Schlichtungsgespräche LIVE im Freien Radio für Stuttgart

PRESSEMITTEILUNG
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Das »Freie Radio für Stuttgart« überträgt Schlichtungsgespräch zu S21

Das Freie Radio für Stuttgart (FRS) wird am Freitag, den 22. 10. 2010 von 11 -16 Uhr das Schlichtungsgespräch live und unkommentiert aus dem Stuttgarter Rathaus übertragen. Das Programm kann terrestrisch im Großraum Stuttgart auf der UKW-Frequenz 99.2 MHz und im Stuttgarter Kabelnetz auf der Frequenz 102.1 MHz empfangen werden.
Natürlich wird die Sendung auch im Internet gestreamt, allerdings sind hier die Kapazitäten des FRS begrenzt, sodass wir den Schwerpunkt der Übertragung vor allem in der terrestrischen Verbreitung sehen. Zumal via Internet andere Anbieter für einen Livestream sorgen werden.

Im Anschluß an die Live-Übertragung wird das reguläre Programm um 16 Uhr mit der Sendung »Radio Harakiri« wieder aufgenommen. Im Rahmen dieser Sendung wird ein Beobachter, der zuvor im Stuttgarter Rathaus die Verhandlung direkt mitverfolgt hat, von seinen Eindrücken berichten.

Live-Übertragung Schlichtungsgespräch S21
11 bis 16 Uhr
ab 16 Uhr Bericht eines Beobachters

Freies Radio für Stuttgart
UKW 99.2 MHz
Stuttgarter Kabelnetz 102.1 MHz

Mit freundlichen Grüßen,
Oliver Herrmann
0175-4140301

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Parkschützer fordern: alle Fakten zu S21 auf den Tisch

Presseerklärung vom 21. Oktober 2010

Ohne Transparenz keine demokratische Legitimation

Stuttgart, 21. Oktober 2010: Die Parkschützer fordern Bahn und Politik erneut auf, bezüglich Stuttgart 21 endlich die Transparenz zu schaffen, die für die erfolgreiche Umsetzung von Großprojekten zwingend erforderlich ist, zumal, wenn diese öffentlich finanziert werden sollen. Es muss geklärt werden, welche Ziele mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 verfolgt werden. Erst wenn die Ziele klar definiert und abgestimmt sind, kann bewertet werden, mit welcher Lösung diese Ziele am besten, schnellsten und günstigsten zu erreichen sind. Auch diese Bewertung muss öffentlich gemacht werden und alle Möglichkeiten und Alternativen berücksichtigen. Sie muss auf der Grundlage öffentlich verfügbarer, nachprüfbarer Kostenrechnungen, Planungen, Gutachten und Untersuchungen erfolgen. Insbesondere müssen all diese Unterlagen für die Planungsvariante Stuttgart 21 offen gelegt werden.

„Die Bürger werden Stuttgart 21 nicht akzeptieren, solange sie der Bahn einfach glauben sollen, dass die jetzt angegebenen Projektkosten von 4,1 Mrd. € seriöser berechnet seien, als die bis vor kurzem angegebenen 3,1 Mrd. €“, sagt Carola Eckstein von den Parkschützern. „Bahn und Politik sind hier in der Bringschuld. Sie sind der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig, weshalb und wofür öffentliche Gelder und Güter verwendet werden sollen. Sie müssen belegen, dass damit tatsächlich für die Allgemeinheit wichtige Ziele erreicht werden, dieses Projekt also im Sinne der Gesellschaft eine sinnvolle Investition darstellt. Auf diese Diskussion muss die Politik sich einlassen, bevor Tatsachen geschaffen werden - nicht erst hinterher, wenn die Rechnung auf Kosten der Steuerzahler bereits geschrieben ist. Wir brauchen nicht noch eine Werbebroschüre für ein Projekt, dass in der Sache nicht überzeugen kann. Wir brauchen Politiker, die öffentliche Interessen nicht in Hinterzimmern verschachern.“

Das Beispiel Schweiz zeigt, dass ein gesellschaftlicher Konsens auch für schwierige oder problematische Großprojekte möglich ist. Anlässlich des Durchschlags des Gotthard-Basistunnels am 15. Oktober 2010 sagte der schweizer Alt-Bundesrats Moritz Leuenberger:
„... Der heutige Tag beweist, wie nachhaltig, wie konsequent, wie effizient unsere direkte Demokratie ist.

