Post aus dem Knast – Teil 2

Als erster Stuttgart 21 – Gegner hat Mark Pollmann vergangenen Freitag eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen angetreten. Er war wegen der Nordflügelbesetzung zum Protest gegen den Teilabriss des denkmalgeschützten Bonatzbaus zu 10 Tagessätzen verurteilt worden. Da er sich weder mit Geld noch mit Arbeitsstunden freikaufen wollte, musste er jetzt ins Gefängnis. Unter dem Titel “Post aus dem Knast” veröffentlichen wir auf Blog NAU! sein Hafttagebuch, das er uns aus dem Gefängnis zuschickt. Bisher haben wir drei Briefe erhalten mit seinen Eindrücken von Freitag 25. bis Sonntag 27. Mai, die wir nach und nach abtippen werden. Wir nehmen keine redaktionellen Änderungen vor, außer dass wir den Text in Absätze gliedern.

In seinem zweiten Hafttagebuch-Eintrag erzählt Mark vom Schachspielen mit seinen Mitgefangenen beim Hofgang. Und wie er versucht, sein Heilfasten vor den Wärtern zu verstecken. Außerdem berichtet er von seinen Fortschritten im Arabisch lernen und lässt uns wissen, was er vom ESC in Aserbaidschan hält. Aber lest selbst:

http://blognau.wordpress.com/2012/06/01/post-aus-dem-knast-teil-2/

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Sammelklage gegen Blockupy-Repressionen

Wie wir erfahren haben, wird eine Sammelklage gegen die Repressionen während Blockupy Frankfurt angestrebt. Für unsere Stuttgarter Aktivisten, die ja auch zahlreich in Frankfurt mit dabei waren,  zur weiteren Information der Link zum EA Frankfurt:  http://ea-frankfurt.org/. Nur wenn sich viele Menschen melden, kann eine Sammelklage auch erfolgreich sein!

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Post aus dem Knast – Teil 1

Als erster Stuttgart 21 – Gegner hat Mark Pollmann vergangenen Freitag eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen angetreten. Er war wegen der Nordflügelbesetzung zum Protest gegen den Teilabriss des denkmalgeschützten Bonatzbaus zu 10 Tagessätzen verurteilt worden. Da er sich weder mit Geld noch mit Arbeitsstunden freikaufen wollte, musste er jetzt ins Gefängnis. Unter dem Titel “Post aus dem Knast” veröffentlichen wir auf Blog NAU! sein Hafttagebuch, das er uns aus dem Gefängnis zuschickt. Bisher haben wir drei Briefe erhalten mit seinen Eindrücken von Freitag 25. bis Sonntag 27. Mai, die wir nach und nach abtippen werden. Wir nehmen keine redaktionellen Änderungen vor, außer dass wir den Text in Absätze gliedern.

In seinem ersten Hafttagebuch-Eintrag berichtet Mark vom Weg zur JVA ohne viel private Momente, welche spannende Diskussionen er über S21 mit den Mitgefangenen führt bzw. von den Justizbeamten hört, dass ihm die Beamten gleich mal angeboten haben, seine Haft zu halbieren und wie er darauf reagiert hat. Aber lest selbst:

http://blognau.wordpress.com/2012/05/31/post-aus-dem-knast-teil-1/

"Der Ball liegt jetzt bei der Landesregierung" von Klaus Gebhard

"Marc Pollmanns gesiebte Luft" von Klaus Gebhard

 

 

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Prof. Bodack: Bahn-Alternative für Stuttgart und die Fildern

Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack hat in seinem brandneuen Papier Bahn-Alternativen für Stuttgart und die Fildern aufgezeigt, die kostengünstig und ab sofort realisierbar sind.

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Mut- und Wutbürger in Quebec/Kanada

Zwar haben wir in der Stuttgarter K21-Bewegung schon eine Menge mit uns selbst zu tun, und wer täglich 30 bis 50 Mails zu lesen hat, die sich nur um S21/K21 drehen, der vergisst leicht, den Blick über den Tellerrand zu werfen. Aber Blockupy in Frankfurt hat uns erst kürzlich wieder gezeigt, wie Recht Günther Eich mit seinem Gedicht hat, in dem er am Anfang schreibt: "Schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!". Deshalb kann man eigentlich nur beständig WACHSAM sein!
Der Blick über den Tellerrand zeigt uns in diesen Tagen, dass sich auch der zivile Ungehorsam globalisiert. Zu dem unten aufgeführten Beispiel aus Kanada könnte man wieder mal sagen "S21 ist überall", wenn man nämlich S21 als Symbol nimmt für Demokratieabbau, Negierung des Bürgerwillens, Durchsetzung von Staatsmacht mit Polizeimacht, aber auch Kreativität und Vernetzung. Beeindruckend ist die Solidarität der Bevölkerung, vor der man sich nur verneigen kann. Ihr Topfschlagen und Lärmen erinnert an unser Stuttgarter Pfeifen und den Schwabenstreich. Was ist geschehen, dass sich die Provinz Quebec in Kanada im Aufstand befindet und bewundernswerten zvilen Ungehorsam leistet? weiterlesen

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Medienberichte 30.5.

