Egon Hopfenzitz - HIER
Guntrun Müller-Enßlin - HIER
Wolfgang Schorlau - HIER
Fréderic Rabold & friends - HIER & HIER
Schlußbild (sprühender Widerstand) - HIER
Das sogenannten S21-Kommunikationsbüro hat heute eine repräsentative Umfrage zur Ablehnung/Zustimmung bei Stuttgart 21 veröffentlicht, erstellt vom Leipziger Instituts für Marktforschung. Aus den Umfrageergebnissen zieht die Bahn die Schlussfolgerung, es gebe eine breite Zustimmung zum angeblichen Weiterbau von Stuttgart 21.
Dazu Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer: "Diese Umfrage ist methodisch und inhaltlich äußerst dürftig: Nur eine einzige von fünf Fragen beschäftigt sich mit der Ablehnung von Stuttgart 21. Im Stadtgebiet von Stuttgart wurden lediglich 300 Bürger befragt, viel zu wenig für sinnvolle Umfrageergebnisse. Das Leipziger Institut hat keine einzige Grundregel für aussagekräftige Umfragen angewandt. Schon im ersten Semester des Politikstudiums lernt man, wie man Umfragen methodisch korrekt anlegt. Doch im Auftrag der Bahn scheint wissenschaftlich sauberes Arbeiten nicht wichtig zu sein. Diese Umfrageergebnisse sind nichts wert, sie sollen am Jahrestag der Volksabstimmung nur Stimmung machen. Doch Stuttgart 21 ist finanziell und technisch nicht umsetzbar, das beweisen der gesprengte Kostendeckel und die Probleme bei Brandschutz, Geologie und Grundwasser."
Normalerweise stellt man mehrere Fragen in die gleiche Meinungsrichtung, um sicher zu gehen, dass die Befragten auch wirklich die abgefragten Inhalte verstehen. Außerdem verwendet man sogenannte negative Korrelationsfragen, um ausschließen zu können, dass die Befragten jede Frage stereotyp mit "JA" oder "stimme voll zu" beantworten. Außerdem ist eine Befragtenzahl von mindestens 1.000 nötig, um die Fehlertoleranzen in einem erträglichen Rahmen zu halten. 300 Befragt für Stuttgart ist eindeutig zu wenig und lässt keine valide Aussage zu.
Der Winter kommt bestimmt! Die Wache der Parkwächter braucht deshalb ein winterfestes Zelt. Ein Zelt kostet ca. 2000,00 EUR.
Bitte spendet dafür an das Konto Umkehrbar e.V., Konto Nr. 7020627400, BLZ 430 609 67, GLS Bank
Stichwort: Zelt
(Etwaige Überschüsse gehen an Umkehrbar e.V. und werden für andere Aktivitäten gegen das unnütze Großprojekt Stuttgart 21 verwendet.)
Parkschützer hängen Banner vor Finanzministerium
Stuttgart, 27. November 2012: Mit Hilfe von großen Metall-Dreibeinen hängen die Parkschützer heute in einer Gemeinschaftsaktion mit Robin Wood ein 7 Meter breites Banner vor das baden-württembergische Finanzministerium im Neuen Schloss. Das Banner trägt die Aufschrift: „Kostendeckel nicht verhandelbar! Die Bürger haben bereits abgestimmt, Herr Schmid.“ Am Jahrestag der Volksabstimmung über die Finanzierung von Stuttgart 21 fordern die S21-Gegner Finanzminister Schmid auf, jegliche Kostenübernahme gegenüber der Bahn abzulehnen, so wie die Bürger vor einem Jahr abgestimmt haben. Bei der Aktion werden zwei sogenannte Metall-Dreibeine verwendet, in deren Spitze sich je ein Kletterer einhängt. Zwischen den 7 Meter hohen Metall-Dreibeinen ist das Banner gespannt.
In der Informationsbroschüre der Landesregierung zur Volksabstimmung am 27. November 2011 steht auf Seite 3: „Im Koalitionsvertrag hat die Landesregierung die zwischen den Projektpartnern vereinbarten Kosten von 4,526 Mrd. Euro als Obergrenze der vom Land mitgetragenen Kosten festgelegt. [...] Dies wurde in einem Kabinettsbeschluss am 13.9.2011 noch einmal einvernehmlich bestätigt.“
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Am Donnerstag, 22.11.2012, fand die Veranstaltung "Mit Auflagenbescheid und Pfefferspray - Repression gegen politisch Aktive" im Linken Zentrum Lilo Herrmann statt. Im voll besetzten Saal des Linken Zentrums diskutierten Thomas Trüten vom Bündnis für Versammlungsfreiheit Stuttgart, Chris, ein Stuttgarter Antifaschist, der in U-Haft saß, Christoph Hoffmann, Demosanitäter aus Ludwigsburg und Julia von Staden, Soziologin und Aktivistin gegen Stuttgart 21. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Versammlungsfreiheit Stuttgart organisiert und war Teil der Reihe "Angriff mit System", deren letzter Termin "Mit allen Tricks - Angriffe auf Betriebsräte" am Mittwoch, 28.11. um 19 Uhr im Gewerkschaftshaus stattfindet.
Zwei der Diskussionsbeiträge sind schon online nachzulesen:
Diskussionsbeitrag von Thomas Trüten vom Bündnis für Versammlungsfreiheit
Input-Referat von Julia von Staden: Repression gegen S21-GegnerInnen
Die restliche Beiträge werden voraussichtlich auf der Veranstaltungsseite veröffentlicht.
