Wer gestern im Rathaus nicht dabei sein konnte oder aufgrund des Andrangs nicht mehr reingelassen wurde, kann sich hier die Vorstellung der OB-Kandidaten anschauen. Das Video dauert zwar über 2,5 Std., aber es ist sehr hilfreich, um sich ein Bild von den Kandidaten machen zu können.
Danke an die "ArchitektInnen für K21" , "flügel.tv" und "cams21"!
Fotograf Wolfgang Rüter rieb sich die Augen und fragte: "Ist das Plakatieren am Sichtschutz-Zaun im Schlossgarten nun wieder erlaubt?"
Sein Kommentar zu den neuen Plakaten am Zaun: "Seit diesem Wochenende scheint das Plakatieren des Sichtschutz-Zauns rings um den abgeholzten Mittleren Schlossgarten offensichtlich erwünscht bzw. erlaubt zu sein. Anders lässt sich wohl nicht erklären, dass jetzt etwa alle 10 Meter mit großen, immer denselben Plakaten am Zaun auf das sogenannte „Infozentrum im Turm“ mit den Worten „Machen Sie sich Ihr eigenes Bild vom Bahnprojekt Stuttgart-Ulm!“ hingewiesen wird. Fehlen etwa die Besucher, weil diese - wie auch die nicht unabhängigen Stuttgarter Zeitungen - inzwischen erkannt haben, dass rund um das Projekt S21 etwas nicht stimmt? Geht den NEIN-Sagern jetzt langsam ein Licht auf und zieren sie sich, das nur noch zuzugeben?
Trotzdem verbreiten die Plakatierer der "Projektpartner" hier am Sichtschutz-Zaun wie auch anderswo immer noch falsche Tatsachen. Sie sprechen von „Bahnprojekt“ statt von Immobilienprojekt (was ja inzwischen selbst die Zeitungen nach jahrelangem Ignorieren zugeben müssen). Und auch die gemachten Versprechungen an die NEIN-Sager-Hochburg Ulm werden zu Schall und Rauch, denn auch dort soll ein "fortschrittlicher" Bahnhofs- und Gleis-Rückbau erfolgen.
Das Plakatieren der Projektbetreiber ist aber auch ein Ideen-Plagiat, denn das Plakatieren am Zaun haben die Kopfbahnhof-Befürworter und Parkschützer schon lange vorher gemacht und sind damit aufgrund ihrer außergewöhnlichen Kreativität und ihrer vielen Unikate sogar ins Museum gekommen."
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Über Post aus dem Knast: Als erster Stuttgart 21 – Gegner hat Mark Pollmann vergangenen Freitag eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen angetreten. Er war wegen der Nordflügelbesetzung zum Protest gegen den Teilabriss des denkmalgeschützten Bonatzbaus zu 10 Tagessätzen verurteilt worden. Da er sich weder mit Geld noch mit Arbeitsstunden freikaufen wollte, musste er jetzt ins Gefängnis. Unter dem Titel “Post aus dem Knast” veröffentlichen wir auf Blog NAU! sein Hafttagebuch, das er uns aus dem Gefängnis zuschickt. Aus der Haft hat uns Mark Pollmann sechs Hafttagebucheinträge zugeschickt mit seinen Eindrücken von Freitag 25. bis Donnerstag 31. Mai, die wir abgetippt haben. Seit Sonntag ist Mark entlassen und hat begonnen, seine restlichen Hafttagebucheinträge selbst abzutippen, damit wir sie veröffentlichen können. Wir nehmen keine redaktionellen Änderungen vor, außer dass wir den Text in Absätze gliedern. Teil 10 ist Mark Pollmanns letzter Hafttagebucheintrag.
Im neunten Teil seines Hafttagebuchs analysiert Mark die Situation um S21 und berichtet davon, dass er einen Antrag auf einen Karton gestellt hat.
Im zehnten und letzten Teil des Hafttagebuchs erzählt Mark von den Tücken der Schwäbischen Zeitangabe, dass Ziviler Ungehorsam auf unerwartete Weise anstrengend sein kann und wie seinen ersten Tag außerhalb des Gefängnisses verbringen wird. Aber lest selbst:
Die Region erweise sich als besonders gutes Pflaster, weil die Mafia hier gefährlich unterschätzt werde, meint die in Venedig lebende Journalistin Petra Reski, die sich seit langem mit dem Verbrechersyndikat beschäftigt. "Stuttgart ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der Mafia in Deutschland, speziell zweier Clans der kalabrischen ’Ndrangheta, die auch die umliegenden Orte wie Waiblingen, Ludwigsburg, Esslingen, Fellbach als ihr ureigenstes Terrain betrachten", sagt sie. "Die Mafia kam im Gefolge der Gastarbeiter und ist bis in höchste Gesellschaftsspitzen vorgedrungen. Heute macht sie in Stuttgart ihre Geschäfte in der Bauindustrie, im Immobilienhandel, in der Gastronomie." Italienische Ermittler bestätigen das. "Im süddeutschen Raum ist die Region Stuttgart in fester Hand kalabrischer Gruppierungen von Ciró, insbesondere des Clans von Farao", sagt Roberto Scarpinato, leitender Oberstaatsanwalt der Abteilung Mafiabekämpfung in Palermo. Einem als vertraulich eingestuften Bericht ("VS – nur für den internen Dienstgebrauch") des Bundeskriminalamts zufolge hat sich eben dieser Clan in den vergangenen Jahren "beachtlich verstärkt". In der 236 Seiten umfassenden Analyse, die der Stuttgarter Zeitung vorliegt, ist die Rede von einem deutlichen "Qualitätssprung". Aufgelistet sind deutschlandweit mehr als 750 mutmaßliche Mafiosi, die im Verdacht stehen, für die ’Ndrangheta zu arbeiten. Auffällig viele von ihnen wohnen rund um Stuttgart, wusste die Stuttgarter-Zeitung noch im Jahre 2010 zu berichten.
