Parkschützer: Arbeiten im Schlossgarten komplett sinnlos!
Stuttgart, 4. Oktober 2011: Unter dem Motto 'Viel zerstört – nichts gewonnen' sind gut 50 Parkschützer zur Stunde im Mittleren Schlossgarten präsent, um gegen die von der Bahn angekündigten Arbeiten zu protestieren. Die Bahn hatte gestern gemeldet, für einen Rohrkanal im Mittleren Schlossgarten Büsche roden zu wollen. Um vom Scheitern des Tunnelprojekts S21 abzulenken, stürzt sich die Bahn seit Monaten in nutzlosen Aktionismus: In erschreckend unprofessioneller Arbeit werden nicht oder schlecht verbundene Rohrstücke in die Landschaft gestellt, die Bäume am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz wurden ausgerissen, jetzt sollen Büsche gerodet werden … nur, um davon abzulenken, dass die Bahn seit über einem Jahr bei den für den Projektablauf relevanten Bauwerken nicht vorankommt. Die Parkschützer wehren sich entschieden gegen solche Zerstörungen für ein gescheitertes Projekt.
„Was die Bahn da ankündigt, erinnert fatal an den alten 'Vorschlag' eines CDU-Abgeordneten, man solle doch im Stuttgarter Bahnhof ein Loch graben, damit die S21-Gegner endlich glauben, dass Stuttgart 21 unumkehrbar sei“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Solange die Bahn keine Lösung für den Nesenbach-Düker hat, für den sie seit Mai letzten Jahres keinen Auftragnehmer findet, sind alle anderen Arbeiten nutzloser Aktionismus auf Kosten der Steuerzahler. Solange sich die Baufirma Wolff&Müller wegen Einsturzgefahr nicht traut, das seit nunmehr einem Jahr überfällige Technikgebäude in Angriff zu nehmen, ist der angekündigte Graben ebenso sinnlos wie die Brache, die der abgerissene Nordflügel hinterlassen hat. Es ist an der Zeit, dass Finanzminister Nils Schmid das Scheitern des Tunnelprojekts S21 zur Kenntnis nimmt und aufhört, die destruktiven Ablenkmanöver der Bahn mit unserem Landesgeld zu bezahlen.“
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