Aktuelles zum Bahnprojekt "Stuttgart 21":
Gutachter halten S21-Tunnel für Todesfallen
Zwei neue S21-Gutachten liegen dem Magazin stern vor. Darin urteilen Ingenieure, im Katastrophenfall hätten Kinder, Alte oder Rollstuhlfahrer keine Chance, aus den Tunneln zu entkommen. Noch ein "Problem" für die Bahn vor ihrer heutigen Pressekonferenz (um 10:30 im Kommunikationsbüro der Bahn).
AUSZUG aus dem Vorabbericht zum am kommenden Donnerstag
erscheinenden Artikel von Arno Luik im nächsten stern:
"Die vereinbarte Höchstsumme ist nach stern-Recherchen auch aus Gründen des Brandschutzes nicht zu halten. Dem Magazin liegen zwei neue, bisher unveröffentlichte Gutachten einer Gruppe von Stuttgarter Ingenieuren vor. Darin heißt es, die Löscheinrichtungen in dem S21-Tunnelsystem von insgesamt rund 60 Kilometern seien "nicht brauchbar", die Fluchtwege zu schmal, das Streckengefälle sei manchmal doppelt so hoch wie erlaubt. Im Katastrophenfall hätten Kinder, Alte oder Rollstuhlfahrer keine Chance. 33 Minuten würde etwa die Evakuierung im neun Kilometer langen Fildertunnel dauern – mehr als doppelt so lange wie eine bahnintern Vorschrift genehmigt. "Aus brandtechnischen Gründen" halten die Ingenieure S21 daher für "nicht machbar". Ihr Fazit: "Die Tunnel sind Todesfallen."











