Die 691. Montagsdemo am 15.1.24 auf dem Schlossplatz
Die 692. Montagsdemo am 22.01.24 auf dem Schlossplatz
Die 692. Montagsdemo findet am 22. Januar 2024 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.
Redner:
- Dr. Walter Heldmann, Verein der Bürgerinitiative Haidhausen S-Bahn-Ausbau; "Die 2.Stammstrecke, das Schwarze Loch von München“
Musik: Pit Bäuml, Liedermacher aus Heilbronn, Gitarre und Gesang
Moderation: Katja Luft, Capella Rebella
Weselsky: Ich lasse mir nicht mehr viel Zeit in diesem Konflikt
Interview von Matthias Schiermeyer mit Claus Weselsky in der Stuttgarter Zeitung vom 14.01.2024
Herr Weselsky, nicht nur Ihre Lokführer, auch die Bauern gehen auf die Barrikaden – wie finden Sie deren Proteste?
Die bewerte ich als ein Ergebnis des konfusen Regierungshandelns, das wir momentan alle erleben. Das ist aber mehr meine private Meinung, denn mit uns als GDL hat das überhaupt nichts zu tun. Wir sind im Arbeitskampf – und bei den Bauern handelt es sich um politische Demonstrationen.
Es erscheint manchen wie eine konzertierte Aktion. Hat es da seitens des Bauernverbandes Vorstöße gegeben?
Es gibt keine Gemeinsamkeiten. Der Verlauf von Tarifkonflikten ist sowieso schwer bis gar nicht vorhersehbar. So hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, daher äußere ich mich nicht zu den Protesten der Landwirte.
Besorgt Sie der Zustand der Republik?
Darum sorge ich mich schon viel länger, als die Bauern protestieren. Das begann mit dem Heizungsgesetz. Was da jetzt drinsteht, hätte von Anfang an drinstehen müssen. Und es hätte mit dem Fördergesetz kommen müssen, damit diejenigen, die investieren, gesichert Fördergelder bekommen. Über Nacht Förderung abzuschalten, ist nicht normal. Das ist alles Aktionismus. Niemand verfolgt eine langfristige Strategie. Als Tarifexperte halte ich das für das Schlimmste, weil gerade Tarifpolitik langfristig angelegt ist. Jetzt aber Schluss mit politischer Bewertung, weil ich ja nicht Kanzler werden will.
Kommen wir zur Deutschen Bahn: Trotz umfangreicher Forderungen sparen Sie nicht mit Kritik am DB-Management.
Da dürfte ich ja nicht der Einzige sein. Wenn mir jemand beizubringen versucht, dass die Misere des Systems Eisenbahn auf die Streiks von Lokführern zurückzuführen ist, wird er wahrscheinlich sehr lange brauchen. Was wir hier erleben, ist das Ergebnis von langfristigen Fehlhandlungen, Missmanagement, Sparwahn. Das ist auch eine Langfriststrategie, aber von Menschen, die es nicht gut mit dem Eisenbahnsystem gemeint haben. Das sind Versager ganz oben, und die 3500 Führungskräfte darunter sind Duckmäuser. Ich kenne genügend Leute von Führungsebenen, die resigniert oder dieses System ganz verlassen haben, weil sie damit nicht umgehen können, was hier abgeht. weiterlesen
Stuttgart 21 ist überall: Unser Hafen – nicht euer Casino!
Dr. Jürgen Bönig hat am 18.12.2023 auf der Montagsdemo über den geplanten Verkauf des Hamburger Hafens an MSC berichtet und uns dazu jetzt die im VSA-Verlag erschienene Broschüre zur Verfügung gestellt:
Supplement_zu_Sozialismus_2024_01_Hamburger_Hafen_zu_verkaufen_Netz_1_2024
Glück auf, Glück auf!
Rede von Peter Grohmann, Kabarettist, Autor und ‚AnStifter‘, auf der 690. Montagsdemo am 8.1.2024
Glück auf, Glück auf ! Der Steiger kommt und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht / schon angezündt, schon angezündt.
Hat’s angezündt, ´s wirft seinen Schein, und damit so fahren wir bei der Nacht,
und damit so fahren wir bei der Nacht ins Bergwerk ein, ins Bergwerk ein.
Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut‘ sein, die da graben das Silber und das Gold
bei der Nacht, die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht
aus Felsgestein, aus Felsgestein.
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
die Lichter des letzten Jahres sind verblasst. Die Lichter des neuen Jahres mögen angezündt' sein, aber sind sie denn auch hell genug? Nein, es geht hier nicht um Erleuchtung, nicht um Osram und nicht um „Dein Licht komme“: Es geht um Erkenntnis statt Erleuchtung. Es geht nicht um Glauben, sondern um Wissen.
Um Wissen und Wissenschaften.
Der Königsberger Gelehrte Immanuel Kant (1724-1804) würde dieses Jahr 300 Jahre alt, wenn er noch lebte. Allerdings ist Königsberg heute russisch. „Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird“, sagte der Ostpreuße. Immanuel Kant gehört neben meiner Omi Glimbzsch in Zittau zu den bedeutendsten Vertretern der europäischen Aufklärung und der neuzeitlichen Philosophie. Er stellte die Vernunft in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen und wandte sich damit gegen die Bevormundung durch Staat und Religion.
Wessen Stadt? Wessen Geld? Wessen Recht? Wessen Luft? Wessen Wälder? Wessen Erde? würde er vernünftigerweise fragen. Und was die Vernunft angeht, von der Unvernunft ganz zu schweigen, behauptete Kant: Der Friede ist das Meisterwerk der Vernunft. Und so zweifeln wir in diesen Tagen mit Millionen Menschen in aller Welt an der Vernunft – an der Vernunft der Reichen und Schönen, an der Vernunft der Regierenden ostwärts und westwärts und südlich von Stuttgart 21, an der Vernunft auch der Menschen, die den Kriegstreibern die Treue halten. weiterlesen
Die 691. Montagsdemo am 15.01.24 auf dem Schlossplatz
Die 691. Montagsdemo findet am 15. Januar 2024 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.
Danke Eberhard!
Redner:
- Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH); "Gäubahn Kahlschlag verhindern! Der aktuelle Stand der DUH-Klage"
Musik: Daniele Mazziotti, Keybord
Moderation: Tom Adler, Demoteam
Die Gäubahn wird zum Schlüssel für den Erhalt des Kopfbahnhofs
Rede von Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, Ingenieure22, auf der 690. Montagsdemo am 8.1.2024
Schon auf der 681. Montagsdemo am 23. Oktober 2023 sprach ich zum Thema Gäubahn. Damals hatte ich den Redetitel noch als Frage formuliert: „Kann die Gäubahn zum Schlüssel für den Erhalt des Kopfbahnhofs werden?“. Mit guten Argumenten konnte die Antwort „JA“ gegeben werden.
In 2½ Monaten ist nun so viel passiert, dass ich mit Fug und Recht feststellen kann: Die Gäubahn wird zum Schlüssel für den Erhalt des Kopfbahnhofs. Die Bürgerinitiativen im Süden der Gäubahn starten ständig neue Aktionen, um den Erhalt dieser transeuropäischen Eisenbahnverbindung öffentlichkeitswirksam einzufordern. Auch die (Ober-)Bürgermeister der betroffenen Städte und Gemeinden äußern sich immer wieder kritisch zu den Plänen der DB.
Gemeinsam mit Frank Distel (im Aktionsbündnis für die Schutzgemeinschaft Filder) konnte ich ein äußerst positives Gespräch mit dem OB der Stadt Singen, Herrn Bernd Häusler, führen. Unsere sehr fundierten Argumente, dass die von der DB geplante Unterbrechung der Gäubahn für die S‑Bahn-Verschwenkung zur neuen Station Mittnachtstraße in keiner Weise notwendig ist, fanden ausgesprochen starkes Interesse. Allerdings verwies der OB auch auf etliche Lösungsansätze der Gäubahnkommunen, die aber am extremen Widerstand der Stadt Stuttgart und der DB gescheitert sind. Ein Rechtsgutachten hat den Anliegerkommunen leider bestätigt, dass sie in dieser Angelegenheit nicht klagen können. weiterlesen
Die 690. Montagsdemo am 8.1.24 auf dem Schlossplatz
Bauernkrieg!
