Bericht von der Protestaktion beim Lenkungskreis am Freitag, 23. 3. 2012

„Wir lassen uns nicht in den Abgrund lenken – Sofort: Schluss mit der Stadtzerstörung“

Auch wenn die "Stuttgarter Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe so tat, als haben sich nur ein paar wenige Demonstranten  am Freitag vor dem Neuen Schoss eingefunden und somit die erfolgreiche und weithin (von anderen Medien) wahrgenommene Protestaktion schlichtweg verschwieg (oder verschlief), so soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Protest vielstimmig und laut war und lange andauerte. Mit vier Ansprachen konnten die Standpunkte der Gegner von S21 klargemacht werden, viele Banner, Transparente und Schilder zeigten, dass der Widerstand lebt und dass in kurzer Zeit an die 500 Gegner zu mobilisieren waren. Wolfram Klein hat uns einen sehr anschaulichen Bericht von der Protestaktion gegen den Lenkungskreis geschrieben:

     Beim 2. Großen Ratschlag gegen Stuttgart 21 hatte die Blockadegruppe der Parkschützer die Idee eines Protests gegen den Stuttgart-21-Lenkungskreis in den Workshop zum Thema „Ziviler Ungehorsam und Blockaden“ eingebracht. Diese Idee fand Unterstützung und es wurde im Plenum des Großen Ratschlags, auf Flyern, bei der Montagsdemo und im Internet dafür Werbung gemacht. weiterlesen

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Wann gebt Ihr endlich auf?

Angesichts des eindeutigen Ergebnisses der jüngsten Wahlen im Saarland fragen die Parkschützer die FDP, wann sie endlich das Votum des Volkes akzeptiert und ihren Widerstand gegen die Mehrheitsmeinung aufgibt. Herr Rösler, die Menschen im Land wollen Sie und Ihre Partei nicht haben. Gehen Sie doch einfach heim! 🙂

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Medienberichte 25.3.

dapd: Altes Rohr statt Bombe
StZ: Bombe entpuppt sich als Abwasserrohr
StZ: Der Nahverkehr wird plötzlich zum Topthema
dpa: Polizei bläst Evakuierung in Stuttgart ab
Immobilien-News: S21: Baukonzern Züblin erhält Großauftrag für Tiefbahnhof s. u.a: Züblin im Kreuzfeuer & HIER

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Keine Evakuierung des S21-Bahnhofsgeländes: Es lag nur ein altes Wasserrohr im Boden

Die groß angelegte Evakuierung der Bahnhofsgegend in Stuttgart wegen einer Weltkriegsbombe fällt HEUTE aus. Der vermeintliche Sprengkörper entpuppte sich als ein altes Metallrohr. Ein Polizeisprecher sagte, das Metallteil sei "wahrscheinlich ein Abwasserrohr“.

Zur Entschärfung der vermeintlichen Bombe hatte der Hauptbahnhof an diesem Sonntag von 8.30 Uhr an geräumt werden sollen. Das aber ist nun hinfällig. Die Züge fahren planmäßig weiter. Aktuelle Meldung dazu HIER.

Übrigens: Die Suche nach und die Bergung von Kampfmitteln haben Grundstückseigentümer selbst zu veranlassen s. HIER.

Man darf gespannt sein, was noch so alles beim S21-Bau gefunden wird, das nicht verzeichnet war. Als da wären u. a. Mineralwasser, Anhydrit und doch Eichenpfähle.

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Und wer lenkt? Landesregierung übernimmt keine Verantwortung

Pressemitteilung vom 23. März 2012, 20:30

Die angekündigten Proteste der Stuttgart-21-Gegner haben dazu geführt, dass der Lenkungskreis nicht wie geplant im Verkehrsministerium, sondern in dem von der Bannmeile geschützten Neuen Schloss stattfinden musste. Knapp 400 Stuttgart-21- Gegner forderten vor dem Neuen Schloss das Ende der Stadtzerstörung und den sofortigen Ausstieg aus Stuttgart 21.

Obwohl der Lenkungskreis zu Stuttgart 21 hinter verschlossenen Türen tagte: Es lässt sich nicht verheimlichen, dass die Landesregierung nicht bereit ist, endlich Verantwortung zu übernehmen. Die Finanzierung von Stuttgart 21 ist illegal. Der von Ingenieuren vor zwei Tagen als Rückbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur entlarvte Tiefbahnhof darf nicht aus Steuergeldern finanziert werden. „Stuttgart 21 war von Anfang an nur für 30 Züge geplant. Von einem Leistungszuwachs kann also keine Rede sein. Und was hören wir aus dem Lenkungskreis dazu? Kein Wort. Ausschließlich vorgeschobene Scheindebatten über die Trassenführung auf den Fildern und Terminplanungen“, sagt Andrea Schmidt von den Parkschützern.

