Fotos von der Baden-Sitzblockade

Fotos©weiberg

Zuerst am Grundwassermanagement, dann im Unteren Schlossgarten, zum Schluss am Landtag und im Eckensee. Unsere badischen Freunde waren ganz erstaunt, wie viel Polizei bei den Blockaden immer vor Ort ist. Das ist eine wichtige Botschaft, die sie mit nach Hause nehmen: wie Innenminister Gall (SPD) das gescheiterte und überteuerte Tunnelprojekt S21 weiter von unserer Polizei durchsetzen lässt.

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[UPDATE] Eine Art Grabplatte o. Ä. im Unteren Schlossgarten gefunden

Hölscher Wasserbau will weiter Grundwasserrohre im Unteren Schlossgarten verlegen, doch nun wurde unter der Erde eine Art Grabplatte od. sonst etwas Altes gefunden:

Fotos©weiberg

Google map: http://g.co/maps/rnevk

Mal sehen, was das Denkmalamt od. andere Behördern dazu sagen.

[UPDATE]
Nach Besichtigung durch den Archäologen Thiel könnte an diesem Ort ein königlicher Tierfriedhof gewesen sein. Der mit einer Zementschicht zugedeckte Bereich wird weiter untersucht. Herr Schuhkraft und der Historiker Gerhard Raff werden ggf. weiter darüber informieren.

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Film im Pavillon heute 18 Uhr: „Bahn unterm Hammer”

Die verderbliche Politik der DB zeigt der Film „Bahn unterm Hammer”, der heute um 18:00 am Pavillon zu sehen ist. Namhafte Experten wie Wolf und Bodack, Lokführer und Gewerkschafter aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, die den verhängnisvollen Ausverkauf der Bahn erleben mussten und müssen, beschreiben eindringlich den Irrweg der Privatisierung und sogenannten Börsentauglichkeit. Die DB braucht dringend eine Neuorientierung hin zur Bürgerbahn – so auch in Baden-Württemberg und Stuttgart.
Was verschweigt die offizielle Bilanz der DB?
Womit verdient sie tatsächlich ihr Geld?
Woher kommen die Manager in den Vorständen der DB-Konzerne, und welche Politiker unterstützen sie?
Im anschließenden Gespräch kann diesen Fragen nachgegangen werden. Aktuelle Informationen vom „Bündnis Bahn für alle” liegen vor.

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Presseerklärung: Wir Badener zeigen Flagge in Stuttgart!

Baden-Sitzblockade am Dienstag, 27. September 2011 ab 5:30 Uhr vor dem Grundwassermanagement am Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs

Die Initiative "Baden unterstützt: Oben Bleiben! – Kein Stuttgart 21" macht erneut darauf aufmerksam, dass das Projekt Stuttgart 21, sollte es tatsächlich realisiert werden, verheerende Auswirkungen weit über die Stadt Stuttgart hinaus auf das ganze Bundesland Baden-Württemberg hat.

Erheblich wichtigere Bahnprojekte als Stuttgart 21 haben auf viele Jahre hinaus keine Chance auf Verwirklichung oder Fortsetzung. Grund sind die immensen Kosten des im Nutzen für den Eisenbahnverkehr höchst zweifelhaften und baulich riskanten Immobilienprojektes Stuttgart 21. Zu den wichtigen, aber von der Bahn AG und der Bundesregierung vernachlässigten Projekten zählt beispielsweise der bürgerfreundliche viergleisige Ausbau der Rheintalbahn von Karlsruhe nach Basel, der immer noch nicht abgeschlossen und nun erneut verschoben wurde – dieser Ausbau wird von Stuttgart 21 kannibalisiert.