  • wenn alle Betroffenen beteiligt werden,
  • wenn mit ihnen Kompromisse gesucht und gefunden werden,
  • wenn sich also auch Minderheiten in den Beschlüssen wieder erkennen,
  • dann müssen sie nicht auf Proteste und Demonstrationen ausweichen,
  • und dann kann die Demokratie Berge versetzen. ... „

Das Großprojekt Gotthard-Basistunnel bettet sich ein in das Verkehrskonzept 'Schweiz 2000'. Es gibt ein veröffentlichtes Betriebskonzept für den Tunnel. Bislang wurden Kosten- und Terminpläne eingehalten, so wie sie den Volksabstimmungen zu Grunde lagen. Trotz der hohen Kosten und anderer Argumente gegen das Projekt wird der Bau des Gotthard-Basistunnels von einer breiten Mehrheit getragen.
Die vollständige Rede von Alt-Bundesrats Moritz Leuenberger ist nachzulesen unter: http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00476/00477/01888/index.html?lang=de

Rückfragen an Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer, Tel. 0174-7497868 oder an Carola Eckstein, Tel. 01520-7827755 oder an Fritz Mielert, Tel. 0176-66681817
Presseerklärungen und Hintergrundinfos / Presseportal: www.parkschuetzer.org/presse
Internet: www.bei-abriss-aufstand.de und twitter.com/AbrissAufstand und www.parkschuetzer.de

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Gute Chronologie zum 30.9.

Dieses Video zeigt recht gut den zeitlichen Verlauf der Eskalation sowie die Gewalt, die von der Polizei ausging.


http://www.youtube.com/watch?v=hh0NOu_WF0w

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Gegen den Pfeffersprayer wird nicht ermittelt

Die Staatsanwaltschaft wird keine Ermittlungen gegen den Pfeffersprayer aufnehmen, der in einem Video zu sehen war, das während der Pressekonferenz der Polizei zum 30.09.2010 gezeigt wurde. taz berichtet. Viele YouTube-Nutzer sahen das Video und stellten Vermutungen an, dass es sich um einen als Demonstranten "getarnten" Polizisten, einen sog. agent provocateur handeln könne. Die Begründung der Staatsanwaltschaft:

Eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft sagte der taz zu dem Fall: "Wir haben das Video geprüft. Dass es sich dabei um einen Polizisten handeln könnte, ist eine haltlose Vermutung." Die Staatsanwaltschaft habe deshalb keine weiteren Schritte eingeleitet. Auch ein Ermittlungsverfahren sei nicht eingeleitet worden.

Es wird nicht ermittelt, weil es sich wahrscheinlich nicht um einen Polizisten handelt? Arno fragt zurecht, ob das im Umkehrschluss heißt, dass jetzt nur noch gegen Polizisten ermittelt werden soll.

Verkehrte Welt.

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Medienberichte 21.10.

n-tv: Stuttgart 21-Protest kommt nach Berlin - Mehrheit will Baustopp
Rhein-Zeitung: Mobiles Kamera-Einsatzkommando: Die "Volksreporter" von Stuttgart 21
Echo: VGH reicht Eilverfahren zu  Stuttgart21 weiter
RP: Mehrheit der Deutschen für "Stuttgart 21"-Baustopp
BZ: 500 "Radikal Schwaben" rollen nach Berlin!
Bild: Polizei kauft neue Sanft-Wasserwerfer
Politblogger: Die Geschichte wiederholt sich
Rheinischer Merkur: Stefan Mappus / Proteste gegen Stuttgart 21 könnten ihn das Amt kosten
Frankfurter Rundschau: Polizisten klagen Politik an
Berliner Zeitung: Polizisten berichten über Gewaltexzesse in Stuttgart und Gorleben
Westfalen-Blatt: Walter Sittler über Schauspiel, Proteste und Tod
HORIZONT: Facebook-Film bestimmt die Debatte im Mitmach-Web
DDP: Gewerkschaft der Polizei rügt Umgang mit kritischen Polizisten
StN: Das Projekt Stuttgart 21 zieht Kreise
ZEIT: Peter Ramsauer -"Nicht Stopp sagen"
Schwäbisches Tagblatt: Palmer vertritt Kretschmann in der Schlichtungsrunde

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Wichtige Zeugen für 30.9. gesucht

Um die Ereignisse am 30.9. im Schlossgarten aufzuklären, sind wir dankbar für alle Hinweise zu den oben gezeigten Zeugen. Bitte melden Sie sich per mail: info(at)bei-abriss-aufstand.de

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Sitzblockadetraining

Liebe Aktivisten,
es gibt neue Termine für Trainings zu Zivilem Ungehorsam.
Wenn ihr aktiver werden wollt,
wenn ihr den Faktengesprächen nicht traut,
wenn ihr denkt die Gesprächspause kann man gut nutzen, um sich fortzubilden,
oder
wenn ihr Zivilen Ungehorsam als Lebenskompetenz betrachtet, die man im Alltag und auch anderswo gut gebrauchen kann, z.B. bei der anstehenden Castor-Blockade,
könnt ihr an den Aktionstrainings teilnehmen:

Sonntag, 24.10. (10-16 Uhr)
Sonntag, 14.11. (10-16 Uhr)
Samstag, 27.11. (12-16 Uhr) bis Sonntag, 28.11. (9-16 Uhr)
Sonntag, 12.12. (10-16 Uhr)

Anmelden bitte über www.parkschuetzer.de/termine
oder aktionstrainings@unser-park.de

Mehr Infos auf den Flugblättern vorne und
hinten.

