Erste Bilder der Baumbesetzung

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Robin Wood & Parkschützer: BaumbesetzerInnen gegen Stuttgart 21 bleiben oben

Presseerklärung vom 17. September 2010

ROBIN WOOD und Parkschützer halten Wache in bedrohten Bäumen im Schlossgarten

AktivistInnen von ROBIN WOOD und Parkschützern haben heute Abend erneut drei Bäume im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart besetzt. Sie wollen mit ihrer Aktion dazu beitragen, den enormen öffentlichen Druck gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 so weit zu erhöhen, dass es endlich gestoppt wird. Die Massenproteste gegen das verkehrspolitisch unsinnige und maßlos überteuerte Projekt halten seit Wochen unvermindert an. In den Parteien wächst die Erkenntnis, dass sich die nächste Landtagswahl nur mit einem klaren Nein zu S21
gewinnen lässt. Trotzdem laufen die Arbeiten für den unterirdischen Durchgangsbahnhof weiter, und schon bald sollen die Fällungen im Schlosspark beginnen.

Die AktivistInnen haben drei hölzerne Plattformen an Seilen in die Baumwipfel gezogen, auf denen sie dauerhaft ausharren können. An weiteren Stellen im Park haben S21-GegnerInnen zeltähnliche Gestelle und Infostände aufgebaut sowie eine Kochstelle eingerichtet. So ist sichergestellt, dass Leute rund um die Uhr im Schlosspark sind und die Alarmketten auslösen können, sobald dort Fällarbeiten starten. Für den neuen Tiefbahnhof sollen 282 alte Bäume im Park gefällt werden. Eine beliebte Naherholungsfläche und wichtige Frischluftschneise für die im Talkessel gelegene City würde dadurch erheblich beeinträchtigt. Das Nachpflanzen von Jungbäumen könnte den Verlust durch den Kahlschlag nicht ausgleichen.

Die heute gestartete Besetzung der Bäume ist bereits die zweite durch ROBIN WOOD und die Parkschützer im Schlossgarten. In der Nacht vom 6. auf den 7. September hatten SEK-Beamte und eine Hundertschaft Polizei in einem völlig überzogenen Großeinsatz ein Baumhaus sowie eine Sitzblockade gewaltsam geräumt.

„Wo ein Baum geräumt wird, werden zwei neue besetzt. Wir bleiben weiterhin oben“, sagt Kei Andrews von ROBIN WOOD-Stuttgart. „Wir haben zwar nicht die Macht, aber die besseren Argumente und fühlen uns getragen von einer großen Welle der Sympathie. Gegen die anhaltenden Massenproteste lässt sich S21 nicht durchsetzen. Wer das nicht begreift und - wie Kanzlerin Merkel - weiterhin starrköpfig an S21 festhält, schiebt sich selbst aufs politische Abstellgleis.“

In dieser Woche haben die Grünen, SPD und Linke im Bundestag einen Baustopp für S21 gefordert. Wolfgang Drexler (SPD) ist wegen dieses Umdenkens seiner Partei heute von seinem Posten als Projekt-Sprecher zurück getreten. „Allein die beharrlichen Proteste gegen S21 haben dazu geführt, dass Bewegung in die Parteien gekommen ist und jetzt auch die SPD einen Volksentscheid zu S21 fordert“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Der Aufstand der Regierten in Stuttgart hat die Kraft, ein politisches Beben auszulösen, dessen Wirkungen weit über das Projekt hinaus und bis nach Berlin reichen. Viele Menschen haben durch den schwäbischen Filz weiter an Vertrauen in die Parteien-Politik verloren. Jetzt aber schlucken sie ihre Wut nicht mehr runter, organisieren sich selbst und wehren sich mit Aktionen des zivilen Ungehorsams. Das birgt eine ungeheure Widerstandskraft.“

Kontakt:
Kei Andrews u. Aglaia Abel, ROBIN WOOD-Stuttgart, Tel. 0151 / 28 20 66 14
Fritz Mielert, Parkschützer, Tel. 0176 / 66 68 18 17
Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer, Tel. 0174 / 74 97 868
Ute Bertrand, Pressesprecherin von ROBIN WOOD, Tel. 0160 / 96 34 72 27

Mehr Infos unter: www.robinwood.de/verkehr , www.baumbesetzung.de ,
www.parkschuetzer.de , www.bei-abriss-aufstand.de

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Anleitung zum Biwakieren

...und andere Dokumente gibt's auf wuala.

PS: hier nochmal ein älterer Artikel von uns dazu: Übernachtung im Park.

