Dumm nur, dass die suggerierte Rechtslage überhaupt nicht mit der tatsächlichen übereinstimmt. Auch heute sind DNA-Proben kein Standard, sondern die gesetzliche Ausnahme.
Solltet ihr also mal in die Verlegenheit kommen, bei der Polizei vorstellig zu werden: lasst euch kein X für ein U vormachen. DNA-Proben nur gegen Vorlage einer richterlichen Anordnung. Erklärt euch bloß nicht mit irgendwas einverstanden.
Ab 10.30 Uhr fand heute im Eckensee eine Spontandemonstration gegen Stuttgart 21 statt: Parkschützer standen im knietiefen Wasser und hielten zwei Banner Richtung Landtag, in dem heute erste Sondierungsgespräche zwischen Nils Schmid (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne) zum Thema S21 statt fanden.
Auf einem der Banner stand: "Wenn Bauen Bewährtes zerstört, ist etwas verkehrt". Auf dem anderen war der Bahnhofsturm comicartig dargestellt, der ein Fernglas in der Hand hält, die Aufschrift lautet: "Wir haben Euch im Blick!" Gemeint sind damit die beiden Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen und SPD, die heute und morgen über das Thema Stuttgart 21 sprechen und den Koalitionsvertrag zum Thema Tiefbahnhof festlegen.
Die Parkschützer fordern die SPD auf, Stuttgart 21 zu beenden. Diese Forderung bekommt eine weitere Begründung durch das bahninterne Dossier, über das heute das Magazin Stern berichtet. Danach bewertet die DB Projektbau GmbH den Bau von Stuttgart 21 als sehr risikoreich, sowohl finanziell als auch bautechnisch. Die Baukosten würden laut DB um etwa 3 Mrd. Euro steigen und damit den Berechnungen der Verkehrsexperten Vieregg & Rössler entsprechen. Vieregg & Rössler hatten auch schon mit korrekten Baukostenberechnungen den Transrapid zu Fall gebracht.
Kommentare deaktiviert für Demo zur S21-Koalitionsverhandlung im Eckensee
In der aktuellen Ausgabe des Stern ist heute ab Seite 130 ein sehr langer Artikel, in dem eine bahninterne Studie zitiert wird, die 121 Risiken bei S21 auflistet. Leider ist die online-Variante massiv gekürzt. Wer also Interesse an dem Thema hat, sollte sich die Holzvariante zulegen.
Die Einlassungen und Schlussworte des dritten Nordflügel-Prozesses (von mindestens elf Verhandlungen) waren wieder Dokumente voller Überzeugungskraft.
Hierzu die Pressemitteilung: Wieder milde Strafen
Ich denke, dieser Artikel in der Stuttgarter Zeitung betrifft uns alle und sollte nicht klammheimlich in den Presselinks untergehen. Gestern sollte PP Stumpf einen Vortrag halten zum Thema "Wie viel Sicherheit braucht unser Zusammenleben?". Daraus wurde irgendwie nichts ...
Am Donnerstag, 7. April, finden Vorgespräche zu Stuttgart 21 zwischen Nils Schmid (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne) statt. Diese erste Gesprächsrunde der Arbeitsgruppe zu Stuttgart 21 werden wir genau beobachten – als Befürworter des modernisierten Kopfbahnhofs K21 werden wir präsent sein und Nils Schmid an die 121 Risiken von Stuttgart 21 erinnern, die laut Stern-Artikel in einer bahninternen Studie zusammengefasst sind. Selbst Bahnvorstand Volker Kefer soll geschockt gewesen sein, als er die Studie las.
Stuttgart 21 ist tot – kein Volksentscheid über eine Leiche!
Kritische Koalitionsbeobachter treffen sich am Donnerstag, 7. April, um 10:00 Uhr am Musikpavillon auf dem Schlossplatz.
Ganz neue Töne gab es am Dienstagabend auf SWR1 zu hören. Unser Sender beschäftigte sich im Radioreport Recht mit dem Unmut der Bürger gegenüber Entscheidungen „von oben“. Und mit dem Irrglauben der Politiker, dass richtig sei was rechtsstaatlich korrekt lief – für dessen Legitimation sie sich auf die repräsentative Demokratie berufen. Doch die Bürger wollen mitentscheiden, Bürgerbeteiligung, direkte Demokratie.
In der Sendung wird vom Demokratieforum „Wutbürger oder Mutbürger – Was bewirkt die rebellische Republik?" im Hambacher Schloss berichtet.
Teilnehmer:
Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung
Hans-Herbert von Arnim, Staatsrechtler, Parteienkritiker
Boris Palmer, Grüne, OB Tübingen
Manfred G. Schmidt, Politikprofessor Uni Heidelberg