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Aktive Parkschützer gucken Faktenschlichtungen im Schocken

Wir schauen uns gemeinsam die erste Runde der Faktenschlichtungen am 22.10. an und diskutieren darüber.

Aufbau

ab 8:45 Uhr

Beginn

22.10., 9:30 Uhr

Ort


Größere Kartenansicht

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Bilder von der Aktionskonferenz des Widerstandes gegen Stuttgart 21

Bilder: stuttgart21-Bilder.de

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IHK-Propaganda zu S21

Die Unternehmer gegen S21 planen eine Aktion mit dem IHK-Magazin 10/10. Interessierte Unternehmer, die mitmachen, melden sich unter ugs21(at)wirsindstuttgart.de (Norbert Befurt, Parkschuetzer und Unternehmer).

Infos zur Initiative unter www.unternehmer-gegen-S21.de

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Grubopoly

Die Phantasie ist dem Menschen als Entschädigung für das mitgegeben, was er nicht ist, der Humor für das, was er ist.
(Albert Camus)


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(C) politblogger.eu

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26.10. – Schwabenstreiche bundesweit!

Gemeinsamer Aufruf von Attac Deutschland, dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 u.a

Stuttgart 21 stoppen! Demokratische Kontrolle ist nötig!

Das Großprojekt Stuttgart 21, die Verlegung des jetzigen Hauptbahnhof als Tiefbahnhof unter die Erde ist verkehrstechnisch kontraproduktiv, risikoreich, undemokratisch und ein finanzielles Abenteuer. Seit Monaten demonstrieren deshalb bis zu Hundertausend gegen dieses Projekt von Stadt, Land, Bund und der Deutschen Bahn. Die brutalen Attacken der Polizei mit Wasserwerfer und Pfeffer-Spray auf Demonstranten und Schüler, die die Bauarbeiten versuchten zu verhindern, haben bundesweit und international Entsetzen hervorgerufen

Eine Mehrheit der Stuttgarter ist gegen den Abriss des existierenden Bahnhofs und seine bis zu 10 Mrd. teure Verlegung unter die Erde. Der demokratische Druck der Straße hat dazu geführt, dass die Landesregierung zu einer nun laufenden Faktenklärung bewegt werden konnte.

Falls während der Faktenklärung alle Informationen auf den Tisch kommen, ist absehbar, dass das Projekt zu Fall gebracht wird. Denn die Fakten – unseriöse Gutachten, fehlende Wirtschaftlichkeit u.v.m. sprechen gegen S21. Das Tiefbahnhof-Projekt ist eine Beleidigung der demokratischen Vernunft!

Gleichzeitig ist es notwendig während der Gespräche den öffentlichen Druck weiter zu erhöhen. Deshalb fahren am 25./26.10. vierhundert Stuttgarter BürgerInnen nach Berlin. Denn für Stuttgart 21 steht nicht nur Ministerpräsident Mappus, sondern vor allem die Deutsche Bahn und die Bundesregierung. Merkel hat sich klar hinter das Vergraben des Bahnhofs gestellt, die Bundesregierung muss in ihrem diesjährigen Haushalt Gelder für S21 bereitstellen. Sie und Bahnchef Grube sind die Spinnen im Netz.
Das Wahnsinns-Projekt ist daher nicht nur eine Stuttgarter Angelegenheit, sondern das Problem aller BürgerInnen.

Stuttgart 21 geht uns alle an!

Den Steuerzahlenden sollen gewaltige Mittel aus ihren Steuergeldern für S21 entzogen werden, die für Bildung, sozialen Ausgleich und sinnvolle Investitionen in öffentliche Infrastruktur fehlen werden. Seit Beginn der Planungen gab es 50 Prozent Preissteigerungen. Realistisch sind am Ende zehn Milliarden Euro. Damit kosten S21 und die damit verbundene Neubaustrecke ein Drittel dessen, was die Bundesregierung bis 2014 auf dem Rücken der sozial schlechter Gestellten „einsparen“ will.

Wie in Stuttgart, so werden in vielen Städten dem Schienenverkehr im großen Stil Grundstücke entzogen und damit öffentliches Eigentum der privaten Bodenspekulation überlassen. Das öffentliche Unternehmen Bahn funktioniert schon lange wie ein privater Konzern.
Die Proteste in Stuttgart wenden sich daher auch gegen eine Politik, die Profitinteressen von Großkonzernen über die Interessen der Allgemeinheit stellen.

Aber: Stuttgart ist keine Ware! Die Bahn muss demokratisch kontrolliert werden
Wir werden Mappus, Grube und Merkel stoppen und wir werden Stuttgart 21 stoppen!

Deshalb: Schwabenstreich am Di., 26.10.– bundesweit an allen Bahnhöfen!
Mehr Demokratie wagen!

Informationen zu S21 und Möglichkeiten, dagegen aktiv zu werden, sind
derzeit hier zu finden:
http://www.parkschuetzer.de/ | https://www.bei-abriss-aufstand.de/ | http://www.kopfbahnhof-21.de/

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