Medienberichte 05.08.

Frankfurter Rundschau: Kombi-Bahnhof ist ein echter Kompromiss
SWR: Bahn nimmt S21-Bauarbeiten nach Pause wieder auf
Stuttgarter Zeitung: Grundwassermanagement: Nächste Woche wird weitergebaut
Nachdenkseiten. Die "Spitzen" der Kommunalen Spitzenverbände urteilen verantwortungslos voreilig
Stuttgarter Nachrichten: Ingenieure klagen wegen Rost
Süddeutsche Zeitung: Rockenbauch: "Geißler hat sich unfair verhalten"
Süddeutsche Zeitung: Wie Geißler die Bahn zum Schauspielern brachte
SWR: Kontroverse Meinungen zu Geißlers S21-Kombilösung
Westfalen-Blatt: Bahn kassiert Reisende ab
Augsburger Allgemeine: München 21: Gegner der dritten Startbahn bleiben hart
Stuttgarter Zeitung: Bezirksbeirat Mitte: Keine Trasse für die Busse bei S-21- Demos
OpenReport: Schmid (SPD) findet "Premiumqualität" nicht wichtig
Sächsiche Zeitung: Der Stuttgarter CDU-Rambo wechselt die Branche

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Der „Worst Lobbying Award“ kommt nach Deutschland

Im Dezember wird LobbyControl zum ersten Mal einen deutschen „Worst Lobbying Award“ verleihen. Er findet dieses Jahr anstelle des „Worst EU Lobbying Award“ in Brüssel statt. Mit dem Negativpreis sollen umstrittene Lobby-Strategien und bestehende Demokratieprobleme ins Rampenlicht gerückt und Druck für Veränderungen gemacht werden.

Ab heute können Sie mitmachen und Kandidaten vorschlagen. Die Online-Abstimmung über die Preisträger startet im November. Weitere Infos hier

Der Award sollte doch unbedingt an einen S21-Kandidaten gehen!

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Reihe „Kultur im Park“ – Lesung mit Gunter Haug über Robert Bosch

Am Dienstag, 9. August 2011, liest und erzählt Gunter Haug um 18.00 Uhr an „Unserem Pavillon“ im Mittleren Schlossgarten über Robert Bosch.

Gunter Haug schrieb unteren anderem das Buch „Robert Bosch –  der Mann, der die Welt bewegte" –  über das hoch spannende Leben des „roten Bosch", eines erfolgreichen und durch und durch sozial engagierten Unternehmers. Bosch ist ein echtes Vorbild –  auch an Charakterstärke. Wenn er heute lebte, er wäre ganz gewiss gegen S21!

PS: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Gunter!

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[UPDATE] Es wird ernst: Vorbereitungen für Großeinsatz am GWM

Polizei-Infrastrukturlieferung auf dem GWM eingetroffen

Heute gegen 15 Uhr wurden mitten auf dem Grundwassermanipulationsgelände außer zwei großen Bürocontainern auch ein grün-weißer Polizeicontainer mit Vordach aufgebaut. Sieht so aus, als würde die Vor-Ort-Einsatzzentrale nun also stehen.

Auf dem GWM-Gelände befinden sich jetzt auch fertige Halteverbotsschilder, die wohl bald zum Einsatz kommen sollen - nur die Datumskennzeichnung fehlt.

Update(1) 5.8.: Die Halteverbots-Schilder wurden in der Straße Am Schloßgarten aufgestellt. Das Halteverbot gilt ab Montag, 8.8., 12 Uhr. Zusätzlich ist die Straße Am Schloßgarten ab Montag 12 Uhr gesperrt von Richtung Wolframstraße / Cannstatter Straße kommend und nur von Baustellenfahrzeugen befahrbar.
Update(2) 5.8.: Die Arbeiten wurden heute auch per Pressemitteilung von der Bahn angekündigt: https://services.convento.de/FileManager/AspxPages/GetPullAttachment.aspx?Value=5vAm3hDNsE8A9qb5tBhH3eWqO8PJ15hx0LN%2btAFMxhY%3d.
Update(3) 5.8.: Hier geht es zur Pressemitteilung der Polizei: Stuttgart 21 - Weiterbau am Grundwassermanagement.
Update(4) 5.8.: Die Schilder für die komplette Sperrung der Straße Am Schloßgarten liegen an der Ecke Schillerstraße bereit.

Ein großer LkW transportierte heute zusätzlich mehrer Paletten schwarze Kunststoffrohre zum GWM. Seine Einfahrt konnte dank 4 Blockierern verzögert werden.