Verkehrsminister Winfried Hermann hatte vor der Tagung gefordert, weiterlesen

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Medienberichte 24.3.

Stuttgart: Kampfmittelbeseitigung im Bereich Mittlerer Schlossgarten
dpa: Evakuierung am S21-Bahnhof wegen Bombe
StZ: Das Vertrauen ist angekratzt
StZ: Schutzgemeinschaft fordert „Einstieg in echten Bürgerdialog“
StZ: Für Hermann wird es unbequem
dpa: KAHLSCHLAG IM NAHVERKEHR? Kosten bedrohen Regionalzugverbindungen
StN: Land und Bahn streiten wegen Schlichtungskosten
Berliner Morgenpost: Stuttgart 21: Bahnprojekt wird teurer und ein Jahr später fertig
Grimme-Preis: Alarm am Hauptbahnhof – Auf den Straßen von Stuttgart 21
StZ: Ministerium laufen Kosten davon
Welt: Stuttgart 21 startet später und wird teurer
Spiegel: Stuttgart 21 wird teurer und ein Jahr später fertig
Reuters: „Wir betrachten das mit Sorgen“ Stuttgart 21 wird deutlich teurer
Handelsblatt: „Stuttgart 21“ braucht bis 2020
Hamburger Abendblatt: Stuttgart 21 geht laut Bahn erst 2020 in Betrieb
dapd: Kosten steigen – Fertigstellung verspätet sich
RTL: Kosten für S21 steigen auf 4,3 Milliarden Euro
BILD: „Stuttgart 21” wird teurer
Junge Welt: Rückschritt nach Plan
Schwarzwälder Bote: Gäubahn gewinnt weiter an Fahrt
Schwarzwälder Bote: Ein Zukunftsszenario
ExtremNews: Kretschmann: "Es geht mir nahe, wenn ich als Verräter tituliert werde"
dpa: Probleme hätten früher gelöst werden müssen
dpa: Proteste vor S-21-Lenkungskreis
StN: Ein kühles Bier mit Blick auf die Brache
Radio Utopie: S21, bisher unbekanntes Bahnpapier: Tiefbahnhof nur für 32 Züge pro Stunde dimensioniert
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Pressekonferenz zum Lenkungskreis: Hermann & Kefer einer Meinung… !?

Pressekonferenz des Lenkungskreises
Kurzbericht zur Pressekonferenz des Lenkungskreises
Freitag, 23.03.2012, 19:00 - 19:45 Uhr
(Rest stand größtenteils am 22.03. schon im Stuttgarter Amtsblatt oder war bekannt!!!)

Die einzigen Fragen zum Thema "Softwarefehler beim Sreßtest" und "DB ging von 30 Zügen/Stunde aus" kamen von Roland Kimmich, Vertreter von FERPRESS - Internationale Eisenbahn-Presse-Vereinigung. Niemand sonst schien diese Themen für wichtig zu erachten... siehe Mitschnitt ab Minute 32:37 oder nachfolgende Textpassage:

"Meine Frage an Minister Hermann und Zusatzfrage an Herrn Kefer:
Ich gehe davon aus, daß die beiden Themen: "Softwarefehler beim Sreßtest" und "DB ging früher von 30 Zügen/Stunde aus", also von einem Rückbau des alten Bahnhofs ausging, heute im Lenkungskreis von Ihnen angesprochen wurden. - Ihre Haltung dazu? Zusatzfrage gerichtet an Herrn Kefer (DB) "... und, falls nicht, was für eine Haltung die Bahn zu diesen aktuellen Themen hat?" weiterlesen

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Presseerklärung: Wir lassen uns nicht in den Abgrund lenken

Schluss mit der Zerstörung der Stadt und ihrer Menschen

Freitag, 23. März 2012: Anlässlich der Tagung des Lenkungskreises versammeln sich heute um 15 Uhr Stuttgart-21-Gegner vor dem Neuen Schloss und fordern eine dauerhafte Sicherung und Gewährleistung nachhaltiger und umweltschonender Mobilität.