„Es ist erschreckend, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel eine so widersinnige Infrastrukturpolitik duldet, das kontraproduktive und destruktive Agieren der bundeseigenen Bahn deckt, nur um unsere grün-rote Landesregierung ins Stolpern zu bringen“, sagt Michael Kaufmann von der Initiative 'Baden gegen Stuttgart 21'. „Das wollen wir nicht ausbaden! Es ist traurig genug, dass SPD und Grüne bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nicht vehement auf eine konstruktive, transparente und zukunftsweisende Verkehrspolitik im Sinne der Bürger bestehen. Egal, ob man für oder gegen S21 ist, die Pfusch- und Verschleierungstaktik der Bahn, kombiniert mit der nicht nachvollziehbaren Prioritätensetzung von Verkehrsminister Ramsauer und der Vogel-Strauß-Haltung von Bundeskanzlerin Merkel schadet uns allen.“

Um auf diese gravierenden Auswirkungen aufmerksam zu machen, protestieren badische Bürger gemeinsam mit den Stuttgarter Bürgern gewaltfrei und ungehorsam vor der Baustelle am Grundwassermanagement gegenüber dem Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Badische wie Stuttgarter Bürger wehren sich friedlich und kreativ gegen das Milliardengrab Stuttgart 21. Hiermit soll der Landesregierung, der Deutschen Bahn und den Medien klar gezeigt werden: Stuttgart 21 geht auch uns in Baden etwas an!

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Stern: Weiterer Rückschlag für Stuttgart 21

Bahn trennt sich von Partner für Neubaustrecke nach Ulm

Neue Hiobsbotschaft für das Projekt Stuttgart 21: Die Bahn beendet nach Informationen des Online-Magazins stern.de die Zusammenarbeit mit Lahmeyer International, dem Projekt-Planer der Neubaustrecke Wendlingen (bei Stuttgart) - Ulm. Die Bahn habe den Vertrag mit Lahmeyer, der zunächst bis 2012 galt, "wegen massiver Schlechtleistung" nicht verlängert - sagte ein Insider stern.de. Die Bahnspitze selbst wollte keinen Kommentar abgeben. Aus Stuttgarter Bahnkreisen hieß es, Lahmeyer International sei "auf eigenen Wunsch ausgeschieden". Auswirkungen auf die Arbeiten an der Neubaustrecke habe das allerdings nicht.

Lahmeyer International ist eine Ingenieursgruppe und ein Beratungskonzern, der weltweit Großprojekte in den Bereichen Energie, Wasser und Transport betreut. Gegen starke Wettbewerber hatte das Unternehmen vor einem Jahr den Auftrag für die Termin- und Kostensteuerung der Neubaustrecke, Kostenermittlung, für Vertragsmanagement und Organisation bekommen. Mit zwölf Experten arbeitet es vor Ort in Stuttgart. Die Projektmitarbeiter haben, wie es auf der Homepage von Lahmeyer International noch heute heißt, "ein Commitment abgegeben, das Bahnprojekt für den Kunden erfolgreich abzuschließen". Damit wird es nun nichts. Offiziell will das Unternehmen über den Verlust des lukrativen Auftrags keinen Kommentar abgeben. Man habe mit der Bahn "vereinbart,dass alle Dinge, die mit Stuttgart 21 zu tun haben, über die Bahn direkt laufen", hieß es gegenüber stern.de.

Den Artikel finden Sie HIER

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Medienberichte 26.09.11

Stern: Weiterer Rückschlag für Stuttgart 21 - Bahn trennt sich von Partner für Neubaustrecke nach Ulm
Stern: Papst in Baden-Württemberg Friede, Freude, Freiburg
SWR: Bündnis gegen S21 - Die Grünen unterstützen "Landesbündnis Ja zum Ausstieg"
SWR: Schlossgarten-Bäume können nicht verpflanzt werden
Spiegel: SPD wirft den Grünen Wortbruch vor
Greenpeace Magazin: Streit um Stuttgart 21: Grün-Rot vor nächster Krise
Wirtschaft: Deutsche Bahn trennt sich von Partner für Stuttgart 21
Badische Zeitung: Streit um Stuttgart 21: Schmid wirft den Grünen Wortbruch vor
Stuttgarter Zeitung: Kritiker finden sinkende Kostenrisiken verdächtig
Stuttgarter Zeitung: Grüne unterstützen Gegner-Bündnis
Stuttgarter Zeitung: Grüne wollen SMA-Gutachter im Rat sehen
Stuttgarter Nachrichten: Im Park kämpft der Protest auch um seine Seele
Stuttgarter Nachrichten: Stuttgart-21-Gegner bringen sich in Stellung
Stuttgarter Nachrichten: Bäume können nicht verpflanzt werden
Stuttgarter Nachrichten: 2012 rücken wieder Bagger im Park an
Welt: "Unfassbar" – Kretschmann kritisiert Ströbeles Boykott
Radio-Utopie: Wir Badener zeigen Flagge in Stuttgart!
RP: Bahn plant angeblich Ausstieg bei Stuttgart
Südkurier: S 21: Münsterplatz als Forum
Südkurier: Der falsche Ort
Südkurier: Wir sind die Guten
Nachdenkseiten: Albrecht Müllers Wochenrückblick

