Peter Grohmanns Rede am 10. März 2012
(M)ein Wort zum Sonntag
„Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume!
Wie gut, dass sie am Sterben teilhaben!
Die Pfirsiche sind geerntet, die Pflaumen färben sich,
während unter dem Brückenbogen die Zeit rauscht.
Dem Vogelflug vertraue ich meine Verzweiflung an.
Er mißt seinen Teil von Ewigkeit gelassen ab.
Seine Strecken werden sichtbar
im Blattwerk als dunkler Zwang,
die Bewegung der Flügel färbt die Früchte.
Es heißt Geduld haben.
Bald wird die Vogelschrift entsiegelt,
unter der Zunge ist der Pfennig zu schmecken.“
schreibt uns Günter Eich ins Stammbuch. Ich grüß Euch vom Siebenschläfer, von Eichhörnchen und Fledermäusen, von den Hasen auch, vom Großen Mausohr, ja, vom Igel, nicht zu vergessen Grünfink und Amsel.
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