Petra Reski war am Dienstag zu Gast im Kulturhaus Schwanen um über die Mafia zu berichten. Die schwäbische Journaille und die katholische Gemeinde Waiblingen reagierte darauf bereits im Vorfeld in einem Artikel der Stuttgarter-Nachrichten empört und einseitig tendenziös.
Auch wenn auf der gestrigen Montagsdemo kein Hinweis zum Frühstück am Bauzaun erging, so soll dieser Bericht einer Aktivistin doch zeigen, dass es nach wie vor jeden Dienstagmorgen Protest und Demonstrationen gegen S21 am unmittelbaren Baufeld gibt.
"Gegen 6:30 Uhr hatten sich etwa 25 K21-Befürworter vor dem Bauzauntor am Nordflügel versammelt. Unsere Gruppe teilte sich daraufhin auf, da sich einige ein Bild von den Abrisstätigkeiten am H7-Gebäudekomplex machen wollten. Der Blick vom Dach des Parkhauses gleich neben dem H7 ermöglicht einen überschaubaren Einblick, wie hier – verborgen im Innenhof – der Abriss weiter voranschreitet. Auch das Turmfalkenpärchen konnten wir beobachten. weiterlesen →
Verschlagwortet mitDemonstration|Kommentare deaktiviert für Bericht vom Frühstück am Bauzaun am 5. Juni 2012
Nachtrag zur 125. Montagsdemo von Petra Brixel.
Es gibt Texte, die auf den ersten Blick wie kleine Sahnestückchen erscheinen. Aber nur Kabarettisten, Glossenschreiber und Zyniker haben ihre helle Freude an ihnen. Für die anderen sind diese Schriftstücke schlichtweg unverdaulich. Der Brief von Staatssekretär I. Rust im Finanzministerium an einen unserer Parkschützer ist so ein Beispiel. Das Schreiben wurde bei der gestrigen Montagsdemo auf der Bühne vorgelesen und zeigt, mit welcher Borniertheit "das Volk" behandelt wird. Es ist ein Stück Anschauungsunterricht für die Haltung von Politikern zum Thema "wir da oben, ihr da unten". Immer noch, auch in der neuen grün-roten Regierung - wo doch eigentlich den Bürgern gegenüber ein "anderer Politikstil" gewählt und "bürgerschaftliches Engagement" gefördert werden sollte -, gibt es Gutsherrendenken und eine Sprache der Arroganz. weiterlesen →
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Über Post aus dem Knast: Als erster Stuttgart 21 - Gegner hat Mark Pollmann vergangenen Freitag eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen angetreten. Er war wegen der Nordflügelbesetzung zum Protest gegen den Teilabriss des denkmalgeschützten Bonatzbaus zu 10 Tagessätzen verurteilt worden. Da er sich weder mit Geld noch mit Arbeitsstunden freikaufen wollte, musste er jetzt ins Gefängnis. Unter dem Titel "Post aus dem Knast" veröffentlichen wir auf Blog NAU! sein Hafttagebuch, das er uns aus dem Gefängnis zuschickt. Aus der Haft hat uns Mark Pollmann sechs Hafttagebucheinträge zugeschickt mit seinen Eindrücken von Freitag 25. bis Donnerstag 31. Mai, die wir abtippt haben. Seit Sonntag ist Mark entlassen und hat begonnen, seine restlichen Hafttagebucheinträge selbst abzutippen. Wir nehmen keine redaktionellen Änderungen vor, außer dass wir den Text in Absätze gliedern.
Im siebten Teil von Marks Hafttagebuch lässt er uns teilhaben an einem politologischen Exkurs und den Erfahrungen des neuen Häftlings, der zuvor in Stammheim war.
Und im achten Teil seines Hafttagebuchs berichtet Mark, wie er an die neuesten Informationen von draußen kam, wie ein Justizbeamter ihn über JVA „Rottenburg = Drogenburg“ aufklärt und dass das selbst gebackene Knastbrot sehr gut schmeckt. Aber lest selbst:
Liest man die nachfolgende Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und folgt am Ende Minister Ramsauers sichtlich erleichterten Anmerkungen - "Die Bahn erhält künftig mehr Geld für ihre Planungsleistungen. Das ist wichtig für die Qualität des Gesamtprojekts. Eine frühzeitige, gute und sorgfältige Planung trägt dazu bei, Probleme während der Bauzeit zu minimieren und Termine und Kosten einzuhalten" - , könnte man zynisch jubeln: "Na, dann kann ja in Zukunft nichts mehr schief gehen." Dass es am Geld gelegen hat (16 statt jetzt 18 % für Planungskosten), dass das Projekt S21 nicht "... gut und sorgfältig ..." geplant wurde, haben S21-Kritiker doch schon immer geahnt. Leider hat der Herr Minister noch einen anderen Planungs-Faktor vergessen/unterschlagen/wohlwollend marginalisiert: den Faktor wachsamer Bürger. Der lässt sich auch mit noch so viel Geld für die Planungsbüros der DB AG nicht wegschaffen. Und das ist gut so.
Im Folgenden die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: weiterlesen →
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