Kontext: Drinnen bleiben
StZ: Denkmalschutz - Alte Steine und populäre Irrtümer
Frankfurter-Rundschau: Deutsche Bahn - Kein Geld für ostdeutsche Streckennetze
StN: Filderdialog - Böblinger Landrat strikt gegen Neckartal-Variante
dpa: Laut Gesetz steht Behinderten Zugang zu öffentlichen Gebäuden zu
Badische-Zeitung: Die Bahn bewegt (auch) Hügelheim
mz-web: Privatbahn will Vergabe kippen
ksta: Bahn hat den Haltepunkt Nemmenich stillgelegt
Berliner-Zeitung: Zugverbindung Prag-Nürnberg wird eingestellt
Schwäbische: Hergatzer Bahnhof wurde verkauft
diePresse: Flughafen Berlin: Chronik eines geheim gehaltenen Debakels
TAZ: Bürgerbeteiligung - Hohe Herren nicht willkommen
Scharf-Links: Nach den Blockupy-Protesten – was nun?
Tagesspiegel: Im Land der langen Leitungen
Südkurier: SPD-Fraktion widerspricht Grünen-Politiker Palmer in Kita-Debatte
Volksfreund: Warum Facebook für die Polizei immer wichtiger wird
ZAK: Meßstetten wehrt sich
dapd: IHK Stuttgart fordert Landesregierung zu Subventionsabbau auf
Tagblatt: Landesparteichef Riexinger tritt an
dpa: EnBW-Chef Villis warnt vor Stromausfällen
sr-online: AKW - Weltweit höchstes Kontaminationsrisiko u. a. Stuttgart

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Abrissarbeiten am H7 werden fortgesetzt

Wolfgang Rüter hat als Fotograf das H7 (ehemalige Bahndirektionsgebäude) besucht und festgestellt: "Die Abrissarbeiten im H7-Hinterhof werden seit heute fortgesetzt." Das war am Dienstag, 29. Mai. Und weiter schreibt er: "Obwohl die Turmfalken-Jungen beim H7 noch nicht flügge sind, wurden die Abbrucharbeiten heute wieder neu aufgenommen. Der Abrissbagger steht im seitlichen Hinterhof und nur wenige Meter entfernt vom Falken-Horst. Der Maschinenlärm des Abbruchbaggers hallt verstärkt durch den Innenhof bis hinauf zum Horst und der Wind steht zum Teil so, dass der Staub nicht gerade vom Horst weggeblasen wird. Es wurde auch beobachtet, dass das Falken-Männchen seinen Anflug auf den Horst aufgrund des Baggerlärms abbrach und wieder davonflog. Ob der erlassene Abriss-Stopp inzwischen wieder aufgehoben wurde, ist mir nicht bekannt."

In seinem Picasaalbum können Bilder vom Baggerangriff angesehen werden; Bilder, wie wir sie vom Abriss des Nord- und Südflügels kennen. Aber man gewöhnt sich nicht daran, es ist immer wieder erschreckend.
Fotos auf Picasa

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Wir sind in Bewegung – 30. Mai, 19 Uhr

Am Mittwoch, den 30. Mai, um 19 Uhr findet in der Kellerschenke (DGB-Haus, Theodor-Heuss-Str.2a) die dritte Veranstaltung der Veranstaltungsreihe "Wir sind in Bewegung" statt. Thema: Visionen und Erfahrungen in politischen Bewegungen - Stuttgart, wohin des Weges? u.a. mit Holger Isabelle Jänicke, Gisela Vomhof, Peter Schadt

Am Freitag, 25.05., hat Mark seine Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Rottenburg angetreten, Tatvorwurf: Hausfriedensbruch. Die Aktion Selbstanzeige (an Parkschützer, Urbanstr.49A, 70182 Stuttgart schicken) läuft auf Hochtouren. In der Kalenderwoche 24 werden die Anzeigen gemeinsam öffentlich übergeben. Am 19. Juni findet die erste Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht statt, Tatvorwurf: nicht unverzügliches Entfernen aus einer öffentlichen Versammlung am 15.02.2012. Die Berichte und Erlebnisse von Blockupy in Frankfurt bewegen uns.