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Cannstatter gegen Stuttgart 21 bei Volksfestumzug

„Auffallend sind die grünen Luftballons. Selbst der Volksfestumzug kommt offenbar an der Parole „Kein Stuttgart 21" nicht vorbei. "Das ist unsere Reaktion auf OB Schusters Rede zum Wasenauftakt", sagt eine Frau, die vor der Stadtkirche ein Transparent in die Höhe hält. Die Zuschauer nehmen es gelassen".

Das schreibt heute die Stuttgarter Zeitung in ihrer Berichterstattung über den Cannstatter Volksfestumzug am Sonntag, dem 26.9.2011. Tatsächlich hatte die Cannstatter Initiative die Lufthoheit über dem Umzug durch die Cannstatter Altstadt. 600 grüne Luftballons waren im Nu unter den 200.000 Zuschauern verteilt oder an Festgirlanden für jeden sichtbar aufgehängt. Zusätzlich sorgten einige große Ballons dafür, dass kein Umzugsbesucher oder Fernsehzuschauer die Botschaft verpasste: "Oben bleiben - kein Stuttgart 21". Als einige Proler von der Aktion Wind bekamen, versuchten sie via Internet eine Gegenmobilisierung. Die fiel allerdings sehr peinlich aus. Ein kümmerliches Herzilein-Plakat neben unserem wunderschönen, großen Cannstatter Mineralwassertranspi und aggressive Töne gegen uns – vor allem als wir es wagten, uns am Ende mit dem Transpi in den Festzug einzureihen und, von Marschmusik begleitet, die Marktstraße entlang bis zum Cannstatter Carré mitgelaufen sind.

Die Reaktion des Publikums war übrigens überwiegend positiv. Es gab einige Pfiffe und Buhrufe. Dagegen gab es mehr Applaus und Zustimmung.
Alles in allem eine gelungene Aktion der Cannstatter Initiative.

Wer Schustes Rede zum Fassanstich nicht gehört hat, dem soll gesagt sein, dass es ein kleiner Vorgeschmack auf das war, was uns an Lügenpropaganda bis zur Volksabstimmung erwartet:
* Wir bräuchten Stuttgart 21, damit wir schneller zum Cannstatter Wasen kämen (allerdings wird der Cannstatter Bahnhof durch S 21 völlig abgehängt und die S-Bahn braucht durch die zusätzliche Haltestelle Mittnachtstraße länger) .
* Wenn wir aus Stuttgart 21 aussteigen, muss das Land 1,6 Milliarden Ausstiegskosten bezahlen und bekommt nichts dafür (für diese Argumentation errechnet die Bahn jetzt die Ausstiegskosten neu, nicht weil sie tatsächlich überlegt, auszusteigen). .
* Sowieso könne man sich die Volksabstimmung sparen und mit den 8 Millionen lieber Freibier spendieren.
Erfreulicherweise gab es Pfiffe, die bei der Fernsehübertragung deutlich hörbar waren.

Bei dieser Veranstaltung bekamen die geladenen Gäste von der Stadt laut Schuster ein Göckele und ein Maß Bier bezahlt. Grüne, SÖS und Linke sollten bei den anstehenden Haushaltsberatungen den Antrag stellen, dass die Stadt diese Propaganda- und Saufveranstaltungen nicht mehr subventioniert.

