fluchttreppe. Im Notfall sind wir hier wirklich in einem Loch.
    Und die Fluchtwege im Tunnel sind viel zu schmal (80 cm), diese können die Rollstuhlfahrer und andere nicht nutzen. Wenn der Zug einfach im Tunnel stecken bliebt kann man Rollifahrer nicht aus dem Zug raustragen, wegen des schmalen Fluchtweges.
    Ausserdem wird der Demografiewandel gerne vergessen: Es wird zunehmend mehr Senioren geben die mobilitätseingeschränkt sind.

    > Barrierefreiheit ist für 10 % der Bevölkerung unentbehrlich,
    > für 40 % notwendig und für 100 % komfortabel und ein Qualitätsmerkmal.
    > (vgl. Bundes-Wirtschaftsministerium, 2010)

    Wer profitiert von barrierefreien Angeboten?
    Menschen, die in besonderem Maße von barrierefreien Angeboten profitieren, sind z. B.:
    -> mobilitäts- und aktivitätseingeschränkte Menschen
    -> (Personen mit Geh-, Seh-, Hör- oder Lernschwierigkeiten)
    -> chronisch erkrankte Menschen
    -> Personen mit vorübergehenden Beeinträchtigungen
    -> kleinwüchsige und großwüchsige Menschen
    -> schwangere Frauen
    -> Familien mit Kinderwagen oder kleinen Kindern
    -> ältere Menschen
    -> Personen mit schwerem Gepäck
    -> Kinder
    (vgl. Bundes-Wirtschaftsministerium, 2010)

    Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, […] wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernisse und grundsätzlich ohne fremde
    Hilfe zugänglich und nutzbar sind.
    (vgl. Bundes-Wirtschaftsministerium, 2010)

    http://www.engpass21.de
    http://www.eben-bleiben.de
    http://www.diskussion21.de
    http://www.bmwi.de
    http://www.nullbarriere.de

  9. Das obige Bild habe ich (Rollstuhlfahrer) selbst auf der letzten Montagsdemo als Plakat dabei gehabt. Die Leute haben gelacht und ich erhielt nur Begeisterung und Zuspruch und wurde sehr oft fotografiert.

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