Rede von Tom Adler, Stadtrat ‚Die FrAktion‘, auf der 563. Montagsdemo[1] am 17.5.2021
Liebe Freund*innen und Freunde,
die Diskussion um den Standort der Lenk-Skulptur vor dem StadtPalais macht wieder Schlagzeilen. Denn es geht jetzt darum, ob seine „Chronik der grotesken Entgleisung“ von Stuttgart 21 am prominenten Ort StadtPalais stehen bleiben kann oder abgebaut wird.
Wir sagen: oben bleiben und dort stehen lassen, und dafür sind vergangenen Donnerstag etliche Mitstreiter*innen zu einer tollen spontanen Aktion vorm Stadtpalais zusammengekommen!
Was war das doch damals schon für ein peinlicher Zirkus in der Stadtverwaltung, ein Hin- und Hergezerre, bis ENDLICH klar war: die Stadt will sich lieber nicht völlig blamieren. Sondern sie lässt zu, dass die Lenk-Skulptur wenigstens vorübergehend vorm Stadtpalais stehen darf.
Dort steht sie jetzt und dokumentiert den ganzen Irrsinn eines aus der Zeit gefallenen, zerstörerischen Projekts. An das sich die politischen Mehrheiten samt Verwaltungsspitze nach wie vor festkrallen, möge es noch so absurd und peinlich sein. Die Skulptur dokumentiert das öffentlich, für die vielen Menschen, die dieses Werk anzieht, die das auch genau studieren und die politisch Verantwortlichen identifizieren.
Die Stuttgart-21-Täter sind ja noch längst nicht alle von der politischen Bühne abgetreten, von Herrn Oettinger und seiner Entourage bis zum Baubürgermeister Herrn Pätzold, von Herrn Kretschmann und Verkehrt-Minister Winfried Hermann bis Frau Razavi und Herrn Strobel. Auch die gar nicht abgebildeten Steigbügelhalter und nach wie vor Faktenblinden sehen sich mit der Chronik IHRER grotesken Entgleisung ständig öffentlich kritisiert. Das schmerzt – das soll es auch, so wirkt politisch-satirische Kunst. weiterlesen






