Liebe Freunde,
im April dieses Jahres hatte Bahnchef Lutz einen Geistesblitz, als er im Deutschen Bundestag sagte: „Mit dem Wissen von heute würden wir Stuttgart 21 nicht mehr bauen“. Dazu fällt mir eine ganz einfache Frage ein: „Lieber Bahnchef, Sie haben doch das Wissen von heute. Warum bauen Sie dann weiter? Wozu haben Sie denn das Wissen von heute?“
Es ist ja kein Fehler, wenn Menschen Fehler machen. Aber es ist ein ganz großer Fehler, wenn Menschen aus Fehlern nichts lernen. In der Bibel ist das die Sünde wider den Geist, die nicht verziehen werden kann.
Mit seinem Eingeständnis vor dem Deutschen Bundestag möchte man dem Bahnchef zurufen: Wie gut, dass nach dem Maschinenbauer Mehdorn und nach dem Flugzeugbauer Grube endlich jemand an der Spitze der Bahn steht, der etwas von Wirtschaft versteht. Denn was hier bei Stuttgart 21 gebaut wird, ist das größte Milliardengrab in ganz Europa. Und das leistet sich ein Konzern, der sein Geld weiß Gott sinnvollerweise einsetzen sollte. Wer oft mit der Bahn unterwegs ist, der weiß, dass die Bahn zurzeit vor allem ein Problem hat: Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.
Ich war vor einiger Zeit in Österreich beim Internationalen Anti-Atomgipfel. Dabei habe ich mit Aktivisten gesprochen, die vor 40 Jahren das AKW Zwentendorf verhindert haben. Dieses österreichische Atomkraftwerk ist ein Lehrstück erfolgreichen Widerstands gegen unsinnige Großprojekte, aber auch ein Lehrstück dafür, dass es nie zu spät ist für Widerstand und Protest. weiterlesen