Wir sind bewegt, wir sind da!

Mittwoch, 20. Juni, 19 Uhr: Versammlungsfreiheit - Ziviler Ungehorsam, Versammlungsrecht - Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat u.a. mit Thomas Trüten, Roland Blach

Mittwoch, 18, Juli, 19 Uhr: Protest oder Widerstand? "Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht." u.a. mit Hanna Poddig

Infos www.parkfunk.wordpress.com

Ein Kommentar

Medienberichte 29.5.

Gäubote: Landrat lehnt Neckartal-Variante zu Stuttgart 21 ab
StN: Filderdialog - Via Tübingen sind es 30 Kilometer mehr
Lanline: Wie die Deutsche Bahn ihre Fahrgäste bekämpft
Süddeutsche: Bahn will weniger Ticketautomaten
Newstix: Grenzüberschreitender Nahverkehrszug "Blauwal" geht nun doch in Betrieb
Spiegel: Wie Werbeprofi Sebastian Turner in Stuttgart OB werden will
Junge Welt: Menschenrechtsverletzungen der deutschen Polizei
Schwarzwälder Bote: Sparkurs bei Museen
Schwäbische Post: Königstraße: Zu viele Filialisten?
ka-news: Ramsauer will die Pkw-Maut - geht's noch?
dpa: Ramsauer verteidigt Maut-Vorstoß gegen breite Kritik
dpa: Fukushima-Radioaktivität in Thunfischen vor der US-Küste
Spiegel: Maroder Salzstock - Bergung des Asse-Atommülls könnte erst 2036 beginnen
Tagesspiegel: EXKLUSIV - Merkel lässt die Rüstungslobby mitfliegen
Tagesspiegel: Hany Azer - Die Allzweckwaffe

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Video mit K21-Protestierern bei Blockupy

Am Freitag, 25. Mai, kam in "Kulturzeit" auf 3Sat ein Beitrag zu den Aktionstagen Blockupy in Frankfurt. Ganz zu Beginn der 8-Minuten-Sendung sind Stuttgarter ProtestiererInnen mit dem leuchtend gelb-roten Banner und andere No-Stuttgart-21-Zeichen zu sehen. Nach dem Motto "Wir können nicht überall sein, aber wenn´s wichtig ist, sind wir da!"

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Ein Foto zum Thema Demokratie

Ohne uns keine Demokratie

Ulrich Stübler, K21´er, Aktivist bei Blockupy in Frankfurt und Verfasser eines Berichts über seine Erfahrungen in Frankfurt (s.u.), hat auch noch dieses "schöne" Foto aus Frankfurt mitgebracht.

 

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Repressionen gegen K21-Aktivisten bei Blockupy-Frankfurt

Zu den folgenden drei Berichten von den Blockupy-Tagen in Frankfurt könnte man viel sagen. Jeder Bericht für sich erschüttert und lässt uns die banale Frage nach der "Verhältnismäßigkeit der Mittel" stellen, was angesichts des Geschilderten wirklich nur als Begriff aus der Fachsprache gewertet werden soll. Der K21-Widerstand ist immer noch - das hat nach dem Tribunal für den 30.9. nicht aufgehört - dabei, sich mit der Diskrepanz von Polizeitheorie (in Form von Polizeigesetz und -verordnungen) und der polizeilichen Praxis zu befassen. Zu dieser Polizeipraxis gehören - das hat die Reaktion des Staatsapparats auf Blockupy wieder gezeigt und hier buchstäblich in reinster Form - Repressionen, Demütigungen und Erniedrigungen. Nun mag man sagen, gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik ist die Würde des Menschen unantastbar. Doch wir wissen, dass dem nicht so ist. Die Würde des Menschen ist antastbar und das wird in Deutschland, das wurde auch in Frankfurt praktiziert. Sehr zum (Image)-Schaden der Polizei und der Justiz.
Die drei folgenden Berichte geben dafür ein beredtes Beispiel. Die beiden K21-Aktivisten Doris Steidle und Ulrich Stübler wurden aus einer Blockade heraus am Freitag, 19. Mai, von der Polizei in Gewahrsam genommen und heftigen Repressionen unterzogen; in dem folgenden Interview mit einem 17-jährigen Mädchen wird die Brutalität des Einsatzes exemplarisch aufgezeigt. weiterlesen

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