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Presseerklärung: Parkschützer legen gerichtsfestes Baumgutachten vor

Von Stuttgart 21 bedrohte Bäume sind vital und unverpflanzbar

Stuttgart, 26. September 2011: Die über parkschuetzer.de vernetzte Gruppe „Stuttgarter Bürger“ hat den staatlich vereidigten, vom Regierungspräsidium öffentlich bestellten Baumsachverständigen Hartmut Neidlein beauftragt, einen Teil der Bäume im Mittleren Schlossgarten zu beurteilen, die durch den Tunnelbahnhof Stuttgart 21 unmittelbar bedroht sind. Nun liegt ein gerichtsfestes Gutachten über 21 Platanen und eine Robinie vor: Einzig die Robinie zeigt gravierende Schäden, alle begutachteten Platanen sind vital und uneingeschränkt erhaltenswert. Eine erfolgreiche Verpflanzung ist für keinen dieser Bäume realisierbar (siehe beigefügtes Gutachten und die beigefügte Zusammenfassung).

„Auch dieses Gutachten zeigt: Wenn man die Schlichtung und Geißlers Spruch auch nur ein bisschen ernst nimmt, muss man Stuttgart 21 stoppen“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Der von Geißler geforderte Erhalt der wertvollen alten Bäume im Mittleren Schlossgarten, mitten in der Stuttgarter Innenstadt, ist mit der Baugrube für den Tunnelbahnhof nicht zu vereinbaren. Stuttgart 21 hat schon genug Zerstörung in unsere Stadt gebracht – ohne Aussicht auf irgendeinen Gewinn für uns Bürger. Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel als oberste Gebieterin der Bahn AG auf, diesen destruktiven Wahnsinn endlich zu beenden!“
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Sitzblockadetraining am Samstag, 15.10.2011, von 10-16 Uhr

Das Sitzblockadetraining ist auch eine gute Vorbereitung für Aus!Sitzen.3 - Jetzt stoppt frau den Bau am Montag, 17. Oktober 2011.

www.aus-sitzen.de

Sitzen kann jede und jeder, ob alt oder jung, Mann oder Frau, Vollzeitangestellter oder Berufsdemonstrantin.
Beim Sitzblockadetraining wird der gewaltfreie Zivile Ungehorsam geübt. In Rollenspielen werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf Sitzblockaden und verschiedene Situationen bestmöglich vorbereitet. Es besteht die Möglichkeit, andere Leute kennenzulernen und sich als Bezugsgruppen zu vernetzen.

Trainingsinhalte:

- Das Aktionskonzept des Zivilen Ungehorsams
- Gewaltfreiheit und der persönliche Umgang mit Gewalt
- Bildung von Bezugsgruppen und ihre Möglichkeiten
- Entscheidungen im Konsens statt Mehrheitsabstimmung
- Praxis der (Sitz-)Blockade und Räumungen
- Informationen über rechtliche Folgen

Formlose und verbindliche Anmeldung bitte an aktionstrainings[a]unser-park.de

Das Training findet in Stuttgart statt und der Trainingsort ist gut mit Bus, Bahn, Fahrrad und Auto erreichbar. Genauere Informationen werden ca. eine Woche vor dem Training mitgeteilt.

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Medienberichte 25.09.11

Spiegel: Bahn ermittelt Kosten für S-21-Ausstieg
Stern: Bahn rechnet angeblich S21-Ausstieg durch
Stern: Keine Ausstiegsszenarien für Stuttgart 21
TAZ: Bahn rechnet Ausstiegskosten durch
Focus: Will die deutsche Bahn aussteigen?
Hamburger Abendblatt: Magazin: Bahn trifft Vorkehrungen für Ausstieg
Stuttgarter Zeitung: Die Ausstiegskosten werden aktualisiert
Stuttgarter Zeitung: Proteste und viele Fragen zum Nationalpark
Eisenbahnjournal: Stuttgart 21: Bahn soll Projektausstieg prüfen
Badische Zeitung: Stuttgart 21: Bahn will nicht Mehrkosten allein tragen
SüdwestPresse: S 21-Gegner präsentieren ihr Engpass-Modell vor dem Ulmer Stadthaus
SüdwestPresse: Demonstration für und gegen einen Nationalpark
News: Risikopuffer bei Stuttgart 21 offenbar auf 68 Millionen Euro geschmolzen
Domradio: "Ein großes Erlebnis für jeden Katholiken"
Reuters: Bahn weist Bericht zurück - Kein Ausstieg aus Stuttgart 21

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Der Arbeitskreis Juristen zu Stuttgart 21 hat die Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags angemahnt