Tagesthemen aus Baden-Württemberg
dpa: Mehr als 3000 Demonstranten bei der 150. Montagsdemo
MainPost: Einzigartiger Stuttgart-21-Protest
SWR: Tausende S21-Gegner bei 150. Montagsdemo
SWR: Parkschützer: "Am Anfang war es eine Freiluft-VHS"
StZ: Montagsdemo findet wieder am Bahnhof statt
StZ: Stuttgart 21: Beethovens Neunte jetzt auch Kopfbahnhof-Hymne
StZ: Stuttgart 21: Historischer Fund im Mittleren Schlossgarten
StZ: Fluglärm - Ramsauer verhandelt neu mit der Schweiz
StN: Stuttgart 21: Immer wieder montags
StN: Montagsdemo: Unermüdlicher Protest
StN: Signalstörung bremst S-Bahnen in Stuttgart aus
StN: Stuttgart: Banale Großbauten als Stadtvernichter
TB: Parkschützer Matthias von Herrmann ist überzeugt, dass Stuttgart 21 noch zu stoppen ist
PZ: 150. Montagsdemo gegen Stuttgart 21
SJ: Stuttgart 21: Gefälschte Flugblätter aufgetraucht
Überregionale Tagesthemen
SWR: Fluglärm-Vertrag soll offenbar nachjustiert werden
StZ: Brandkatastrophe in Titisee-Neustadt: Kampf gegen den tödlichen Rauch
NDS: SPD-Renten-Beschluss stellt den DGB-Vorsitzenden und NachDenkSeiten bloß
LT: Besondere Betriebserlaubnis für Ex-Polizeifahrzeuge - Wasserwerfer und Panzer als Zweitwagen
DF: Klimawandel: Es wird verdammt heiß
DWN: Europa bricht weg: Deutsche Exporteure suchen Ersatz-Märkte
ftd: Autohersteller fliehen aus Europa
Bei dieser Veranstaltung am 25.11.2012 im Kulturzentrum Dieselstrasse war Arno Luik ursprünglich angekündigt, dieser konnte aber leider nicht kommen. Dennoch boten die erschienenen Teilnehmer sehr interessante Einblicke in die Medienlandschaft.
Teilnehmer:
Jürgen Bartle (ehemals geschäftsführender Chefredakteur der Stadtteilausgaben der StZ, heute bei KonText Wochenzeitung), Gerhard Manthey (Deutsche Journalisten-Union, ver.di) und Reinhold Riedel (von der Initiative ES21 und Mitglied der "Tunnelblick"-Redaktion)
Inhalt:
1. Krise der Presse (Print)
2. Die Presse und Stuttgart 21 [ab 15:55]
3. Öfftl.-Rechtl. Medien (SWR) [ab 30:24]
4. Eigene Medien (einund20, Kontext, Tunnelblick etc.) [ab 49:23]
Joe Bauer veröffentlicht seine Kolumne aus den Stuttgarter Nachrichten auch auf seiner Webseite "Joe Bauers Flaneursalon":
Manche Dinge kommen mit dem Novemberwind. Es war am 21. November 2011, als die Stuttgarter Bürgerbewegung ihre 100. Montagsdemo feierte, auch wenn es nicht viel zu feiern gab. Heute, am 26. November 2012, geht vor dem zerstörten Hauptbahnhof die 150. Montagsdemo über die Bühne, einen Tag bevor sich erstmals die Volksabstimmung über Stuttgart 21 jährt. weiterlesen →
Rechtzeitig zum "Jahrestag 27.11. = Volksbetrug" erscheint der neue Tunnelblick, diesmal in einer Doppelausgabe. Es geht darin um "Die schöne neue Welt des Volksentscheids" und ist wieder einmal eine Meisterleitung an Argumenten und sachlich-kompetenter Darstellung in Wort und Bild. Am kommenden Dienstag, 27.11.2012, wird es morgens am Bauzaun vor dem ehemaligen Nordausgang um genau dieses Thema gehen: Volksbetrug! Ab 6:30 Uhr findet dort eine Protestversammlung statt, zu der jeder und jede willkommen ist! Unterstützer und Mitwirkende sind außerdem:
Dieter Reicherter (Richter des LG a.D.),
Wolfgang Sternstein (Friedensforscher),
Thomas Felder (Liedermacher),
die Versorger und weitere Gruppen des Widerstands gegen Stuttgart 21.
Es soll mit Nachdruck protestiert und in den Redebeiträgen klar gesagt werden: Das Referendum am 27.11.2011 ist mit Lug und Trug zustande gekommen. Die Wähler wurden als Alibi missbraucht - und das bis zum heute. Dass das Volk entschieden hat, stimmt eben nicht. Richtig ist: Die Bahn hat entschieden, S21 zu bauen und die Regierung Baden-Württembergs hat entschieden, sich daran zu beteiligen.
Mit Transparenten, Lautsprechern und vielen Informationen wird am Dienstag ab 6:30 Uhr auf diese unerträgliche Situation hingewiesen. Laut, mit Worten, mit allen Menschen, die gegen S21 sind. Ohne Wenn und Aber. Aber mit vielen Argumenten. Siehe Tunnelblick:
http://www.tunnelblick.es/press/wp-content/uploads/2012/11/ES21_Tunnelblick_26-s.pdf