Offensichtlich steht der Einsatz kurz bevor:

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Medienberichte 04.08.

net tribune: Ingenhoven kritisiert Geißlers Kompromissvorschlag für Stuttgart
Süddeutsche Zeitung: SMA-Chef Werner Stohler "Solche Fronten habe ich noch nie erlebt"
Pforzheimer Zeitung: Pro Bahn will wasserdichtes Ausstiegsgesetz
Der Tagesspiegel: Mehr als 11 000 politische Straftaten
Stuttgarter Zeitung: SMA-Chef Stohler distanziert sich von Stuttgart 21
SWR: Laut (a.d.R. Bahn-)Umfrage Zustimmung für S21 weiter gestiegen
Allianz Pro Schiene: Schienen-Investitionen im Europa-Vergleich
Tages Anzeiger (CH): Zürichs teuerste Modelleisenbahn
MoPo: Tobias Schlegel: So ein Schlegl! Halbe Sachen bei der Bahn
Stuttgarter Zeitung: S21: Filderstadt will keinen Mischverkehr
Main-Netz: Wahlverlierer Mappus geht zum Pharmakonzern Merck
Stuttgarter Wochenblatt: Bezirksbeirat Feuerbach tagt zum Thema Barrierefreiheit am Bahnhof
SüdwestPresse: OB Schuster spricht mit S-21-Gegnern
Stuttgarter Zeitung: SMA-Chef findet Kombilösung dreimal so gut!
Neue Zürcher Zeitung: Wie Geissler zu seinem Kompromiss kam

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IHK betreibt weiter Propaganda für S21

Nachdem der IHK vom Verwaltungsgericht Stuttgart untersagt wurde, mit Bannern für Stuttgart 21 zu werben, läuft die Propaganda munter weiter. Lesen Sie dazu die umfrage_der_ihk_stuttgart_zu_s21

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Presseerklärung: Recht und Gesetz müssen endlich auch für S21 gelten

Ingenieure reichen Beschwerde beim Eisenbahnbundesamt ein

Stuttgart, 4. August 2011: Beim Grundwassermanagement für Stuttgart 21 wird nach wie vor mit rostenden Stahlrohren gearbeitet – obwohl der Rost nicht grundwasserverträglich ist und der Einsatz solcher Rohre im Planfeststellungsbeschluss ausdrücklich untersagt ist. So darf nicht weitergebaut werden; dafür hat die Bahn kein Baurecht!

Die Parkschützer informieren, dass die Ingenieure22 beim Eisenbahnbundesamt Beschwerde eingereicht haben: Als Aufsichtsbehörde ist das Eisenbahnbundesamt (EBA) verpflichtet, einzuschreiten, wenn die Bahn gegen Auflagen eines Planfeststellungsbeschlusses verstößt. Das vollständigen Beschwerdeschreiben finden Sie im Anhang.

„Am 27. Mai hat der Bahn-Konzernbevollmächtigte für S21, Eckart Fricke, im Rathaus erklärt, ein innerer Korrosionsschutz für die Rohre sei selbstverständlich vorgesehen“, sagt Dipl.-Ing. Hans Heydemann von den Ingenieuren gegen Stuttgart 21. „Das war eine dreiste Lüge: Schon nach wenigen Tagen unter freiem Himmel rosten die Rohre innen. Solche offensichtlichen Lügen dürfen nicht ungestraft bleiben! Wenn schon Bahnchef Grube und Angela Merkel als oberste Instanz der Bahn nicht eingreifen, so muss zumindest Ministerpräsident Winfried Kretschmann Konsequenzen ziehen: Die widerrechtliche Verlegung dieser Rohre darf nicht auch noch durch das Land unterstützt werden. Unsere Landespolizei darf für dieses vorsätzlich kriminelle Treiben keine Amtshilfe leisten. Dafür kann und dafür muss Winfried Kretschmann sorgen.“
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Vorbereitung für Kanal durch Mittleren Schlossgarten

Mittwoch Nachmittag herrschte Aufregung unter den S21-Gegnern, denn im mittleren Schlossgarten in der Nähe des GWM waren Bauarbeiter mit Erdarbeiten beschäftigt. Drei Lieferwagen standen da, mit der Aufschrift "Kampfmittelerkundung".

Bald wurde folgendes Szenario klar:

  • Arbeiter der Fa. Hettmannsperger Bohrgesellschaft mbH gruben zwei Meter tiefe Löcher von Hand.
  • Dann bohrten sie mit einem Raupen-Bohrer weitere vier Meter tief.
  • In die Löcher kamen Kunststoffrohre, Durchmesser ca. zehn Zentimeter, Länge ca. sechs Meter.
  • In diese Leerrohre wurde eine Metalldetektor-Sonde der Fa. Foerster hinabgelassen. Diese Sonde kann Metall (Fliegerbomben) mit einem Radius von 90 Zentimetern erkennen.
  • Danach wurden die Löcher wieder zugemacht.