Wie bereits in der Sendung Report Mainz und auch HIER berichtet, haben die "Juristen zu Stuttgart 21", Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Deutschen Bahn gestellt. Nun mahnen die "Juristen zu Stuttgart 21" in einem Brief an alle Abgeordneten des Baden-Württembergischen Landtags an, dass eine Abstimmung am 28.09.11 über das "Kündigungsgesetz zu Stuttgart 21", ebenso wie die hierzu angedachte Volksabstimmung, unter diesen neuen Voraussetzungen einen unverantwortlichen Akt darstellt, denn Parlamentsentscheidungen auf der Grundlage eines falschen Sachverhalts vermitteln keine demokratische Legitimation. Die Bevölkerung wird durch diese Volksabstimmung, mit einem Quorum von einem Drittel Mehrheit in ganz BW, nicht befriedet werden. Das Gegenteil könne damit erreicht werden, denn viele Bürger haben sehr viel Engagement und Zeit investiert und werden sich unter diesen Vorboten nicht zufrieden geben. Mehrere Medienvertreter, so auch Arno Luik in einem Artikel im Magazin Stern, haben auf diese undemokratischen Missstände hingewiesen. Wann versteht dies die vom Volke gewählte Regierung? Oder müssen die S21.Demonstranten hier, wie die "Juristen zu Stuttgart 21" mit nachfolgendem Brief an die Baden-Württembergische Landesregierung, zu den wahren Hütern der Ordnung werden.

Stuttgart, den 23.09.200

Abstimmung über Kündigungsgesetz S 21

Sehr geehrte «Anrede» «Titel» «Nachname»,

als Mitglied des Arbeitskreises Juristen zu Stgt 21 wende ich mich nach einer Diskussion in unserer Runde mit der folgenden Bitte an Sie:

Am 13.05.2009 haben die Abgeordneten des Landtages dem Finanzierungsvertrag zu Stuttgart 21 mit angeblichen Baukosten von 3,076 Mrd. Euro zugestimmt. Die Deutsche Bahn wusste bereits damals, dass das Projekt um über eine Milliarde Euro teurer werden würde. So wurden die Abgeordneten getäuscht. Deshalb haben wir am 20. September 2011 Strafanzeige gegen Verantwortliche der Deutschen Bahn wegen Verdachts des Betruges erstattet. Parlamentsentscheidungen auf der Grundlage eines falschen Sachverhalts vermitteln keine demokratische Legitimation. Am 28.09.2011 sollen Sie und später sogar die baden-württembergischen Bürgerinnen und Bürger über eine Kündigung abstimmen. Wieder verschweigt die Bahn die ihr bekannten, aktuellen Kosten. Aus den beiden Abschnitten des Projekts, für die bisher noch keine Planfeststellung vorliegt, werden sich weitere Kosten ergeben, deren Höhe die Verantwortlichen der Deutschen Bahn noch gar nicht kennen können. Das wird ebenfalls verschwiegen. Somit fehlt Ihnen eine Entscheidungsgrundlage. Die grün-rote Koalitionsvereinbarung (S. 31) hat den Weg aufgezeigt:

"Nach Abschluss des Stresstests und der Bewertung der Ergebnisse wird eine aktualisierte Kostenrechnung von der Deutschen Bahn AG eingeholt und von der Landesregierung geprüft. Die Landesregierung wird darauf drängen, dass für die Bauabschnitte, für welche bislang kein Baurecht besteht, die DB AG unmittelbar nach dem Stresstest Planfeststellungsanträge einreicht."

Dieser Weg wird nicht eingehalten. Jetzt soll abgestimmt werden, obwohl keine aktualisierte und von der Landesregierung geprüfte Kostenrechnung der Deutschen Bahn und keine Berechnung der Kostenrisiken (Risikopuffer) vorliegt. Wie wollen Sie über eine Kündigung wegen Kostensteigerungen entscheiden, wenn Sie die Kosten nicht kennen? Wie können Sie eine solche Abstimmung dem Volk zumuten? weiterlesen

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S21 vs. K21 – Was sagt die SMA-Studie zu den Reisezeiten?

Jetzt wurde die Studie der SMA vom Nov. 2010 zu den Reisezeiten
veröffentlicht!
Tipp für Eilige:  Allein schon Seite 17 ist ein Hochgenuss

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