Peter Grohmanns Wettern der Woche am 8.1.2024
Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann? fragte sich der Bauer, als er den letzten Schluck Diesel zu sich nahm und seinen John Deere bestiegt. Die Ultimate-Edition des Treckers hat eine Spurführungsvorbereitung, ein 10-Zoll-Command-Center Display, eine ComfortView-Kabine mit Premium-Sitz und Weitwinkel-Spiegel, eine Panorama-Windschutzscheibe, das neueste iTEC Vorgewende-Management – und einen Kühlschrank, damit der Diesel schön kühl bleibt, wenn die heißen Klima-Sommer kommen. Der Trecker kostet rund 120.000 EU, das Kilo Gans im Laden 4,99 EU. Da reibt sich Cem Özdemir verwundert die Augen, spuckt in die Hände oder schüttelt ratlos sein weises Haupt: Es sind die Verbraucherpreise, Cem! weiterlesen
Die 690. Montagsdemo am 08.01.24 auf dem Schlossplatz
Die 690. Montagsdemo findet am 08. Januar 2024 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz bis auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich.
Redner:
- Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, Ingenieure22; „Die Gäubahn wird zum Schlüssel für den Erhalt des Kopfbahnhofs“
- Peter Grohmann, Kabarettist, Autor und 'Die AnStifter'; "Glück auf, Glück auf!"
Musik: Christof Altmann & Wolf Abromeit, Akkordeon, Bass und Gesang
Moderation: Michael Becker, Kernen 21
Die 689. Montagsdemo am 18.12.23 auf dem Kleinen Schlossplatz
Stuttgart 21 an der Elbe: Hafen zu verkaufen! Der MSC-HHLA-Deal
Rede von Dr. Jürgen Bönig, Autor und Historiker, auf der 689. Montagsdemo am 18.12.2023
Guten Abend, liebe Freundinnen und Freunde des Oben-bleiben-Wollens!
Vor zwei Jahren waren wir bei einer Montagskundgebung, um dagegen zu demonstrieren, dass euer Hauptbahnhof versenkt wird zugunsten eines Spekulationsgeschäftes mit Grundstücken. Heute brauchen wir eure Solidarität in Hamburg – und ich weiß nicht, ob die größere Dummheit schwäbisch schwätzt oder hochdeutsch mit leichtem plattdeutschem Einschlag wie unserer Bürgermeister.
Der geheime MSC-HHLA-Deal.
Was ist passiert? Ohne Auftrag und ohne Sachverstand hat unsere Regierung, der Senat, ein Überraschungspaket geschnürt – schon Mitte September. Drei Regierungsmitglieder der rot-grünen Koalition – darunter der Erste Burgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher, die Senatorin für Wirtschaft, Melanie Leonhard, und der Finanzsenator Andreas Dressel, allesamt von der SPD, teilten am 13. September 2023 in einer Videobotschaft vom Genfer See den überraschten Regierungsfraktionen mit, sie hätten die HHLA an die MSC verkauft, die eine knappe Minderheit der Aktien der HHLA erwerben dürfte gegen die Zusage von Investitionen und die Steigerung der Zahl der umgeschlagenen Container auf 1 Million pro Jahr ab 2031.
Was ist die HHLA?
Die Hamburger Hafen und Logistik AG ist der Hamburger Hafen. Sie ist die Betreiberin von drei der vier Container-Terminals Hamburgs. Wenn ihr von Süden auf den Elbtunnel zufahrt, stehen ringsum Containerstapel – dahinter befinden sich links und rechts vom Köhlbrand, einer Verbindung von Norder- und Süderelbe, die Abfertigungsanlage Tollerort und Burchardkai, hinter der noch der vierte Umschlagplatz für die standardisierten Kisten, Eurogate, liegt, der nicht zur HHLA gehört. Hinter euch, jenseits der Köhlbrandbrücke von 1874, könnt ihr den dritten Terminal Altenwerder erblicken, den modernsten Terminal mit automatischen Transportfahrzeugen, der vor 20 Jahren gebaut worden ist, als sich noch niemand vorstellen konnte, dass Containerschiffe höher als 54 Meter aus dem Wasser ragen würden. weiterlesen