Was soll das werden, wenn's fertig ist? Die Rohrleitung, die vom GWM Richtung Bad Cannstatt und Neckar laufen soll (um übriges Grundwasser in den Neckar abzuleiten), soll an der (vom Park aus gesehen) rechten Seite des GWM herausgeführt, dann unterirdisch in einem Kanal unter dem sogenannten Feldherrenhügel (vgl. 30.9.) hindurchgeführt werden und bis zur Straße am Schlossgarten weiterlaufen. Dort soll die Leitung die Straße queren und entlang dem Bahndamm bis zur Wolframstraße laufen. Die Fundamente dazu wurden dort bereits am 20.6. aufgestellt.

Die Kampfmittelerkundung für den Kanalverlauf wird noch Donnerstag und Freitag in Anspruch nehmen. Der Kanal soll also voraussichtlich ab nächster Woche (KW 32) durch den Schlossgarten gegraben werden. In der folgenden Galerie stellen wir den Kanalverlauf mit Pfeilen ab GWM bis zum Zaun dar. Auf dem Grundriss sehen Sie die Lage des Kanals orange umrandet. Das eingezäunte GWM-Gelände haben wir rot eingekreist.

Bilder der Grabungsarbeiten von Alexander Schäfer.

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Konstantin Wecker und Das Lächeln seiner Kanzlerin

Für alle, die's immer wieder hören wollen. Gezeichnet von Dieter Hanitzsch
Dieses Lied sang Konstantin Wecker für uns am 24. Juli im Schlossgarten und im Mai in unserem Camp "Aus!Sitzen. – Baustopp selber machen".

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[update] Stuttgart 21 hat Migräne – Die Wahrheit über den Stresstest

Mit Boris Palmer, dem Tübinger OB, am Donnerstag, 4. August 2011, um 18:00 Uhr
um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses

Moderation: Christoph Strecker (Richter a. D.)

Einladung durch Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat und die Architekt(inn)en für K21

Anmerkung: Wir haben um 13:20 nachgefragt. Der Termin 19 Uhr ist definitiv!

Update: Lesen Sie hierzu auch Schummeln21_Boris in der FAZ
Uptdate 2: flügel.tv wird die Veranstaltung übertragen

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Medienberichte 03.08.

Stuttgarter Nachrichten: 1745 Vorschläge für den  Bürgerhaushalt Stuttgart
NZZ: Wie Geissler zu seinem Kompromiss kam
Stuttgarter Nachrichten: Entnahme von Grundwasser bleibt knifflig
SchwaBo: Nagold: Tunnel macht es Feuerwehr schwer
KONTEXT: Der Bahnhof vom Berg
Financial Times: Do it yourself: Mitmachbürger an die Macht
taz:
Agenten auf Mitarbeitersuche: Neuer Jobmarkt für Spione
WELT: Geißler hat Goebbels-Zitat "sorgfältig" gewählt
tagesschau.de: Geißler ist als Schlichter nicht mehr zu gebrauchen
StZ: Bus- und Straßenbahnfahrer streiken am Freitag

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Offener Brief aus USA

Liebe Freunde in Stuttgart,

ich  habe nur drei Jahre in Stuttgart gelebt – ich war Redakteur bei den Stuttgarter Nachrichten – und das ist schon lange, lange her. Aber ich hab noch einen Koffer in Stuttgart! Und wenn ich mir manchmal überlege, ob ich vielleicht doch nach Deutschland zurückkehren sollte, denke ich sofort an Stuttgart.

Ich bin immer noch ein Zeitungsmann. Seit 20 Jahren bin ich Herausgeber der New Yorker Staats-Zeitung und seit vier Jahren auch der California Staats-Zeitung, beides altehrwürdige deutsch-amerikanische Blätter, die ihre Leser auch ausführlich über das Geschehen in Deutschland informieren. Und da mein Herz an Stuttgart hängt, bekommen die Leser der „Staats" öfter etwas über die schwäbische Metropole zu lesen. Es ist schon einige Jahre her, als ich von den Plänen erfuhr, den alten Kopfbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof zu ersetzen. Konkretes war damals in der Presse nicht zu erfahren. So setzte ich einen Mitarbeiter in Deutschland darauf an, Einzelheiten des Projektes zu recherchieren. Ich stellte mir vor, eine große Reportage mit Zeichnungen der Planungen zu veröffentlichen.

Aber die Presseabteilung der Bahn zeigte sich unkooperativ. Der beauftragte Mitarbeiter gab schließlich auf.

Ich vermute, dass ich dabei auf die Wurzel des heutigen Konflikts um Stuttgart 21 gestoßen bin. Mir scheint, dass die Bahn die Öffentlichkeit bewusst darüber im Dunklen gelassen hat, welche Konsequenzen ihre Pläne für Stuttgart haben.
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