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Berichte 17.09.2010

Badische Zeitung
Drexler tritt als Stuttgart-21-Sprecher zurück
Union verweigert Plebiszit

Bild
Grünen-Fraktionschef: Drexlers Rückzug überfällig

DasDing
Stuttgart 21 - Das letzte Festival des Sommers

Focus
Ramsauer ruft zum Ende des Widerstands gegen „Stuttgart 21“ auf
Linke-Abgeordnete aus Bundestag verwiesen

Junge Welt
Neue Proteste gegen »Stuttgart 21«

Mannheimer Morgen
Der Bumerang

Rheinische Post
Streit um Milliarden-Projekt der Bahn - Sprecher von "Stuttgart 21" wirft hin
"Stuttgart 21" nur ein Beispiel - Bei Prestige-Objekten stolpert die Bahn gerne

Schwäbische Zeitung
Stuttgart 21: SPD fordert Baustopp - Özdemir auch

Schwarzwälder Bote
Oberndorf a. N. - Auch hier Protest gegen Stuttgart 21

Spiegel
Bekenntnis zu "Stuttgart 21" - Merkels riskante Wahlwette
Lammert wirft Linke-Abgeordnete aus Bundestag

Stuttgarter Nachrichten
Baldiger Rücktritt? Drexler will "glaubwürdig bleiben"

Stuttgarter Zeitung
Aktionsbündnis lädt Schuster aus
Stuttgart-21-Sprecher - Drexler tritt zurück
"Mister Stuttgart21" ist auf dem Absprung
SPD wirft Kanzlerin Starrsinn vor
Pfarrer verurteilen Angriffe

Süddeutsche Zeitung
Stuttgart 21 - Bahnprojekt-Sprecher tritt zurück
Ramsauer verteidigt Bahn-Projekt Stuttgart 21
Wolfgang Drexler: Der Mann ohne Rückendeckung

Südwest Presse
"Keine Alternative"

SWR
Stuttgart 21-Sprecher Drexler tritt zurück

Trueten.de
Heike Hänsel u.a. aus dem Bundestag entfernt

Die Welt
Grünen-Chef fordert Baustopp für Bahnhof
Bahnprojekt "Stuttgart 21" verliert seinen Sprecher

Die Zeit
SPD-Politiker tritt als Stuttgart-21-Sprecher zurück
Ramsauer mahnt Verlässlichkeit bei Stuttgart 21 an

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Erste Bilder der Baumschutzaktion

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Finger weg vom Park!

Presseerklärung vom 17. September 2010

Parkschützer schützen Bäume mit Zaun vor Abholzung

Stuttgart, 17. September 2010: Aktivisten der Parkschützer errichten heute früh um 7 Uhr um Bäume im Mittleren Schlossgarten je einen Metallzaun als Schutz vor der drohenden Abholzung. Die Zaunelemente werden dabei so miteinander verbunden, dass sie nicht einfach wieder abtransportiert werden können. Auf einem Banner steht „Hände weg vom Park! Baumschutz-Kommando BSK 21“. Die Aktivisten nutzen danach die Schutzzäune, um ihre Meinung bezüglich Stuttgart 21 auf Schildern zum Ausdruck zu bringen. Sie fordern Ministerpräsidenten Stefan Mappus auf, das Landeseigentum Schlossgarten zu schützen und zu erhalten, statt es für die Interessen einiger weniger zu verhökern.

„Ministerpräsident Mappus muss diese irrsinnige Brutalität gegenüber dem Volk und unseren öffentlichen Gütern endlich stoppen, statt in blinder Zerstörungswut unser aller Erbe zu vernichten. Besonders der wunderbare Schlossgarten, eine innerstädtische Oase mit Seltenheitswert, darf für dieses bahntechnisch schwachsinnige Projekt nicht geopfert werden“, sagt Parkschützer Carsten Bisanz. „Wie sehr wir alle vom Schlossgarten profitieren, weiß jeder, der diesen Park kennt. Die Kosten-Nutzen-Analyse für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm hingegen fällt offenbar so schlecht aus, dass sie geheim gehalten werden muss. Für ein solch dubioses Projekt darf kein einziger Baum gefällt werden.“

Während der Nutzen des Schlossgartens mit öffentlich bekannten Zahlen und Studien klar belegt ist, liegt bis heute kein Nutzungskonzept vor für den geplanten Tiefbahnhof und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Über die Wirtschaftlichkeitsrechnung und die gesetzlich vorgeschriebene Kosten-Nutzen-Analyse schweigen Bahn und Bundesverkehrministerium sich aus, trotz aller Anfragen von Bürgern und Parlamentariern.

Im Rahmen des Projekts „Stuttgart 21“ sollen im Mittleren Schlossgarten 282 ausgewachsene, über 200 Jahre alte Bäume gefällt werden, die bis zu 5 Meter Stammumfang haben.

Ein ausgewachsener Parkbaum

  • absorbiert pro Jahr ca. 2,5 Tonnen CO2 (= Ausatmung von 7 erwachsenen Menschen oder 15.000 km
  • Autofahrt bei durchschnittlichem Verbrauch)
  • produziert pro Jahr ca. 3.300 m³ Sauerstoff
  • bindet pro Jahr bis zu 1.000 kg Staub (Funktion als Luftfilter)
  • zieht pro Jahr über die Wurzeln ca. 20.000 Liter Wasser, welches zu einem Teil wieder verdunstet und
  • dadurch eine kühlende Funktion auf die Umgebung hat (Regulierung des Stadtklimas)
  • verringert die Bodenerosion
  • dient als Sicht-, Lärm- und Windschutz
  • bietet Lebensraum für zahlreiche Tierarten
  • kann in diesen Funktionen nur durch ca. 2.000 junge Bäume vollwertig ersetzt werden.