"Das hat uns die Landesregierung versprochen, und das wollen wir haben. Doch die Regierung rast mit Höchstgeschwindigkeit weiter ins Milliardengrab", sagt Parkschützer Karl Braig. Schon wieder liegen von der Bahn verheimlichte Unterlagen auf dem Tisch, die den Bau von Stuttgart 21 verbieten. Denn auch sie beweisen: Der Tiefbahnhof ist kein Ausbau, sondern ein Rückbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur und darf nicht aus Steuergeldern finanziert werden. Siehe dazu auch den BAA-Artikel dazu.
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Wir lenken den Lenkungskreis

zumindest was den Ort betrifft: Der Lenkungskreis wurde kurzfristig vom Ministerium ins Neue Schloss verlegt. Die Versammlung ist auch dort um 15 Uhr angemeldet. Yvonne P. Doderer, Hans Heydemann, Ursel Beck unterstützen unsere Forderungen mit Redebeiträgen.

Wir lassen uns nicht in den Abgrund lenken: Schluss mit der Stadtzerstörung

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Medienberichte 23.3.

dapd: Bahn macht offenbar deutlichen Gewinn mit dem Schienennetz
StN: Erst die Verarbeitung, dann die Annäherung
AFP: Park-Räumung für "Stuttgart 21" kostet 7,7 Millionen Euro
StZ: Bahn - S21 Baumfällungen am Neckarersatzbach
SWP: Schutzgemeinschaft will am "Filderdialog" teilnehmen
StZ: Lenkungskreis S21 - Debatte über Mehrkosten
dpa: Lenkungskreis tagt erstmals nach Volksabstimmung
StN: Opposition hält neue Schulden für illegal
dpa: CDU prangert Verschuldung an
Südkurier: Politiker stellen sich Fragen
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117. Montagsdemo am 26.3. auf dem Marktplatz

STREIK bei Stuttgarter Straßenbahnen AG am Montag!
Überlegen Sie rechtzeitig, wie Sie trotz Streik zur Kundgebung am Marktplatz kommen.

Hauptredner: Steffen Siegel, Vorsitzender der Filderschutzgemeinschaft
außerdem:
Peter Grohmann, Kabarettist
Info-Reihe "Wussten Sie schon ...?":
Wachstumsbremse S21
Moderation:
Matthias von Herrmann
Musik:
Lokomotive Stuttgart und Compania Sackbahnhof
Motto:
Ja, wohin lenken Sie denn, Herr Schmid?

Ablauf:
18:00-18:35 Kundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz
18:35-19:15 Demozug vom Marktplatz zum Kopfbahnhof


117. Montagsdemo auf einer größeren Karte anzeigen

Für Ortsunkundige: Vom Hbf kommen Sie folgendermaßen zum Marktplatz:

  • S-Bahn (alle Linien) bis "Stadtmitte", Ausgang Büchsenstraße (nicht vom Streik betroffen)
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Dokumente belegen: Stuttgart 21 für nur 30 Züge geplant!

Presseerklärung der Ingenieure22 für den Kopfbahnhof vom 22. März 2012

Bahn plante Stuttgart 21 von Anfang an als Rückbau!

Stuttgart, 22. März 2012: Bei ihren Recherchen zur Planfeststellung von Stuttgart 21 sind die Ingenieure22 auf bisher nicht bekannte Unterlagen gestoßen (http://bit.ly/GEEftm), die zweifelsfrei belegen: Stuttgart 21 war von Anfang an als Rückbau des Bahnknotens Stuttgart geplant! Zukünftig sollten im Stuttgarter Hauptbahnhof nur noch maximal 30 Züge in der Spitzenstunde verkehren – diese Vorgabe machte1997 die Bahn selber für eine von ihr beauftragte Personenstromanalyse. Seitdem gab es keine Änderung der geplanten Bahninfrastruktur von S-21; die wesentlich höhere Leistungsfähigkeit des Tunnelbahnhofs, die inzwischen behauptet wird, steht nur auf dem Papier.

Besonders pikant: Eben dieses Gutachten gehört zwar zu den Planfeststellungsunterlagen, wurde dem Eisenbahnbundesamt aber trotz mehrmaliger Aufforderung erst im September 2002 zur Verfügung gestellt, offengelegt wurden diese Unterlagen nie, den Trägern öffentlicher Belange wie dem BUND wurden sie nicht zur Verfügung gestellt.
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