Presseerklärung: Protestwochenende gegen Stuttgart 21: Empört Euch!

Zweiter Jahrestag des 'Schwarzen Donnerstags' (30.9.)

Stuttgart, 29. September 2012: Unter dem Motto 'Empört Euch!' laden das Aktionsbündnis gegen S21 und die Parkschützer heute zu einer Großdemo nach Stuttgart ein: gegen Stuttgart 21, gegen Stadtzerstörung und Justizwillkür, vor allem aber gegen Politiker, die ihre Pflichten gegenüber dem Volk ignorieren und die Interessen der Allgemeinheit mit Füßen treten. Der zweite Jahrestag des 'Schwarzen Donnerstags' ist Anlass für Kundgebungen und Demozug: Das Motto der Schülerdemo am 30.9.2010 – Bildung statt Prestigebahnhof – ist noch wie vor aktuell, die brutalen Übergriffe der Polizei sind bis heute nicht aufgearbeitet, auf politischer Ebene wurden keine Konsequenzen gezogen.

„'Bildung statt Prestigebahnhof', das forderten die Stuttgarter Schüler vor zwei Jahren“, so Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Seitdem hat unsere grün-rote Landesregierung tausende Lehrerstellen gestrichen; die wahnwitzige und vollkommen sinnlose Stadtzerstörung durch S21 wird aber fraglos weiter finanziert, auch ohne Kostentransparenz seitens der Bahn. Das Vertrauen vieler Bürger in Justiz und Demokratie ist schwer beschädigt: Wem auch immer unsere Politiker sich verpflichtet fühlen, dem Volk dienen sie nicht! Deshalb steht das Wochenende rund um den 2. Jahrestag des Schwarzen Donnerstags unter dem Motto 'Empört Euch!'“

„Herr Kretschmann, der Politikwechsel ist überfällig“, sagt Tom Adler vom Aktionsbündnis gegen S21. „Geben Sie jetzt zu, dass der Kostendeckel schon längst nicht mehr zu halten ist, nicht erst im Lenkungskreis am 22. Oktober, am Tag nach der OB-Wahl in Stuttgart! Und ziehen sie endlich die Konsequenzen: 'Bildung statt Prestigebahnhof'“

Zahlreiche prominente Gastredner treten auf zwei Bühnen auf: Zunächst findet am Samstag um 13 Uhr vor dem Kopfbahnhof die Auftaktkundgebung statt: Egon Hopfenzitz, ehem. Bahnhofsvorsteher des Stuttgarter Hauptbahnhofs und sein italienischer Kollege Tiziano Cardosi, pensionierter capo di statione, der in Florenz ebenfalls gegen einen unterirdischen Tunnelbahnhof kämpft. Der anschließende Demozug führt zum Schlossplatz, wo ab 14:30 Uhr die Großkundgebung mit weiteren Rednern statt findet, darunter Schauspieler Walter Sittler und der politische Autor Dr. Michael Wilk aus Frankfurt a.M.

Bei einer Telefonschalte zur Großdemo 'umFAIRteilen' in Frankfurt a.M. stellen Regisseur Volker Lösch in Stuttgart und Konstantin Wecker in Ffm den gemeinsamen Anlass beider Demos in den Vordergrund: Fehlende Kita-Plätze, geschlossene Schwimmbäder, mangelhafter Nahverkehr – der öffentlichen Hand fehlt das Geld für wichtige Investitionen in das Gemeinwohl. Statt dessen sollen für Stuttgart 21 gigantische Summen ausgegeben werden – für einen Tunnelbahnhof, der nachweislich schlechter ist als der bestehende, gut funktionierende Kopfbahnhof und nur Nachteile bringt.

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1 Response to Presseerklärung: Protestwochenende gegen Stuttgart 21: Empört Euch!

  1. uwe sagt:

    tippfehler
    zeile 9 sollte wohl heißen:
    (noch) NACH wie vor

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