Rückfragen an Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer, Tel. 0174-7497868 oder an Carola Eckstein, Tel. 01520-7827755 oder an Fritz Mielert, Tel. 0176-66681817
Presseerklärungen und Hintergrundinfos / Presseportal: www.parkschuetzer.org/presse
Internet: www.bei-abriss-aufstand.de und twitter.com/AbrissAufstand und www.parkschuetzer.de

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Deutsche Polizeigewerkschaft zu Stuttgart 21

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat einige interessante, nicht gerade unkritische Betrachtungen zu Stuttgart 21 aus Polizeisicht veröffentlicht.

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ALARM am Nordflügel

siehe Twitter


Von einem Kran der Firma Paule abgehängte Gummimatte zum Schutz beim Abbruch.

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Zelte spenden

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BUND: Merkel macht Stuttgart 21 zur Chefsache. Nächster Fehler nach Atomdeal

Die Baukosten schießen in die Höhe, die Bauplanung ist unterirdisch und die Bundeskanzlerin nimmt die Stimme des Volkes nicht wahr. Frau Merkel sollte eigentlich wissen, wohin das führen kann. Ignoranz hat schon manchen aus dem Amt gefegt.

Aus einer Pressemitteilung des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland

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Bereitet sich die Stadt Stuttgart auf einen Krieg vor?

[Update] Manche Kommentatoren sind ganz anderer Meinung als ich und sehen keinen Grund zur Beunruhigung. Denkt also selber nach bevor ihr von der gleichen Panik gepackt werdet wie ich. Ich bleibe trotzdem panisch.[/Update]

Vielleicht habt ihr in der Zeitung gelesen, dass unsere Polizei "Unterstützung" angefordert hat. Wenn ihr mal sehen wollt, was für eine Kriegstruppe da im Anmarsch ist, lest diesen Artikel bei Wikipedia.

Zitat 1:

Jeder Angehörige des USK verfügt über eine persönliche Ausrüstung, die Streifenpolizisten nicht zur Verfügung steht. Dazu gehört eine Schutzweste, in die Polyethylenplatten eingeschoben werden können, um auch vor größerem Kaliber zu schützen. Außerdem verfügt sie über eine Stichschutzeinlage. Jeder Beamte hat einen kombinierten Schienbein-Knieschutz, sowie Schulter-, Arm- und Oberschenkelschützer aus Kunststoff, ähnlich den Eishockeyspielern, sowie einen Tiefschutz. Den Kopf schützt ein Helm mit durchsichtigem Kunststoffvisier, dazu kommt ein Goretex-Anzug.

Die Beamten verfügen über Maschinenpistolen vom Typ Heckler & Koch MP5 in verschiedenen Ausführungen, Gewehre von Heckler & Koch der Typen G8, G3 und G36 und über die Dienstpistole H&K P7. Die Feuerwaffen können mit Zielfernrohren und Laserpointern ausgestattet werden. Außerdem hat jeder USKler einen Mehrzweckeinsatzstock, ein Messer und ein Pfefferspray. Zum Fesseln von Tätern führen die Polizisten Plastikhandfesseln, ähnlich Kabelbindern, und Handschellen mit sich. Um ständig untereinander in Funkverbindung zu stehen, hat jeder Beamte ein eigenes Funkgerät mit Freisprechgarnitur.

Zitat 2:

Polizeihauptkommissar Georg Rieger formulierte 1988 in einem Artikel über die Einsatztechnik: „Die Unterstützungskommandos wenden sich vom statischen Einsatz weitestgehend ab und gehen grundsätzlich offensiv vor; sie lassen sich nicht in defensive Positionen drängen. Angriff ist die beste Verteidigung!“ Nach eigener Aussage trainieren sie, bei Demonstrationen die gewaltbereiten Straftäter zu erkennen und dann festzunehmen, wenn eine Gefahr von ihnen ausgeht. Betroffene aus Autonomer Szene und Sportkreisen werfen dem USK oft Gegenteiliges vor und kritisieren vor allem die juristische Unantastbarkeit der Beamten.

Hervorhebungen von mir. Auch der Abschnitt "Vorfälle" ist geeignet, eine spontane Magenentleerung herbeizuführen. Holy shit!

Liebe Polizeiverantwortliche! Wollt ihr wirklich einen Krieg hier in der Innenstadt? Wir würden gerne friedlich bleiben. Wozu holt ihr uns diese Schläger ins Haus? Ihr scheint Bilder der Gewalt zu wollen.

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Heute nacht: Baumführungen

Schaut mal was gerade reingeschneit kam:

Der Baumführer meldet sich zu Wort!
Aus aktuellem Anlaß werde ich wieder Baumführungen durch die kommende Nacht (16.09.2010) ab 18 Uhr anbieten. Es steht 1 Minute vor 12! Ich werde ebenfalls bei meinen Statements dies verlautbaren. Die Führung um 14 Uhr findet wie gewohnt statt.
Bruno

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